WELTBILD UND STIFTUNGSINTENTIONEN




Das Stiftungsarchiv fühlt sich der Sicherung und Verbreitung geistigen, kulturellen und wissenschaftlichen Reichtums verpflichtet. Diese ideellen Vermögenswerte bilden das Fundament zu humaner Evolution, hin zu einer überlebensfähigen Spezies. - Von diesem Zustand sind wir Menschen weit entfernt. - Unsere Hoffnung liegt vor allem auf den bewusstseinsverändernden Prozessen in uns - am verlässlichsten durch metaphysische Einwirkung: Die moderne Epigenetik hat gezeigt, dass sowohl molekulare als auch neuronale Abläufe im menschlichen Organismus von einer uns bisher unzugänglichen Informationsebene gesteuert werden, die außerhalb der physischen Dimensionen liegt, vorstellbar etwa als ‚morphogenetisches Feld‘, ‚sinnstiftendes Kontinuum‘ oder ‚göttliche Gegenwart‘. Insbesondere unser Herz (das bekanntlich ein eigenes Nervensystem besitzt) empfängt relevante Botschaften aus diesem - transzendenten - geistigen Feld und leitet entsprechende Signale an das Gehirn, von wo sie elektrophysiologisch weiter an den Körper und die Sinne vermittelt und übertragen werden. Das Herz, das Gehirn, die neuronale und neurokardiologische Struktur unseres Körpers ‚weiß’ noch vor dem Eintreffen eines Ereignisses in unserer ‚bewussten Welt’ von diesem Ereignis! Wie ein Update-Programm suchen Herz und Körper automatisch und permanent nach Resonanz und Kohärenz - nach Widerhall und Bezug. Das Herz ist dabei Empfangs-, Sende- und Vermittlungszentrale zugleich: Immer ver-sucht es zwischen übersinnlicher und organischer Ebene auszugleichen, ihre jeweiligen Bedingungen und Anforderungen gegenseitig zu synchronisieren - ‚Psyche und Physis’ miteinander in Gleichklang (in Resonanz) mit den Frequenzen, der Oszillation, des Pulsschlags, des Rhythmus’ oder eben dem metaphysischen Daseinsgrund unseres lebendigen Universums zu bringen ... (Wer sich mit diesen Themen eingehender befassen möchte, dem sei u. a. empfohlen: Bruce H. Lipton, „Intelligente Zellen - Wie Erfahrungen unsere Gene steuern“, Koha-Verlag GmbH, 2007.)

Sprechen wir also von metaphysischen Vorgängen, auf die wir unsere erste Hoffnung zur Erneuerung menschlicher Muster setzen, so gehen wir analog davon aus, dass dieserart geistige Wandlungsprozesse auf der physischen Ebene am wirkungsvollsten durch kulturkritische Aufklärung unterstützt und beschleunigt werden können - namentlich durch alle künstlerischen Sprachgebungen, die umso sicherer diese feinen - oft auch unbewussten - Empfangsapparate zur Übertragung überempirischer Informationen zu erreichen vermögen. Insbesondere jedes (wahre) Kunsthandwerk, jede Kunst-aus-Übung - als Schulung in der 5. Dimension unseres Daseins - öffnet den Menschen zu besonderer Schöpfungsfähigkeit, macht ihn, sein Leben und seine Umgebung reicher, kreativer, menschlicher. Gerade in einer Zeit allseitiger Bedrohung durch das global-terroristische Welt-Zugrunderichtungs-Wirtschaftssystem bedarf der Mensch immer dringlicher auch der Halte- und Orientierungspunkte aus Schönheit und Freude. Nur so vermag er der Selbstentfremdung in ein irreparables Elend auf dem Weg zum Meganthropos zu entkommen. Daher ist die Erziehung zu dichterisch-ausdrucksvoller Sprache an den Maßstäben klassischer Literatur, die Ermutigung zu unverbildet-selbstständigem Denken, die Infragestellung zeitgeschichtlicher Interpretationen wie auch eine kritische Analyse der uns oktroyierten Verhaltensnormen so essenziell: Die Ausrichtung an diesen Schönheit- und sinnstiftenden Qualitäten regt in uns begriffliche Tiefenprozesse an und weist uns den Weg zu den Erlösungsprinzipien: Harmonie, Identität, Idealismus ...


Die ‚Stiftung Werkvermächtnisse‘ macht es sich zur Aufgabe, insbesondere solche Leistungen und Vermächtnisse zu würdigen und zu sichern, deren Intentionen den Zwängen konsumistischer Ideologien widerstehen und vom Wunsch nach Einheit der großen Menschenfamilie mit den kosmischen Prinzipien beseelt sind. - Derartige Persönlichkeitsschöpfungen lassen sich relativ leicht ausmachen: Ihre Maßstäbe sind unvereinbar mit jenen vom Massenkonsens an sie gerichteten Erwartungen - was wiederum sie selbst - wie auch ihre Kunstwerke - in den meisten Fällen existenziell bedroht. Allerdings darf dieses Kriterium nicht sogleich zu einem allgemeingültigen ‚Auswahlprinzip‘ erhoben werden: So wenig wie gesellschaftliche Missachtung grundsätzlich auf einen authentisch-schöpferischen Wert schließen lässt, genauso wenig kann irgendeine ‚öffentliche Anerkennung‘ als ein solcher Indikator gelten (hier sogar im Gegenteil, da ein mediales Renommee in den meisten Fällen ideologische Anpassung voraussetzt). Waagezeiger des Ranges einer innovativen Produktion ist ihr Anspruch auf Entsprechung mit dem allgegenwärtig-numinosen (lat. göttlich-heiligen) Geheimnis - als dem Grundprinzip und Urmotiv alles Lebens und Daseins. Und doch gilt auch hier, zwischen Wesentlichkeit und Undurchsichtigkeit zu unterscheiden: Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900), klassischer deutscher Philologe, Philosoph, Dichter und Komponist: „Wer sich tief weiß, bemüht sich um Klarheit. Wer der Menge tief scheinen möchte, bemüht sich um Dunkelheit.“ - Kunst, Kultur, Wissenschaft - in ihren reinsten Begriffen und Motiven - werden von einer inneren Leidenschaft zur Vermählung alles Irdischen mit der überirdischen Wahrheit und Weisheit befeuert - beizutragen jenem höchsten Genuss und Auffassungsvermögen des Menschen an dieser höchsten Wahrheit und Weisheit ...

Dementsprechend setzen wir einen Schwerpunkt unserer Arbeit auch auf die Erforschung, Verteidigung und Bereicherung der deutschen Sprache und Kultur - die seit wenigstens 70 Jahren systematisch vernachlässigt oder sogar verdächtigt wird: Weltbedeutende Ableger jener klassisch-deutschen Kulturgeschichte, wie sie die ‚Nation der Dichter und Denker‘ einst hervorgebracht hat, sind praktisch ausgestorben - ausgemustert, abgewertet ... (Um unsere Stiftungskonzeption an dieser Stelle nicht zu überfrachten, fügen wir eine kulturhistorische und politische Standortbestimmung - zu lesen wie einen Einschub zwischen diese Absätze - hier an.)

... Dieses Kultur- und Geschichtsvakuum begründet ein weiteres Motiv der ‚Stiftung Werkvermächtnisse‘: In den Schulbüchern aller Zeiten erscheinen immer die nämlichen - nur umgepolten - und dabei niveauloseren - Fiktionen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: In vollbewusster Dämonisierung und Hinterlist, dem vulgärsten und allgemeinsten Gewaltakt aller bisher bekannten Staatsformen, versuchen die jeweils amtierenden Sozialingenieure jede Historie im Sinne der ‚ab jetzt geltenden‘ und neu zu propagierenden Demagogie umzudeuten und alle Gegenbehauptungen zu denunzieren oder auszulöschen. Welthistorische Fundamente werden dabei einfach ‚weggesprengt‘ und der Nachwelt beraubt. Gegenwärtig (2015) ziehen areligiöse Extremisten eine solche physische Vernichtungsspur durch die arabische Welt. - Wir verwahren uns gegen jede Art des Terrorismus und vergleichen oder übertragen auch die islamischen Gewaltexzesse nicht leichtfertig, dürfen und wollen aber genauso wenig die Verbrechen andernorts kleinreden, denn auf Willkürakte ähnlicher Art könnten wir zu Tausenden auf dieser Erde verweisen - sie ließen sich selbst aus der jüngsten deutschen Geschichte berichten: Das ehemalige Stadtschloss auf dem Berliner Lustgarten, durch den Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und teilweise bis auf die Grundmauern ausgebrannt, wurde 1950 nach Beschluss des Ministerrats der DDR - abgerissen. Ein Wiederaufbau wäre möglich gewesen - doch die ‚Bereinigung‘ preußischer Geschichte lag im ideologischen Interesse der DDR-Staatsführung. Nicht anders verfuhren die nachrückenden Imperatoren: 2007 wird der an der gleichen Stelle errichtete ‚Palast der Republik‘ - zertrümmert. Mit einer Milliarde Mark war er das teuerste und bedeutendste Bauwerk der DDR-Geschichte, eine Ikone der DDR-Architektur, ein einzigartiges Artefakt, in kultureller wie stilistischer Hinsicht. Und jetzt: Gemäß dieser altbewährten reaktionären Traditionen wiederaufersteht, in diesem Moment, am selben Platz, erneut das ‚Stadtschloss‘ - damit auch die letzte äußerliche Repräsentanz der sozialistischen Idee ‚auf ewig getilgt‘ - und der ehemals baukünstlerische Weitblick vom Lustgarten über die Spreeinsel unverrückbar zubetoniert sei!

‚Geschichte‘ wird vom herrschenden Kartell, von der Macht-habenden Elite diktiert - und unter dem Schutt ihrer Entstellungen begraben.

Aus diesen (und den oben noch einzufügenden kulturhistorischen und politischen) Gründen soll es Aufgabe der ‚Stiftung Werkvermächtnisse‘ sein, die tatsächlichen Ereignisse in vielseitigsten Darstellungen zu bewahren und die allgängige Manipulation unserer nationalen, emotionalen und rationalen Realitäten bloßzulegen. - Immer verhilft uns der ‚ganz andere Blick‘ auch zu einem authentischeren umfassenderen Verständnis davon, was sich in Wahrheit ereignet hat, wie das Geschehen auf uns Menschen in unseren jeweiligen Befindlichkeiten tatsächlich wirkte, was wir ehrlich dachten und empfanden. - Baruch de Spinoza (1632-1677), niederländischer Philosoph: „In einem freien Staat ist jedem erlaubt zu denken, was er will, und zu sagen, was er denkt.“

Neben der Dokumentation künstlerischer und wissenschaftlicher Werkschauen verfolgt Archiv und Stiftung ebenso das Ziel, wertvolle Bücher, deren Verfügbarkeit gefährdet ist, digital zu sichern und zugänglich zu machen. Dazu sind alle Interessenten herzlich aufgerufen, verschollene oder nur noch in letzten Auflagen zugängliche Werke in digitale Formate zu übertragen und sie diesem Portal zur Verfügung zu stellen. Für die Veröffentlichung sind Urheber- bzw. Verlagsrechte zu berücksichtigen: In Deutschland gilt eine 70jährige Schutzfrist, beginnend mit dem Tod des Autors, danach darf das Werk frei zugänglich gemacht werden - oder wir haben die Veröffentlichung bis zu diesem Zeitpunkt auszusetzen.

Der Tag ist nicht fern und schon streift auch Dein Leib die irdischen Fesseln ab - und mit ihm versinken gleichfalls Dein Werk und Deine Mühen unverstanden und dumpf in irdischem Vergessen? Nicht aus Eitelkeit strebe daher nach Dauer, sondern aus Menschenliebe: damit Deines Ackers Früchte Deine Nachkommenden nähren und kräftigen. Und so erhebe diese Prüfsteine zu den höchsten in der Beurteilung Deiner Meisterschaft: Hast Du das Vorgefundene gesünder und befähigter der Gemeinschaft zurückgegeben? Brannte in Dir das Feuer einer Leidenschaft um der Wahrheit willen und nicht des Ruhmes wegen? Hast Du Deine Kunst und Idee höher gestellt als den Teller voll Brot und Gold, den Du durch sie zu füllen hofftest? Und war Dir sogar die Angst nicht fremd, Dein selbstständiges Denken und Fühlen könnte den Nächsten aller Mittelmäßigen anstiften, Dich und Deine Kunst zu schmähen und zu zerstören? - O wie mörderisch ist der Geist der Mitläufer und Duckmäuser, deren gewandteste Fähigkeit die Erniedrigung der Unangepassten und Hervorragenden ist! - Aber nur diesem Leidenden, diesem wahrhaft Erkennenden öffnen sich auch höhere Sinne und Zugänge zum Wesen der Kunst: Die tiefste Wahrheit in Formen zu heben, die uns berühren und zurückverbinden mit dieser tiefsten Wahrheit. Immer erst das persönliche Betroffensein macht wach und empfindungsfähig für die Wirklichkeit - und reif, zu fühlen, wo das rechte Wort oder vielmehr die not-wendige Tat erforderlich ist. Oder es wüsste sogar Sinn zu stiften mit gütigem Schweigen und Nichthandeln in Angelegenheiten, die dem Großen Ganzen überlassen bleiben müssen - so wussten und rieten es jedenfalls noch die Altvorderen im ‚Thing‘, jener alten germanischen Volksversammlung ...

 

Erneut in Zeiten zunehmender Diskrimination freigeistiger Meinungsäußerung, unter Bedingungen, in denen korrumpierte Gesinnungsdemagogen verlogene und verweltlichte Lebenssinne uns oktroyieren, wo das Vergessen und Vernichten lebensbejahender Werte, schöngeistiger Ideale und der Offenbarungen aufgeklärter Religiosität Tagesgeschäft wieder staatstragender Funktionseliten ist, in Verhältnissen also, in denen abermals - in langer, insbesondere deutscher Tradition - jeder Protest gegen die bestehende heuchlerische Ordnung ignoriert oder destruiert wird und damit auch die Feigheit in uns selbst genährt, in solchen Zeiten bleibt einzig diese Hoffnung und Pflicht: den Nachkommenden Zeugnis abzulegen und die Samen und unvollendeten Triebe der Sehnsucht und des Schmerzes dieser Zeit zu bewahren, um sie kommenden Wahrheitssuchern, künftigen Visionären und lebenswahrhaftigen Schöpfern darzubieten - ihrer Inspiration, Erbauung und Versicherung zuliebe.


Dieserart bedrohte Kunstwerke und wissenschaftliche Schöpfungen zu erhalten hat sich das Archiv Werkvermächtnisse verschrieben.


Wen unter solchen Bestimmungen ein heimatliches Gefühl ergreift, wer sich müht, den Grundsätzen authentisch-künstlerischer oder -wissenschaftlicher Bemeisterung gerecht zu werden, dem bietet unsere Netzseite einen Ort zur Präsentation und Sicherung seiner Beiträge über die eigene Lebenszeit hinaus. - Worin künstlerische oder wissenschaftliche Meisterschaft besteht, bleibt zentrales Thema vieler der in Zukunft an verschiedenen Stellen unserer Seite noch einzuarbeitenden Beiträge.


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