SINNSÄTZE

des großen Themenbereichs

LEIDEN - GLÜCK - LEBENSKUNST.


...Denkt immer an das Danach, so entgeht ihr den meisten Fehlschöpfungen.
...Der Unterschied zwischen gefüllten und erfüllten Tagen: Jene mühen und ermüden, diese beglücken und bereichern mich.
...In der Langsamkeit wohnt das Glück: Wer keine Zeit hat, zu betrachten, zu beobachten, findet es nicht.
...Innerer Friede findet sich nicht ohne Gewißheit - und Gewißheit nicht ohne Prüfung. - Wo also setzt du den Ausgangspunkt?!
...Kaum etwas hilft, klärt und heilt mehr – als das Gespräch mit einem Freund, einer Freundin.
...Leben dürfen - frei wie ein Baum und brüderlich, wie ein Wald.
...Sie begreifen nicht, daß sie Zeit sparen, wenn sie Zeit ausgeben würden …
...Wahrer Luxus bedeutet Zeit zu haben.
...Wer besonders schnell gehen will, muß besonders langsam gehen.
Addison, Joseph (1672-1719), englischer Dichter, Journalist und Politiker in der Frühzeit der Aufklärung: „Gesundheit und Fröhlichkeit erzeugen einander gegenseitig.“
Alain (Emile-Auguste Chartier, 1868-1951), französischer Essayist und Philosoph: „Auf allen Schulen müsste es Unterricht geben in der Kunst, glücklich zu sein.“
Alcott, Amos (1799-1888), US-amerikanischer Pädagoge und Philosoph: „Sich ein unverrunzeltes Herz zu bewahren, zuversichtlich, freundlich, liebenswürdig und ehrwürdig zu sein, das bedeutet, über das Alter zu triumphieren.“
Altenberg, Peter (1859-1919), österreichischer Schriftsteller und Kulturkritiker, in: Diogenes in Wien: „An seinen Idealen zugrunde gehen können, heißt lebensfähig sein!“
Altenberg, Peter (1859-1919), österreichischer Schriftsteller und Kulturkritiker, in: Prodomos: „Wehe denen, die Glück haben! Der Weg, der Weg, diese langsame Akkumulation von ungeheuren Lebens-Energien ist ihnen erspart, ist ihnen versagt! Sie sind betrogen um das einzig Wertvolle! Armselig Besitzende!“
Arabische Weisheit: „Geduld ist der Schlüssel zur Freude.“
Aristoteles (384-322 v. Chr.), griechischer Philosoph, Schüler Platons: „Seine Trefflichkeit, welcher Art sie auch sei, ungehindert üben zu können, ist das eigentliche Glück.“
Arndt, Ernst Moritz (1769-1860), deutscher Schriftsteller, Historiker, Freiheitskämpfer und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung: „Nur den Fröhlichen blüht der Baum des Lebens.“
Arnim, Bettina von (Elisabeth Catharina Ludovica Magdalena Brentano, auch: Bettine Brentano, 1785-1859), deutsche Schriftstellerin und bedeutende Vertreterin der deutschen Romantik, Schwester von Clemens Brentano: „Nur wer mit Leichtigkeit, mit Freude und Lust die Welt sich zu erhalten weiß, der hält sie fest.“
AT, Psalm 23, 1-6, ein Psalm Davids: „Der Herr ist mein Hirte,/ mir wird nichts mangeln./ Er weidet mich auf einer grünen Aue/ und führet mich zum frischen Wasser./ Er erquickt meine Seele./ Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen./ Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal/ fürchte ich kein Unglück; denn Du bist bei mir,/ Dein Stecken und Stab trösten mich./ Du bereitest vor mir einen Tisch/ im Angesicht meiner Feinde./ Du salbest mein Haupt mit Öl/ und schenkest mir voll ein./ Gutes und Barmherziges werden mir folgen ein Leben lang,/ und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.“
Aurel, Marc (Marcus Aurelius, 121-180), römischer Kaiser und Philosoph: „Das Leben ist das Produkt unserer Gedanken.“
Aurel, Marc (Marcus Aurelius, 121-180), römischer Kaiser und Philosoph: „Vergiß nicht: Man benötigt nur wenig, um ein glückliches Leben zu führen.“
Aurel, Marc (Marcus Aurelius Antonius, 121-180), römischer Kaiser und Philosoph, in: Selbstbetrachtungen: „Die Dauer des menschlichen Lebens ist ein Augenblick, das Wesen ein beständiger Strom, die Empfindung eine dunkle Erscheinung, der Leib eine verwesliche Masse, die Seele ein Kreisel, das Schicksal ein Rätsel, der Ruf etwas Unentschiedenes. Kurz, was den Körper betrifft, ist es ein schneller Fluss, was die Seele angeht, Träume und Dunst, das Leben ist ein Krieg, eine Haltestelle für Reisende, der Nachruhm ist Vergessenheit.“
Aurel, Marc (Marcus Aurelius Antonius, 121-180), römischer Kaiser und Philosoph, in: Selbstbetrachtungen: „Die Menschen sind füreinander da. Also belehre oder dulde sie.“
Aurel, Marc (Marcus Aurelius Antonius, 121-180), römischer Kaiser und Philosoph, in: Selbstbetrachtungen: „Merke dir vor allem zwei Wahrheiten: Erstens, dass die Außenwelt deine Seele nicht berühren kann, sondern immer unbeweglich draußen steht, also Störungen deines inneren Friedens nur aus deiner Einbildung entstehen; und zweitens, dass alles, was du siehst, sich schnell verändert und nicht mehr sein wird. Und wie vieler Veränderungen Augenzeuge bist du nicht selbst schon gewesen! Die Welt ein ewiger Wechsel, das Leben ein Wahn!“
Aurel, Marc (Marcus Aurelius Antonius, 121-180), römischer Kaiser und Philosoph, in: Selbstbetrachtungen: „Sage zu dir in der Morgenstunde: Heute werde ich mit einem unbedachtsamen, undankbaren, unverschämten, betrügerischen, neidischen, ungeselligen Menschen zusammentreffen. Alle diese Fehler sind Folgen ihrer Unwissenheit hinsichtlich des Guten und Bösen. Ich aber habe klar erkannt, dass das Gute seinem Wesen nach schön und das Böse hässlich ist, dass der Mensch, der gegen mich fehlt, in Wirklichkeit mit mir verwandt ist, nicht weil wir von demselben Blut, derselben Abkunft wären, sondern wir haben gleichen Anteil an der Vernunft, der göttlichen Bestimmung. Keiner kann mir Schaden zufügen, denn ich lasse mich nicht zu einem Laster verführen. Ebenso wenig kann ich dem, der mir verwandt ist, zürnen und ihn hassen; denn wir sind zur gemeinschaftlichen Wirksamkeit beschaffen, wie die Füße, die Hände, die Augenlider, wie die obere und untere Kinnlade. Darum ist die Feindschaft der Menschen untereinander wider die Natur; Unwillen aber und Abscheu in sich fühlen ist eine Feindseligkeit.“
Aurel, Marc (Marcus Aurelius Antonius, 121-180), römischer Kaiser und Philosoph, in: Selbstbetrachtungen: „Wie bald, und du bist Asche und Knochengerippe und nur noch ein Name. [...] Und die geschätztesten Güter des Lebens sind eitel, modernd, unbedeutend, Hunden gleich, die sich herumbeißen, und Kindern, die sich zanken, bald lachen und dann wieder weinen. [...] Was gibt es also, das dich hier unten zurückhält? Alles Sinnliche ist ja so wandelbar und unbeständig, die Sinne selbst sind aber voll trüber Eindrücke und leicht zu täuschen, und das Seelchen ist selbst nur ein Aufdampfen des Blutes. [...] Warum siehst du also nicht gelassen deinem Erlöschen oder deiner Versetzung entgegen? Bis aber dieser Zeitpunkt sich einstellt, was bleibt übrig? Was anders, als die Götter zu ehren und zu preisen, den Menschen aber wohlzutun und sie zu dulden oder auch zu meiden und zu bedenken, dass alles, was außerhalb der engen Grenzen deines Fleisches und Geistes liegt, weder dir gehört noch von dir abhängt.“
Aus Afrika: „Es gibt Glückspilze, die fallen hin und finden dabei noch etwas.“
Aus Arabien: „Am Baum des Schweigens hängt der Friede.“
Aus China: „Achte auf deine Gedanken. Sie sind der Anfang deiner Taten.“
Aus China: „Das Leben meistert man lächelnd - oder überhaupt nicht.“
Aus China: „Die Weisheit des Lebens besteht im Ausschalten der unwesentlichen Dinge.“
Aus China: „Ein Augenblick der Geduld kann vor großem Unheil bewahren; ein Augenblick der Ungeduld kann ein ganzes Leben zerstören.“
Aus China: „Fürchte dich nicht vor dem langsamen Vorwärtsgehen, fürchte dich nur vor dem Stehenbleiben.“
Aus China: „Jede Minute, die du lachst, verlängert dein Leben um eine Stunde.“
Aus China: „Lass Vergangenes nicht dein Leben diktieren, doch nütze es als Ratgeber für deine Zukunft.“
Aus China: „Liebe und Freundlichkeit sind die besten Gewürze zu allen Speisen.“
Aus China: „Verwandle große Schwierigkeiten in kleine und kleine Schwierigkeiten in gar keine.“
Aus China: „Wenn du es eilig hast, mach einen Umweg.“
Aus China: „Wenn ich einen grünen Zweig im Herzen trage, wird sich ein Singvogel darauf niederlassen.“
Aus China: „Wer auf das Glück ein Leben lang wartet, der wartet oft vergebens.“
Aus China: „Wer sanft auftritt, kommt weiter.“
Aus China: „Wer sich darauf versteht, das Leben zu genießen, muss keine Reichtümer anhäufen.“
Aus dem Kongo: „Weisheit ist keine Medizin zum Herunterschlucken.“
Aus der Ukraine: „Nicht die alten Leute frage um Rat, sondern die, die gelitten haben.
Aus England: „In doubt do nothing. - Im Zweifel tue nichts.“
Aus Island: „Tüchtige Mutter erzieht träge Tochter.“
Aus Israel: „Die Tür, die dem Bettler verschlossen bleibt, öffnest du dem Arzt.“
Aus Russland: „Eine Verbeugung wird den Kopf nicht abfallen lassen.“
Aus Russland: „Ein schmeichelndes Kälbchen wird leicht von zwei Müttern gesäugt.“
Aus Ungarn: „Wer nur zurückschaut, sieht nicht, was auf ihn zukommt.“
Aus Vietnam: „Fürchte nicht die Enge des Hauses, fürchte vielmehr die des Herzens.“
AutorIn unbekannt: „Arbeit gibt uns mehr als den Lebensunterhalt. Sie gibt uns das Leben.“
AutorIn unbekannt: „Das Gesetz des Lebens liegt im Notwendigen. Der Reiz des Lebens liegt im Überflüssigen.“
AutorIn unbekannt: „Das Glück hängt nicht davon ab, wie viel wir haben, sondern wie viel Freude wir daran haben.“
AutorIn unbekannt: „Das Glück ist gut und fromm; / gleich teilt es seine Gaben: / Die Reichen läßt es Furcht, / die Armen Hoffnung haben.“
AutorIn unbekannt: „Die Arbeit läuft nicht davon, während du dem Kind den Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht.“
AutorIn unbekannt: „Eine liebenswürdige alte Quäkerin auf die Frage, mit welchen Mitteln sie ihre Schönheit erhalte: Ich benutze Wahrheit für die Lippen, Gebet für die Stimme, Mitempfinden für die Augen, Mildtätigkeit für die Hände, Aufrichtigkeit für den Körper und Liebe für das Herz.“
AutorIn unbekannt: „Ein Hobby sollte für Geist und Seele so entspannend sein wie eine Hängematte für den Körper.“
AutorIn unbekannt: „Ein Leben, tief verankert in der Religiosität, ist die Voraussetzung für ein gesundes Leben.“
AutorIn unbekannt: „Ein Tourist ist ein Mensch, der auf Reisen geht, um mal etwas anderes zu sehen, und sich dann beklagt, dass alles so anders ist.“
AutorIn unbekannt: „Frohsinn ist die Süße des Lebens.“
AutorIn unbekannt: „Gesundheit und Wohlbefinden sind Gaben, um die sich jeder Mensch immer wieder bemühen muss.“
AutorIn unbekannt: „Hüte dich vor den Besserwissern, die ständig mit dem Stein der Weisen in der Tasche klimpern.“
AutorIn unbekannt: „Liebe deine Möglichkeiten, aber achte deine Grenzen.“
AutorIn unbekannt: „Möge an deiner Arbeit auch dein Herz hängen.“
AutorIn unbekannt: „Mögest du dem, der Hilfe braucht, sie ihm nicht verwehren.“
AutorIn unbekannt: „Mögest du keine zwei linken Hände haben und die Muße, dir ein Haus zu bauen.“
AutorIn unbekannt: „Nicht einmal die Bäume des Waldes machte Gott gleich, wie viel weniger die Menschen.“
AutorIn unbekannt: „Richtige Zeitplanung ist das Rezept der Erfolgreichen, sinnvolle Zeitgestaltung eines der Weisen.“
AutorIn unbekannt: „Schenkt Aufmerksamkeit, die kann man nicht umtauschen.“
AutorIn unbekannt: „Trimm dich! Spring‘ mal über deinen Schatten!“
AutorIn unbekannt: „Was tue ich dazu, daß der andere sich so verhält, wie er sich verhält!“
AutorIn unbekannt: „Wer Erfolg im Leben haben will, macht die Beharrlichkeit zu seinem Lehrer, die Erfahrung zu seinem Bruder, die Vorsicht zu seinem Wächter und die Hoffnung zu seiner Geliebten.“
Azai, Ben, Rabbiner: „Der Lohn für eine erfüllte Pflicht ist die Kraft, die nächste zu tun.“
Bachmann, Ingeborg (gelegentliches Pseudonym: Ruth Keller, 1926-1973), gilt als eine der bedeutendsten Lyrikerinnen und Prosaschriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts in Österreich: „Nichts Schöneres unter der Sonne als unter der Sonne zu sein.“
Bacon, Francis (1561-1626), englischer Philosoph, Staatsmann und als Wissenschaftler Wegbereiter der Empirismus, in seinen Essays: „Der Pfad des Glückes gleicht der Milchstraße am Himmel, die eine Anhäufung oder ein Knäuel von einer Anzahl kleiner, nicht einzeln wahrnehmbarer, doch im Verein lichtstrahlender Sterne ist.“
Baez, Joan (*1941), amerikanische Folksängerin, Gitarristin, Bürgerrechtlerin, Pazifistin: „Handeln ist das Gegenmittel zur Verzweiflung.“
Ball, Hugo (1886-1927), deutscher Autor und Biograf, Mitbegründer der Dada-Bewegung, in einem Brief an seine Frau Emmy am 23. November 1923: „Weiß der Himmel: Oft scheint mir, das Leben hat nur den Sinn, sich hier unten die passende Gesellschaft fürs Jenseits auszusuchen. Mir wenigstens ergeht es so. Das Alleinsein ist vielleicht gar nicht meine Sache, aber ich mag nicht mit jedermann gehen. [...] So will ich meine Gesellschaft wählen, eine Gesellschaft, die auftaucht, wenn alles vorüber sein wird. [...] Wartend will ich im Hinterhalt liegen und keiner soll mich im Warten übertreffen. Dich, mein Kind, habe ich ja auch so gefangen. Ich bin eine große Spinne.“
Ball, Hugo (1886-1927), deutscher Autor und Biograf, Mitbegründer der Dada-Bewegung, in einem Brief an seine Frau Emmy im März 1918: „Der Mensch ist alles, was man aus ihm macht. Und wir wollen, dass er gut sei und es kommt darauf an, dass alle Menschen guten Willens sind, zu wachen über sich und über alle Menschen. [...] Wir müssen Kinder und Heilige werden. Wenn wir dann auch noch Verstand und Vernunft haben, erreichen wir Dinge, wie sie niemals in der Welt erreicht worden sind. Wir müssen das Gute nehmen, wo wir es finden.“
Balzac, Honoré de (1799-1850), französischer Schriftsteller: „Auf Erden ist einzig das Unglück vollkommen.“
Balzac, Honoré de (1799-1850), französischer Schriftsteller: „Die Erinnerungen verschönern das Leben, aber das Vergessen allein macht es erträglich.“
Bernanos, Georges (1888-1948), französischer Schriftsteller: „Die einzige Art, das Leben zu meistern, besteht darin, es zu lieben.“
Bernanos, Georges (1888-1948), französischer Schriftsteller: „Glück bedeutet, seine Freude in der Freude des anderen zu finden.“ Oder auch: „Sich mit anderen freuen können, das ist das Geheimnis des Glücks.“
Bettina: „Immer wieder uns mühend, erreichen wir das Ziel.“
Betz, Robert Theodor (*1953), deutscher Psychologe und Autor, Tagesspruch für den 23.05.16: „Viele Menschen leben so, als seien sie ständig auf der Flucht. Unbewusst versuchen sie zu vermeiden, sich selbst zu begegnen, ihren Ängsten und anderen Gefühlen und der bisher unerfüllten Sehnsucht ihres Herzens. Hör auf zu flüchten, halte an, dreh dich zu dir um und werde ehrlich zu dir selbst.“
Betz, Robert Theodor (*1953), deutscher Psychologe und Autor, Tagesspruch vom 16.03.2018: „Krisen sind für uns das, was für die Auster das Sandkorn: Zunächst ein unangenehmer Fremdkörper, eine Reizung, ein Stachel im weichen Fleisch, aus dem ein Schatz, eine Perle werden kann. Erst wenn du dein störendes Sandkorn mit den Armen deines Herzens umarmst und annimmst, kannst du wachsen, reifen und erkennen, wer und was du wirklich bist.“
Betz, Robert Theodor (*1953), deutscher Psychologe und Autor, Tagesspruch vom 19.02.2016: „Ein Leben ohne Widrigkeiten ist etwas sehr blasses, wie ein Gewässer ohne Tiefgang. Nur durch die Bewältigung unserer Herausforderungen wachsen wir in das bewusste Gewahrsein des großartigen Liebeswesens hinein, das in uns angelegt ist wie der Schmetterling in der Raupe.“
Betz, Robert Theodor (*1953), deutscher Psychologe und Autor, Tagesspruch zum 25.12.15: „Zur Klarheit gelangst du durch das Bewusstmachen und Annehmen aller Unklarheit. Zu Frieden und Zufriedenheit gelangst du über die Haltung: ‚Aller Unfriede in mir darf jetzt da sein.‘ Dann entscheide dich für Klarheit, Bewusstheit und Frieden mit dir selbst und den Mitmenschen. Diese Entscheidung wird vom Leben unterstützt, du wirst dorthin geführt.“
Beutelrock, Friedl (1889-1958), deutsche Schriftstellerin, Aphoristikerin: „Gleichgewicht halten ist die erfolgreichste Bewegung des Lebens.“
Beutelrock, Friedl (1889-1958), deutsche Schriftstellerin, Aphoristikerin: „Mit einer Träne im Auge lächelnd dem Leben beipflichten: Das ist Humor.“
Bibelzitat, unbekannte Stelle: „Weinen ist besser als Lachen. Wer traurig ist, kennt das Leben.“
Bibesco, Elizabeth: „Gesegnet sind die, die geben können, ohne sich daran zu erinnern und die, die nehmen können, ohne es zu vergessen.“
Bierbaum, Otto Julius (Pseudonyme: Martin Möbius und Simplicissimus, 1865-1910), deutscher Journalist, Redakteur, Schriftsteller und Librettist: „Unzufriedenheit ist Dummheit.“
Black, Claudia (*1972), australische Schauspielerin: „Umgib dich mit Menschen, die dich achten und gut behandeln.“
Blumenthal, Oscar (auch: Oskar Blumenthal, 1852-1917), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Bühnendichter, Schachkomponist, Gründer des Berliner Lessingtheaters: „Wer nie in der Jugend Gewitterdrang/ über jedes trennende Gitter sprang,/ wer nie in sünd’gem Verlangen gebebt hat,/ und immer nur nach Erlaubtem gestrebt hat,/ dem schmücke das Wams mit Orden und Tressen,/ doch sag ihm, er habe zu leben vergessen.“
Bodenstedt, Friedrich Martin von (1819-1892), deutscher Schriftsteller und Übersetzer aus dem Russischen, Englischen und orientalischen Sprachen, in: Aus dem Nachlass des Mirza Schaffy III: „Zwei Dinge sind schädlich für jeden,/ der die Stufen des Glücks will ersteigen:/ Schweigen, wenn Zeit ist zu reden,/ und reden, wenn Zeit ist zu schweigen.“
Bodenstedt, Friedrich Martin von (1819-1892), deutscher Schriftsteller und Übersetzer aus dem Russischen, Englischen und orientalischen Sprachen, in: Aus dem Nachlaß des Mirza Schaffy, Lieder des Trostes: „Weiß doch keiner, was ihm frommt hier auf dunklem Pfade. / Keiner zwingt das Glück, es kommt unverhofft als Gnade.“
Boethius (Anicius Manlius Severinus Boethius, um 480/485-524/526), spätantikischer römischer gelehrter, Politiker, neuplatonischer Philosoph und Theologe, in: Die Tröstungen der Philosophie: „Glaubst du denn, dass den menschlichen Dingen überhaupt irgendwelche Stetigkeit innewohnt, da doch den Menschen selbst oft eine flüchtige Stunde dahinrafft?! Und wenn wirklich einmal, was so selten geschieht, das Glück sich beständig erweisen sollte, so endigt mit dem letzten Tage des Lebens doch auch das beständigste Glück! Macht es denn etwa einen Unterschied, ob du dem Glück untreu wirst, indem du stirbst, oder das Glück dir, indem es entschwindet?“
Bonhoeffer, Dietrich (1906-1945), lutherischer Theologe, Vertreter der Bekennenden Kirche, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus: „Man muss sich durch die kleinen Gedanken, die einen ärgern, immer wieder durchfinden zu den großen Gedanken, die einen stärken.“
Brentano, Clemens (Clemens Wenzeslaus Brentano de La Roche, 1778-1842), deutscher Schriftsteller, neben Achim von Arnim der Hauptvertreter der sog. Heidelberger Romantik, Bruder von Bettina von Arnim: „Glück ist niemals ortsgebunden,/ Glück kennt keine Jahreszeit,/ Glück hat immer der gefunden,/ der sich seines Lebens freut.“
Brillat-Savarin, Jean-Anthelme (1755-1826), französischer Schriftsteller und Gastrosoph: „Die größte Stärke des Menschen ist seine Hoffnung. Vertraue in deine Zukunft.“
Bruyère, Jean de La (1645-1696), französischer Schriftsteller und Moralist: „Gesundheit und Reichtum bringen den Menschen um die Erfahrung des Leids und machen ihn hart gegen seine Mitmenschen.“
Buber, Martin (1878-1965), österreichisch-israelischer jüdischer Religionsphilosoph: „Alt sein ist eine herrliche Sache, wenn man nicht verlernt hat, was anfangen heißt.“
Buck, Pearl Sydenstricker (Pseudonym: John Sedges, 1892-1973), US-amerikanische Schriftstellerin, Literaturnobelpreis 1938: „Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das große vergeblich warten.“
Buddha (= wörtlich: ‚der Erwachte‘, eigentlich: Siddhartha Gautama, 563-483 v. Chr.), Religionsstifter des Buddhismus: „Den Körper bei guter Gesundheit zu erhalten, ist eine Pflicht ... Ansonsten sind wir nicht in der Lage einen klaren und starken Geist zu bewahren.“
Buddha (= wörtlich: ‚der Erwachte‘, eigentlich: Siddhartha Gautama, 563-483 v. Chr.), Religionsstifter des Buddhismus: „Die Familie steht zusammen wie ein Wald, während Stürme den Baum umwehen, der allein steht.“
Buddha (= wörtlich: ‚der Erwachte‘, eigentlich: Siddhartha Gautama, 563-483 v. Chr.), Religionsstifter des Buddhismus: „Zu genießen, wie die Zeit vergeht: Das ist das Geheimnis des Lebens.“
Busch, Wilhelm (1832-1908), deutscher Dichter und Zeichner, in: Schein und Sein, Von selbst: „Laß ihn im Galoppe tollen,/ reite ruhig deinen Trab!/ Ein zu ungestümes Wollen,/ wirft von selbst den Reiter ab.“
Busch, Wilhelm (1832-1908), deutscher Dichter und Zeichner: „Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch die Vernachlässigung kleiner Dinge.“
Busch, Wilhelm (1832-1908), deutscher Dichter und Zeichner: „Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen.“
Butler, Samuel (1835-1902), englischer Schriftsteller, in: The Note-Books: „Es gibt zwei große Lebensregeln, eine allgemeine und eine besondere. Die erste besagt, dass jeder schließlich erreichen kann, was er will, wenn er es nur versucht. Das ist die allgemeine Regel. Die besondere Regel ist, dass jeder Einzelne mehr oder weniger eine Ausnahme von der allgemeinen Regel ist.“
Butler, Samuel (1835-1902), englischer Schriftsteller: „Alle Lebewesen außer dem Menschen wissen, dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen.“
Butler, Samuel (1835-1902), englischer Schriftsteller: „Leben ist die Kunst, aus falschen Voraussetzungen die richtigen Schlüsse zu ziehen.“
Bökelmann, Thomas Romanus (*1971), deutscher Aphoristiker: „Das Leben ist oft wie eine Familie: Die Gegensätze wohnen nah beieinander.“
Bökelmann, Thomas Romanus (*1971), deutscher Aphoristiker: „Lebenskunst besteht darin, den Tag zu planen, aber im Augenblick improvisieren zu können.“
Börne, Carl Ludwig (Löb Baruch, 1786-1837), deutscher Journalist, Literatur- und Theaterkritiker, gilt als Wegbereiter des Feuilletons, in: Das Staatspapier des Herzens: „Die Erde ist das Komödienhaus in der großen Himmelsstadt, und du, o Mensch, spielst den Hanswurst darin.“
Börne, Carl Ludwig (Löb Baruch, 1786-1837), deutscher Journalist, Literatur- und Theaterkritiker, gilt als Wegbereiter des Feuilletons, in: Fragmente und Aphorismen 202: „Nichts bereuen ist aller Weisheit Anfang.“
Börne, Carl Ludwig (Löb Baruch, 1786-1837), deutscher Journalist, Literatur- und Theaterkritiker, gilt als Wegbereiter des Feuilletons, in: Fragmente und Aphorismen: „Schmerz ist der Vater und Liebe die Mutter der Weisheit.“
Börne, Carl Ludwig (Löb Baruch, 1786-1837), deutscher Journalist, Literatur- und Theaterkritiker, gilt als Wegbereiter des Feuilletons: „Auf einem wankenden Schiff fällt um, wer stillesteht, nicht, wer sich bewegt.“
Börne, Carl Ludwig (Löb Baruch, 1786-1837), deutscher Journalist, Literatur- und Theaterkritiker, gilt als Wegbereiter des Feuilletons: „Der Leichtsinn ist ein Schwimmgürtel für den Strom des Lebens.“
Büchner, Karl Georg (1813-1837), hessischer Schriftsteller, Dichter, Dramatiker, Mediziner, Naturwissenschaftler und Revolutionär, in: Dantons Tod: „Wir sind alle lebendig begraben und wie Könige in drei- oder vierfachen Särgen beigesetzt, unter dem Himmel, in unsern Häusern, in unsern Röcken und Hemden. - Wir kratzen fünfzig Jahre lang am Sargdeckel. Ja, wer an Vernichtung glauben könnte! dem wäre geholfen. - Da ist keine Hoffnung im Tod; er ist nur eine einfachere, das Leben eine verwickeltere organisiertere Fäulnis, das ist der ganze Unterschied!“
Caddy, Eileen: „Erwarte, dass jedes Deiner Bedürfnisse erfüllt wird, erwarte die Antwort auf jedes Deiner Probleme, erwarte Überfluss auf jeder Ebene, erwarte, spirituell zu wachsen.“
Camus, Albert (1913-1960), französischer Schriftsteller und Philosoph, gilt als einer der bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts, 1957 Literaturnobelpreis: „Leben heißt Handeln.“
Canetti, Elias (1905-1994), Schriftsteller und Aphoristiker deutscher Sprache, Literaturnobelpreis 1981: „Es wurde alles rascher, damit mehr Zeit ist. Es ist immer weniger Zeit.“
Capote, Truman (geb. Truman Streckfus Persons, 1924-1984), US-amerikanischer Schriftsteller, Schauspieler und Drehbuchautor: „Wem das Lächeln fehlt, dem fehlt ein Flügel.“
Carlyle, Thomas (1795-1881), schottischer Essayist und Historiker: „In seinem Lachen liegt der Schlüssel, mit dem wir den ganzen Menschen entziffern.“
Cervantes (Miguel de Cervantes Saavedra, 1547-1616), gilt als der bedeutendste spanische Dichter, hier in seinem berühmtesten Werk: „Der sinnreiche Junker Don Quijote von La Mancha“: „Zu den Eigenschaften der Klugheit gehört, was sich im Guten erreichen lässt, nicht im Bösen zu tun.“
Chamfort, Nicolas (Sébastien-Roch Chamfort, 1741-1794), französischer Schriftsteller in der Zeit der Aufklärung und der Französischen Revolution, in: „Die französischen Moralisten“: „Der verlorenste aller Tage ist der, an dem man nicht gelacht hat.“
Chamfort, Nicolas (Sébastien-Roch Chamfort, 1741-1794), französischer Schriftsteller in der Zeit der Aufklärung und der Französischen Revolution: „Die Hoffnung ist ein Scharlatan, der uns ohne Unterlass betrügt, und, was mich betrifft, so hat mein Glück erst begonnen, nachdem ich sie verloren habe.“
Chamfort, Nicolas (Sébastien-Roch Chamfort, 1741-1794), französischer Schriftsteller in der Zeit der Aufklärung und der Französischen Revolution: „Die Unsicherheit ist für die Seele, was die Folter für den Körper ist.“
Chamfort, Nicolas (Sébastien-Roch Chamfort, 1741-1794), französischer Schriftsteller in der Zeit der Aufklärung und der Französischen Revolution: „Die Vernünftigen halten bloß durch, die Leidenschaftlichen leben.“
Chamfort, Nicolas (Sébastien-Roch Chamfort, 1741-1794), französischer Schriftsteller in der Zeit der Aufklärung und der Französischen Revolution: „Unsere Vernunft macht uns oft unglücklicher als unsere Leidenschaften, und man kann sagen, dass der Mensch dem Kranken gleicht, den sein Arzt vergiftet hat.“
Chanel, Gabriele ‚Coco‘ (1883-1971), berühmte französische Modedesignerin und Unternehmerin: „Lebenskunst ist die richtige Kunst des Weglassens.“
Chesterfield, Philip Dormer Stanhope Graf von (4. Earl of Chesterfield, 1694-1773), britischer Staatsmann und Schriftsteller, über den Herzog von Newcastle: „Er verlor am Morgen eine Stunde und vergeudete den Rest des Tages damit, sie zu suchen.“
Chinesische Weisheit: „Der Drache lehrt uns: Wer aufsteigen will, muss es gegen den Wind tun.“
Chinesische Weisheit: „Der Mensch stolpert nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel.“
Chinesische Weisheit: „Der zum Glück bestimmte Mensch braucht sich nicht zu beeilen.“
Cicero, Marcus Tullius (106-43 v. Chr.), römischer Politiker, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph, dessen Werk bedeutendsten Einfluss auf das Denken der christlichen Spätantike hatte: „Das Bewusstsein eines erfüllten Lebens und die Erinnerung an viele gute Taten ist das größte Glück auf Erden.“
Clairvaux, Bernhard von (1090-1153), mittelalterlicher Abt, Kreuzzugprediger und Mystiker, er verhalf dem Zisterzienserorden zu seiner Verbreitung, von der katholischen Kirche heiliggesprochen, in einem Brief an einen Freund: „Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale und nicht als Kanal, der fast gleichzeitig empfängt und weiter gibt, während jene wartet, bis sie erfüllt ist. Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt, ohne eigenen Schaden weiter ... Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen und habe nicht den Wunsch freigiebiger zu sein als Gott. Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss, wird zur See. Die Schale schämt sich nicht, nicht überströmender zu sein als die Quelle ... Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst. Wenn du nämlich mit dir selbst schlecht umgehst, wem bist du dann gut? Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle, wenn nicht, schone dich.“
Clausewitz, Carl Philipp Gottlieb von (1780-1831), preußischer Generalmajor, Heeresreformer, Militärwissenschaftler und -ethiker, in: Vom Kriege III, 11: „Die beste Strategie ist, immer recht stark zu sein, erstens überhaupt und zweitens auf dem entscheidenden Punkt. Daher gibt es kein höheres und einfacheres Gesetz für die Strategie, als seine Kräfte zusammenzuhalten.“
Condillac, Étienne Bonnot de (Abbé von Muréaux, 1714-1780), französischer Geistlicher, Philosoph und Logiker der Aufklärung, entwickelte eine sensualistische Erkenntnistheorie, in: Abhandlung über die Empfindungen: „Warum muss ich Hindernisse für meine Wünsche finden? Warum muss mein Glück durch Leiden gestört werden? Doch was sage ich! Würde ich die Güter, welche mir geboten werden, wahrhaft genießen, wenn ich nie einen Sieg zu erkämpfen hätte? Würde ich sie genießen, wenn die Übel, über welche ich mich beklage, mich nicht ihren Wert erkennen lehrten? Mein Unglück selbst trägt zu meinem Glücke bei, und der größte Genuss der Güter entspringt aus der lebhaften Vorstellung der Übel, mit denen ich sie vergleiche. Der wechselnden Wiederkehr beider verdanke ich alle meine Erkenntnisse, verdanke ich Alles, was ich bin.“
Corneille, Pierre (1606-1684), französischer Dramatiker: „Die Zeit ist eine mächtige Meisterin, sie bringt vieles in Ordnung.“
Coudenhove-Kalergi, Richard Graf von (1894-1972), Gründer der Paneuropa-Bewegung 1923: „Glück ist ein Abfallprodukt des Strebens nach Vollkommenheit.“
Dalai Lama, der 14. (Tendzin Gyatsho, *1935), gegenwärtiges Oberhaupt des tibetischen Buddhismus bzw. der tibetischen Regierung: „Lebe ein gutes, ehrbares Leben! Wenn Du älter bist und zurückdenkst, wirst Du es noch einmal genießen können.“
Danella, Utta (Utta Schneider, 1920-2015), eine der (kommerziell) erfolgreichsten deutschen Unterhaltungsschriftstellerinnen: „Nichts ist für mich wichtiger, als mich frei in der Welt bewegen zu können.“
Das Gesetz des Lebens ist erstaunlich simpel: Sobald Elemente oder Fähigkeiten entgegen ihren Bestimmungen gebraucht werden, zeugen sie Vernichtung, Zerfall und Leid und fallen auf den Verursacher zurück.
Dauthendey, Max (1867-1918), deutscher Dichter und Maler, in einem Brief an seine Frau Annie am 14. März 1916: „Wir sind nicht lebendiger als die Puppen im Hans-Kasperltheater, man spielt mit uns, und wir wissen nichts vom nächsten Akt des Spieles und nichts vom Schluss. Der Schicksalsgott hat seinen Finger in unserem Kopf stecken und seine Hand in unserem Leib, und er bewegt uns, und wir glauben an Eigenbewegung!“
Deffand, Marquise du (Marie de Vichy-Chamrond, 1697-1780), französische Salonière im Zeitalter der Aufklärung, in einem Brief an Voltaire: „Alle Lebewesen erscheinen mir gleich unglücklich, vom Engel bis zur Auster. Das Übel ist, geboren zu sein.“
Dehmel, Richard (Richard Fedor Leopold Dehmel, 1863-1920), deutscher Dichter und Schriftsteller: „Alles Leid ist Einsamkeit, alles Glück ist Gemeinsamkeit.“
Der Genuss eines einzigen wundervollen Tages, frei aller Schmerzen, Beklemmungen und Zweifel - er ist es wert, die restlichen des Jahres mit solchen Wehen zu erdulden!
Dickens, Charles (Charles John Huffam Dickens, 1812-1870), englischer Schriftsteller: „Frohsinn und Zufriedenheit sind große Verschönerer und Pfleger von jugendlichem Aussehen.“
Dickens, Charles (Charles John Huffam Dickens, 1812-1870), englischer Schriftsteller: „Ich fühle, dass Kleinigkeiten die Summe des Lebens ausmachen.“
Diderot, Denis (1713-1784), französischer Schriftsteller, Philosoph und Aufklärer, einer der wichtigsten Autoren der Encyclopédie, in: Rameaus Neffe: „Warum sind die Frommen, die Andächtigen, so hart, so widerlich, so ungesellig? Sie haben sich zu leisten auferlegt, was ihnen nicht natürlich ist. Sie leiden, und wenn man leidet, macht man andere leiden.“
Diderot, Denis (1713-1784), französischer Schriftsteller, Philosoph und Aufklärer, einer der wichtigsten Autoren der Encyclopédie, in einem Brief an Sophie Volland am 3. November1759: „Das Gute tun, das Wahre erkennen, das ist es, was einen Menschen vom anderen unterscheidet. Der Rest ist nichts. Das Leben ist so kurz, seine wahre Bedürfnisse sind so gering, und wenn man scheidet, bedeutet es so wenig, ob man jemand oder ob man niemand war. Am Ende braucht man nur ein schlechtes Tuch und vier Fichtenbretter.“
Diderot, Denis (1713-1784), französischer Schriftsteller, Philosoph und Aufklärer, einer der wichtigsten Autoren der Encyclopédie, in einem Brief an Sophie Volland am 3. Oktober 1762. „Ich verlange nichts weiter, als glücklich zu sein. Ist es meine Schuld, wenn ich bei allen Dingen nur die Mängel sehe und ihretwegen bedrückt bin, wenn das ganze Leben nichts weiter ist als eine Lüge, eine Kette trügerischer Hoffnungen? Man begreift dies zu spät. Wir sagen es unseren Kindern, die es uns nicht abnehmen. Sie haben graue Haare, wenn sie zu dieser Einsicht kommen.“
Diderot, Denis (1713-1784), französischer Schriftsteller, Philosoph und Aufklärer, einer der wichtigsten Autoren der Encyclopédie, in einem Brief an Sophie Volland am 17. August 1759: „Ich möchte zu Ehren der Menschheit gerne glauben, dass der Erdball mit unzähligen Menschen bevölkert ist und sein wird, die Gutes tun. [...] Setze ich die Menschen mit dem unermesslichen Raum über ihren Köpfen und unter ihren Füßen ins Verhältnis und mache auf diese Weise Ameisen aus ihnen, die auf einem Hügel hin und her laufen, so scheint es mir, als verkleinerten sich ihre Tugenden und Laster in derselben Proportion und schrumpften zu einem Nichts zusammen.“
Diderot, Denis (1713-1784), französischer Schriftsteller, Philosoph und Aufklärer, einer der wichtigsten Autoren der Encyclopédie, in einem Brief an Sophie Volland am 26. September 1762: „Man wird dumm inmitten von Schmerz und Geschrei geboren; man ist der Spielball der Unwissenheit, des Irrtums, der Bedürfnisse, der Krankheiten, der Bosheit und der Leidenschaften; vom Augenblick der ersten Stammelns bis hin zum Greisengefasel lebt man inmitten von Schurken und Scharlatanen jeglicher Art; zwischen einem Mann, der einem den Puls fühlt, und jenem anderen, der einem den Kopf verwirrt, haucht man sein Leben aus; man weiß nicht, woher man kommt, warum man gekommen ist, wohin man geht - und dies wird als das größte Geschenk unserer Eltern und der Natur bezeichnet, als das Leben.“
Dostojewski, Fjodor Michailowitsch (1821-1881), einer der bedeutendsten russischen Schriftsteller, in: Die Dämonen: „Weit notwendiger als das eigene Glück ist es für den Menschen, zu wissen und jeden Augenblick daran zu glauben, dass es irgendwo bereits für alle und jeden ein vollkommenes, ruhiges Glück gibt ... Das ganze Gesetz des menschlichen Daseins besteht nur darin, dass der Mensch sich immer vor etwas unermesslich Hohem beugen kann. Wenn man die Menschen des unermesslich Hohen beraubt, so werden sie nicht am Leben bleiben, sondern in Verzweiflung sterben. Das Unermessliche und Unendliche ist dem Menschen ebenso notwendig wie der kleine Planet, auf dem er wohnt ...“
Dostojewski, Fjodor Michailowitsch (1821-1881), einer der bedeutendsten russischen Schriftsteller, in: Tagebuch eines Schriftstellers: „[...] wenn man dieses Märchen von der endlich mal nach vernünftigen und wissenschaftlichen Grundsätzen eingerichteten Menschheit auf Erden als möglich annimmt und an seine dereinstige Verwirklichung glaubt, also an das zukünftige Menschenglück auf Erden glaubt, so ist doch schon der bloße Gedanke, dass die Natur infolge irgendwelcher ihrer trägen Gesetze es nötig hätte, den Menschen Jahrtausende lang zu quälen, bevor sie ihn zu diesem Glück brachte, unerträglich und empörend. Jetzt füge man noch hinzu, dass dieselbe Natur, die dem Menschen endlich einmal ein Glück gewährt, all das morgen schon aus irgendeinem Grunde in eine Null verwandeln muss, ungeachtet aller Leiden, mit denen die Menschheit für dieses Glück bezahlt hat, [...] so kommt mir ein überaus komischer, aber auch unerträglicher Gedanke: >Nun, wie aber, wenn der Mensch nur so als unverschämter Versuch in die Welt gesetzt worden ist, nur um zu sehen, ob sich ein solches Geschöpf auf der Erde wird einleben können oder nicht?<“
Dostojewski, Fjodor Michailowitsch (1821-1881), einer der bedeutendsten russischen Schriftsteller, in einem Brief an seinen Bruder Michail am 9. August 1838: „Ein einziger Zustand nur ist des Menschen Los: Die Atmosphäre seiner Seele besteht aus der Vereinigung des Himmels mit der Erde; was für ein widersprüchliches Kind ist doch der Mensch; [...] Mir scheint unsere Welt nur ein Fegefeuer für himmlische Geister zu sein, die von einem sündigen Gedanken verdunkelt sind.“
Dostojewski, Fjodor Michailowitsch (1821-1881), einer der bedeutendsten russischen Schriftsteller, in einem Brief an seinen Bruder Michail am 22. Dezember 1849: „Leben bedeutet überall Leben, das Leben ist in uns selbst und nicht im Äußerlichen. Ich werde Menschen neben mir haben, und unter Menschen Mensch zu sein und für immer zu bleiben, den Mut nicht zu verlieren und sich vom Unglück, so groß es auch sein mag, nicht unterkriegen zu lassen - das ist der Sinn des Lebens und die Aufgabe.“
Ebner-Eschenbach, Marie Freifrau von (1830-1916), österreichische Schriftstellerin, Philosophin, Aphoristikerin, aus ihren Aphorismen: „Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusststeins.“ (Im Ordner ‚Weltliteratur‘ findet sich ein Büchlein mit gesammelten Aphorismen von ihr.)
Ebner-Eschenbach, Marie Freifrau von (1830-1916), österreichische Schriftstellerin, Philosophin, Aphoristikerin, in: Aphorismen: „Dass andere Leute kein Glück haben, finden wir sehr leicht natürlich, dass wir selbst keines haben, immer unfassbar.“ (Im Ordner ‚Weltliteratur‘ findet sich ein Büchlein mit gesammelten Aphorismen von ihr.)
Ebner-Eschenbach, Marie Freifrau von (1830-1916), österreichische Schriftstellerin, Philosophin, Aphoristikerin: "Man muss das Gute tun, damit es in der Welt sei.“ (Im Ordner ‚Weltliteratur‘ findet sich ein Büchlein mit gesammelten Aphorismen von ihr.)
Ebner-Eschenbach, Marie Freifrau von (1830-1916), österreichische Schriftstellerin, Philosophin, in ihren Aphorismen: „Im Unglück finden wir meistens die Ruhe wieder, die uns durch die Furcht vor dem Unglück geraubt wurde.“ (Im Ordner ‚Weltliteratur‘ findet sich ein Büchlein mit gesammelten Aphorismen von ihr.)
Ebner-Eschenbach, Marie Freifrau von (1830-1916), österreichische Schriftstellerin, Philosophin: „Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, die geben uns Halt im Leben.“ (Im Ordner ‚Weltliteratur‘ findet sich ein Büchlein mit gesammelten Aphorismen von ihr.)
Emerson, Ralph Waldo (1803-1882), US-amerikanischer Dichter, Schriftsteller, Philosoph und Führer der Transzendentalisten in Neuengland, in: Experience: „Die Stunde ausfüllen: das ist Glück. Die Stunde ausfüllen und keine Ritze offen lassen, durch die Reue oder Billigung sich einschleichen können. Wir leben auf lauter Oberflächen, und die echte Lebenskunst besteht darin, möglichst glatt über sie hinwegzuschlittern.“
Emerson, Ralph Waldo (1803-1882), US-amerikanischer Dichter, Schriftsteller, Philosoph und Führer der Transzendentalisten in Neuengland, in: Fate: „[...] wenn das Schicksal alles beherrscht, so ist auch der Mensch ein Teil davon und kann Schicksal gegen Schicksal stellen. Wenn das Weltall seine wilden Angriffe gegen uns richtet, so können unsere Atome ihm einen ebenso wilden Widerstand entgegensetzen. Die atmosphärische Luft würde die Wände unseres Körpers eindrücken, wenn nicht die Luft in unserem Körper eine ebenso mächtige Gegenkraft wäre. [...] Wenn Allmacht im Anprall liegt, so liegt auch Allmacht im Rückprall.“
Emerson, Ralph Waldo (1803-1882), US-amerikanischer Dichter, Schriftsteller, Philosoph und Führer der Transzendentalisten in Neuengland, in: Montaigne, Or the sceptic: „Der Mensch lerne, inmitten des Wechsels und Flusses nach dem Ewigen auszuschauen. Er lerne es ertragen, dass Dinge untergehen, die er zu verehren gewohnt war, und verliere darüber die Verehrung nicht. Er lerne, dass er hier ist, nicht um zu verarbeiten, sondern um verarbeitet zu werden, und dass, obgleich sich ein Abgrund unter dem anderen öffnet und eine Meinung die andere verdrängt, doch schließlich alles im ewigen Urgrund enthalten ist: >Zu neuen Meeren sinkt mein Schiff.<“
Emerson, Ralph Waldo (1803-1882), US-amerikanischer Dichter, Schriftsteller, Philosoph und Führer der Transzendentalisten in Neuengland: „Ein Freund ist ein Mensch, vor dem man laut denken kann.“
Ephesos, Heraklit von (550/540-480 v. Chr.), griechischer Naturphilosoph und Historiker: „Der kürzeste Weg zum Ruhm ist - gut zu werden.“
Ephesos, Heraklit von (550/540-480 v. Chr.), griechischer Naturphilosoph und Historiker: „Krankheit lässt den Wert der Gesundheit erkennen, das Böse den Wert des Guten, Ermüdung den Wert der Ruhe.“
Epikur (um 341 v. Chr. - 271 oder 270 v. Chr.), griechischer Philosoph, Begründer des Epikureismus oder Hedonismus, der die Gewinnung von Lust und Freude als einzig wertvollen Lebenszweck auffasst: „Wenn du Menschen glücklich machen willst, dann beschenke sie nicht, sondern nimm ihnen einige ihrer Wünsche.“
Ernst, Otto (Otto Ernst Schmidt, 1862-1926), deutscher Dichter und Schriftsteller, in: Schützensprüche: „Freund, halte die Brust nicht allzu keck den Pfeilen / der Feinde offen; / denn hast du das Herz auf dem rechten Fleck, / so wird es sicher getroffen.“
Ferstl, Ernst (*1955), österreichischer Lehrer, Schriftsteller, Aphoristiker: „Die Sportlichkeit mancher Menschen beschränkt sich darauf, ständig auf ihren Mitmenschen herumzureiten.“
Ferstl, Ernst (*1955), österreichischer Lehrer, Schriftsteller, Aphoristiker: „Wir brauchen nicht zu tun, was andere von uns erwarten. Es genügt vollkommen, wenn wir tun, was wir von anderen erwarten.“
Feuchtersleben, Ernst von (Ernst Maria Johann Karl Freiherr von Feuchtersleben, 1806-1849), österreichischer Popularphilosoph, Arzt, Lyriker und Essayist, in: sämtliche Werke, Bd. 3: „In der Brust eines jeden Menschen schläft ein entsetzlicher Keim von Wahnsinn. Ringt mittelst aller heitern und tätigen Kräfte, dass er nie erwache!“
Feuerbach, Ludwig (1804-1872), deutscher Philosoph, Schüler Georg Friedrich Wilhelm Hegels: „Deine erste Pflicht ist es, dich selbst glücklich zu machen. Bist du glücklich, so machst du auch andere glücklich.“
Feuerbach, Ludwig (1804-1872), deutscher Philosoph, Schüler Georg Friedrich Wilhelm Hegels: „Der Humor trägt die Seele über Abgründe hinweg und lehrt sie mit ihrem eigenen Leid spielen. Er ist eine der wenigen Tröstungen, die dem Menschen treu bleiben bis an das Ende.“
Fichte, Johann Gottlieb (1762-1814), deutscher Philosoph, in: Die Anweisung zum seligen Leben: „Der Mensch will sich nur nicht verachten müssen, weiter aber will er nichts, und bedarf nichts und kann nichts brauchen.“
Fichte, Johann Gottlieb (1762-1814), deutscher Philosoph, in: Die Anweisung zum seligen Leben: „Nur unbefriedigtes Bedürfnis macht unglücklich; bedürfe nur nichts als das, was du dir selbst gewähren kannst; - aber du kannst dir nur das gewähren, dass du dir nichts vorzuwerfen habest, - und du bist auf ewig unzugänglich dem Unglücke. Du bedarfst keines Dinges außer dir; auch nicht eines Gottes; du selbst bist dir dein Gott, dein Heiland und dein Erlöser.“
Fichte, Johann Gottlieb (1762-1814), deutscher Philosoph, in: Über die Würde des Menschen: „Das ist der Mensch; das ist jeder, der sich sagen kann: Ich bin Mensch. Sollte er nicht eine heilige Ehrfurcht vor sich selbst tragen und schaudern und erbeben vor seiner eigenen Majestät! - Das ist jeder, der mir sagen kann: Ich bin. - Wo du auch wohnest, du, der du nur Menschenantlitz trägst; [...] du bist darum doch, was ich bin: Denn du kannst mir sagen: Ich bin.“
Fichte, Johann Gottlieb (1762-1814), deutscher Philosoph: „Nur das macht glückselig, was gut ist.“
Filmzitat, aus der Filmbiographie von 2017 „Professor Marston & the Wonder Women“, in der Regie von Angela Robinson, ‚Dr. William Moulton Marston‘ alias Luke Evans: „Dominanz, Initiative, Stetigkeit, Gewissenhaftigkeit: Alle menschlichen Beziehungen unterteilen sich in das Zusammenspiel zwischen diesen Kategorien der Emotionen. Der Mensch ist am glücklichsten, wenn er sich einer liebenden Autorität unterwirft. Dieser Autorität soll sich der Mensch freiwillig unterwerfen. Es soll seine Idee sein. Schwierig wird es, wenn der Mensch zu etwas gezwungen wird, das er nicht machen will. Denn das – wäre lediglich Gewissenhaftigkeit. Wenn sich jemand nur fügt, statt sich zu unterwerfen, dann ist er nicht mehr glücklich, er wird unterdrückt. Das kann zu Feindseligkeit führen, das führt zu Extremen, zu einer Straftat, Krieg oder Faschismus. – Wie vermeidet man Gewissenhaftigkeit: sie findet doch in nahezu jeder Situation Anwendung? – Durch Initiative: Initiative heißt, jemanden zu Ihrer Denkweise zu verleiten. Sie dominieren und zwar umfassend: und was Sie wollen, wird auch der andere wollen und er wird es Ihnen mit Vergnügen geben. Das, verehrte Damen, ist der Schlüssel zum Leben, zur Liebe, zu Glückseligkeit und Frieden... Frauen sind in der Initiative besser als Männer…“
Finck, Werner Paul Walter (1902-1978), deutscher Kabarettist, Schauspieler und Schriftsteller: „Ruhe ist das Teuerste, was es heutzutage zu kaufen gibt.“
Flaubert, Gustave (1821-1880), französischer Schriftsteller und Romancier, in: Madame Bovary: „Künftiges Glück ist wie ein tropisches Gestade: es sendet weit über den Ozean, der noch dazwischen liegt, seinen lauen Erdgeruch herüber, balsamischen Duft, von dem man sich berauschen lässt, ohne den Horizont nach dem Woher zu fragen.“
Fontane, Theodor (1819-1898), deutscher Schriftsteller und Apotheker, in einem Brief an seine Schwester am 22. Dezember 1875: „Das meiste in der Welt ist Schwindel und der ästhetische Schnickschnack schon ganz gewiss. Es kommt auf ganz andre Dinge an, was nur von halbgebildeten Schwabbelmeiers bestritten werden kann; wer ernsthaft in Kunst und Wissenschaft steht, weiß am besten, dass es mit der Phrase nicht getan ist, und dass Haus und Herd, Familie und Vermögen die Dinge sind, um die sich realiter die irdischen Interessen drehn. Und mit diesen Interessen auch das Glück. Denn was nicht interessiert, kann auch nicht glücklich machen. Es ist ein Gewinn, ein Fortschritt, die Dinge des Lebens aus diesem Gesichtspunkte anzusehn, und nur das eine muss gewünscht werden, dass diese realen Güter einem auch wirklich echt und auskömmlich geboten werden. Davon hängt alles ab. So ist es denn mein aufrichtiger Wunsch, dass die Liebe Deines Mannes Dir bleiben, das Geschäft prosperieren, das kleine, junge Leben gedeihen möge. Hast Du dies, so hast Du alles. Der Rest ist Flitter.“
Fontane, Theodor (1819-1898), deutscher Schriftsteller und Apotheker, in seinen Briefen: „Nachgiebigkeit gegen Unverschämtheit führt doch immer zuletzt zum Bruch, und es ist besser und anständiger, gleich zu brechen.“
France, Anatole (1844-1924), französischer Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1921: „Die Wahrheit ist: das Leben ist entzückend, schrecklich, charmant, grauenvoll, süß, bitter, und das ist alles.“
France, Anatole (1844-1924), französischer Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1921: „Es ist gut, wenn das Herz naiv ist, aber nicht der Kopf.“
France, Anatole (1844-1924), französischer Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1921: „Es liegt eben in der menschlichen Natur, vernünftig zu denken und unlogisch zu handeln.“
France, Anatole (1844-1924), französischer Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1921: „Unwissen ist die Vorbedingung, ich sage nicht zum Glück, sondern zum Leben selbst. Wenn wir alles wüssten, könnten wir das Leben nicht eine Stunde lang ertragen.“
Frankl, Viktor E. (1905-1997), österreichischer Neurologe und Psychiater, Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse (sinngemäß): Mich hat vor allem diese Essenz seiner ganzen Philosophie in Bann gezogen, die Entdeckung der mächtigsten Kraft in uns Menschen: der sinnstiftenden Intention am Grunde jeder ureigenen Existenz.
Frankl, Viktor E. (1905-1997), österreichischer Neurologe und Psychiater, Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse: „Die letzte der menschlichen Freiheiten besteht in der Wahl der Einstellung zu den Dingen.“
Frankl, Viktor E. (1905-1997), österreichischer Neurologe und Psychiater, Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse: „Es gilt, die Trotzmacht des Geistes zu entwickeln: die Fähigkeit, im richtigen Augenblick ‚Nein‘ zu sagen.“
Franklin, Benjamin (1706-1790), nordamerikanischer Staatsmann: „Verlorene Zeit wird nie wieder gefunden.“
French, Marilyn (1929-2009), US-amerikanische Schriftstellerin, Literaturwissenschaftlerin, Feministin: „Wovor fürchten wir uns und warum? Unsere Ängste sind ein Schatzhaus an Selbsterkenntnis, wenn wir sie erforschen.“
Freytag, Gustav (1816-1895), bedeutender deutscher Dichter, Schriftsteller, Kulturhistoriker, Mitglied des Reichstags, Ritter der Friedensklasse und Träger der höchsten königlich-preußischen Tapferkeitsauszeichnung ‚Pour le Mérite‘: „Freude ist ein Licht, das einen mit Hoffnung, Zuversicht und Liebe erfüllt.“
Freytag, Gustav (1816-1895), bedeutender deutscher Dichter, Schriftsteller, Kulturhistoriker, Mitglied des Reichstags, Ritter der Friedensklasse und Träger der höchsten königlich-preußischen Tapferkeitsauszeichnung ‚Pour le Mérite‘: „Menschliches Glück wird in großem Ausmaß dadurch bestimmt, wieviel Liebe wir verschenken und empfangen.“
Frommel, Emil Wilhelm (1828-1896), deutscher evangelischer Theologe und Volksschriftsteller, Dichter, Hofprediger, Militäroberpfarrer, Erzieher der kaiserlichen Prinzen in Plön: „Nur jeden Tag eine halbe Stunde gesät für andere, und du wanderst im Alter durch ein Ährenfeld der Liebe, der Freundschaft und der Freude.“
Geibel, Franz Emanuel August (Pseudonym: L. Horst, 1815-1884), deutscher Lyriker und klassischer Philologe: „O, welche Zauber liegen in diesem kleinen Wort: daheim.“
Gellert, Christian Fürchtegott (1715-1769), deutscher Dichter und Moralphilosoph der Aufklärung, galt als einer der meistgelesenen deutschen Schriftsteller: „Der Eifer bei der Arbeit bewirkt oft in einer Stunde mehr als der mechanische schläfrige Fleiß in drei Stunden.“
Gerok, Friedrich Karl von (1815-1890), evangelischer Theologe, in: Palmblätter: „Dein wahres Glück, o Menschenkind,/ o glaube doch mitnichten,/ dass es erfüllte Wünsche sind:/ es sind erfüllte Pflichten.“
Gibran, Khalil (1883-1931), libanesisch-amerikanischer Maler, Dichter und Philosoph, in: Sand und Schaum: „Der Mensch besteht aus zwei Teilen: einer wacht in der Dunkelheit, und der andere schläft im Licht.“
Gibran, Khalil (1883-1931), libanesisch-amerikanischer Maler, Dichter und Philosoph, in: Sand und Schaum: „Der wahrhaft große Mensch ist der, der niemanden beherrscht und der von niemanden beherrscht wird.“
Gibran, Khalil (1883-1931), libanesisch-amerikanischer Maler, Dichter und Philosoph, in: Sand und Schaum: „In Wahrheit bist du keinem Menschen etwas schuldig. Du schuldest allen Menschen alles.“
Gibran, Khalil (1883-1931), libanesisch-amerikanischer Maler, Dichter und Philosoph, in: Sand und Schaum: „Wir leben nur, um Schönheit zu entdecken. Alles andere ist eine Art des Wartens.“
Gibran, Khalil (1883-1931), libanesisch-amerikanischer Maler, Dichter und Philosoph, in: Sand und Schaum: „Wir sind alle Gefangene, aber einige von uns leben in Zellen mit Fenstern und einige in Zellen ohne Fenster.“
Gibran, Khalil (1883-1931), libanesisch-amerikanischer Maler, Dichter und Philosoph, in einem Brief an May Ziadeh am 11. Januar 1921: „Das Leben hört nicht einfach auf an einem bestimmten Ort, May, und dieser großartige Lebensreigen mit all seiner Schönheit muss ununterbrochen weiterziehen von einer Ewigkeit zur anderen. Und wir beide, May, die wir das Leben heiligen und mit all unseren Kräften danach streben, was recht, segensreich, schön und edel ist, wir, die wir hungern und dürsten nach dem Bleibenden und Ewigen im Leben, wir wollen weder sagen noch tun, was die Angst hervorbringt, was die Seele mit Dornen und den Geist mit Bitterkeit erfüllt. [...] Und wenn wir etwas lieben, May, so halten wir die Liebe für ein Ziel in sich und nicht für ein Mittel, das wir einsetzen, um etwas anderes zu erreichen. [...] Und wenn wir uns nach etwas sehnen, so ist die Sehnsucht selbst für uns eine Gabe und eine Gnade. [...]/ Wir beide - Du und ich - wir können nicht vor dem Angesicht der Sonne stehen und sagen: Wir müssen unserer Seele Qualen ersparen! Wir können sie gut entbehren! Nein, May, wir können nicht auf das verzichten, was die Seele wie ein heiliger Sauerteig durchsetzt. [...] Wir können nicht auf das verzichten, was uns unserem größeren Ich näherbringt und uns zeigt, was es in unseren Seelen an Kräften, Geheimnissen und Wundern gibt.“
Gibran, Khalil (1883-1931), libanesisch-amerikanischer Maler, Dichter und Philosoph: „Schafft Raum in euch und seid nicht beengt! Und versucht, bis zuletzt euer größeres Selbst zu sein.“
Gleichen-Rußwurm, Karl Alexander Freiherr von (Heinrich Adalbert Carl Alexander Konrad Schiller, Urenkel Friedrich von Schillers, 1865-1947), deutscher Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer, Kulturphilosoph, in: Kultur- und Sittengeschichte: „Was nützen dir Liebe, Glück, Bildung, Reichtum, wenn du dir nicht die Zeit nimmst, sie in Muße zu genießen.“
Gleim, Johann Wilhelm Ludwig (1719-1803), Dichter der Aufklärung: „Wer glücklich ist, kann glücklich machen; wer’s tut, vermehrt sein eigenes Glück.“
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt, an Karl von Knebel am 19.02.1787: „Man soll sich nicht isolieren, denn man kann nicht isoliert bleiben. In Gesellschaft lernt man eher sich und andere tragen.“
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt, in: Die Leiden des jungen Werthers, 12.08.1771: „Leidenschaft! Trunkenheit! Wahnsinn! Ihr steht so gelassen, so ohne Teilnehmung da, ihr sittlichen Menschen! Scheltet den Trinker, verabscheut den Unsinnigen, geht vorbei wie der Priester und dankt Gott wie der Pharisäer, daß er euch nicht gemacht hat wie einen von diesen. Ich bin mehr als einmal trunken gewesen, meine Leidenschaften waren nie weit vom Wahnsinn und beides reut mich nicht: Denn ich habe in meinem Maße begreifen lernen, wie man alle außerordentlichen Menschen, die etwas Großes, etwas Unmöglichscheinendes wirkten, von jeher für Trunkene und Wahnsinnige ausschreien mußte.“
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt, in: Die natürliche Tochter VI, 2, Gerichtsrat: „Der ist nicht fremd, der teilzunehmen weiß.“
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt, in: Egmont II, Oranien: „Es ist klug und kühn, dem unvermeidlichen Übel entgegenzugehen.“
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt, in: Maximen und Reflexionen, Aus Kunst und Altertum, 1823: „Der Undank ist immer eine Art Schwäche. Ich habe nie gesehen, dass tüchtige Menschen undankbar gewesen wären.“
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt, in: Maximen und Reflexionen, Nachlass, Über Literatur und Leben: „Es gibt keine Lage, die man nicht veredeln könnte durch Leisten oder Dulden.“
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt, in: Parabeln II: „Wer sich grün macht, den fressen die Ziegen.“
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt, in: Vermischte Gedichte: „Feiger Gedanken/ bängliches Schwanken,/ weibisches Zanken,/ ängstliches Klagen/ wendet kein Elend,/ macht dich nicht frei./ Allen Gewalten/ zum Trutz sich erhalten;/ nimmer sich beugen,/ kräftig sich zeigen,/ rufet die Arme/ der Götter herbei.“
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt, in: Wilhelm Meisters Wanderjahre: „Der Mensch ist ein beschränktes Wesen, unsere Beschränkung zu überdenken ist der Sonntag gewidmet.“
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt, in: Wilhelm Meisters Wanderjahre I, 7: „Von drückenden Pflichten kann uns nur die gewissenhafteste Ausübung befreien.“
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt, in: Zahme Xenien: „>Sag nur, wie trägst du so behäglich/ der tollen Jugend anmaßliches Wesen?</ Fürwahr, sie wären unerträglich,/ wär ich nicht auch unerträglich gewesen.“
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt, zu Eckermann am 02.01.1824: „Die viel besprochene Wertherzeit gehört, wenn man es näher betrachtet, freilich nicht dem Gange der Weltkultur an, sondern dem Lebensgang jedes Einzelnen, der mit angeborenem freien Natursinn sich in die beschränkenden Formen einer veralteten Welt finden und schicken lernen soll. Gehindertes Glück, gehemmte Tätigkeit, unbefriedigte Wünsche sind nicht Gebrechen einer besonderen Zeit, sondern jedes einzelnen Menschen.“
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt, zu Eckermann am 10.4.1829 „Der Mensch ist ein dunkles Wesen. Er weiß nicht, woher er kommt, noch wohin er geht, er weiß wenig von der Welt und am wenigsten von sich selber.“
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt: „Alles, was uns begegnet, lässt Spuren zurück. Alles trägt unmerklich zu unserer Bildung bei.“
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt: „Der erste Gruß ist viele tausend wert, drum grüße freundlich jeden, der begrüßt.“
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt: „Ein Tag der Gunst ist wie ein Tag der Ernte: Man muss geschäftig sein, sobald sie reift.“
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt: „Jugend ist Trunkenheit ohne Wein.“
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt: „Niemand weiß, wie weit seine Kräfte gehen, bis er sie versucht hat.“
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt: „Wenn ein Jahr nicht leer verlaufen soll, so muss man beizeiten anfangen.“
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt: „Wer sichere Schritte tun will, muß sie langsam tun.“
Gotthelf, Jeremias (als Pseudonym für Albert Bitzius, 1797-1854), Schweizer Schriftsteller und Pfarrer: „Freundlichkeit ist eine viel wichtigere Tugend, als man gewöhnlich glaubt.“
Gracián, Baltasar (1601-1658), spanischer Schriftsteller, Hochschullehrer und Jesuit, in: Handorakel und Kunst der Weltklugheit: „Die eine Hälfte der Welt lacht über die andre, und Narren sind alle.“
Gracián, Baltasar (1601-1658), spanischer Schriftsteller, Hochschullehrer und Jesuit, in: Handorakel und Kunst der Weltklugheit: „Etwas zu wünschen übrig haben, um nicht vor lauter Glück unglücklich zu sein. Der Leib will atmen und der Geist streben. Wer alles besäße, wäre über alles enttäuscht und missvergnügt. Sogar dem Verstande muss etwas zu wissen übrig bleiben, was die Neugier lockt und die Hoffnung belebt. Übersättigungen an Glück sind tödlich. [...] Ist nichts mehr zu wünschen, so ist alles zu fürchten: unglückliches Glück! wo der Wunsch aufhört, beginnt die Frucht.“
Gracián, Baltasar (1601-1658), spanischer Schriftsteller, Hochschullehrer und Jesuit: „Man muss sein Leben sinnvoll einteilen können. Ohne Erholung ist es mühselig, wie eine lange Reise ohne Gasthöfe.“
Graff, Sigmund (1898-1979), deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Aphoristiker: „Das Beste und Schönste einer Reise wird daheim erlebt: Teils vorher, teils nachher.“
Graff, Sigmund (1898-1979), deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Aphoristiker: „Die Frauen nähern sich uns durch Ausweichen.“
Graff, Sigmund (1898-1979), deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Aphoristiker: „Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück, sondern nach den Gefühlen, die sie in uns auslösen.“
Gryphius, Andreas (Andreas Greif, 1616-1664), einer der bedeutendsten Dichter und Dramatiker des deutschen Barock, in: Es ist alles eitel: „Ach, was ist alles dies, was wir vor köstlich achten,/ als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind,/ als eine Wiesenblum’, die man nicht wiederfind’t./ Noch will, was ewig ist, kein einzig Mensch betrachten!“
Gryphius, Andreas (Andreas Greif, 1616-1664), einer der bedeutendsten Dichter und Dramatiker des deutschen Barock, in: Menschliches Elend: „Was sind wir Menschen doch! Ein Wohnhaus grimmer Schmerzen, ein Ball des falschen Glücks, ein Irrlicht dieser Zeit, ein Schauplatz herber Angst, besetzt mit scharfem Leid, ein bald verschmelzter Schnee und abgebrannte Kerzen.“
Gutzkow, Karl Ferdinand (1811-1878), deutscher Schriftsteller, Dramatiker, Journalist und ein Stimmführer der Jungdeutschen Bewegung, in: Gutzkows Werke: „Positives Glück gibt es auf Erden nicht. Irdisches Glück heißt: Das Unglück besucht uns nicht zu regelmäßig.“
Gutzkow, Karl Ferdinand (1811-1878), deutscher Schriftsteller, Dramatiker, Journalist und ein Stimmführer der Jungdeutschen Bewegung: „Die meisten unserer Fehler erkennen und legen wir erst dann ab, wenn wir sie an anderen entdeckt haben.“
Gött, Emil (1864-1908), deutscher Schriftsteller, in: Gesammelte Werke: „Mein Unglück kann sein, wie es will, mein Glück aber muss sein, wie ich es will.“
Hakushu, Kitahara (Kitahara Ryukichi, 1885-1942), japanischer Lyriker, vorwiegend der Kinderlyrik: „Ich habe Brot gekauft und habe rote Rosen geschenkt bekommen: Wie glücklich bin ich - beides in meinen Händen zu halten!“
Han-Dynastie, Chinesischer Weiser der: „Ein Menschenleben füllt nicht hundert Jahre, doch immer ist es voll von tausend Jahren Sorge. Der Mittag ist kurz, und bitter lang die Nächte! Warum nicht greifst du nach der Lampe, gehst die kurzen Freuden dir zu suchen, wenn nicht heute? Was willst du warten, Jahr um Jahr?“
Hassencamp, Oliver (1921-1988), deutscher Kabarettist, Schauspieler und Jugendbuch- und Romanautor: „Lebenskunst beginnt mit der Absichtslosigkeit.“
Hebbel, Christian Friedrich (1813-1863), deutscher Dichter und Lyriker, in den Tagebüchern 1835-1843, Nr. 38: „Wenn man die Menschen am Abend ihr Butterbrot essen sieht, so kann die Bemühung, das Leben zu erklären, sehr lächerlich erscheinen. Butter und Brot erklären alles.“
Hebbel, Christian Friedrich (1813-1863), deutscher Dichter und Lyriker, in den Tagebüchern 1835-1843, Nr. 1093: „Das Leben hat keinen anderen Zweck, als dass sich der Mensch in seinen Kräften, Mängeln und Bedürfnissen kennenlernen soll. Wenigstens ist dies der einzige Zweck, der immer erreicht wird, das Leben mag nun sein, wie es will.“
Hebbel, Christian Friedrich (1813-1863), deutscher Dichter und Lyriker, in den Tagebüchern 1835-1843, Nr. 1421: „Der Mensch ist ein Blinder, der vom Sehen träumt.“
Hebbel, Christian Friedrich (1813-1863), deutscher Dichter und Lyriker, in den Tagebüchern 1835-1843, Nr. 2004: „Wenn ein Mensch ganz Wunde ist, so heißt ihn heilen - ihn töten!“
Hebbel, Christian Friedrich (1813-1863), deutscher Dichter und Lyriker, in den Tagebüchern 1835-1843, Nr. 2618: „Ist das Leben vielleicht nur ein Verbrennen, ein Ausglühen, ein Wegzehren der Empfänglichkeit für Schmerz und Lust? Ist alles, was als ruhiges Element, als Erde und Stein, uns umgibt, schon lebendig gewesen? Werden auch wir Erde und Stein und ist die Geschichte zu Ende, wenn alles ruht und schweigt?“
Hebbel, Christian Friedrich (1813-1863), deutscher Dichter und Lyriker, in den Tagebüchern 1843-1847, Nr. 3423: „Das Leben ist beschneites Feuerwerk.“
Hebbel, Christian Friedrich (1813-1863), deutscher Dichter und Lyriker, in den Tagebüchern 1848-1863, Nr. 5205: „Irgendein Mensch ist immer der unglücklichste. Aber nicht lange, und darin liegt der Trost.“
Hebbel, Christian Friedrich (1813-1863), deutscher Dichter und Lyriker: „Ein Starker weiß mit seiner Kraft hauszuhalten. Nur der Schwache will über seine Kraft hinaus wirken.“
Heine, Heinrich (1797-1856), deutscher Nationaldichter, Schriftsteller und Journalist, in: Aus den Memoiren des Herren von Schnabelewopski: „Welche sonderbare Wesen sind diese Menschen! Wie sonderbar ist ihr Leben! Wie tragisch ihr ganzes Schicksal! Sie lieben sich und dürfen es meistens nicht sagen, und dürfen sie es einmal sagen, so können sie doch einander selten verstehn! [...] sie sind sterblich, nur eine kurze Spanne Zeit ist ihnen vergönnt, das Glück zu suchen, sie müssen es schnell erhaschen, hastig ans Herz drücken, ehe es entflieht - deshalb sind ihre Liebeslieder auch so zart, so innig, so süßängstlich, so verzweiflungsvoll lustig, ein so seltsames Gemisch von Freude und Schmerz. Der Gedanke des Todes wirft seinen melancholischen Schatten über ihre glücklichsten Stunden und tröstet sie lieblich im Unglück. Sie können weinen. Welche Poesie in so einer Menschenträne!“
Heinse, Johann Jakob Wilhelm (1746-1803), deutscher Schriftsteller, Gelehrter und Bibliothekar, in Aphorismen: „Der Mensch weiß nie recht, was er will; und wenn er einmal hat, was er gewollt hat: so sieht er, dass es das nicht war. Und so geht all unser Bestreben ins Unendliche. Wir sind nie groß und glücklich, außer wenn wir aus uns selbst verschwinden. O Plato! du hattest recht: wir sind gefangene Gottheiten.“
Hellmann, Lillian (1905-1984), US-amerikanische Schriftstellerin: „Menschen verändern sich - und vergessen, es einander zu sagen.“
Helvétius, Claude Adrien (nicht latinisiert: Claude Adrien Schweitzer, 1715-1771), französischer Philosoph des Sensualismus und des Materialismus in der Entwicklungsepoche der Aufklärung: „Die Menschen sind keineswegs böse, sondern nur ihren Interessen unterworfen.“
Herder, Johann Gottfried von (1744-1803), deutscher Dichter, Theologe, Kultur- und Geschichtsphilosoph, einer der bedeutendsten Denker der Aufklärung, in: Briefe zur Beförderung der Humanität: „Der Mensch ist zwar das erste, aber nicht das einzige Geschöpf der Erde; er beherrscht die Welt, ist aber nicht das Universum. Also stehen ihm oft die Elemente der Natur entgegen, daher er mit ihnen kämpfet. Das Feuer zerstört seine Werke; Überschwemmungen bedecken sein Land; Stürme zertrümmern seine Schiffe, und Krankheiten morden sein Geschlecht. Alles dies ist ihm in den Weg gelegt, damit er’s überwinde.“
Herder, Johann Gottfried von (1744-1803), deutscher Dichter, Theologe, Kultur- und Geschichtsphilosoph, einer der bedeutendsten Denker der Aufklärung, in: Briefe zur Beförderung der Humanität: „Jeder Mensch hat ein wildes Tier in sich; wenige wissen es zu bändigen, die meisten lassen ihm den Zügel, wenn die Furcht der Gesetze sie nicht zurückhält.“
Herder, Johann Gottfried von (1744-1803), deutscher Dichter, Theologe, Kultur- und Geschichtsphilosoph, einer der bedeutendsten Denker der Aufklärung, in: Mensch und Welt: „Der Mensch ist gleichsam die Brechung von Tönen, er ist das kühne Ufer zwischen See und Land, das gewagte Mittelgeschöpf zwischen Engel und Tier.“
Hesse, Hermann Karl (1877-1962), deutschsprachiger Schriftsteller, Dichter, Maler, Literaturnobelpreis 1946: „Geduld ist das Schwerste und das Einzige, was lernen sich lohnt. Alle Natur, alles Wachstum, aller Friede, alles Gedeihen und Schöne in der Welt beruht auf Geduld, braucht Zeit, braucht Stille, braucht Vertrauen.“
Hesse, Hermann Karl (1877-1962), deutschsprachiger Schriftsteller, Dichter, Maler, Literaturnobelpreis 1946: „Man hat nur Angst, wenn man mit sich selber nicht einig ist.“
Hesse, Hermann Karl (1877-1962), deutschsprachiger Schriftsteller, Dichter, Maler, Literaturnobelpreis 1946: „Unglück wird zum Glück, wenn man es bejaht.“
Heyking, Elisabeth von (1861-1925), deutsche Schriftstellerin und Diplomatenfrau, in ihrem anonym erschienenen Bestseller: Briefe, die ihn nicht erreichten, Berlin, im Mai 1900: „Denn nichts lernt unsere Weisheit leichter einsehen, als die Unabänderlichkeit der Leiden anderer. - Aber, wenn es uns selbst trifft, wenn die Unabänderlichkeit gerade uns fasst, alles das in uns knickt, was werden möchte, wenn jeder Tag mit neuem Hoffen und Warten beginnt und doch nie anderes bringt, als dieselbe Enttäuschung, denselben müden Abend - dann erst erkennen wir die Ungeheuerlichkeit des Weltenleids, weil es unser Leid ist. Ach, das gläubige Hoffen junger Jahre, das allmählich zu zweifelndem Warten wird! Wenn uns zuerst im Leben Unglück und Unrecht betreffen, denken wir, dass sie nur ein vorübergehender Irrtum sind - etwas wie ein Rechenfehler - der gleich korrigiert und richtiggestellt werden wird. Alles in uns selbst erscheint uns so wichtig, so sehr der Entfaltung wert, dass wir den Gedanken unerträglich finden, irgendetwas unserer kostbaren Gaben könnte unentwickelt, ungenutzt verkümmern und zugrunde gehen. - Samenstäubchen? - ja, für die ist es unabänderliches Weltengesetz. Aber wir?/ Doch es mehren sich täglich die Erfahrungen, sie wachsen zu langer Kette, und blicken wir zurück, so sehen wir, wie Vieles schon in uns gestorben, noch ehe es leben durfte, verkümmerte Talente, schaffensfreudiges Wollen, Sehnsucht zu lieben, Anlagen und Interessen - alle umsonst in uns gelegt, es sollte sich ja nie entfalten dürfen - war schon im voraus verdammt. [...] Mählich wächst dann die Erkenntnis, gegen die wir uns zuerst noch sträubten, von der wir im Innersten längst wissen, dass sie recht hat - auch wir gehören zu den Verschwendeten, zu den Millionen, deren Erscheinen ganz zwecklos war. Überproduktion. Schaum, der über den Rand des Bechers fließt. Wer das vom eigenen Leben erkannt hat, den fröstelt es in Mark und Blut.“
Heyse, Paul Johann Ludwig von (1830-1914), deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Übersetzer, gehörte zum Münchner Dichterkreis, erhielt 1910 den Nobelpreis für Literatur, in: Cottascher Musen-Almanach für 1896: „Nur eins beglückt zu jeder Frist: / Schaffen, wofür man geschaffen ist.“
Heyse, Paul Johann Ludwig von (1830-1914), deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Übersetzer, gehörte zum Münchner Dichterkreis, erhielt 1910 den Nobelpreis für Literatur: „Soll das kurze Menschenleben/ immer reife Frucht dir geben,/ musst du jung dich zu den Alten,/ alternd dich zur Jugend halten.“
Heyse, Paul Johann Ludwig von (1830-1914), deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Übersetzer, gehörte zum Münchner Dichterkreis, erhielt 1910 den Nobelpreis für Literatur: „Wenn du an dir nicht Freude hast, die Welt wird dir nicht Freude machen.“
Hilty, Carl (1833-1909), Schweizer Staatsrechtler, Mitglied des Schweizer Nationalrates, Laientheologe: „Die letzten Stichworte in einem richtig geführten menschlichen Leben müssen Friede und Güte heißen.“
Hilty, Carl (1833-1909), Schweizer Staatsrechtler, Mitglied des Schweizer Nationalrates, Laientheologe: „Ein Durchgang durch Schmach ist namentlich für Menschen notwendig, die nachher viel Ehre ohne Schaden ertragen sollen.“
Hippo, Augustinus von (Augustinus von Thagaste oder auch Aurelius Augustinus, 354-430), lateinischer Kirchenlehrer der Spätantike, Philosoph, Bischof: „Der Mensch wird durch das Leid erst gehärtet, um das Glück ertragen zu können; so wie der Ton im Feuer gebrannt wird, um Wasser fassen zu können.“
Hoffmannswaldau, Christian Hoffmann von (1616-1679), schlesischer Lyriker und Epigrammatiker, Bürgermeister der Stadt Breslau, gilt als Begründer des ‚galanten Stils‘ in der deutschsprachigen Poesie, in: Die Welt: „Was ist die Welt und ihr berühmtes Glänzen?/ Was ist die Welt und ihre ganze Pracht?/ Ein schnöder Schein in kurzgefassten Grenzen,/ ein schneller Blitz bei schwarzgewölkter Nacht;/ ein buntes Feld, da Kummerdisteln grünen;/ ein schönes Spital, so voller Krankheit steckt;/ ein Sklavenhaus, da alle Menschen dienen,/ ein faules Grab, so Alabaster deckt./ Das ist der Grund, darauf wir Menschen bauen/ und was das Fleisch für einen Abgott hält./ Komm, Seele, komm und lerne weiter schauen,/ als sich erstreckt der Zirkel dieser Welt./ Streich ab von dir derselben kurzes Prangen,/ halt ihre Lust für eine schwere Last./ So wirst du leicht in diesen Port gelangen,/ da Ewigkeit und Schönheit sich umfasst.“
Hofmannsthal, Hugo von (Hugo Laurenz August Hofmann, Edler von Hofmannsthal, 1874-1929), österreichischer Dramatiker, Schriftsteller, Lyriker, Librettist, Mitbegründer der Salzburger Festspiele, einer der wichtigsten Repräsentanten des deutschen Fin de Siècle und der Wiener Moderne, in: Das Gespräch über Gedichte: „Sind nicht [...] alle die geheimsten und tiefsten Zustände unseres Inneren in der seltsamsten Weise mit einer Landschaft verflochten, mit einer Jahreszeit, mit einer Beschaffenheit der Luft, mit einem Hauch? Eine [...] schwüle sternlose Sommernacht; der Geruch feuchter Steine in einer Hausflur; das Gefühl eisigen Wassers, das aus einem Laufbrunnen über deine Hände sprüht: an ein paar tausend solcher Erdendinge ist dein ganzer innerer Besitz geknüpft, alle deine Aufschwünge, alle deine Sehnsucht, alle deine Trunkenheiten. Mehr als geknüpft: mit den Wurzeln ihres Lebens festgewachsen daran, dass - schnittest du sie mit dem Messer von diesem Grunde ab, sie in sich zusammenschrumpften und dir zwischen den Händen zu nichts vergingen. Wollen wir uns finden, so dürfen wir nicht in unser Inneres hinabsteigen: draußen sind wir zu finden, draußen. Wie der wesenlose Regenbogen spannt sich unsere Seele über den unaufhaltsamen Sturz des Daseins. Wir besitzen unser Selbst nicht: von außen weht es uns an, es flieht uns für lange und kehrt uns in einem Hauch zurück. [...] Regungen kehren zurück, die schon einmal früher in uns genistet haben. Und sind sies auch wirklich selber wieder? Ist es nicht vielmehr nur ihre Brut, die von einem dunklen Heimatgefühl hierher zurückgetrieben wird? Genug, etwas kehrt wieder. Und etwas begegnet sich in uns mit anderem. Wir sind nicht mehr als ein Taubenschlag.“
Hofmannsthal, Hugo von (Hugo Laurenz August Hofmann, Edler von Hofmannsthal, 1874-1929), österreichischer Dramatiker, Schriftsteller, Lyriker, Librettist, Mitbegründer der Salzburger Festspiele, einer der wichtigsten Repräsentanten des deutschen Fin de Siècle und der Wiener Moderne, in einem Brief an Edgar Freiherrn Karg von Bebenburg am 21. August 1894: „Das Leben ist für uns alle unsagbar schwer, tückisch und grenzenlos übelwollend: im Ertragen liegt alles Schöne und Wertvolle. Und ein bißl was nützt einem vielleicht, dass man andere hat, die einem Ertragen zuschauen und gut genug sind, das Schwere zu verstehen, und deren Teilnahme einen Sinn hat.“
Hofmannsthal, Hugo von (Hugo Laurenz August Hofmann, Edler von Hofmannsthal, 1874-1929), österreichischer Dramatiker, Schriftsteller, Lyriker, Librettist, Mitbegründer der Salzburger Festspiele, einer der wichtigsten Repräsentanten des deutschen Fin de Siècle und der Wiener Moderne: „Reife ist, wenn man das Vollkommene nicht im Ungewöhnlichen, sondern im Alltäglichen sieht.“
Horaz (65-8 v. Ch.), gehört zu den bedeutendsten römischen Dichtern: „Laetus sorte tua vives sapiener: Froh des bescheidenen Loses lebst du ein Weiser.“
Horaz (65-8 v. Ch.), gehört zu den bedeutendsten römischen Dichtern, in: Ars Poetica 5, 31: „In Fehler führt uns Flucht vor Fehlern.“
Horaz (65-8 v. Ch.), gehört zu den bedeutendsten römischen Dichtern: „Ein Scherz, ein lachend Wort entscheidet oft die größten Sachen treffender und besser als Ernst und Schärfe.“
Horaz (65-8 v. Ch.), gehört zu den bedeutendsten römischen Dichtern: „Wer begonnen hat, der hat schon halb vollendet.“
Huch, Ricarda (1864-1947), deutsche Dichterin, Philosophin, Historikerin: „Glück ist etwas, was man geben kann, ohne es zu haben.“
Huch, Ricarda (1864-1947), deutsche Dichterin, Philosophin, Historikerin: „Wenn wir wüßten, wie kurz das Leben ist, wir würden uns gegenseitig mehr Freude machen.“
Hugo, Victor-Marie (1802-1885), französischer Schriftsteller zwischen und Romantik und Realismus, politischer Publizist: „Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Tapferen ist sie die Chance.“
Humboldt, Wilhelm Freiherr von (1767-1835), Philologe, preußischer Gelehrter, Staatsmann, Mitbegründer der Humboldt-Universität zu Berlin, Bruder von Alexander von Humboldt, in: Briefe an eine Freundin, 03.12.1834: „Wer sich heiter zu erhalten sucht, der sorgt nicht bloß für sein Glück, sondern er übt wirklich eine Tugend.“
Humboldt, Wilhelm Freiherr von (1767-1835), Philologe, preußischer Gelehrter, Staatsmann, Mitbegründer der Humboldt-Universität zu Berlin, Bruder von Alexander von Humboldt, in: Briefe an eine Freundin, 17.03.1830: „Die Ruhe ist die natürliche Stimmung eines wohlgeregelten, mit sich einigen Herzens.“
Humboldt, Wilhelm Freiherr von (1767-1835), Philologe, preußischer Gelehrter, Staatsmann, Mitbegründer der Humboldt-Universität zu Berlin, Bruder von Alexander von Humboldt: „Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Sinn geben.“
Hölderlin, Friedrich (1770-1843), deutscher Lyriker, in: Hyperion an Bellarmin: „Freilich ist das Leben arm und einsam. Wir wohnen hier unten, wie der Diamant im Schacht. Wir fragen umsonst, wie wir herabgekommen sind, um wieder den Weg hinauf zu finden. Wir sind wie Feuer, das im dürren Aste oder im Kiesel schläft, und ringen und suchen in jedem Moment das Ende der engen Gefangenschaft. Aber sie kommen [...] die Augenblicke der Befreiung, wo das Göttliche den Kerker sprengt, wo die Flamme vom Holz sich löst und siegend emporwallt über der Asche, ha! wo uns ist, als kehrte der entfesselte Geist, vergessen der Leiden, der Knechtsgestalt, im Triumphe zurück in die Hallen der Sonne.“
Hölderlin, Friedrich (1770-1843), deutscher Lyriker, in: Hyperion oder der Eremit in Griechenland: „Was ist der Mensch? konnt ich beginnen; wie kommt es, dass so etwas in der Welt ist, das, wie ein Chaos, gärt oder modert, wie ein fauler Baum, und nie zu einer Reife gedeiht? [...] Zu den Pflanzen spricht er, ich war auch einmal, wie ihr! und zu den reinen Sternen, ich will werden, wie ihr, in einer andren Welt! Inzwischen bricht er auseinander und treibt hin und wieder seine Künste mit sich selbst, als könnt er, wenn es einmal sich aufgelöst, Lebendiges zusammensetzen, wie ein Mauerwerk; aber es macht ihn auch nicht irre, wenn nichts gebessert wird durch all sein Tun; es bleibt doch immerhin ein Kunststück, was er treibt.“
Hölderlin, Friedrich (1770-1843), deutscher Lyriker: „Dichterisch wohnet der Mensch auf dieser Erde.“
Hölderlin, Friedrich (1770-1843), deutscher Lyriker: „Wie mit den Lebenszeiten, so ist es auch mit den Tagen, keiner ist uns genug, keiner ist ganz schön und jeder hat, wo nicht seine Plage, doch seine Unvollkommenheit, aber rechne sie zusammen, so kommt eine Summe Freude und Leben heraus.“
Hüan, Dscheng (1. Jh. v. Chr.), chinesischer Philosoph und konfuzianischer Lehrer: Bewirke Harmonie der Mitte, und Himmel und Erde kommen an ihren rechten Platz und alle Dinge gedeihen.“
Indische Spruchweisheit (aus dem Mahabharata-Epos): „Überwinde glücklich die Gefahren, denen du mit deiner Geburt ausgesetzt wurdest: baue dir ein Schiff aus Entschlossenheit und Willenskraft und setze über den Strom, dessen Wasserfluten die fünf Sinne sind und in dem Ungeheuer wie Liebe und Zorn hausen.“
Irischer Segensspruch: „Nimm dir Zeit zu denken - das ist die Quelle der Macht. Nimm dir Zeit zu träumen - das bewegt dein Gefährt zu einem Stern. Nimm dir Zeit zu spielen - das ist das Geheimnis der ewigen Jugend.“
James, Elaine St., in: Vom Glück des Wenigen: „Erinnern wir uns wieder daran, dass wir nicht mehr brauchen als ein Dach über dem Kopf und eine Mahlzeit auf dem Tisch. Ansonsten lasset uns das Leben genießen, mit den Menschen zusammen sein, die wir lieben, die Dinge schaffen, die uns am Herzen liegen. Unsere Erde nicht verletzen und der Welt etwas von Bedeutung geben.“
Japanisches Sprichwort: „Das Glück kommt zu denen, die lachen.“
Jaurés, Jean (1859-1914), französischer sozialistischer Politiker und Historiker: „Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. Die größten Menschen sind jene, die anderen Hoffnung geben können.“
Jenny, Albert (1912-1992), Schweizer Komponist, Dirigent, Kirchenmusiker, Musikpädagoge, Chorleiter: „Unser Glück besteht nicht zuletzt in der Kraft, die wir haben, unser Unglück zu ertragen.“
Johnson, Samuel („Dr. Johnson“, 1709-1784), englischer Gelehrter, Lexikograf, Schriftsteller, Dichter, Kritiker: „Die Fesseln der Gewohnheit sind meist zu fein, als dass man sie spürt, bevor sie zu fest sind, um sie noch abzuschütteln.“
Joubert, Joseph (1754-1824), französischer Moralist und Essayist: „Es liegt nicht genug Weisheit oder Tugend in unseren Urteilen und Gefühlen, wenn in ihnen nicht genug Geduld liegt.“
Jünger, Ernst (1895-1998), deutscher Schriftsteller, Offizier und Insektenkundler: „Auf alle Fälle führt die Hoffnung weiter als die Furcht.“
Jünger, Ernst (1895-1998), deutscher Schriftsteller, Offizier und Insektenkundler: „Jeder Mensch hat seine guten Seiten. Man muss nur die schlechten umblättern.“
Kafka, Franz (1883-1924), deutschsprachiger Schriftsteller, in einem Brief an Minze Eisner im März 1920: „Jeder hat seinen beißenden Nächtezerstörenden Teufel in sich und das ist weder gut noch schlecht, sondern es ist Leben: Hätte man den nicht, würde man nicht leben. Was Sie in sich verfluchen, ist also Ihr Leben. Dieser Teufel ist das Material (und im Grunde ein wunderbares), das Sie mitbekommen haben und aus dem Sie nun etwas machen sollen.“
Kafka, Franz (1883-1924), deutschsprachiger Schriftsteller: „Die verbitterten Gesichtszüge eines Mannes sind oft nur die festgefrorene Verwirrung eines Knaben.“
Kafka, Franz (1883-1924), deutschsprachiger Schriftsteller: „Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird immer jung blieben.“
Kafka, Franz (1883-1924), deutschsprachiger Schriftsteller: „Verbringe deine Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis, vielleicht ist keins da.“
Kant, Immanuel (1724-1804), deutscher Philosoph: „Alle Stärke wird nur durch Hindernisse erkannt, die sie überwältigen kann.“
Kant, Immanuel (1724-1804), deutscher Philosoph der Aufklärung: „Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen.“
Kant, Immanuel (1724-1804), deutscher Philosoph der Aufklärung: „Gottes Wille ist es nicht nur, daß wir glücklich sein sollen, sondern, daß wir uns selbst glücklich machen.“
Kasper, Hans (Dietrich Huber, 1916-1990), deutscher Schriftsteller, Aphoristiker, Dramatiker, in: Revolutionäre sind Reaktionäre: „Das Alter ist ein Aussichtsturm.“
Kasper, Hans (Dietrich Huber, 1916-1990), deutscher Schriftsteller, Aphoristiker, Dramatiker: „Heiterkeit und Lachen sind untrügliche Zeichen, die nur die Menschlichkeit setzt.“
Keller, Helen Adams (1880-1968), taubblinde amerikanische Schriftstellerin: „Wir könnten nie lernen, mutig und geduldig zu sein, wenn es nur Freude in der Welt gäbe.“
Kenko, Yoshida (Urabe no Kaneyoshi, um 1283-1350), japanischer Höfling, Dichter und buddhistischer Mönch: „Ein Tag Leben ist wertvoller als ein Berg Gold.“
Kierkegaard, Søren (Søren Aabye Kierkegaard, 1813-1855), dänischer Philosoph, Essayist, Theologe und religiöser Schriftsteller, gilt als Wegbereiter des Existenzialismus, in: Entweder-oder: „Verheirate dich, du wirst es bereuen; verheirate dich nicht, du wirst es auch bereuen. Heirate oder heirate nicht, du wirst beides bereuen. Verlache die Torheiten der Welt, du wirst es bereuen; beweine sie, beides wirst du bereuen. Traue einem Mädchen, du wirst es bereuen; traue ihm nicht, du wirst auch dies bereuen. Fange es an, wie du willst, es wird dich verdrießen. Hänge dich auf, du wirst es bereuen; hänge dich nicht auf, beides wird dich gereuen. Dieses, meine Herren, ist der Inbegriff aller Lebensweisheit.“
Kierkegaard, Søren (Søren Aabye Kierkegaard, 1813-1855), dänischer Philosoph, Essayist, Theologe und religiöser Schriftsteller, gilt als Wegbereiter des Existenzialismus, in: Entweder-Oder: „Wie leer und bedeutungslos ist das Leben! - Man begräbt einen Menschen, begleitet ihn zu Grabe, wirft drei Spaten voll Erde auf seinen Sarg. Dabei fährt man in der Kutsche hinaus, fährt in der Kutsche nach Haus, und tröstet sich damit, dass noch ein langes Leben vor einem liege. Wie lang ist es denn, wenn’s auf 7x10 Jahre hinauskommt? Warum macht man’s nicht lieber auf einmal ab? Warum bleibt man nicht draußen und steigt mit hinab ins Grab, und wirft das Los darüber, wem das Unglück widerfahren soll, der Letztlebende zu sein, welcher die letzten drei Spatenwürfe besorge für den letzten Toten?“
Kingsley, Peter (*1953), britischer Philosoph: „Für die meisten ist Heilen etwas, das uns Wohlgefühl verschafft und den Schmerz lindert. Und doch ist gerade das, wovon wir geheilt werden wollen, sehr oft das, was uns heilt.“
Kishon, Ephraim (Ferenc Hoffmann, 1924-2005), israelischer Satiriker ungarischer Herkunft: „Wenn du Gott lachen sehen willst, dann versuche nur, dein Leben zu planen.“
Kleist, Ewald Christian von (1715-1759), deutscher Dichter, Freimaurer, preußischer Offizier, im Krieg gefallen: „Der Schmerz macht, daß wir die Freude fühlen, so wie das Böse macht, daß wir das Gute erkennen.“
Kleist, Ewald Christian von (1715-1759), deutscher Dichter, Freimaurer, preußischer Offizier, im Krieg gefallen: „Wäre kein Schmerz in der Welt, so würde der Tod alles aufreiben. Wenn mich eine Wunde nicht schmerzte, würde ich sie nicht heilen, und daran würde ich sterben.“
Kleist, Heinrich von (Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist, 1777-1811), deutscher Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizist, in: Das Kätchen von Heilbronn I, 1, Friedeborn: „Ich erlitt in dreiundfünfzig Jahren, da ich lebe, soviel Unrecht, dass meiner Seele Gefühl nun gegen seinen Stachel wie gepanzert ist.“
Kleist, Heinrich von (Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist, 1777-1811), deutscher Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizist: „Nicht durch Worte, aber durch Handlungen zeigt sich wahre Treue und wahre Liebe.“
Konfuzius (latinisiert aus: Kong Fuzi oder Kung Fu Tse, 551-479), chinesischer Philosoph: „Bewältige eine Schwierigkeit und du hältst hundert andere von dir fern.“
Konfuzius (latinisiert aus: Kong Fuzi oder Kung Fu Tse, 551-479), chinesischer Philosoph: „Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: erstens durch Nachdenken, das ist der edelste, zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.“
Konfuzius (latinisiert aus: Kong Fuzi oder Kung Fu Tse, 551-479), chinesischer Philosoph: „Es ist besser, ein kleines Licht zu entzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.“
Konfuzius (latinisiert aus: Kong Fuzi oder Kung Fu Tse, 551-479), chinesischer Philosoph: „Wenn du einen Würdigen siehst, dann trachte ihm nachzueifern. Wenn du einen Unwürdigen siehst, dann prüfe dich in deinem Inneren.“
Konfuzius (latinisiert aus: Kong Fuzi oder Kung Fu Tse, 551-479), chinesischer Philosoph: „Wenn ich einen Satz auswählen sollte, um meine ganze Lehre zusammenzufassen, würde ich sagen: Laß nichts Böses in deinen Gedanken sein!“
Konfuzius (latinisiert aus: Kong Fuzi oder Kung Fu Tse, 551-479), chinesischer Philosoph: „Wer das Morgen nicht bedenkt, wird Kummer haben, bevor das Heute zu Ende geht.“
Konfuzius (latinisiert aus: Kong Fuzi oder Kung Fu Tse, 551-479), chinesischer Philosoph: „Wer ständig glücklich sein möchte, muß sich oft verändern.“
Konfuzius (latinisiert aus: Kong Fuzi oder Kung Fu Tse, 551-479), chinesischer Philosoph: „Wer wirklich gütig ist, kann nie unglücklich sein; wer wirklich weise ist, kann nie verwirrt werden; wer wirklich tapfer ist, fürchtet sich nie.“
Konfuzius (latinisiert aus: Kong Fuzi oder Kung Fu Tse, 551-479), chinesischer Philosoph: „Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.“
Krailsheimer, Hans (1888-1958), deutscher Schriftsteller: „Die meisten Menschen sind, um glücklich zu sein, entweder nicht gescheit oder nicht dumm genug.“
Kraus, Karl (1874-1936), einer der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller des beginnenden 20. Jahrhunderts; er trat als Dramatiker, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker hervor, als Sprach- und Kulturkritiker, Publizist, Förderer junger Autoren und war zudem ein exzellenter und scharfer Kritiker des Hetzjournalismus bzw. der Journaille, wie er es nannte: „Das Leben ist eine Anstrengung, die einer besseren Sache würdig wäre.“
Kraus, Karl (1874-1936), einer der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller des beginnenden 20. Jahrhunderts; er trat als Dramatiker, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker hervor, als Sprach- und Kulturkritiker, Publizist, Förderer junger Autoren und war zudem ein exzellenter und scharfer Kritiker des Hetzjournalismus bzw. der Journaille, wie er es nannte: „Eine umfassende Bildung ist eine gut dotierte Hausapotheke. Aber es besteht keine Sicherheit, dass nicht für Schnupfen Zyankali gereicht wird.“
Kudszus, Hans (1901-1977), deutscher Schriftsteller und Aphoristiker. „Alt werden heißt sich selbst ertragen lernen.“
Laotse (auch: Lao Tse, Laudse, Laozi, „Alter Meister“, zwischen dem 3. und 6. Jh. vor Christus), legendärer chinesischer Philosoph, das bekannteste ihm zugeschriebene und Hauptwerk des Taoismus ist das Tao-Te-King: „Auf der Welt gibt es nichts, was weicher und dünner ist als Wasser. Doch um Hartes und Starres zu bezwingen, kommt nichts diesem gleich. Dass das Schwache das Starke besiegt, das Harte dem Weichen unterliegt, jeder weiß es, doch keiner handelt darnach.“
Laotse (auch: Lao Tse, Laudse, Laozi, „Alter Meister“, zwischen dem 3. und 6. Jh. vor Christus), legendärer chinesischer Philosoph, das bekannteste ihm zugeschriebene und Hauptwerk des Taoismus ist das Tao-Te-King: „Güte in den Worten erzeugt Vertrauen, Güte beim Denken erzeugt Tiefe, Güte beim Verschenken erzeugt Liebe.“
Laotse (auch: Lao Tse, Laudse, Laozi, „Alter Meister“, zwischen dem 3. und 6. Jh. vor Christus), legendärer chinesischer Philosoph, das bekannteste ihm zugeschriebene und Hauptwerk des Taoismus ist das Tao-Te-King: „Nimm dir jeden Tag eine halbe Stunde Zeit für deine Sorgen - und in dieser Zeit mache ein Schläfchen.“
Laotse (auch: Lao Tse, Laudse, Laozi, „Alter Meister“, zwischen dem 3. und 6. Jh. vor Christus), legendärer chinesischer Philosoph, das bekannteste ihm zugeschriebene und Hauptwerk des Taoismus ist das Tao-Te-King: „Reich ist, wer weiß, dass er genug hat.“
Laotse (auch: Lao Tse, Laudse, Laozi, „Alter Meister“, zwischen dem 3. und 6. Jh. vor Christus), legendärer chinesischer Philosoph, das bekannteste ihm zugeschriebene und Hauptwerk des Taoismus ist das Tao-Te-King: „Wer andere erkennt, ist gelehrt./ Wer sich selbst erkennt, ist weise./ Wer andere besiegt, hat Muskelkräfte./ Wer sich selbst besiegt, ist stark./ Wer zufrieden ist, ist reich./ Wer seine Mitte nicht verliert, der dauert.“
Leibniz, Gottfried Wilhelm (gelegentlich auch ‚Leibnitz‘ geschrieben, 1646-1716), deutscher Philosoph, Wissenschaftler, Mathematiker, Diplomat, Physiker, Historiker, Politiker, Bibliothekar und Doktor des Kirchenrechts, universaler Geist und Vordenker der Aufklärung, in: Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand: „So ist das Glück in seinem ganzen Umfang genommen die größte Lust, deren wir fähig sind, und das Unglück ebenso genommen der größte Schmerz, den wir fühlen können. Und der unterste Grad dessen, was man Glück nennen kann, ist derjenige Zustand, wo man, von jedem Schmerze frei, ein solches Maß gegenwärtiger Lust genießt, dass man mit einem geringeren nicht zufrieden sein kann.“
Leiter, Karin E.: „Verbunden sein, ohne gebunden sein - das ist die Kunst des Lebens.“
Lembke, Robert Emil (1913-1989), deutscher Journalist und Fernsehmoderator: „Lebenskünstler verstehen es, um die Dinge gebeten zu werden, die sie gerne machen.“
Leopardi, Giacomo Graf (1798-1837), italienischer Dichter, in: Das Gedankenbuch: „Die Menschen wären glücklich, hätten sie nicht versucht und versuchten sie nicht, es zu sein.“
Leopardi, Giacomo Graf (1798-1837), italienischer Dichter, in: Das Gedankenbuch: „Was ist das Leben? Die Wanderschaft eines Lahmen und Kranken, welcher mit einer schweren Last auf dem Rücken die steilsten Berge und unwegsamsten Gebiete bei Schnee und Eis, Regen und Wind, unter brennender Sonne bei Tag und Nacht überquert, ohne sich jemals Ruhe zu gönnen, und viele Tagereisen zurücklegt, um schließlich an einen Abgrund, an eine Schlucht zu gelangen und dort unweigerlich in die Tiefe zu stürzen.“
Leopardi, Giacomo Graf (1798-1837), italienischer Dichter, in: Das Gedankenbuch: „Wozu wären wir denn wohl geboren, als um zu erkennen, wie glücklich wir wären, nicht geboren zu sein?“
Lessing, Gotthold Ephraim (1729-1781), deutscher Dichter, in einem Brief an Eva König am 12. Februar 1771: „Freilich kostet es Kunst, sich selbst zu überreden, dass man glücklich ist: aber welches Glück besteht denn auch in etwas mehr als in unser Überredung?“
Lessing, Karl Theodor Richard (1872-1933), deutscher jüdischer Philosoph, politischer Publizist, Kulturkritiker: „Alles echte Menschenleben ist Tanz auf Messers Schneide.“
Lichtenberg, Georg Christoph (1742-1799), deutscher Mathematiker, Professor der Naturwissenschaften, Begründer des Aphorismus’, in: Aphorismen: „Der Mensch ist vielleicht halb Geist und halb Materie, so wie der Polyp halb Pflanze und halb Tier. Auf der Grenze liegen immer die seltsamsten Geschöpfe.“
Lichtenberg, Georg Christoph (1742-1799), deutscher Mathematiker, Professor der Naturwissenschaften, Begründer des Aphorismus’, in: Betrachtungen über den Menschen: „Das Gefühl von Gesundheit erwirbt man sich nur durch Krankheit.“
Lichtenberg, Georg Christoph (1742-1799), deutscher Mathematiker, Professor der Naturwissenschaften, Begründer des Aphorismus’, in: Schriften und Briefe: „Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll!“
Lichtenberg, Georg Christoph (1742-1799), deutscher Mathematiker, Professor der Naturwissenschaften, Begründer des Aphorismus’: „Der Mensch liebt die Gesellschaft und sollte es auch nur die eines brennenden Kerzchens sein.“
Ligne, Charles Joseph Fürst von (1735-1814), österreichischer Feldmarschall, Diplomat, Staatsmann, Freimaurer, Schriftsteller: „Zerstreutheit ist ein Zeichen von Klugheit und Güte. Dumme und boshafte Menschen sind immer geistesgegenwärtig.“
Lincoln, Abraham (1809-1865), 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika: „Die meisten Menschen sind in dem Maße glücklich, wie sie es sich selbst gestatten.“
Lincoln, Abraham (1809-1865), 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika: „Süßer ist, was sauer verdient ist.“
Lionel, Frédéric (1908-1999), französischer Schriftsteller, Philosoph, Mystiker: „Lebenskunst erfordert eine ständige Anpassung der Mittel und Fähigkeiten an die Erfordernisse des Augenblicks.“
Lisieux, Theresia von (Theresia vom Kinde Jesus, 1873-1897), französische Karmeliterin: „Ein Lächeln ist ein Licht, das Leben und Hoffnung sichtbar macht.“
Logau, Friedrich Freiherr von (1605-1655), schlesischer Barockdichter: „Es säuft sich voll für sich kein unvernünftig Tier./ O, hätten sie Vernunft, sie tränken auch wie wir!“
Lohberger, Leo: „Das Richtige im rechten Augenblick zu tun, nennt man Erfolg.“
Luxemburg, Rosa (1871-1919), bedeutende Vertreterin der europäischen Arbeiterbewegung, des Marxismus, Antimilitarismus und des „proletarischen Internationalismus“, in: „Schriften über Literatur und Kunst“: „Mensch sein ist vor allem die Hauptsache. Und das heißt: Fest und klar und heiter sein, ja heiter, trotz allem und alledem, denn das Heulen ist das Geschäft der Schwäche.“
Luxemburg, Rosa (1871-1919), bedeutende Vertreterin der europäischen Arbeiterbewegung, des Marxismus, Antimilitarismus und des „proletarischen Internationalismus“, in einem Brief an Mathilde Wurm am 28. Dezember 1916: „Dann sieh, dass Du Mensch bleibst, Mensch sein ist vor allem die Hauptsache. Und das heißt: fest und klar und heiter sein, ja heiter trotz alledem, denn das Heulen ist Geschäft der Schwäche. Mensch sein, heißt sein ganzes Leben ‚auf des Schicksals großer Waage‘ freudig hinwerfen, wenn’s sein muss, sich zugleich aber an jedem hellen Tag und jeder schönen Wolke freuen.“
Maloo, May: „Seien wir uns darüber klar, wenn wir Unheil einladen: Es nimmt meistens an.“
Marcuse, Ludwig (1894-1971), Philosoph, Literaturkritiker und Schriftsteller: „Demut soll nie etwas anderes sein als die Verneinung von Hochmut. Sonst wird sie Kleinmut.“
Martialis, Marcus Valerius (Martial, 40-104 n. Chr.), römischer Dichter, bekannt vor allem durch seine Epigramme: „Wer so lebt, daß er mit Vergnügen auf sein vergangenes Leben zurückblicken kann, lebt zweimal.“
Maugham, William Somerset (1875-1965), als englischsprachiger Erzähler und Dramatiker einer der meistgelesenen des 20. Jahrhunderts: „Ein bisschen gesunder Menschenverstand, Toleranz und Humor - wie behaglich ließe sich damit leben.“
Maurois, André (Émile Salomon Wilhelm Herzog, 1885-1967), französischer Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Historiker: „Altern ist eine schlechte Gewohnheit, die ein beschäftigter Mann gar nicht erst aufkommen lässt.“
McCartney, Paul (Sir James Paul McCartney, *1942), britischer Musiker, Komponist, Song-Writer, Bassist der Beatles: „Einfache Dinge sichern mir die innere Zufriedenheit.“
Menandros (latinisiert: Menander, 342/341 v. Chr.-291/290 v. Chr.), griechischer Komödiendichter: „Einen Tropfen Glück möchte ich haben oder ein Fass Verstand.“
Menzel, Hans (1887-1958), deutscher Verwaltungsjurist und Mitglied der SPD: „Nehmt das Leben lieber heiter! Trübsal blasen bringt nicht weiter.“
Menzel, Hans (1887-1958), deutscher Verwaltungsjurist und Mitglied der SPD: „Spazierengehen - ohne Frage - ist der Sport für alle Tage.“
Merton, Thomas Feverel (1915-1968), christlicher Mystiker: „Das Leben ist nicht ein Problem, das gelöst, sondern ein Geheimnis, das gelebt werden muss.“
Mirandola, Giovanni Pico Conte della (1463-1494), italienischer Philosoph der Renaissance, hat die Willensfreiheit des Menschen als sein charakteristisches Merkmal hervorgehoben: „Wir sind unter der Bedingung geboren, das zu sein, was wir wollen.“
Montaigne, Michel de (Michel Eyquem de Montaigne, 1533-1592), Jurist, Politiker, Philosoph, Humanist, Skeptiker, Begründer der Essayistik, in: Essays: „Das Glück tut uns weder wohl noch übel: es gibt uns dazu bloß den Stoff und den Samen, die unsre Seele, die mächtiger ist als das Glück, nach ihrem Gefallen bearbeitet und anwendet; denn nur sie allein ist Urheberin und Schöpferin ihres glücklichen oder unglücklichen Befindens.“
Montesqieu, Baron de (Charles-Louis de Secondat, Baron de La Brède et de Montesquieu, 1689-1755), französischer Schriftsteller, Philosoph, Staatstheoretiker, Vordenker von Aufklärung und Soziologie, in: Meine Gedanken, Über das Glück: „Wenn man nur glücklich sein wollte, das wäre bald getan. Aber man will immer glücklicher sein als die andern, und das ist fast immer schwierig, weil wir die andern für glücklicher halten, als sie sind.“
Montesqieu, Baron de (Charles-Louis de Secondat, Baron de La Brède et de Montesquieu, 1689-1755), französischer Schriftsteller, Philosoph, Staatstheoretiker, Vordenker von Aufklärung und Soziologie, in: Meine Gedanken: „Zwei Arten von Menschen: Die einen denken, die andern amüsieren sich.“
Montesqieu, Baron de (Charles-Louis de Secondat, Baron de La Brède et de Montesquieu, 1689-1755), französischer Schriftsteller, Philosoph, Staatstheoretiker, Vordenker von Aufklärung und Soziologie: „Die meisten Dinge, die uns Vergnügen bereiten, sind unvernünftig.“
Morales, Baltasar Gracián y (1601-1658), spanischer Schriftsteller, Hochschullehrer und Jesuit: „Die einzige Zeit, die wir wirklich beherrschen, ist die Zukunft. Sie können wir nach unseren Wünschen formen.“
Morales, Baltasar Gracián y (1601-1658), spanischer Schriftsteller, Hochschullehrer und Jesuit: „Ein guter Rat in spaßiger Form ist oft besser als ernste Belehrung.“
Morales, Baltasar Gracián y (1601-1658), spanischer Schriftsteller, Hochschullehrer und Jesuit: „Ein schöner Rückzug ist ebenso viel wert wie ein kühner Angriff.“
Morales, Baltasar Gracián y (1601-1658), spanischer Schriftsteller, Hochschullehrer und Jesuit: „Es ist verkehrt, wenn man sich das zu Herzen nimmt, was man in den Wind schlagen sollte.“
Morales, Baltasar Gracián y (1601-1658), spanischer Schriftsteller, Hochschullehrer und Jesuit: „Viele verlieren nicht den Verstand, weil sie keinen haben.“
Morgenstern, Christian (1871-1914), deutscher Dichter, Lyriker, Übersetzer, in: In Phanta’s Schloss, Zwischen Weinen und Lachen: Zwischen Weinen und Lachen/ schwingt die Schaukel des Lebens./ Zwischen Weinen und Lachen/ fliegt in ihr der Mensch.“
Morgenstern, Christian (1871-1914), deutscher Dichter, Lyriker, Übersetzer, in: Sprüche, Epigramme, Aphorismen, Notizen: „Möglichst viel Glück, sagt man. Aber wie, wenn die höchste Glücksempfindung einen Menschen voraussetzte, der auch Allertiefstes gelitten haben muss? Wenn Glücksgefühl überhaupt erst möglich wäre in einem durch Lust und Unlust gereiften Herzen? Wer möglichst viel Glücksmöglichkeiten fordert, muss auch möglichst viel Unglück fordern, oder er negiert ihre Grundbedingungen.“
Morgenstern, Christian (1871-1914), deutscher Dichter, Lyriker, Übersetzer, in: Stufen, Ethisches, 1912: „Wir leben heute noch recht wie Kinder, noch nicht wie erwachsene bewusste Menschen. Wir essen und trinken ruhig, während Mitmenschen neben uns verhungern und verdursten, wir gehen fröhlich in Freiheit herum, während Mitmenschen neben uns in Kerkern verderben. Wir können uns in jeder Weise freuen, während um uns in jeder Weise gelitten wird, und wenn wir selbst leiden, so haben wir die Unbefangenheit, mit dem Schicksal darum zu hadern. O, dass unser Herz und Geist mit den Zeiten verwandelt würde und diese bittere Hässlichkeit von uns abfiele und wir aus Kindern Erwachsene würden.“
Morgenstern, Christian (1871-1914), deutscher Dichter, Lyriker, Übersetzer, in: Stufen, In me ipsum, 1907: „Es ist viel Glück in mir, Glück, das mir meine Grenzen verschleiert und Glück, das sie mir ins Unbestimmte hinausrücken zu dürfen scheint. Ich habe viel Talent zum Leben - wenn das Leben nur mehr Talent zu mir hätte. Aber manchmal weht doch ein Windstoß alle die warme schützende Illusion fort und dann sehe ich flüchtig meinen Umriss und - schaudere.“
Morgenstern, Christian (1871-1914), deutscher Dichter, Lyriker, Übersetzer, in: Stufen, Weltbild, Anstieg, 1905: „Leben ist die Suche des Nichts nach dem Etwas.“
Morgenstern, Christian (1871-1914), deutscher Dichter, Lyriker, Übersetzer: „Es ist schmerzlich, einem Menschen seine Grenzen anzusehen.“
Morgenstern, Christian (1871-1914), deutscher Dichter, Lyriker, Übersetzer: „Ich möchte glücklich sein, um glücklich machen zu können. Kein Glück ohne Gast.“
Morgenstern, Christian (1871-1914), deutscher Dichter, Lyriker, Übersetzer: „Zugleich aus dem Leben gegriffen und zugleich typisch - das ist höchste Kunst.“
Morgenstern, Christian (1871-1914), deutscher Dichter, Schriftsteller, Übersetzer: „Das ist meine allerschlimmste Erfahrung: Der Schmerz macht die meisten Menschen nicht groß, sondern klein.“
Mors, Silke: „Wer Kraft aus der Stille schöpft, spart manche Medizin.“
Mulford, Prentice (1834-1891), US-amerikanischer Journalist, Schriftsteller, Philosoph, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Neugeist-Bewegung, in: Unfug des Lebens und des Sterbens: „Niemals etwas tun - was ein anderer für uns tun kann. Alle Kraft sparen, für das, was nur wir tun können.“
Murphy, Joseph (1898-1981), irisch-amerikanischer Autor der Neugeist Bewegung, Philosoph und Psychologe: „Entspannung ist der Schlüssel zum Erfolg.“
Murphy, Joseph (1898-1981), irisch-amerikanischer Autor der Neugeist Bewegung, Philosoph und Psychologe: „Wer Misserfolg fürchtet, muss sein Denken auf Erfolg konzentrieren.“
Mérimée, Prosper (1803-1870), französischer Schriftsteller: „Das Leben ist ein Spieltisch, an dem sich nur in dem Maße vergnügt, als man ein gewagtes Spiel spielt.“
Mörike, Eduard (1804-1874), deutscher lyrischer Dichter; seine Liebes- und Naturgedichte gehören zu den schönsten der deutschen Literatur: „Man muß immer etwas haben, worauf man sich freut.“
Müller, Johann Ludwig Wilhelm (1794-1827), deutscher Dichter, Komponist, Philologe, Vater des Sprachforschers Friedrich Max Müller, in: Die Kunst zu leben: „Fragst du nach der Kunst zu leben?/ Lern mit Narr und Sünder leben!/ Mit dem Weisen und dem Guten,/ wird es sich von selber geben.“
Newman, John Henry (1801-1890), englischer Schriftsteller und Kardinal der römisch-katholischen Kirche, 2010 seliggesprochen: „Gott nimmt uns die Last des Lebens nicht ab, aber er gibt uns die Kraft zum Tragen.“
Nicolai, Christoph Friedrich (1733-1811), deutscher Schriftsteller, Verlagsbuchhändler, Kritiker, Hauptvertreter der Berliner Aufklärung, in: Vertraute Briefe: „Prüfen Sie sich, [...] ob Sie Kräfte entwickeln können und wollen zum Besten anderer, so wird Ihnen nichts fehlen an der Fähigkeit, glücklich zu sein und glücklich zu machen. Der Grad des Glücks wird bestimmt durch den Grad der Fähigkeit, für andere und in anderen zu leben.“
Nicolai, Christoph Friedrich (1733-1811), deutscher Schriftsteller, Verlagsbuchhändler, Kritiker, Hauptvertreter der Berliner Aufklärung, in: Vertraute Briefe: „Wären wir bloß in der Welt um des Genusses willen, so wäre zum Seelenglücke ein Bedürfnis genug: das Bedürfnis nach gegenseitiger Liebe. Aber unsere Glückseligkeit ist auch an Ausübung geselliger Pflichten gebunden, und so entstehen für uns der Bedürfnisse mehrere. Wir brauchen Kultur, Arbeit, Sorgen, müssen uns helfen lassen und helfen.“
Nietzsche, Friedrich Wilhelm (1844-1900), klassischer deutscher Philologe, Philosoph, Dichter und Komponist, in: Der Wanderer und sein Schatten: „Die Menschen drängen sich zum Lichte, nicht um besser zu sehen, sondern um besser zu glänzen.“
Nietzsche, Friedrich Wilhelm (1844-1900), klassischer deutscher Philologe, Philosoph, Dichter und Komponist, in: Die fröhliche Wissenschaft: „Ich fürchte, die Tiere betrachten den Menschen als ein Wesen ihresgleichen, das in höchst gefährlicher Weise den gesunden Tierverstand verloren hat, - als das wahnwitzige Tier, als das lachende Tier, als das weinende Tier, als das unglückselige Tier.“
Nietzsche, Friedrich Wilhelm (1844-1900), klassischer deutscher Philologe, Philosoph, Dichter und Komponist, in: Jenseits von Gut und Böse, Viertes Hauptstück, Sprüche und Zwischenspiele: „Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei selbst zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“
Nietzsche, Friedrich Wilhelm (1844-1900), klassischer deutscher Philologe, Philosoph, Dichter und Komponist, in: Jenseits von Gut und Böse: „Im Menschen ist Geschöpf und Schöpfer vereint: im Menschen ist Stoff, Bruchstück, Überfluss, Lehm, Kot, Unsinn, Chaos; aber im Menschen ist auch Schöpfer, Bildner, Hammer-Härte, Zuschauer- Göttlichkeit und siebenter Tag - versteht ihr diesen Gegensatz?“
Nietzsche, Friedrich Wilhelm (1844-1900), klassischer deutscher Philologe, Philosoph, Dichter und Komponist, in: Menschliches Allzumenschliches, Fünftes Hauptstück, Anzeichen höherer und niederer Kultur: „Alle Menschen zerfallen, wie zu allen Zeiten so auch jetzt noch, in Sklaven und Freie; denn wer von seinem Tage nicht zwei Drittel für sich hat, ist ein Sklave, er sei übrigens wer er wolle: Staatsmann, Kaufmann, Beamter, Gelehrter.“
Nietzsche, Friedrich Wilhelm (1844-1900), klassischer deutscher Philologe, Philosoph, Dichter und Komponist, in: Menschliches Allzumenschliches, Neuntes Hauptstück, Der Mensch mit sich allein: „Das Leben besteht aus seltenen einzelnen Momenten von höchster Bedeutsamkeit und unzählig vielen Intervallen, in denen uns besten Falls die Schattenbilder jener Momente umschweben. Die Liebe, der Frühling, jede schöne Melodie, das Gebirge, der Mond, das Meer - Alles redet nur einmal ganz zum Herzen: wenn es überhaupt je ganz zu Worte kommt. Denn viele Menschen haben jene Momente gar nicht und sind selber Intervalle und Pausen in der Symphonie des wirklichen Lebens.“
Nietzsche, Friedrich Wilhelm (1844-1900), klassischer deutscher Philologe, Philosoph, Dichter und Komponist, in: Menschliches Allzumenschliches, Zweites Hauptstück, Zur Geschichte der moralischen Empfindungen: „Die meisten Menschen sind viel zu sehr mit sich beschäftigt, um boshaft zu sein.“
Nietzsche, Friedrich Wilhelm (1844-1900), klassischer deutscher Philologe, Philosoph, Dichter und Komponist, in: Menschliches Allzumenschliches: „Dicht neben dem Wehe der Welt, und oft auf seinem vulkanischen Boden, hat der Mensch seine kleinen Gärten des Glücks angelegt; [...] überall wird er etwas Glück neben dem Unheil aufgesprosst finden - und zwar um so mehr Glück, je vulkanischer der Boden war -, nur wäre es lächerlich, zu sagen, dass mit diesem Glück das Leiden selbst gerechtfertigt wäre.“
Nietzsche, Friedrich Wilhelm (1844-1900), klassischer deutscher Philologe, Philosoph, Dichter und Komponist, in: Nachlass, Fragmente November 1882 bis Februar 1883: „Der Mensch soll die Mitte zwischen der Pflanze und dem Gespenste sein.“
Nietzsche, Friedrich Wilhelm (1844-1900), klassischer deutscher Philologe, Philosoph, Dichter und Komponist, in: Nachlass, Fragmente Sommer-Herbst 1882: „Der Mensch allein widerstrebt der Richtung der Gravitation: er möchte beständig nach oben - fallen.“
Nietzsche, Friedrich Wilhelm (1844-1900), klassischer deutscher Philologe, Philosoph, Dichter und Komponist, in: Nachlass, Fragmente Sommer 1882: „Seltsames Los des Menschen! Er lebt 70 Jahr und meint, etwas Neues und Niedagewesenes während dieser Zeit zu sein - und doch ist er nur eine Welle, in der die Vergangenheit der Menschen sich fortbewegt, und er arbeitet immer an einem Werke von ungeheurer Zeitdauer, so sehr er sich auch als Tagesfliege fühlen mag. Denn: er hält sich für frei, und ist doch nur ein aufgezogenes Uhrwerk, ohne Kraft, dieses Werk auch nur deutlich zu sehen, geschweige denn, es zu ändern, wie und worin er wollte.“
Nietzsche, Friedrich Wilhelm (1844-1900), klassischer deutscher Philologe, Philosoph, Dichter und Komponist, in: Nachlass, Fragmente Sommer 1883: „Der Mensch ist das Tier mit roten Backen: der Mensch ist das Tier, welches sich oft hat schämen müssen.“
Nietzsche, Friedrich Wilhelm (1844-1900), klassischer deutscher Philologe, Philosoph, Dichter und Komponist, in Zarathustra I, Von den Lehrstühlen der Tugend: „Aber schlecht schläft es sich ohne einen guten Namen und einen kleinen Schatz.“
Nietzsche, Friedrich Wilhelm (1844-1900), klassischer deutscher Philologe, Philosoph, Dichter und Komponist: „Schön ist es, miteinander zu schweigen, schöner, miteinander zu lachen.“
Novalis (Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg, 1772-1801), deutscher Dichter und Essayist der Frühromantik, Philosoph, Jurist und Bergbauingenieur, in: Aphorismen und Fragmente 1798-1800: „Tadle nichts Menschliches. Alles ist gut, nur nicht immer, nur nicht überall, nur nicht für alle.“
Novalis (Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg, 1772-1801), deutscher Dichter und Essayist der Frühromantik, Philosoph, Jurist und Bergbauingenieur: „Kinder sind Hoffnungen.“
NT, Lukas 6, 21: „Glücklich seit ihr, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet bald vor Freude jubeln!“
Nyncke, Gerlinde: „Das süße Leben stößt mit der Zeit sauer auf.“
Oesch, Emil (1894-1974), Schweizer Schriftsteller und Verleger: „Ein entschlossener Mensch wird mit einem Schraubenschlüssel mehr anzufangen wissen, als ein unentschlossener mit einem Werkzeugladen.“
Osho (Rajneesh Chandra Mohan Jain, 1931-1990), indischer Philosoph und Begründer der Neo-Sannyas-Bewegung (von spiritueller Suche bestimmte Lebensart): „Ich nehme euch euer Leiden nicht ab, es ist nur eine Maske. Eure wahre Natur ist Ekstase.“
Ovid (Publius Ovidius Naso, 43 v. Chr.-17 n. Chr.), römischer Dichter: "Etwas gerne tun, macht jede Last leichter.“
Ovid (Publius Ovidius Naso, 43 v. Chr.-17 n. Chr.), römischer Dichter: „Gönn dir genug Ruhe! Ein ausgeruhter Acker trägt reichere Frucht.“
Pascal, Blaise (1623-1662), französischer Religionsphilosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler, in: Pensée, Gedanken: „Da die Menschen nicht Tod, Elend und Unwissenheit heilen konnten, sind sie, um sich glücklich zu machen, auf den Einfall gekommen, nicht daran zu denken.“
Pascal, Blaise (1623-1662), französischer Religionsphilosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler, in: Pensée, Gedanken: „Denn was ist schließlich der Mensch in der Natur? Ein Nichts im Vergleich mit dem Unendlichen, ein All im Vergleich mit dem Nichts, ein Mittelding zwischen nichts und allem, unendlich weit davon entfernt, die Extreme zu begreifen; [...] Er ist gleichermaßen unfähig, das Nichts zu sehen, dem er entrissen wurde, und das Unendliche, das ihn verschlingt.“
Pascal, Blaise (1623-1662), französischer Religionsphilosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler, in: Pensée, Gedanken: „Der Mensch ist weder Engel noch Tier; und das Unglück ist, dass, wer Engel sein will, Tier wird.“
Pascal, Blaise (1623-1662), französischer Religionsphilosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler, in: Pensée, Gedanken: „Wahrheit, eine Kloake der Ungewissheit und des Irrtums, Ruhm und Abschaum des Weltalls.“
Pascal, Blaise (1623-1662), französischer Religionsphilosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler, in: Pensée, Gedanken: „Wir halten uns nie an die Gegenwart. Wir rufen uns die Vergangenheit zurück; wir greifen der Zukunft vor, als käme sie zu langsam und als wollten wir ihr Eintreten beschleunigen, oder wir rufen uns die Vergangenheit zurück, als wollten wir sie festhalten, da sie zu schnell vorübereilte, wir sind so unklug, dass wir in Zeiten umherirren, die nicht die unsrigen sind, und nicht an die einzige denken, die uns gehört, und wir sind so eitel, dass wir an jene denken, die nichts sind, und uns unüberlegt der einzigen entziehen, die weiter besteht. Das kommt daher, weil die Gegenwart uns meistens wehtut. Wir verbergen sie unserem Blick, weil sie uns betrübt, und wenn sie uns angenehm ist, bedauern wir, sie entschwinden zu sehen. Wir bemühen uns, sie durch die Zukunft abzusichern, und meinen die Dinge zu ordnen, die nicht in unserer Macht stehen, und das für eine Zeit, die zu erreichen für uns ganz ungewiss ist.“
Pascal, Blaise (1623-1662), französischer Religionsphilosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler: „Allein ist der Mensch ein unvollkommenes Ding; er muss einen zweiten finden, um glücklich zu sein.“
Pascal, Blaise (1623-1662), französischer Religionsphilosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler: „Das ganze Glück des Lebens besteht darin, bei anderen Achtung zu genießen.“
Pascal, Blaise (1623-1662), französischer Religionsphilosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler: „Es gibt für uns noch einen anderen Ursprung des Irrtums, nämlich die Krankheiten. Sie verderben uns Urteil und Sinn.“
Pascal, Blaise (1623-1662), französischer Religionsphilosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler: „Während wir uns immer nur in Bereitschaft halten, glücklich zu werden, ist es unvermeidlich, daß wir es niemals richtig sind.“
Paul, Jean (eigentlich: Johann Paul Friedrich Richter, 1763-1825), deutscher Schriftsteller, literaturgeschichtlich zwischen Klassik und Romantik, verehrte Jean-Jacques Rousseau, daher seine Namensänderung, in: Bemerkungen über uns närrische Menschen, 2. Bd., Februar 1793: „Es ist leichter, die Menschen zu lieben, als zu ertragen - viele heftig zu lieben, als keinen zu hassen.“
Paul, Jean (eigentlich: Johann Paul Friedrich Richter, 1763-1825), deutscher Schriftsteller, literaturgeschichtlich zwischen Klassik und Romantik, verehrte Jean-Jacques Rousseau, daher seine Namensänderung, in: Biografische Belustigungen: „Die Menschen sind einsam. Wie Tote stehen sie nebeneinander auf einem Kirchhofe, jeder allein, ganz kalt, mit geballter Hand, die sich nicht öffnet und ausstreckt, um eine fremde zu nehmen. Nicht einmal ihr Körper hält das warme Sehnen nach Liebe aus, aber den Hass wohl; an jenem zerfällt er, sie sind Pflanzen aus einem kalten Klima, die den größten Frost, aber keine Hitze ausdauern.“
Paul, Jean (eigentlich: Johann Paul Friedrich Richter, 1763-1825), deutscher Schriftsteller, literaturgeschichtlich zwischen Klassik und Romantik, verehrte Jean-Jacques Rousseau, daher seine Namensänderung, in: Museum, Bruchstücke aus der ‚Kunst, stets heiter zu sein‘: „Der Mensch steckt voll lauter täuschender Erwartungen und Hoffnungen, wie voll geistiger Eingeweidewürmer; jede davon zeugt in einigen Minuten eine größere; morgen erzeugen sich wieder andere, übermorgen ganz andere. Jeden Tag sticht er sich eine neue Himmelkarte seines künftigen Himmels, und darnach, sagt er, sollen sich Erd- und Himmelkörper richten, oder ich will kein ehrlicher Mann sein. Und letztes hält er auch oft.“
Paul, Jean (eigentlich: Johann Paul Friedrich Richter, 1763-1825), deutscher Schriftsteller, literaturgeschichtlich zwischen Klassik und Romantik, verehrte Jean-Jacques Rousseau, daher seine Namensänderung: „Das stille, häusliche Glück ist darum das edelste, weil wir es ununterbrochen genießen können. Geräuschvolles Vergnügen ist nur ein fremder Gast.“
Paul, Jean (eigentlich: Johann Paul Friedrich Richter, 1763-1825), deutscher Schriftsteller, literaturgeschichtlich zwischen Klassik und Romantik, verehrte Jean-Jacques Rousseau, daher seine Namensänderung: „Die Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens.“
Paul, Jean (eigentlich: Johann Paul Friedrich Richter, 1763-1825), deutscher Schriftsteller, literaturgeschichtlich zwischen Klassik und Romantik, verehrte Jean-Jacques Rousseau, daher seine Namensänderung: „Humor ist überwundenes Leiden an der Welt.“
Paul, Jean (eigentlich: Johann Paul Friedrich Richter, 1763-1825), deutscher Schriftsteller, literaturgeschichtlich zwischen Klassik und Romantik, verehrte Jean-Jacques Rousseau, daher seine Namensänderung: „In wessen Herz die Kunst sich niederliess,/ der ist vom Sturm der rauhen Welt geschieden,/ dem öffnet sich, durchwallt von süßem Frieden,/ im ewigen Lenz ein stilles Paradies.“
Paul, Jean (eigentlich: Johann Paul Friedrich Richter, 1763-1825), deutscher Schriftsteller, literaturgeschichtlich zwischen Klassik und Romantik, verehrte Jean-Jacques Rousseau, daher seine Namensänderung: „Ohne Lächeln kommt der Mensch, ohne Lächeln geht er. Drei fliegende Minuten lang war er froh.“
Paul, Jean (eigentlich: Johann Paul Friedrich Richter, 1763-1825), deutscher Schriftsteller, literaturgeschichtlich zwischen Klassik und Romantik, verehrte Jean-Jacques Rousseau, daher seine Namensänderung: „Wer nichts fröhlich beginnt, kann auch nichts Fröhliches schaffen.“
Penzoldt, Ernst (1892-1955), deutscher Schriftsteller unter dem Pseudonym ‚Fritz Fliege‘, Bildhauer, Maler, Zeichner, Karrikaturist: „Ich erwarte nichts. Es kommt doch, wie’s kommt. Ist es nicht herrlich, sich überraschen zu lassen?“
Pestalozzi, Johann Heinrich (1746-1827), Schweizer Pädagoge, Sozialreformer, Philosoph und Politiker: „Entschlossenheit im Unglück ist immer der halbe Weg zur Rettung.“
Pfalz, Liselotte von der (Elisabeth Charlotte, Prinzessin von der Pfalz, 1652-1722), Herzogin von Orléans, Schwägerin von König Ludwig XIV, hat einen kulturgeschichtlich wertvollen Briefwechsel hinterlassen: „Wer sein Glück nicht in sich selber finden kann, wird es unnötigerweise woanders suchen.“
Piperek, Max (oder Maximilian?): „Innere Konzentration ist die oberste Voraussetzung des Erfolges und Lebensglückes.“
Platen (August Graf von Platen, Graf Platen oder vollständig: Karl August Georg Maximilian Graf von Platen-Hallermünde, 1796-1835), deutscher Dichter, in: Lebensregeln 73: „Von gemeinen Menschen, von Leuten ohne Erziehung, halte dich in kalter, obgleich nicht stolzer Entfernung; denn, wie ein morgenländischer Spruch sagt, Kälte bändigt den Schlamm, damit er den Fuß nicht beschmutze.“
Platen (August Graf von Platen, Graf Platen oder vollständig: Karl August Georg Maximilian Graf von Platen-Hallermünde, 1796-1835), deutscher Dichter, in: Lebensregeln: „Der Zweck deines Lebens sei Vervollkommnung im Guten. Gut ist alles, was zur Gesundheit deines eigenen Körpers und Geistes wie jener anderer Menschen beiträgt.“
Platen (August Graf von Platen, Graf Platen oder vollständig: Karl August Georg Maximilian Graf von Platen-Hallermünde, 1796-1835), deutscher Dichter: „Ein Scherz hat oft gefruchtet, wo der Ernst nur Widerstand hervorzurufen pflegte.“
Platon (latinisiert: Plato, 428-348), griechischer Philosoph, in seinem Gastmahl, Sokrates: „Glücklich sind die Menschen, wenn sie haben, was gut für sie ist.“
Platon (latinisiert: Plato, 428-348), griechischer Philosoph: „Ist der Mensch mäßig und genügsam, so ist auch das Alter keine schwere Last; ist er es nicht, so ist auch die Jugend voller Beschwerden.“
Platon (latinisiert: Plato, 428-348), griechischer Philosoph: „Sei gütig, denn alle Menschen, denen du begegnest, kämpfen einen schweren Kampf.“
Pygmäenweisheit: „Wo eine Wunde ist, bleibt eine Narbe.“
Quoist, Michel (1921-1997), französischer Priester und Autor: „Tugendhaft sein heißt nicht, niemals fallen. Es heißt immer wieder aufstehen und weitergehen.“
Raabe, Wilhelm Karl (Pseudonym: Jakob Corvinus, 1831-1910), deutscher Schriftsteller, Vertreter des poetischen Realismus, Verfasser gesellschaftskritischer Erzählungen und Novellen, in: Gedanken und Einfälle: „Auf leisen Sohlen wandeln die Schönheit, das wahre Glück und das echte Heldentum.“
Raabe, Wilhelm Karl (Pseudonym: Jakob Corvinus, 1831-1910), deutscher Schriftsteller, Vertreter des poetischen Realismus, Verfasser gesellschaftskritischer Erzählungen und Novellen: „Der Herr lässt Gras wachsen auf den hohen Bergen. Aber als lieber Gott hat er seinen schönen Blumen den Aufenthalt doch mehr im Tal angewiesen.“
Ranke, Franz Leopold von (1795-1886), deutscher Historiker, Historiograph des preußischen Staates, Hochschullehrer und königlich-preußischer Geheimrat: „Es gibt nichts, wofür man Zeit findet. Wenn man Zeit haben möchte, muss man sich welche schaffen.“
Rasputin, Walentin Grigorjewitsch (*1937), russischer Schriftsteller und Umweltaktivist, in: Leb und vergiss nicht“, 1974: „Der Mensch altert nicht, wenn er alt wird, sondern wenn er aufhört, Kind zu sein.“
Remarque, Erich Maria (Erich Paul Remark, 1898-1970), deutscher Schriftsteller: „Vergessenkönnen ist das Geheimnis ewiger Jugend. Wir werden alt durch Erinnerung.“
Renard, Jules (1864-1910), französischer linksorientierter Schriftsteller, in seinem Tagebuch vom 10. April 1894: „Der Mensch ist ein Tier, das zum Himmel aufschaut und doch nur die Spinnweben an der Decke sieht.“
Renard, Jules (1864-1910), französischer linksorientierter Schriftsteller, in seinem Tagebuch vom 16. Dezember 1904: „Endlich weiß ich, was den Menschen vom Tier unterscheidet: Geldsorgen.“
Renard, Jules (1864-1910), französischer linksorientierter Schriftsteller, in seinem Tagebuch vom 16. Mai 1894: „Es genügt nicht, selbst glücklich zu sein; die anderen müssen dazu noch unglücklich sein.“
Rilke, Rainer Maria (1875-1926), deutscher Lyriker, in: Das Stunden-Buch: „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,/ die sich über die Dinge ziehn./ Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,/ aber versuchen will ich ihn.“
Rilke, Rainer Maria (1875-1926), deutscher Lyriker, in den Duineser Elegien: „Aber weil Hiersein viel ist, und weil uns scheinbar alles das Hiesige braucht, dieses Schwindende, das seltsam uns angeht. Uns, die Schwindendsten. Ein Mal jedes, nur ein Mal. Ein Mal und nichtmehr. Und wir auch ein Mal. Nie wieder. Aber dieses ein Mal gewesen zu sein, wenn auch nur ein Mal: irdisch gewesen zu sein, scheint nicht widerrufbar.“
Rilke, Rainer Maria (1875-1926), deutscher Lyriker, in einem Brief an Franz Xaver Kappus am 12. August 1904: „Wir aber sind nicht Gefangene. Nicht Fallen und Schlingen sind um uns aufgestellt, und es gibt nichts, was uns ängstigen oder quälen sollte. [...] Wir haben keinen Grund, gegen unsere Welt Misstrauen zu haben, denn sie ist nicht gegen uns. Hat sie Schrecken, so sind es unsere Schrecken, hat sie Abgründe, so gehören diese Abgründe uns, sind Gefahren da, so müssen wir versuchen, sie zu lieben.“
Rilke, Rainer Maria (1875-1926), deutscher Lyriker, in einem Brief an Franz Xaver Kappus am 12. August 1904: „Wir müssen unser Dasein so weit, als es irgend geht, annehmen; alles, auch das Unerhörte, muss darin möglich sein. Das ist im Grunde der einzige Mut, den man von uns verlangt: mutig zu sein zu dem Seltsamsten, Wunderlichsten und Unaufklärbarsten, das uns begegnen kann.“
Roberthin, Robert (1600-1648), deutscher Dichter des Barock: „Der Mensch allein, der Schöpfung Haupt,/ vergräbet sich in Sorgen,/ ist immer seiner selbst beraubt,/ lebt immer nur für morgen.“
Rochefoucauld, Francois La (1613-1680), französischer Moralist: „Das Glück liegt in uns, nicht in den Dingen.“
Rochefoucauld, Francois La (1613-1680), französischer Moralist: „Die Natur gibt einem Menschen die Fähigkeiten, und das Glück bringt sie zur Wirkung.“
Rochefoucauld, Francois La (1613-1680), französischer Moralist: „Körperliche Arbeit befreit von seelischen Schmerzen, und das ist es, was den Armen glücklich macht.“
Rochefoucauld, Francois La (1613-1680), französischer Moralist: „Wenn man seine Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen.“
Rochefoucauld, François VI. de La (1613-1680), französischer Moralist: „Die Hoffnung dient dazu, uns das Leben zu erwärmen, zu erhalten.“
Rochefoucauld, François VI. de La (1613-1680), französischer Moralist: „Man fällt anderen oft lästig, wenn man glaubt, ihnen nie zur Last fallen zu können.“
Roman, Sanaya: „Wenn Sie sich wertlos, ärgerlich oder ausgelaugt fühlen, dann ist das ein Zeichen dafür, dass andere Menschen für ihre Energie nicht offen sind.“
Rosegger, Peter (1843-1918), österreichischer Schriftsteller, „Wünsche zum neuen Jahr“: Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit./ Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid./ Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass./ Ein bisschen mehr Wahrheit - das wäre was./ Statt soviel Unrast ein bisschen mehr Ruh./ Statt immer nur Ich ein bisschen mehr Du./ Statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut./ Und Kraft zum Handeln - das wäre gut./ In Trübsal und Dunkel ein bisschen mehr Licht./ Kein quälend Verlangen, ein bisschen Verzicht./ Und viel mehr Blumen, solange es geht./ Nicht erst an Gräbern - da blüh’n sie zu spät./ Ziel sei der Friede des Herzens./ Besseres weiß ich nicht.“
Rostand, Edmond Eugène Alexis (1868-1918), französischer Theaterschriftsteller: „Wer in Gefahr ist, Pessimist zu werden, sollte eine Rose betrachten.“
Rotspoon: „Es bleiben aber mindestens drei große Vergnügungen: Körper und Geist für sich und seine Nächsten fit halten, täglich mit Gewinn in die eigene vertrackte Vergangenheit reisen und unermüdlich Segel nähen für die Fahrt in eine bessere Welt, die immer schon begonnen hat.“
Rotterdam, Erasmus von (1469-1536), niederländischer Gelehrter des europäischen Humanismus, Philosoph, Theologe, Philologe und Autor zahlreicher Bücher: „Der Höhepunkt des Glücks ist es, wenn der Mensch bereit ist, das zu sein, was er ist.“
Rousseau, Jean-Jacques (1712-1778), französischsprachiger Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge, Naturforscher und Komponist der Aufklärung, in seinen Aphorismen: „Das große Geheimnis der Erziehung besteht darin, daß die Übungen des Geistes und des Körpers einander wechselseitig entspannen.“
Rousseau, Jean-Jacques (1712-1778), französischsprachiger Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge, Naturforscher und Komponist der Aufklärung: „Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten, an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen.“
Rousseau, Jean Jacques (1712-1778), französischsprachiger Philosoph, Pädagoge, Naturforscher und Komponist der Aufklärung, in: Emil oder über die Erziehung: „Absolutes Glück oder Unglück kennen wir nicht. Alles ist in diesem Leben gemischt; man genießt darin kein Gefühl ganz rein, verharrt nicht zwei Augenblicke in demselben Zustand. Geistig wie körperlich befinden wir uns in fortwährenden Schwankungen. Gutes wie Böses ist unser gemeinsames Erbteil, wenn auch in verschiedenem Maße. Der Glücklichste ist derjenige, welcher am wenigsten Not und Sorgen zu erfahren hat, der Unglücklichste, wer am wenigsten Freude empfindet. Trotz aller Verschiedenheit des Erdenloses ist es doch darin bei allen gleich, dass wir mehr bittere als freudvolle Stunden durchzumachen haben. Hienieden ist deshalb das Glück des Menschen nur ein negativer Zustand; man kann es lediglich nach der geringeren Anzahl der zu erduldenden Übel bemessen.“
Rousseau, Jean Jacques (1712-1778), französischsprachiger Philosoph, Pädagoge, Naturforscher und Komponist der Aufklärung, in: Emil oder über die Erziehung: „Jedes Alter wird von seinen besonderen Triebfedern in Bewegung gesetzt. Der Mensch aber bleibt stets derselbe. Im zehnten Jahre lässt er sich durch Kuchen lenken, im zwanzigsten durch eine Geliebte, im dreißigsten durch Vergnügungen, im vierzigsten durch Ehrgeiz, im fünfzigsten durch Habsucht.“
Rousseau, Jean Jacques (1712-1778), französischsprachiger Philosoph, Pädagoge, Naturforscher und Komponist der Aufklärung, in: Emil oder über die Erziehung: „Nicht der Mensch hat am meisten gelebt, welcher die höchsten Jahre zählt, sondern derjenige, welcher sein Leben am meisten empfunden hat.“
Rousseau, Jean Jacques (1712-1778), französischsprachiger Philosoph, Pädagoge, Naturforscher und Komponist der Aufklärung: „Körperliche und geistige Übungen sollen sich wechselseitig zur Erholung dienen.“
Rousseau, Jean Jacques (1712-1778), französischsprachiger Philosoph, Pädagoge, Naturforscher und Komponist der Aufklärung: „Wieviel Unrecht kann die Umarmung eines Freundes wieder gut machen!“
Rubinstein, Arthur (1887-1982), weltberühmter polnischer Pianist, zählt zu den bedeutendsten Pianisten und Chopininterpreten des 20. Jahrhunderts: „Das Glück findet sich nur ein, wenn man keine Bedingungen stellt.“
Rupkalwis, Bruno (1942-2012): „Gesundheit ist das wichtigste Gut, sie gehört neben Heiterkeit und Weisheit zu den Dingen, die glücklich machen.“
Ruskin, John (1819-1900), britischer Schriftsteller, Kunsthistoriker, Maler und Sozialphilosoph: „Sonnenschein ist köstlich, Regen erfrischt, Wind kräftigt, Schnee erheitert. Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur verschiedene Arten von gutem.“
Ruskin, John (1819-1900), britischer Schriftsteller, Kunsthistoriker, Maler und Sozialphilosoph: „Um Frieden zu finden, wann immer wir wollen, bauen wir ein eigenes Nest aus angenehmen Gedanken.“
Rückert, Friedrich (Pseudonym: Freimund Raimar oder Raimer, 1788-1866), deutscher Dichter, Übersetzer, Begründer der deutschen Orientalistik: „Dein Auge kann die Welt trüb oder hell dir machen. Wie du sie ansiehst, wird sie weinen oder lachen.“
Rückert, Friedrich (Pseudonym: Freimund Raimar oder Raimer, 1788-1866), deutscher Dichter, Übersetzer, Begründer der deutschen Orientalistik: „Der Prüfstein trügt dich nie: Gut ist, was wohl dir tut, / und das ist schlimm, o Herz, wobei dir schlimm zumut.“
Rückert, Friedrich (Pseudonym: Freimund Raimar oder Raimer, 1788-1866), deutscher Dichter, Übersetzer, Begründer der deutschen Orientalistik: „Kehr in dich still zurück, ruh in dir selber aus, so fühlst du höchstes Glück.“
Rückert, Friedrich (Pseudonym: Freimund Raimar oder Raimer, 1788-1866), deutscher Dichter, Übersetzer, Begründer der deutschen Orientalistik: „Nicht was du bist, ist, was dich ehrt. Wie du es bist, bestimmt deinen Wert.“
Rückert, Friedrich (Pseudonym: Freimund Raimar oder Raimer, 1788-1866), deutscher Dichter, Übersetzer, Begründer der deutschen Orientalistik: „Schlägt dir die Hoffnung fehl, nie fehle dir das Hoffen! Ein Tor ist zugetan, doch tausend sind noch offen.“
Rückert, Friedrich (Pseudonym: Freimund Raimar oder Raimer, 1788-1866), deutscher Dichter, Übersetzer, Begründer der deutschen Orientalistik: „Wirke! Nur in seinen Werken kann der Mensch sich selbst erkennen.“
Saadi (Muscharraf ad-Din Abdullah, um 1184-um 1283), herausragender persischer Dichter und Mystiker, volkstümlicher Poet, in: Rosengarten 1: „Wer sich am Unglückstag der Hilfe will erfreuen,/ muß edelmütig sich zur Zeit des Glückes zeigen.“
Sachs, Nelly (1891-1970), jüdische deutsch-schwedische Schriftstellerin und Lyrikerin, Nobelpreis für Literatur 1966, Einwilligung: „Einwilligend in den Wechsel/ Wirst du beständig./ Einwilligend in Leid/ Kann Freude Wurzeln schlagen./ Einwilligend in Gebundensein/ Erfährst du Freiheit.“
Sagan, Françoise (eigentlich: Françoise Quoirez, 1935-2004), französische Schriftstellerin und Bestsellerautorin: „Mein liebster Zeitvertreib ist, die Zeit vergehen lassen, Zeit haben, sich Zeit lassen, Zeit verlieren.“
Sales, Franz von (François de Sales, 1567-1622), Fürstbischof von Genf, Ordensgründer, Kirchenlehrer und Mystiker: „Freude öffnet das Herz. Traurigkeit verschließt es.“
Sales, Franz von (François de Sales, 1567-1622), Fürstbischof von Genf, Ordensgründer, Kirchenlehrer und Mystiker: „So sehr verlangen wir manchmal Engel zu werden, dass wir vergessen, gute Menschen zu sein.“
Sallust (Gaius Sallustius Crispus, 86 v. Chr. - 35 v. Chr.), römischer Geschichtsschreiber und Politiker: „Concordia domi, foris pax! - Eintracht daheim, draußen Friede!“
Sand, George (Amantine Aurore Lucile Dupin de Francueil, 1804-1876), französische Schriftstellerin, in einem Brief an ihren Sohn Maurice am 17. Dezember 1850: „Unser Glück in der Ehe, in der Liebe, in der Freundschaft, in allen nur erdenklichen Liebesbeziehungen und menschlichen Bindungen kann nicht das Werk, die Angelegenheit, die Wohltat, das Wunderwerk nur einer Seite sein. Man darf nicht damit rechnen, dass irgendein Mensch auf dieser Welt, trotz bestem Willen, uns völlig und in allen Dingen zufriedenstellen kann, wenn wir ihm nicht dabei helfen mit all unserem Wollen und Tun. Es braucht zwei, um das Glück zu schmieden, so wie zwei nötig sind, ein Kind zu zeugen.“
Sand, George (Amantine Aurore Lucile Dupin de Francueil, 1804-1876), französische Schriftstellerin, in einem Brief an Marie d’Agoult am 25. Mai 1836: „Mein Glück besteht darin, das Glück anderer Menschen nicht zu stören.“
Santayana, George de (Jorge Augustin Nicolás Ruiz de Santayana, 1863-1952), spanischer Philosoph, Schriftsteller, Literaturkritiker: „Den Wechsel der Jahreszeiten bewusst mitzuerleben ist besser, als hoffnungslos in den Frühling verliebt zu sein.“
Saroyan, William (1908-1981), US-amerikanischer Schriftsteller: „Das größte Glück, das dir zuteilwerden kann, ist das Bewusstsein, dass du nicht unbedingt Glück brauchst.“
Schefer, Leopold (Pseudonym: Pandira, 1784-1862), deutscher Lyriker, Komponist, Redakteur und Herausgeber: „Erst Ruhe und Würde machen das Leben schön“.
Schiller, Friedrich von (1759-1805), deutscher Dichter, Historiker, Philosoph, an Goethe geschrieben: „Es gibt gegen eine Stunde des Muts und Vertrauens immer zehn, wo ich kleinmütig bin.“
Schiller, Friedrich von (1759-1805), deutscher Dichter, Historiker, Philosoph, im Vierzeiler „Das Glück“: „Auf dem geschäftigen Markt, da führte Themis die Waage,/ und es messe der Lohn streng an der Mühe sich ab:/ Aber die Freude ruft nur ein Gott auf sterbliche Wangen,/ wo kein Wunder geschieht, ist kein Beglückter zu sehn.“
Schiller, Friedrich von (1759-1805), deutscher Dichter, Historiker, Philosoph, in: Don Carlos III, 10, König: „Das Überraschende macht Glück.“
Schiller, Friedrich von (1759-1805), deutscher Dichter, Historiker, Philosoph, in: „Wilhelm Tell“: „Allzu straff gespannt, zerspringt der Bogen.“
Schiller, Friedrich von (1759-1805), deutscher Dichter, Historiker, Philosoph, in: Über Anmut und Würde, Würde: „Würde wird mehr im Leiden, Anmut mehr im Betragen gefordert und gezeigt; denn nur im Leiden kann sich die Freiheit des Gemüts und nur im Handeln die Freiheit des Körpers offenbaren.“
Schiller, Friedrich von (1759-1805), deutscher Dichter, Historiker, Philosoph, in Wallensteins Tod, Die Piccolomini III, 3, Max: „:O der ist aus dem Himmel schon gefallen,/ der an der Stunden Wechsel denken muss./ Die Uhr schlägt keinem Glücklichen.“
Schiller, Friedrich von (1759-1805), deutscher Dichter, Historiker, Philosoph: „Des Menschen Wille, das ist sein Glück.“
Schiller, Friedrich von (1759-1805), deutscher Dichter, Historiker, Philosoph: „Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, nicht durch den Stillstand deiner Tätigkeit.“
Schlegel, Karl Wilhelm Friedrich von (1772-1829), deutscher Kulturphilosoph, Schriftsteller, Literatur- und Kunstkritiker, Historiker und Altphilologe, gilt zusammen mit seinem Bruder August Wilhelm von Schlegel als Begründer der Romantik, in: Ideen: „Der Mensch ist ein schaffender Rückblick der Natur auf sich selbst.“
Schleich, Carl Ludwig (1859-1922), deutscher Chirurg und Schriftsteller: „Das Gefühl der Freude entsteht durch eine plötzliche Bejahung des Lebens.“
Schleich, Carl Ludwig (1859-1922), deutscher Chirurg und Schriftsteller: „Ein Mensch ist so stark, wie er lustig sein kann.“
Schnitzler, Arthur (1862-1931), österreichischer Erzähler und Dramatiker, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne, in: Aphorismen: „Lebensklugheit bedeutet: alle Dinge möglichst wichtig, aber keines völlig ernst zu nehmen.“
Schnitzler, Arthur (1862-1931), österreichischer Erzähler und Dramatiker, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne, in: Aphorismen: „Man steht im Leben immer wieder vor der Wahl, es sich selbst leicht und den anderen schwer zu machen - oder umgekehrt. Aber hat man denn die Wahl?“
Schnitzler, Arthur (1862-1931), österreichischer Erzähler und Dramatiker, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne: „Der Mut muss sich nur nach einer Front schützen, die Feigheit nach allen Seiten.“
Schnitzler, Arthur (1862-1931), österreichischer Erzähler und Dramatiker, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne: „Die Leute sind am schlimmsten dran, die mehr Temperament haben als Mut.“
Schnitzler, Arthur (1862-1931), österreichischer Erzähler und Dramatiker, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne: „Misstrauisch bist du? Ich verstehe dich: Du willst dir die Mühe sparen, die Menschen kennenzulernen.“
Schopenhauer, Arthur (1788-1860), bedeutender deutscher Philosoph: „>Weder lieben, noch hassen< enthält die Hälfte aller Weltklugheit: >nichts sagen und nichts glauben< die andere Hälfte.“
Schopenhauer, Arthur (1788-1860), bedeutender deutscher Philosoph: „Das Glück gehört denen, die sich selbst genügen. Denn alle äußeren Quellen des Glückes und des Genusses sind, ihrer Natur nach, höchst unsicher, mißlich, vergänglich und dem Zufall unterworfen.“
Schopenhauer, Arthur (1788-1860), deutscher Philosoph, in: Aphorismen zur Lebensweisheit: „Wir verleben unsre schönen Tage, ohne sie zu bemerken: Erst wenn die schlimmen kommen, wünschen wir jene zurück. Tausend heitere, angenehme Stunden lassen wir, mit verdrießlichem Gesicht, ungenossen an uns vorüberziehen, um nachher, zur trüben Zeit, mit vergeblicher Sehnsucht ihnen nachzuseufzen. Stattdessen sollten wir jede erträgliche Gegenwart, auch die alltägliche, welche wir jetzt so gleichgültig vorüberziehen lassen, und wohl gar noch ungeduldig nachschieben, - in Ehren halten, stets eingedenk, dass sie eben jetzt hinüberwallt in jene Apotheose der Vergangenheit, wo selbst sie fortan, vom Lichte der Unvergänglichkeit umstrahlt, vom Gedächtnisse aufbewahrt wird.“
Schopenhauer, Arthur (1788-1860), deutscher Philosoph, in: Die Welt als Wille und Vorstellung, Bd. II: „Das Leben selbst ist ein Meer voller Klippen und Strudel, die der Mensch mit der größten Behutsamkeit und Sorgfalt vermeidet, obwohl er weiß, dass, wenn es ihm auch gelingt, mit aller Anstrengung und Kunst sich durchzuwinden, er eben dadurch mit jedem Schritt dem größten, dem totalen, dem unvermeidlichen und unheilbaren Schiffbruch näherkommt, ja gerade auf ihn zusteuert, - dem Tode: Dieser ist das endliche Ziel der mühseligen Fahrt und für ihn schlimmer als alle Klippen, denen er auswich.“
Schopenhauer, Arthur (1788-1860), deutscher Philosoph, in: Die Welt als Wille und Vorstellung, Bd. II: „Es gibt nur einen angeborenen Irrtum, und es ist der, dass wir da sind, um glücklich zu sein.“
Schopenhauer, Arthur (1788-1860), deutscher Philosoph, in: Die Welt als Wille und Vorstellung, Bd. II: „Im unendlichen Raum und unendlicher Zeit findet das menschliche Individuum [...] nie ein absolutes Wann und Wo seines Daseins: denn sein Ort und seine Dauer sind endliche Teile eines Unendlichen und Grenzenlosen. [...] Die Gegenwart aber wird beständig unter seinen Händen zur Vergangenheit: die Zukunft ist ganz ungewiss und immer kurz. So ist sein Dasein [...] ein stetes Hinstürzen der Gegenwart in die tote Vergangenheit, ein stetes Sterben. [...] so ist offenbar, dass wie bekanntlich unser Gehn nur ein stets gehemmtes Fallen ist, das Leben unsers Leibes nur ein fortdauernd gehemmtes Sterben, ein immer aufgeschobener Tod ist: Endlich ist eben so die Regsamkeit unsers Geistes eine fortdauernd zurückgeschobene Langeweile. Jeder Atemzug wehrt den beständig eindringenden Tod ab, mit welchem wir auf diese Weise in jeder Sekunde kämpfen, und dann wieder, in großen Zwischenräumen, durch jede Mahlzeit, jeden Schlaf, jede Erwärmung usw. Zuletzt muss er siegen: Denn ihm sind wir schon durch die Geburt anheimgefallen, und er spielt nur eine Weile mit seiner Beute, bevor er sie verschlingt. Wir setzen indessen unser Leben mit großem Anteil und vieler Sorgfalt fort, solange als möglich, wie man eine Seifenblase so lange und so groß als möglich aufbläst, wiewohl mit der festen Gewissheit, dass sie platzen wird.“
Schopenhauer, Arthur (1788-1860), deutscher Philosoph, in: Die Welt als Wille und Vorstellung, Bd. II: „Wir fühlen den Schmerz, aber nicht die Schmerzlosigkeit; wir fühlen die Sorge, aber nicht die Sorglosigkeit; die Furcht, aber nicht die Sicherheit. Wir fühlen den Wunsch, wie wir Hunger und Durst fühlen; sobald er aber erfüllt worden, ist es damit wie mit einem genossenen Bissen, der in dem Augenblick, da er verschluckt wird, für unser Gefühl da zu sein aufhört. Genüsse und Freuden vermissen wir schmerzlich, sobald sie ausbleiben: Aber Schmerzen, selbst wenn sie nach langer Abwesenheit ausbleiben, werden nicht unmittelbar vermisst. - Daher werden wir der drei größten Güter des Lebens, Gesundheit, Jugend und Freiheit, nicht als solcher inne, solange wir sie besitzen; sondern erst, nachdem wir sie verloren haben. - Dass Tage unseres Lebens glücklich waren, merken wir erst, nachdem sie unglücklicheren Platz gemacht haben.“
Schopenhauer, Arthur (1788-1860), deutscher Philosoph, in: Die Welt als Wille und Vorstellung, Bd. IV: „Das Leben stellt sich dar als ein fortgesetzter Betrug, im Kleinen, wie im Großen. Hat es versprochen, so hält es nicht; es sei denn, um zu zeigen, wie wenig wünschenswert das Gewünschte war: So täuscht uns also bald die Hoffnung, bald das Gehoffte. Hat es gegeben; so war es, um zu nehmen. [...] Das Glück liegt demgemäß stets in der Zukunft, oder auch in der Vergangenheit, und die Gegenwart ist einer kleinen dunkeln Wolke zu vergleichen, welche der Wind über die besonnte Fläche treibt: vor ihr und hinter ihr ist Alles hell, nur sie selbst wirft stets einen Schatten. Sie ist demnach allezeit ungenügend, die Zukunft aber ungewiss, die Vergangenheit unwiederbringlich. Das Leben, mit seinen stündlichen, täglichen, wöchentlichen und jährlichen, kleinen, größern und großen Widerwärtigkeiten, mit seinen getäuschten Hoffnungen und seinen alle Berechnung vereitelnden Unfällen, trägt so deutlich das Gepräge von etwas, das uns verleidet werden soll, dass es schwer zu begreifen ist, wie man dies hat verkennen können und sich überreden lassen, es sei da, um dankbar genossen zu werden, und der Mensch, um glücklich zu sein.“
Schopenhauer, Arthur (1788-1860), deutscher Philosoph, in: Parerga und Paralipomena II: „Arbeit, Plage, Mühe und Not ist allerdings ihr ganzes Leben hindurch das Los fast aller Menschen. Aber wenn alle Wünsche, kaum entstanden, schon erfüllt wären; womit sollte dann das menschliche Leben ausgefüllt, womit die Zeit zugebracht werden? Man versetze dies Geschlecht in ein Schlaraffenland, wo alles selbst wüchse und die Tauben gebraten herumflögen, auch jeder seine Heißgeliebte alsbald fände und ohne Schwierigkeit erhielte. - Da werden die Menschen zum Teil vor Langeweile sterben oder sich aufhängen, zum Teil aber einander bekriegen, würgen und morden und so sich mehr Leid verursachen, als jetzt die Natur ihnen auferlegt. - Also für ein solches Geschlecht passt kein anderer Schauplatz, kein anderes Dasein.“
Schopenhauer, Arthur (1788-1860), deutscher Philosoph, in: Parerga und Paralipomena II: „Der Mensch ist im Grunde ein wildes entsetzliches Tier. Wir kennen es bloß im Zustande der Bändigung und Zähmung, welcher Zivilisation heißt; daher erschrecken uns gelegentlich die Ausbrüche seiner Natur. Aber wo und wann einmal Schloss und Kette abfallen und Anarchie eintritt, da zeigt sich, was er ist.“
Schopenhauer, Arthur (1788-1860), deutscher Philosoph, in: Parerga und Paralipomena II: „Der wirksamste Trost bei jedem Unglück, in jedem Leiden ist, hinzusehn auf die andern, die noch unglücklicher sind als wir: Und dies kann jeder.“
Schopenhauer, Arthur (1788-1860), deutscher Philosoph: „Der Heiterkeit sollen wir, wann immer sie sich einstellt, Tür und Tor öffnen, denn sie kommt nie zur unrechten Zeit.“
Schumann, Gerhard (1911-1995), deutscher Dichter und Schriftsteller mit weitreichender kulturpolitischer Wirkung in der Zeit des Nationalsozialismus, im Nachkriegsdeutschland als Verleger tätig, in: Stachelbeeren-Auslese, Enttäuschungen: „Enttäuschungen sind das Normale. / Zieh deinen Beutel und zahle!“
Schweitzer, Ludwig Philipp Albert (1875-1965), deutsch-französischer Arzt, evangelischer Theologe, Organist, Musiker, Schriftsteller, Philosoph und Pazifist, erhielt 1952 den Friedensnobelpreis: „Das Glück ist das Einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“
Schweitzer, Ludwig Philipp Albert (1875-1965), deutsch-französischer Arzt, evangelischer Theologe, Organist, Musiker, Schriftsteller, Philosoph und Pazifist, erhielt 1952 den Friedensnobelpreis: „Das große Geheimnis des Erfolges ist: Man muß durch das Leben schreiten als ein Mann, der sich nicht vernutzen und verbrauchen läßt.“
Seneca (Lucius Annaeus Seneca, um 4 v. Chr. - Freitod 65 n. Chr.), römischer Staatsmann, Naturforscher, Dramatiker, Philosoph und Stoiker, in: Tractatus politikus: „Ich habe mich eifrig darum bemüht, der Menschen Tun weder zu belachen noch zu beweinen noch zu verabscheuen, sondern es zu begreifen.“
Seneca (Lucius Annaeus Seneca, um 4 v. Chr. - Freitod 65 n. Chr.), römischer Staatsmann, Naturforscher, Dramatiker, Philosoph und Stoiker, in: Vom glückseligen Leben: „Alle Menschen sind an das Schicksal angekettet, nur haben die einen eine goldene und weite Kette, die andern eine enge und rostige. Aber was ist das für ein Unterschied? Die gleiche Gefangenschaft umgibt alle; diejenigen, die andere gefesselt haben, sind selber auch gefesselt.“
Seneca (Lucius Annaeus Seneca, um 4 v. Chr. - Freitod 65 n. Chr.), römischer Staatsmann, Naturforscher, Dramatiker, Philosoph und Stoiker, in: Vom glückseligen Leben: „Ich halte dich für unglücklich, weil du nie Unglück hattest; du bist ohne Kampf durchs Leben gegangen; niemand weiß, was du hättest leisten können, nicht einmal du selbst.“
Seneca (Lucius Annaeus Seneca, um 4 v. Chr. - Freitod 65 n. Chr.), römischer Staatsmann, Naturforscher, Dramatiker, Philosoph und Stoiker, in: Vom glückseligen Leben: „In nichts hat die Natur es besser mit uns gemeint, als dass sie, das Elend kennend, in das wir hineingeboren werden, uns als Linderungsmittel des Unglücks die Gewohnheit gab, die uns das Schwerste bald vertraut macht. Wenn das Unglück in der Fortdauer gleich stark wäre wie beim ersten Anprall, so würde es niemand aushalten.“
Seneca (Lucius Annaeus Seneca, um 4 v. Chr. - Freitod 65 n. Chr.), römischer Staatsmann, Naturforscher, Dramatiker, Philosoph und Stoiker, in: Vom glückseligen Leben: „Suchen wir etwas, das nicht nur gut scheint, sondern gehaltvoll ist und sich gleich bleibt und auf der Seite, die man nicht sieht, noch schöner ist. Das wollen wir aufsuchen; und es liegt nicht so weit ab, man kann es finden; wissen muss man nur, wo man hingreifen muss. Jetzt gehen wir wie in Finsternis am Nächstliegenden vorüber und rennen gerade gegen das an, was wir ersehnen.“
Seneca (Lucius Annaeus Seneca, um 4 v. Chr. - Freitod 65 n. Chr.), römischer Staatsmann, Naturforscher, Dramatiker, Philosoph und Stoiker, in: Von der Gemütsruhe, 15: „Wenn nicht Spiel und Scherz ein natürliches Vergnügen enthielten, würde nicht eine so heftige Begierde der Menschen nach ihnen streben.“
Seneca (Lucius Annaeus Seneca, um 4 v. Chr. - Freitod 65 n. Chr.), römischer Staatsmann, Naturforscher, Dramatiker, Philosoph und Stoiker: „Das höchste Gut ist die Harmonie der Seele mit sich selbst.“
Seneca (Lucius Annaeus Seneca, um 4 v. Chr. - Freitod 65 n. Chr.), römischer Staatsmann, Naturforscher, Dramatiker, Philosoph und Stoiker: „Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen.“
Seneca (Lucius Annaeus Seneca, um 4 v. Chr. - Freitod 65 n. Chr.), römischer Staatsmann, Naturforscher, Dramatiker, Philosoph und Stoiker: „Habe Vertrauen zum Leben - und es trägt dich lichtwärts. Vertraue auf dein Glück - und du ziehst es herbei.“
Seneca (Lucius Annaeus Seneca, um 4 v. Chr. - Freitod 65 n. Chr.), römischer Staatsmann, Naturforscher, Dramatiker, Philosoph und Stoiker: „Nie ist wenig, was genug ist.“
Seneca (Lucius Annaeus Seneca, um 4 v. Chr. - Freitod 65 n. Chr.), römischer Staatsmann, Naturforscher, Dramatiker, Philosoph und Stoiker: „Ohne Gefährten ist kein Glück erfreulich.“
Seneca (Lucius Annaeus Seneca, um 4 v. Chr. - Freitod 65 n. Chr.), römischer Staatsmann, Naturforscher, Dramatiker, Philosoph und Stoiker: „Weise Lebensführung gelingt keinem Menschen durch Zufall. Man muss, solange man lebt, lernen, wie man leben soll.“
Seneca (Lucius Annaeus Seneca, um 4 v. Chr. - Freitod 65 n. Chr.), römischer Staatsmann, Naturforscher, Dramatiker, Philosoph und Stoiker: „Wenn du klug bist, so mische eines mit dem anderen: Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.“
Seume, Johann Gottfried (1763-1810), deutscher Schriftsteller und Dichter, in: Apokryphen: „Die Schlechten sind tätig und verwegen, die Besseren - denn Gute kann man sie nicht nennen - sind träge und furchtsam. Das erklärt den meisten Unsinn, den wir in der Welt sehen.“
Seume, Johann Gottfried (1763-1810), deutscher Schriftsteller und Dichter, in: Apokryphen: „Einige leben vor ihrem Tode, andere nach ihrem Tode. Die meisten Menschen leben aber weder vor noch nach demselben; sie lassen sich gemächlich in die Welt herein und aus der Welt hinausvegetieren.“
Seume, Johann Gottfried (1763-1810), deutscher Schriftsteller und Dichter, in: Apokryphen: „Wer die Krankheit hat, keine Ungerechtigkeiten ertragen zu können, darf nicht zum Fenster hinaussehen und muss die Stubentür zuschließen. Vielleicht tut er auch wohl, wenn er den Spiegel wegnimmt.“
Seume, Johann Gottfried (1763-1810), deutscher Schriftsteller und Dichter: „Der beste Weg zur Gesundheit ist der Fußweg.“
Sewera, Michael: „Ein klares Nein hilft mehr als ein unverlässliches Ja.“
Shakespeare, William (1564-1616), englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler, in: König Lear, IV, 4, Arzt: „Die beste Wärterin der Natur ist Ruhe.“
Shakespeare, William (1564-1616) englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler, in: Hamlet III, 4, Hamlet: „Übung kann/ fast das Gepräge der Natur verändern;/ sie zähmt den Teufel oder stößt ihn aus/ mit wunderbarer Macht.“
Shakespeare, William (1564-1616) englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler, in: Viel Lärm um nichts II, 1, Claudio: „Schweigen ist der beste Herold der Freude. Ich wäre nur wenig glücklich, wenn ich sagen könnte, wie sehr ich es bin.“
Shakespeare, William (1564-1616) englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler, in: Was ihr wollt II, 4, Narr: „Das Vergnügen macht sich über kurz oder lang immer bezahlt.“
Silesius, Angelus (1624-1677), schlesischer Arzt, Priester und Dichter, in Der cherubinische Wandersmann, Die Unruh’ kommt von dir: „Nichts ist, das dich bewegt, du selber bist das Rad,/ das aus sich selbsten läuft und keine Ruhe hat.“
Sirach, Jesus (aus dem Buch Jesus Sirach, 6, 14, verfasst um 180 v. Chr.): „Ein treuer Freund ist wie ein festes Zelt; wer einen solchen findet, hat einen Schatz gefunden.“
Smiles, Samuel (1812-1904) schottischer Moralschriftsteller und Reformer, in: Die Sparsamkeit 6, Methoden der Sparsamkeit: „Liegt schon in dem großen Bemühen, für einen guten Zweck zu sparen, Würde, so erzeugt Sparsamkeit auch ein wohlgeregeltes Gemüt; sie gewährt der Klugheit einen Triumph über die Ausschweifung, gibt der Tugend allmählich die Herrschaft über das Laster und stellt die Leidenschaft unter Aufsicht.“
Smiles, Samuel (1812-1904) schottischer Moralschriftsteller und Reformer: „Keinem ist das Leben so süß wie dem, welcher jede Todesfurcht verloren hat.“
Solms-Wildenfels, Gisela Gräfin zu (Gisela Klementine Christophora Karola, 1891-1976): „Nur nicht zaghaft dem neuen Jahr entgegenstreben,/ wir müssen stets aufs Neue am Lebensteppich weben.“
Sophokles (496-406/405 v. Chr.), griechischer Dichter, in seiner Antigone: „Unverstand ist es, über seine Kräfte zu tun.“
Sophokles (496-406/405 v. Chr.), klassischer griechischer Dichter: „Immer ist Zeus groß prahlendem Stolz/ Überaus unhold.“
Spinoza, Baruch de (1632-1677), jüdischer niederländischer Philosoph: „Weine nicht; werde nicht ungehalten. Verstehe.“
Sprichwort: „Ne Jupiter quidem omnibus. - Nicht einmal Jupiter kann es allen recht machen.“
Sprichwort: „Torheit und Stolz/ wachsen auf einem Holz.“
Sprichwort: „Wem nicht zu raten ist, dem ist nicht zu helfen.“
Stehr, Hermann (1864-1940), deutscher Schriftsteller: „Wer in seinem Herzen daheim ist, dem erscheinen alle Orte der Erde gleich gut.“
Sterne, Laurence (1713-1768), englischer Schriftsteller der Aufklärung und Vikar der Anglikanischen Kirche, in: Trisram Shandy: „Was ist des Menschen Leben? Ein Schwanken hierhin - dorthin - von Sorge zu Sorge. Ein Loch stopft man zu, - ein anderes ist gleich wieder da.“
Stevenson, Robert Louis Balfour (1850-1894), berühmter schottischer Schriftsteller des viktorianischen Zeitalters, schrieb Essays, Lyrik, Abenteuerliteratur, Reiseerzählungen: „Wenn deine Grundsätze dich traurig machen, verlass’s dich darauf: Sie sind falsch.“
Stifter, Adalbert (Pseudonym: Ostade, 1805-1868), österreichischer Schriftsteller, Maler und Pädagoge, zählt zu den bedeutendsten Autoren des Biedermeier, in: Zwei Schwestern, 1845: „Meine Erfahrung hat mich gelehrt, daß der Schmerz und das, was wir im gewöhnlichen Leben ein Übel nennen, eigentlich nur ein Engel für die Menschen ist, ja der heiligste Engel, indem er den Menschen ermahnt, ihn über sich selbst erhebt oder ihm Schätze des Gemüts zeigt und darlegt, die sonst ewig in der Tiefe verborgen gewesen wären.“
Stifter, Adalbert (Pseudonym: Ostade, 1805-1868), österreichischer Schriftsteller, Maler und Pädagoge, zählt zu den bedeutendsten Autoren des Biedermeier: „Das Beste, was ein Mensch für einen anderen tun kann, ist doch immer das, was er für ihn ist.“
Stifter, Adalbert (Pseudonym: Ostade, 1805-1868), österreichischer Schriftsteller, Maler und Pädagoge, zählt zu den bedeutendsten Autoren des Biedermeier: „Die Klarheit seines Innern ist für den Menschen das höchste Gut.“
Stifter, Adalbert (Pseudonym: Ostade, 1805-1868), österreichischer Schriftsteller, Maler und Pädagoge, zählt zu den bedeutendsten Autoren des Biedermeier: „Die Kunst ist die irdische Schwester der Religion. Wenn wir ein Herz haben, sie zu vernehmen, dann werden wir erhoben und beseligt.“
Strindberg, Johan August (1849-1912), einer der bedeutendsten schwedischen Autoren des 19. Jahrhunderts, schrieb Dramen, Romane, Novellen, in: Inferno: „Die Erde, die Erde ist die Hölle, der von einer höheren Vernunft eingerichtete Kerker, in dem ich nicht einen Schritt gehen kann, ohne das Glück der andern zu verletzen, und die andern nicht glücklich bleiben können, ohne mir wehe zu tun.“
Sunzi (auch: Sun Zsu, Sun Wu oder Sun Tsu, um 544 v. Chr. - 496 v. Chr.), chinesischer General, Militärstratege und Philosoph: „Chancen multiplizieren sich, wenn man sie ergreift.“
Susan Schiefelbein, englischsprachige Journalistin, Buch- und Fernsehautorin, Umwelt- und Gesundheitsaktivistin: „Die erfolgreichsten Rezepte sind die, die der menschliche Körper sich selbst ausstellt.“
Swift, Jonathan (1667-1745), irischer Schriftsteller und Satiriker der frühen Aufklärung, in: Ausgewählte Werke: „Genaugenommen leben nur wenige Menschen wirklich in der Gegenwart, die meisten haben nur vor, einmal richtig zu leben.“
Szyszkowitz, Rudolf (1905-1976), österreichischer Maler, wichtigster Repräsentant der steirischen Moderne, Grafiker, leidenschaftlicher Lehrer, Autor: „Man muss das eigene Leid genießen können, wie die eigene Freude. Im Genuss des eigenen Leides sieht man in die Ewigkeit; das steht schon dafür.“ (Weitere Sentenzen und Schriften von R. Szyszkowitz finden sich unter seinem Namen und in der Biografie von Violanthe Rappl auf www.archiv-swv.de.)
Tacitus, Marcus Claudius (um 200-276), römischer Kaiser: „Nicht krank sein genügt durchaus nicht: Wacker, lustig und froh soll der Mensch sein.“
Tagore, Rabindranath (1861-1941), indisch-bengalischer Dichter und Philosoph, Nobelpreis für Literatur 1913: „Und Freude gibt es überall - in der grünen Grasdecke der Erde, in der blauen Heiterkeit des Himmels, in der übermütigen Üppigkeit des Frühlings, in der strengen Enthaltsamkeit des grauen Winters.“
Tai Phe, Li (vielleicht auch: Li Tai Bo, Li Bai oder Li Po, 701-762), bedeutender lyrischer Dichter Chinas: „Die Welt ist voll von kleinen Freuden, die Kunst besteht nur darin, sie zu sehen, ein Auge dafür zu haben.“
Tennyson, Alfred Lord (1809-1892), englischer Dichter: „Selbstachtung, Selbsterkenntnis, Selbstbeherrschung. Diese drei führen das Leben empor zu königlicher Kraft.“
Terenz (Publius Terentius Afer, zwischen 195-184 bis 159-158 v. Chr.), einer der berühmtesten Komödiendichter der römischen Antike und Archaik, in: Phormio 2, 2: „Tute hoc intristi, tibi omne est exedendum. – Du hast es eingerührt, du mußt es auslöffeln.“
Tieck, Johann Ludwig (Pseudonyme: Peter Lebrecht und Gottlieb Färber, 1773-1853), Dichter, Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer in der Zeit der Romantik, in: Der junge Tischlermeister: „Es gibt viel Unglück auf Erden - wer zweifelt daran? - aber die Hälfte davon zimmern sich doch die Menschen selbst mit großer Mühe zusammen.“
Tieck, Johann Ludwig (Pseudonyme: Peter Lebrecht und Gottlieb Färber, 1773-1853), Dichter, Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer in der Zeit der Romantik, in: William Lovell: „Das Leben ist das Allerlustigste und Lächerlichste, was man sich denken kann; alle Menschen tummeln sich wie klappernde Marionetten durcheinander, und werden an plumpen Drähten regiert, und sprechen von ihrem freien Willen.“
Tieck, Johann Ludwig (Pseudonyme: Peter Lebrecht und Gottlieb Färber, 1773-1853), Dichter, Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer in der Zeit der Romantik, in: William Lovell: „Der Mensch ist ein wahres Kind, er weiß nie recht, was er eigentlich will, er schreit und heult, und eine blecherne Klapper kann ihn zufrieden und glücklich machen; im folgenden Augenblicke wird sie wieder weggeworfen, und er sieht sich um, was er denn nun wohl wünschen könne.“
Tieck, Johann Ludwig (Pseudonyme: Peter Lebrecht und Gottlieb Färber, 1773-1853), Dichter, Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer in der Zeit der Romantik, in: William Lovell: „Jeder Mensch ist im Grunde gescheiter wie der andere, nur will dies keiner von ihnen glauben. Die Ecke des einen greift in die Fuge des andern, und so entsteht die seltsame Maschinerie, die wir das menschliche Leben nennen. Verachtung und Verehrung, Stolz und Eitelkeit, Demut und Eigensinn: alles eine blinde, von Notwendigkeiten umgetriebene Mühle, deren Gesause in der Ferne wie artikulierte Töne klingt. Vielleicht ist es keinem Menschen gegeben, alles aus dem wahren Standpunkte zu betrachten, weil er selbst irgendwo als umgetriebenes und treibendes Rad steckt.“
Tieck, Johann Ludwig (Pseudonyme: Peter Lebrecht und Gottlieb Färber, 1773-1853), Dichter, Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer in der Zeit der Romantik, in: William Lovell: „Wir sind nur darum auf kleine armselige Augenblicke glücklich, um unser Unglück nachher desto schärfer zu fühlen. Es ist der alte Fluch, Glück muss mit Unglück wechseln, und eben darin besteht unser Leben und unser Elend.“
Tolstoi, Lew Nikolajewitsch Graf (1828-1910, nach gregorianischem Kalender), russischer Nationaldichter und Schriftsteller, in: Anna Karenina: „Es ist wahr, dass uns der Tod nahe ist und dass das ganze Treiben hier Torheit ist. Ich muss dir aufrichtig sagen: ich lege ja auf meine Pläne und auf meine Arbeit einen hohen Wert; aber wenn man’s ernsthaft überlegt, so ist doch diese unsere ganze Menschenwelt nur so eine Art Schimmelüberzug, der sich auf einem kleinwinzigen Planeten gebildet hat. Und da bilden wir uns ein, es könne bei uns etwas Großes geben, große Pläne, große Taten! All das sind nur Sandkörnchen.“
Tolstoi, Lew Nikolajewitsch Graf (1828-1910, nach gregorianischem Kalender), russischer Nationaldichter und Schriftsteller, in: Krieg und Frieden: „Das Schicksal sucht sich immer den Richtigen. Aber wir räsonieren beständig: das ist nicht gut, und das ist nicht recht. Unser Glück, lieber Freund, ist wie ein Zugnetz im Wasser: wenn man’s schleppt, bauscht es sich auf, dass man sich Wunder was für Hoffnungen macht, und zieht man’s dann heraus, so ist nichts drin. Ja, so ist das.“
Tolstoj, Graf Leo Nikolajewitsch (1828-1910), russischer Schriftsteller und Dichter: „Lebe so, dass Du die Taten deines Lebens nicht zu verheimlichen brauchst, aber auch kein Verlangen hast, sie zur Schau zu stellen.“
Tschechow, Anton Pawlowitsch (1860-1904), russischer Schriftsteller, Novellist, Dramatiker und Arzt, gilt als einer der bedeutendsten Autoren russischer Literatur, publizierte über 600 Werke: „Wo Fehler sind, da ist auch Erfahrung.“
Tschechow, Anton Pawlowitsch (1860-1904), russischer Schriftsteller und Arzt: „Das Leben stimmt nicht mit der Philosophie überein: Es gibt kein Glück ohne Müßiggang, und nur das Nutzlose bereitet Vergnügen.“
Tseng-Kuang, chinesischer Meister: „Der Mensch kann nicht tausend Tage ununterbrochen gute Zeit haben, so wie die Blume nicht hundert Tage blühen kann.“
Tucholsky, Kurt (1890-1935), deutscher Journalist und Schriftsteller, schrieb auch unter den Pseudonymen Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger, Ignatz Wrobel, in: Gesammelte Werke, Bd. 4: „Der Mensch ist ein Säugetier und benötigt zum Leben Nahrung, Luft und Wasser. Damit ist ihm aber noch nicht alles gegeben. Auf dass ihm wohl sei, braucht er: den Betrieb. Einen schönen, vollen, runden, bewegten Betrieb mit allem, was dazugehört: Organisation, Gruppen, Kollektivehre, Kampf, Platz und Sieg. Über diesen Betrieb vergisst er mitunter den Zweck des Rummels - und wer das zu benutzen versteht, der kann mit ihm alles, alles unternehmen, was er nur will. Sogar Kriege.“
Tucholsky, Kurt (1890-1935), deutscher Journalist und Schriftsteller, schrieb auch unter den Pseudonymen Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger, Ignatz Wrobel, in: Gesammelte Werke, Bd. 4: „Dies ist, glaube ich, die Fundamentalregel alles Seins: >Das Leben ist gar nicht so. Es ist ganz anders.<“
Tucholsky, Kurt (1890-1935), deutscher Journalist und Schriftsteller, schrieb auch unter den Pseudonymen Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger, Ignatz Wrobel, in: Gesammelte Werke, Bd. 4: „Unlust ist keine Waffe, Verärgerung kein Prinzip, Gleichgültigkeit keine Idee.“
Tucholsky, Kurt (1890-1935), deutscher Journalist und Schriftsteller, schrieb auch unter den Pseudonymen Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger, Ignatz Wrobel, in: Gesammelte Werke, Bd. 9: „Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben.“
Tucholsky, Kurt (1890-1935), deutscher Journalist und Schriftsteller, schrieb auch unter den Pseudonymen Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger, Ignatz Wrobel, in: Gesammelte Werke, Bd. 10: „Wenn das Meer rauscht, werden sie nachdenklich - sie fühlen plötzlich Halbvergessnes, einer klopft an die Tür, an eine wenig beachtete, kleine Hintertür ... sie öffnen den Spalt - da kommt es herein: Und drängt sie halb aus dem Haus, mit einem Fuß stehn sie draußen; außer sich. Für Augenblicke sind sie Pflanze geworden, sie wachsen dumpf vor sich hin, auch dieses Wachstum ist manchmal angehalten. Dann steht die Zeit still, und die Urmelodie wird hörbar: das Leid.“
Tucholsky, Kurt (1890-1935), deutscher Journalist und Schriftsteller, schrieb auch unter den Pseudonymen Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger, Ignatz Wrobel, in einem Brief an Mary Gerold am 17. August 1918: „Denn es gibt - und das ist Glaube - einen kleinen Rest, außerhalb der Erdenschwere, den man nicht fassen und erklären kann und der vermocht hat, die Menschen, wenigstens die fein empfindenden, so unglücklich zu machen: sie ahnen ganz dumpf, dass das hier nicht das Letzte und Endgültige ist, aber sie kommen nicht von der Scholle. Und ragen mit dem Kopf in die Wolken und wollen fliegen, aber die Füße wollen nicht von der Erde los. So ein Zwitterding: kein Tier, kein Gott. Von beiden etwas.“
Tucholsky, Kurt (1890-1935), deutscher Journalist und Schriftsteller, schrieb auch unter den Pseudonymen Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger, Ignatz Wrobel: „Man muss aus der Stille kommen, um etwas Gedeihliches zu schaffen.“
Twain, Mark (Samuel Langhorne Clemens, 1835-1910), US-amerikanischer Schriftsteller: „Wenn du sonst kein Kompliment bekommen kannst - mach dir selbst eines!“
Ueland, Brenda (1891-1985), US-amerikanischen Autorin: „Ich werde Ihnen sagen, was ich selbst gelernt habe: Mir hilft ein langer Spaziergang von acht oder neun Kilometern. Und man muss alleine und jeden Tag gehen.“
Ulene, Art, amerikanischer Gesundheitsaktivist: „Ohne seelisch-geistige Gesundheit gibt es kein wirkliches Wohlbefinden.“
Vauvenargues, Luc de Clapier Marquis (1715-1747), französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller, in seinen Nachgelassene Maximen: „Die Gaben der Natur und des Glücks sind nicht so selten wie die Kunst, sie zu genießen.“
Vauvenargues, Luc de Clapier Marquis (1715-1747), französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller: „Nur durch Mut kann man sein Leben in Ordnung bringen.“
Vegesack, Siegfried von (1888-1974), deutscher Schriftsteller, Dichter, Übersetzer, in: Liebe am laufenden Band 2: „Mit einem fremden Menschen in einem engen Raum zusammen zu schlafen, ist bedrückend. Man fühlt die fremde Atmosphäre, störende Gedankenkräfte, und ist nicht nur körperlich, auch seelisch eingeengt und gehemmt.“
Viedge, Bruno: „Ordnung hilft uns Zeit gewinnen.“
Vinci, Leonardo da (1452-1519), italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur, Naturphilosoph, gilt als einer der berühmtesten Universalgelehrten aller Zeiten, in: Die Aphorismen, Rätsel und Prophezeiungen: „Wenn das Glück kommt, pack es mit fester Hand; von vorne aber, denn hinten ist es kahlköpfig.“
Vinet, Alexandre Rodolphe (1797-1847), französisch-schweizerischer reformierter Theologe und Literaturhistoriker, vertrat die Trennung von Staat und Kirche: „Vielleicht heißt ‚leiden‘ nichts anderes als ein tieferes Leben führen.“
Voltaire (François-Marie Arouet, 1694-1778), einer der bedeutendsten Autoren der französischen und europäischen Aufklärung, in: Aphorismen und Gedankenblitze: „Das Leben ist ein Schiffbruch; rette sich, wer kann!“
Voltaire (François-Marie Arouet, 1694-1778), einer der bedeutendsten Autoren der französischen und europäischen Aufklärung, in: Aphorismen und Gedankenblitze: „Der Mensch war im Allgemeinen immer, was er ist. Das bedeutet nicht, dass er immer schöne Städte besaß, 24-Pfund-Kanonen, komische Opern und Nonnenklöster. Aber immer wohnte ihm der Trieb inne, sein Innenleben zu lieben, seine Gefährtin, Kinder und seiner Hände Werk.“
Voltaire (François-Marie Arouet, 1694-1778), einer der bedeutendsten Autoren der französischen und europäischen Aufklärung, in: Über das Gute und das Böse in der physischen und in der moralischen Welt: „Nur dem Menschen gegenüber kann der Mensch schuldig sein. Ein Straßenräuber kann Gott nicht bestehlen. Was liegt dem ewigen Wesen daran, ob eine Handvoll gelben Metalls in Hieronymus’ oder Bonaventuras Händen ist? Wir haben notwendige Wünsche, notwendige Leidenschaften, notwendige Gesetze, um sie zu unterdrücken; und während wir uns auf unserm Ameisenhaufen um einen Strohhalm zanken, geht das Universum seinen Gang nach ewigen und unwandelbaren Gesetzen, denen auch das Atom, was wir Erde nennen, unterworfen ist.“
Voltaire (François-Marie Arouet, 1694-1778), einer der bedeutendsten Autoren der französischen und europäischen Aufklärung: „In der einen Hälfte des Lebens opfern wir die Gesundheit, um Geld zu erwerben; in der anderen opfern wir Geld, um die Gesundheit wiederzuerlangen. Und während dieser Zeit gehen Gesundheit und Geld von dannen.“
Voltaire (François-Marie Arouet, 1694-1778), einer der bedeutendsten Autoren der französischen und europäischen Aufklärung: „Man fühlt sich stets wohl, wenn man Mäßigkeit übt und sich Bewegung macht.“
Waggerl, Karl Heinrich (Karl Waggerl, 1897-1973), gehört als österreichischer Schriftsteller mit Übersetzungen seiner Werke in mehr als ein Dutzend Sprachen zu den meistgelesenen Autoren des 20. Jahrhunderts: „Es gibt nur eine Medizin / gegen große Sorgen: / Kleine Freuden.“
Weber, Karl Julius (auch Carl Julius Weber, 1767-1832), deutscher Schriftsteller und bedeutender Satiriker, Jurist, Privatgelehrter, in: Demokritos I, 6: „Es ist ein Unglück, nie Unglück gehabt zu haben.“
Weber, Karl Julius (auch Carl Julius Weber, 1767-1832), deutscher Schriftsteller und bedeutender Satiriker, Jurist, Privatgelehrter: „Das Leben wird gegen Abend, wie die Träume gegen Morgen, immer klarer.“
Wedekind, Frank (Benjamin Franklin Wedekind, 1864-1918), einer der meistgespielten Dramatiker seiner Zeit, Schriftsteller und Schauspieler, in: Die Büchse der Pandora: „Die Menschen kennen sich nicht - sie wissen nicht, wie sie sind. [...] Jedes Wort, das sie sagen, ist unwahr, erlogen. Das wissen sie nicht, denn sie sind heute so und morgen so, je nachdem ob sie gegessen, getrunken und geliebt haben oder nicht. [...] Wenn sie am glücklichsten sind, dann jammern sie, dann stöhnen sie und im tiefsten Elend freuen sie sich jedes winzigen Happens. Es ist sonderbar, wie der Hunger den Menschen die Kraft zum Unglück nimmt. Wenn sie sich aber gesättigt haben, dann machen sie sich die Welt zur Folterkammer, dann werfen sie ihr Leben für die Befriedigung einer Laune weg. - Ob es wohl einmal Menschen gegeben hat, die durch Liebe glücklich geworden sind? Was ist denn ihr Glück anders, als dass sie besser schlafen und alles vergessen können?“
Wedekind, Frank (Benjamin Franklin Wedekind, 1864-1918), einer der meistgespielten Dramatiker seiner Zeit, Schriftsteller und Schauspieler: „Glück ist, seinen Anlagen gemäß verbraucht zu werden.“
Weisheit, Chinesische: „Dass die Vögel der Sorge und des Kummers über deinem Haupte kreisen, das kannst du nicht ändern. Aber dass sie Nester in deinem Haar bauen, das kannst du verhindern.“
Weisheit, Chinesische: „Ein Augenblick der Geduld kann vor großem Unheil bewahren, ein Augenblick der Ungeduld ein ganzes Leben zerstören.“
Weisheit, Chinesische: „Eine Freude vertreibt hundert Sorgen.“
Weisheit, Chinesische: „Freue dich deines Lebens, es ist schon später als du denkst.“
Weisheit, Chinesische: „Tausend und Abertausend Ströme fließen ins Meer, aber das Meer ist nie voll - und könnte der Mensch Stein zu Gold verwandeln, sein Herz ist nie zufrieden.“
Weisheit, Japanische: „Wer lächelt, statt zu toben, ist immer der Stärkere.“
Weisheit der Dakota-Indianer: „Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab.“
Weizsäcker, Carl Friedrich von (1912-2007), deutscher Physiker, Philosoph und Friedensforscher: „Beginne jeden Tag mit einem ruhigen Augenblick. Man muss stillhalten, um zu sehen, was sich ‚meldet‘.“
Whitman, Ardis: „Gekränktsein beruht weitgehend auf starker Ichbezogenheit.“
Wilde, Oscar (1854-1900), irischer Schriftsteller, in: Aphorismen: „Es ist sicherer, von allen Menschen schlecht zu denken, bis man herausgefunden hat, dass sie gut sind, doch das erfordert heutzutage sehr viele Nachforschungen.“
Wilde, Oscar (1854-1900), irischer Schriftsteller: „Die Tragödie des Alters beruht nicht darin, dass man alt ist, sondern dass man jung ist.“
Wilde, Oscar (1854-1900), irischer Schriftsteller: „Es ist absurd, die Menschen in gute und schlechte einzuteilen. Sie sind entweder amüsant oder langweilig.“
Wilder, Thornten (1897-1975), amerikanischer Romancier, gehört zu den bedeutendsten amerikanischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts: „Die nützlichsten Erfahrungen, die man macht, sind die schlechten.“
Woolf, Virginia (gebürtig: Adeline Virginia Stephen, 1882-1941), britische Schriftstellerin und Verlegerin, zählt zu den bedeutendsten Autorinnen der klassischen Moderne: „Ihr Frauen - verschafft euch Muße und ein Zimmer für euch allein.“
Zen-Weisheit: „Andere erkennen ist weise. Sich selbst erkennen ist Erleuchtung.“
Zen-Weisheit: „Andere zu beherrschen erfordert Kraft. Sich selbst zu beherrschen erfordert Stärke.“
Zen-Weisheit: „Auf jeden Grashalm fällt ein Tröpfchen Tau.“
Zen-Weisheit: „Behandle jeden so, wie du selbst behandelt werden möchtest.“
Zen-Weisheit: „Dankbarkeit ist die Tür zu Reichtum.“
Zen-Weisheit: „Ein Augenblick Geduld kann viel Unheil verhüten.“
Zen-Weisheit: „Es gehört viel Mut dazu, einfach zu erklären, dass der Zweck des Lebens ist, sich seiner zu erfreuen.“
Zen-Weisheit: „Freude ist die Essenz des Erfolgs.“
Zen-Weisheit: „Jeder Fluss hat eine Quelle. Jeder Baum hat eine Wurzel.“
Zen-Weisheit: „Laute Freunde sind oft leise Feinde.“
Zen-Weisheit: „Nur wer selber ruhig bleibt, kann zur Ruhestätte all dessen werden, was Ruhe sucht.“
Zen-Weisheit: „Reich ist, wer weiß, dass er genug hat.“
Zen-Weisheit: „Wenn du die Absicht hast, dich zu erneuern, tu es jeden Tag.“
Zen-Weisheit: „Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.“
Zuckmayer, Carl (1896-1977), US-amerikanischer Schriftsteller deutscher Herkunft: „Aus jeder Stunde des Einklangs, der Wärme, der Überbrückung webt sich ewiges Leben.“