KORRESPONDENZ
2019
(TurnusGleicHolgerHirt)




21.01.2019
Erwartungen und das Glück.
Lieber Bruder, nun sind im neuen Jahre die ersten drei Wochen schon wieder dahin gegangen, und nachdem ich einige Zeit nichts von Ihnen gehört habe, will ich mich mal erkundigen wie Sie sich inzwischen darin eingelebt haben? Sind Sie wieder in Berlin oder weilen Sie immer noch in Thüringen? Ich verbringe die langen Winterabende zumeist mit Lesen, zur Zeit Theodor Fontane: „Schach von Wuthenow“, „Irrungen, Wirrungen“, „Stine“, „Unwiederbringlich“, alles Novellen, die scheiternde Liebesbeziehungen zum Thema haben, in dreien dieser vier endet das Scheitern sogar mit dem Suizid eines der Partner... Fontane starb 1898 – und so spielen sich seine Handlungen und Verwicklungen denn auch allesamt im 19. Jahrhundert ab... und nachdem ich das so gelesen habe, frage ich mich langsam wirklich, ob Frauen und Männer überhaupt füreinander geschaffen sind... Vor zwei Tagen hat mir meine Tochter ihr Leid mit ihrem Freund geklagt, mit dem sie nun seit drei Jahren zusammen ist: Er halte sich nicht an seine Versprechungen und schiebe seine Anmeldung zum Examen immer weiter hinaus, sie habe schon vor Silvester mit ihm Schluß machen wollen, habe sich aber erweichen lassen und die Beziehung fortgeführt... doch es ändere sich nichts. – Wir haben unsere Vorstellungen und Erwartungen an den anderen Menschen, doch meist werden sie enttäuscht... Wie selten ist gar eine glückliche Ehe! Und nun schreiben wir das 21. Jahrhundert, doch die glücklichen Beziehungen scheinen seither eher noch weniger geworden zu sein! Schließen Erwartungen und Glück einander aus? – Na, jedenfalls hoffe ich, daß es Ihnen gut geht und verbleibe mit herzlichen Grüßen aus Bamberg,
Ihr Hir

22.01.2019
Lieber Freund! GESTERN NACHMITTAG bin ich aus Thüringen zurückgekehrt – und hätte Sie das heute oder morgen auch wissen lassen. – Für Ihre sinnreichen Zeilen meinen lieben Dank! Sie sprechen so Großes wieder an – oder erscheint es mir gerade nur so, weil ich, wir, mit diesen Themen momentan aufs unmittelbarste konfrontiert sind? – Alles, was Sie sagen, steht für sich – und jeden, der in der Welt und mit Menschen lebt, greift Ihre Frage im Inneren an, denn wir alle haben diese Konflikte tagtäglich auszubalancieren, haben uns ihnen, und diesen Fragen, zu stellen – und haben zu antworten… Schön, daß wir unseren Dialog 2019 mit diesen feinsinnigen, besonderen Zeilen wieder von Ihnen einleiten können…
Meine Hauptarbeit am Talente-Gleichnis nimmt Formen an, wird aber noch länger auf sich warten lassen, da, wie immer bei ehrlicher Vertiefung in ein Thema, ‚ungeheure Entdeckungen‘ zu bewältigen sind – soweit, daß sich das Thema sogar verschoben hat, in Richtung: ‚Wenn wir es in der theologischen Historie ausschließlich mit Fälschungen zu tun haben, woher kommt es dann aber, daß wir dennoch an die Wahrheit einer übergeordneten Wahrheit, in die alle Dinge eingebunden sind, glauben? – Weil wir sie erleben – trotz jeder/gegen jede Fälschung…‘
Ich habe hier einen ‚letzten‘ Notbrief von K. vorgefunden: ‚Verkauf seiner Lagerhalle an einen Türken, Mietrückstände aufgrund des Rechtsstreits wegen Mietkündigung durch diesen Türken, Bitte um Spenden und Darlehen…‘ – Das kann nun aber nicht mehr gutgehen… Ich werde meine kurze Post an K. in den nächsten Tagen mit Ihnen abstimmen. – Wollen wir vielleicht demnächst auch wieder einmal miteinander telephonieren? – Es umarmt Sie herzlich Ihr Freund und Bruder!
(Übrigens wird am 07. Februar die Liege in Thüringen geliefert, die wir für das 2. Gästezimmer gekauft haben, das wir einrichten wollen…)

22.01.2019
Lieber Bruder, da sind Sie ja eine recht lange Zeit in Thüringen geblieben... Ja, konfrontiert bin ich mit dem Thema der Beziehungen zwischen den Geschlechtern nicht nur durch eigene Erfahrung, sondern weil ich seit Jahren mit meinen Kindern leide. Meine Tochter hat nun schon mehrere Beziehungen hinter sich, wobei ihre Hoffnungen ausnahmslos bisher enttäuscht worden sind. Mein Sohn scheint ebenso wenig Glück mit den Frauen zu haben... Vor vielen Jahren schon hat er einmal gesagt: „Die haben keine Ehre im Leib!“ – Die theologische Historie ist tatsächlich überaus fragwürdig. Vor langem habe ich einmal irgendwo – ich weiß nicht mehr wo – gelesen, es habe auch niemals eine ‚Jungfrau Maria‘ gegeben, sondern dabei handele es sich um einen Übersetzungsfehler, denn es habe heißen müssen: ‚die junge Frau Maria‘! Damit steht – oder fällt – ein Kernstück der Sichtweise zur Begründung der Gottessohnschaft des Nazareners zur Disposition...
Daß K. nun schon wieder um Darlehen bittet, davon weiß ich seinerseits noch nichts, denn einen gleichlautenden Brief habe ich in diesem Jahr noch nicht erhalten. Ich habe das Gefühl, er arbeitet sich zu Tode, ohne daß finanziell dabei etwas herauskommt. Aus seiner Netzseite wird anscheinend auch nichts, obwohl er auch daran schon so lange herumbastelt – Ja, sicher können wir demnächst auch wieder einmal telephonieren. Herzliche Grüße, Hirt
Haben Sie immer noch vor, mich nach Thüringen einzuladen? – Dann hoffe ich, daß diese neue Liege nicht zu weich ist, denn ich ruhe gerne auf relativ hartem Untergrund –

22.01.2019
...sie ist es, die Couch, relativ einfach, eher härter, einklappbar zum Sitzen – und ja: für Sie schon reserviert, lieber Freund! – Danke Ihrer Antwort! – Sie hören von mir in den nächsten Tagen wieder ausführlicher, dabei dann auch der Briefentwurf an K. ... So verbleibt Ihnen sehr herzlich

Ihr Freund und Bruder.


25.02.2019
Lieber Freund, es drängt mich, Ihnen einen lieben Gruß zuzusenden – nach meinem mittlerweile dreiwöchigen Aufenthalt hier in Thüringen; die letzte Woche läuft, am Montag, dem 04.03., fahre ich wieder nach Hause. – Wie geht es Ihnen? – Wir hatten hier wiederum eine recht ‚turbulente Zeit‘ – mit all den zu bewältigenden Anforderungen, die eine neue Gemeinschaft mit sich bringt. – Von Herrn K. keine Antwort, ich weiß das durch Rückmeldungen und Zusendungen, die ich aus Berlin erhalte. – Das Gerüst zu meiner ‚Neuinterpretation‘ des Gleichnisses von den Talenten steht, und ich nehme mir vor, den 1. lesbaren Entwurf bis zu meiner erneuten Abreise (um den 27.03.) fertigzustellen, wenn Sie so freundlich wären: auch zu Ihrer Kritik und Korrekturlesung. – Immer freue ich mich, wenn Sie mich mit einem kurzen Zeichen von sich bedenken wollen. – So verbleibt Ihnen herzlich und innig und wünscht Ihnen eine gute neue Woche

Ihr Freund und Bruder.

25.02.2019
Lieber Bruder, vielen Dank für Ihre Meldung. Sie fragen, wie es mir geht - nun, ich bin melancholisch-krank am Herzen. Letzten Dienstag habe ich endlich den Ausflug mit meinem Sohn gemacht, auf den ich nun geschlagene zwei Jahre gewartet habe: Ich hatte ihn angerufen, er hat auch zurückgerufen und den Termin mit mir vereinbart. Wir waren gemeinsam in Zeil am Main, einem schönen kleinen Weinstädtchen, sind dort zur auf einem Berge gelegenen Kapelle hochgestiegen und haben später in der Nähe noch eine alte Burgruine entdeckt. Solche alten Gemäuer gefallen ihm. Dann sind wir noch gemeinsam zu Kaffee und Kuchen, später zu einem warmen Essen eingekehrt; insgesamt hatte ich zunächst den Eindruck, daß er sich wohlgefühlt hat. Ich habe ihm während des Ausfluges erzählt, daß seine Schwester mich am Sonntag besuchen wolle (gestern) und daß ich mich freuen würde, wenn er da auch mitkäme. Dazu hat er sich nur unbestimmt-vage geäußert. Als seine Schwester und ihr Freund dann gestern bei mir waren, hat sie mir gesagt, sie habe ihren Bruder getroffen und ihn auch gebeten mit zu mir zu kommen, er habe aber abgelehnt, weil er „gerade erst mit mir unterwegs gewesen sei.“ Diese Auskunft hat meinen ersten Eindruck von dem gemeinsamen Ausflug wieder zunichte gemacht: Er scheint jedes Zusammensein mit mir als eine eher unwillkommene Pflichtübung zu empfinden... - Und das ist es, was mich schwer bedrückt--
Meine Tochter hat mir gesagt, sie habe schon im letzten Jahr wieder zu studieren begonnen (Jura) und deshalb ihre Arbeitsstunden bei ihrem Arbeitgeber reduziert. Von September bis Januar 2020 will sie ein Auslandssemester in England einlegen, damit sie sich den Traum vom Reisen im Ausland erfüllen kann- Papierkram hat sie mir dafür auch mit gebracht, ich soll einen Antrag auf BAFÖG bearbeiten. So gut mir ihre Initiative an sich auch gefällt, mir mißfällt das Fach wegen der prekären Rechtslage - und das weiß sie auch, hat mir aber versichert, sie wolle sich ihre eigene Meinung bilden und ließe sich nicht von jedem alles weismachen. Wovor mir jetzt schon graut ist, daß ich sie dann ab Herbst für ein halbes Jahr nicht sehen kann, denn bei meiner Tochter ist es nicht so, daß sie ihre Besuche als reine Pflichtübung sieht- -
Von K. habe ich ebenfalls nichts gehört. Ja, bitte senden Sie mir gern Ihre Interpretation des Gleichnisses von den Talenten zu. Herzliche Grüße, auch an Ihre Freundin,
Hirt

26.02.2019
Lieber Freund! – Ich fühle mit Ihnen – Ihre Worte haben es gewirkt/bewirkt... Ich will ganz Ihren Schmerz anerkennen, will ganz bei Ihnen sein, zugleich aber kommt mir ein Gedanke, eine Erinnerung – Khalil Gibran: „…eure Kinder sind nicht eure Kinder…“ – In Richtung meines Söhnchens (kaum zu glauben: im Mai wird er 8) denke ich immer: ‚Mag er nur glücklich sein, und mag er sich niemals um mich sorgen, wenn es ihm lästig wäre…‘ – Ich bin es Ihnen schuldig, lieber Freund, zu sagen, was ich denke… Vielleicht wird es Ihnen und Ihrem Sohn eines Tages leichter, wenn Sie die Schwere, die sein Verhalten Ihnen auflädt, nicht mehr tragen wollen, wenn Sie nähmen, was sich ergäbe, und nicht wünschten, was sich nicht fügt…? – Das klingt nun ziemlich ‚altklug‘, verzeihen Sie mir bitte. Manchmal sprechen einfach auch nur anders gegliederte, anders konditionierte Seelen miteinander: Was dem einen schwerfällt – davon hat der andere gar keine Ahnung! – Sie wissen aber, daß ich Sie verstehen will – und mit Ihnen fühle! – B. grüßt Sie sehr herzlich zurück! – Wir müssen jetzt raus, in den Wald, Sie können ahnen: tiefer Wald, Natur, Stille, Sonne, die erste echte Frühlingswärme jetzt schon in diesem Jahr, um diese Zeit…
Ihr Bruder.

26.02.2019
Lieber Bruder, ja - so ist es: Unsere Kinder sind nicht unsere Kinder - sie gehören sich selbst und sonst niemandem; auch haben wir keinen Anspruch deren Seelen an uns zu ketten... Dennoch schmerzt mich diese Diskrepanz, die sich da - anscheinend unausweichlich - entwickelt hat- Und es ist nicht nur das: Mein Vater hat meine Schwester zu seinem 80. Geburtstag im April eingeladen, und sie hat rundheraus abgelehnt zu erscheinen. Diese gesamte Familie ist zerrüttet von z.T. jahrzehntelangen Leiden, die einfach mit Psychopharmaka plattgewalzt worden sind... Manchmal fühlt es sich an, als ob nicht mein Vater 80 würde, sondern ich selber, so abgehärmt komme ich mir vor- Doch was hilft da alles Klagen? Ich wollte lediglich nicht lügen, als Sie mich gefragt haben, wie es mir ginge: ...alt fühle ich mich, uralt...
Schön, daß Sie sich mit Ihrer Freundin in die durch die Vorfrühlingssonne erwärmte Natur locken lassen - ich wünsche viel Vergnügen und gute, erholsame Luft!
Hirt

26.02.2019
...und auf diesem Gang durch einen einsamen fast verwilderten Wald sagte B. nach einiger Zeit des Schweigens: „Wenn du am Montag nicht nach Hause müßtest, dann würden wir jetzt Freund Hirt auf einige Tage zu uns holen, vielleicht könnten wir ihn etwas aufmuntern...“ – Ich danke Ihnen für Ihre Zeilen, ich achte Sie, ob Ihrer Ehrlichkeit sehr, sehr: mir geht es nämlich und übrigens (und nicht selten) auch manchmal so... Aber ich verstehe nun besser die tiefere Ursachenlage: Es schmerzt besonders, wenn man weiß, daß es hätte anders sein können... Ich melde mich wieder aus Berlin. – Bitte – es möge Ihnen wieder Kraft zufließen!
Ihr Bruder.

26.02.2019
Lieber Bruder, haben Sie vielen Dank für Ihre mitfühlenden Worte, und danken Sie bitte auch Ihrer Freundin für ihre liebe Aufmerksamkeit. -Ja, es ist so: Ich kann es nicht leiden, wenn Menschen heucheln, es gehe ihnen „gut“, obwohl es alles andere als das ist! ...Und wenn ich hinter die Türen einer geschlossenen Psychiatrie gesperrt werde, vollgepumpt mit Medikamenten, vermag ich die Frage nach dem Befinden gar nicht erst zu hören, geschweige denn zu beantworten! Wie herrlich muß es dagegen heute im Thüringer Walde gewesen sein, wo offenbar sogar gemeinschaftliches Schweigen zugelassen werden konnte! Das - überhaupt - ist für mich das Höchste und Schönste, was es geben kann unter Menschen: Keinerlei Peinlichkeit um des Schweigens willen zu verspüren, stattdessen es nicht nur zuzulassen, sondern es sogar genießen zu können! Es gibt das heilige Verstummen vor dem gemeinsamen Erlebnis der Stille, die Übereinkunft des Nichtredenmüssens! Heilig ist es, wenn allein die Anwesenheit eines Menschen zu seinem Wort in der Stille wird! Nur, auch, wer noch einen Hauch dieser Stille empfangen kann, vermag es - vielleicht - sie einstens wieder in Worte zu setzen: Das ist Dichtung - nichts anderes! Schweigen - die Stille - hebt die Begrenzungen der Worte auf - und nur wenn dieses Aufheben in die Sprache des Dichters wieder einfließt, vermag der Umfang des In-Worte-Gesetzten wahr- und aufgenommen zu werden. Das ist auch der Grund, weshalb zur Zeit ich nichts zu schreiben vermag - die Heiligkeit des Schweigens wird permanent von der Fülle des allgemeinen Geplappers und des familiären Leidens übertönt. Haben Sie die vielen Ausrufezeichen oben bemerkt? Benötigte heiliges Schweigen auch nur ein einziges? Wenn ja, dann wohl nur deshalb, weil wir das Wunder der stillen Übereinkunft nicht für selbstverständlich nehmen dürfen, in dieser seelenlosen Zeit... Seien Sie mir - beide - herzlich gegrüßt,
Hirt

21.03.2019
Lieber Freund, lieber Bruder! – Verzeihen Sie mir bitte mein langes Schweigen; das Leben stellt derzeit besondere Anforderungen an mich, was nicht ohne Folgen bleibt: Bereits als ich aus Thüringen zurückkam, fühlte ich mich recht erschöpft, kurz danach ereilte mich dann die Erkältung. Auch jetzt noch, nach dem Besuch B.s, die mich zum Vortrag von Eugen Drewermann begleitete, bin ich immer noch nicht ganz auf dem Posten. Mit allen Kräften versuche ich das Liegengebliebene gerade aufzuholen, vor allem um meine Ankündigung einzuhalten: uns allen Ende März eine erste Fassung zur Korrektur von der Kritik an der gängigen Interpretation des Gleichnisses von den Talenten zukommenlassen zu können. Jetzt weiß ich – ich schaffe das tatsächlich noch, trotz allem. … Wie geht es Ihnen, lieber Freund? – In Erwartung Ihrer Meldung verbleibt Ihnen, mit allen herzlichen Grüßen und Wünschen,
Ihr Bruder.

21.03.2019
Lieber Bruder, nun, Ihre Zeilen finden mich etwas konsterniert: Ich habe gestern einen drei DIN-A-4 Seiten umfassenden Text geschrieben, ein Traktat aus 37 Sätzen. Als ich zum Schluß noch die Korrekturen vorgenommen hatte, erschien plötzlich ‚Falsches Zeichen eingegeben‘ - und der gesamte Text war weg, an seiner Stelle erschien nur noch Kauderwelsch und Zeichenmüll - Heute morgen habe ich meinen großen Treppenhaus-Frühjahrsputz erledigt, dann hatte ich um 14 Uhr einen Besuchstermin bei Eddy, der wieder in der JVA-Bamberg einsitzt - und jetzt sitze ich ziemlich geschafft hier, und finde nicht den Einstieg zurück in eine Textrekonstruktion... - Morgen darf ich zu einer Beerdigung: Vergangenen Samstag ist eine Stammtisch-Freundin an Krebs verstorben - sie war sogar zweieinhalb Monate jünger als ich... So ist das, Bruder, - man wird älter, und die ‚Einschläge‘ werden dichter... - Ob ich im Juni bei Ihnen sein will, kann ich jetzt noch nicht einschätzen, wenn, dann müßte das auch kurzfristig entscheidbar sein... Ich wünsche Ihnen gute Besserung, gutes Gelingen an Ihrem Text, und viel Freude ... Ja, nehmen Sie sich nur die Zeit, die Sie brauchen, denn gelingende Partnerschaften sind gerade heutzutage so etwas wie ein Anker in dieser verrückt gewordenen ‚Gesellschaft‘... - Herzliche Grüße, auch an B.,
Ihr Hirt

21.03.2019
…ach, lieber Freund, wie leid mir alles tut... – Ja, bitte, versuchen Sie den Text zu rekonstruieren; ich kenne so etwas, man glaubt, Gottes Wille sei dagegen, und das Schlimmste: man trifft nicht mehr Ton und Atmosphäre aus der unmittelbaren Entstehung… – Ja, auch wir denken bereits alles vor diesem Hintergrund: „Wir haben nicht mehr allzuviel Zeit“, wie B.s Freundin vor kurzem zu uns sagte… – Natürlich sprechen wir über den Juni später, kurzfristiger… Lieber Freund, bitte lassen Sie mich wissen, ob Sie Ihren Traktat wiederherstellen konnten, lassen Sie ihn mich lesen… Ich werde Ihnen meinen Entwurf kurz vor meiner Abreise zusenden... Sie haben mich mit dem schönen kaum noch gebräuchlichen Wort ‚Traktat‘ angestoßen, Sie darauf hinzuweisen: Kennen Sie schon die neue Fassung: http://www.archiv-swv.de/pdf-bank/HandbuchAlteSchreibung.pdf? – In die nächste werde ich aufnehmen:
- (das) Traktat (auch: der Traktat = wissenschaftliche Abhandlung bzw. Streitschrift über ein religiöses oder moralisches Problem, abschätzig gebraucht für eine tendenziöse Schrift)
- tendenziös (parteilich, subjektiv gefärbt, etwas beabsichtigend, bezweckend, zurechtgebogen; tendentiös)
Auch die Sinnsätze habe ich vor kurzem um eine recht umfangreiche Sammlung aus dem ganzen letzten halben Jahr erweitert. Sehr herzlich, fest, umarmt Sie
Ihr Freund und Bruder.

 21.03.2019
...nein, Bruder, ich habe nun schon einige Tage - oder waren es Wochen? - nicht mehr in unsere Seite gesehen. Wäre mein Traktat noch lesbar, so hätten Sie ihn sicherlich schon, um ihn zu veröffentlichen... Der Konjunktiv gehört abgeschafft! Nieder mit dem Konjunktiv... Ja, Sie werden natürlich von mir hören, wenn sich Neues ergibt; Gottes Wille war, daß ich nochmal von vorn anfangen soll, weil er weiß, daß ich es besser kann - ich bin am Ende etwas ins Schwafeln gekommen... - zuviele neue Begriffe für den kurzen Text eingeführt, ihn ‚überladen‘; vielleicht hat es auch sein Gutes, daß ich nun wieder bei Null stehe - Übrigens - Traktat habe ich den Text nach dem Vorbilde L. Wittgensteins genannt -
h.

26.03.2019
Lieber Bruder – von Herzen grüße ich Sie – mit ebenso herzlichen Empfehlungen von B., die an unserem Dialog Anteil nimmt und sich letztens sehr auch über Ihre Grüße gefreut hatte. – In der Anlage die Fassung zur Korrekturlesung. – Haben Sie vielen lieben Dank, daß Sie sich diese Mühe machen wollen! – Ich weiß bereits, daß ich dem Thema ‚Gnosis‘ noch einiges hinzufügen werde: Vorgestern (!) fand ich bei mir ein heiliges Buch dazu – ursprünglich aus dem Bücherschrank Violanthes! - So fügt sich am Ende alles, von dem wir im Gegenwärtigen nichts ahnen… Löschen Sie diese Fassung bitte, wenn Sie sie durch haben: sie ist heute schon nicht mehr ganz aktuell. – Ich denke sehr herzlich an Sie, gehaben Sie sich recht wohl, lieber Freund!
Ihr Freund und Bruder.

26.03.2019
Seite 2, oben: „eine ironische Distanz“; Seite 2, unten: „schmutzige Geschäfte“... „auf Kosten irgendeines Deiner Kinder oder der Schöpfung...“; Seite 3, Zeile 15: „Welt der Vermarktung“?; Seite 3, Mitte: „Hier stimmt Grundsätzliches nicht.“; Seite 3, unten: „Wie hätte er sich selbst ...“ „Hätte dieser Mensch…“; Seite 4 Mitte: „...und erwartest doch nicht,...“ - Hier tatsächlich verneinende Satzaussage?; Seite 6, Zeile 12: „ – zu den beherrschenden Begriffen…“; Seite 7, unten … „und verfügbar war/ist.“; Seite 9, oben: „weil auch ein Gott in jedem Menschen wirkt“; Seite 9, unten: „den historischen Jesus“; Seite 10, Zeile 15: „Gelehrter“…
Lieber Freund, oben die Ergebnisse meiner Korrekturlesung bis einschließlich Seite 10. Schon jetzt, ohne noch Ihren Text ganz zu kennen, durchströmen mich Fragen ebenso wie Antworten/Erkenntnisse. Ich könnte mich jetzt sofort hinsetzen und damit beginnen, diese niederzuschreiben, beherrsche mich jedoch und werde warten, bis ich Ihren gesamten Text kenne. Mein verlorenes Traktat ist und bleibt einstweilen verloren. Eine Rekonstruktion ist nicht in dieselbe Richtung gelaufen und führte zur Zerlegung der Begriffe des ersten Textes... daraufhin sind mir sämtliche Begriffe regelrecht ‚zerbröselt‘: Geist, Bewußtsein, Denken, Sprechen usw. usw. – alles Wichtige, um überhaupt etwas sagen zu können, ist mir nun völlig schwammig und entgrenzt... Was mich allein im Dialog momentan noch ein wenig trägt, ist unsere lange Bekannt- und Freundschaft, sowie unser gemeinsames daraus entstandenes Fühlen, eine ähnliche Art, an die „Erkenntnis der Welt“ heranzugehen... Soviel zunächst... Weitere Korrekturen folgen wiederum in Schritten zu jeweils 10 Seiten. – Es umarmt Sie herzlich und fest,
Ihr Bruder
Nachschrift: Bitte richten Sie B. meine herzlichen Grüße und meine Freude über ihre Anteilnahme an unserer langjährigen Männerfreundschaft aus! Danke.

27.03.2019

...Lieber Freund – ich komme nur noch zum Überfliegen Ihrer Punkte, entdecke da aber schon recht peinliche Fehler... Ab morgen bin ich eine gute Woche sehr eingespannt – in Thüringen, auf der Reise, in Begleitung von B. Ich melde mich ausführlicher, sobald ich begonnen habe, Ihre Einwürfe und Vorschläge zu bearbeiten. Würden Sie mir bitte, nach Abschluß Ihrer Lesung, eine kurze Gesamteinschätzung geben? Es wäre mir sehr wichtig, Ihre Meinung dazu zu hören. Danke – für alles wieder einmal!

Ihr Bruder.

27.03.2019
Müssen die Anhänge bzw. Fußnoten auch korrigiert werden? – Ja, mit einer Einschätzung – das wird doch schwieriger, als ich zunächst angenommen habe, aber ich werde es versuchen – Eine gute Reise wünsche ich Ihnen – 
Hirt

28.03.2019
...ja, wenn Sie Kraft finden, auch das Kleingedruckte kurz durchzusehen...? – Haben Sie herzlichen Dank – für alles... Danke für Ihre Reisewünsche, Danke für Ihr Dasein...
Ihr Freund und Bruder.

28.03.2019
Also gut, auch das Kleingedruckte – meine Brillengläser sind mittlerweile fast 7 Jahre alt, mal sehen wie lange das geht... Sie danken für mein Dasein? – ach, Bruder, was und wer wäre ich, könnte ich sein – ohne Sie? Mir ist das Universum ohne Sie nicht denkbar... –

07.04.2019
L
ieber Freund – mir ist, als erwarteten Sie meine Rückmeldung; leider kam ich nicht früher dazu: Gestern gab es noch die ‚große Feier‘ im Familien- und Freundeskreis (immerhin: 14 Personen) – einige darunter sahen mich zum erstenmal... Es war schön, vor allem die Reise, aber auch anstrengend, fordernd.  – Lieber Bruder, ich möchte Ihnen sagen: Seit gestern frühe arbeite ich Ihre Korrekturen und Anmerkungen auf – und sehe: alles ist wieder so präzise und treffend und der Sache dienlich von Ihnen markiert und korrigiert… selbst in Zweifelsfällen entscheide ich mich gern und immer für IHRE Berichtigung, aus Überzeugung der Verläßlichkeit Ihrer Empfindungen! – Vielen, lieben Dank! – Ihre Urlaubstage hier in Thüringen gehen auf mich! – Wie geht es Ihnen? – Ich freue mich, kurz von Ihnen zu hören! – Es umarmt Sie fest
Ihr Bruder.

08.04.2019
Lieber Bruder, am Samstag und Sonntag, also vorgestern und gestern bin ich mit einem Freund Nähe Nürnberg auf einer Gartenausstellung gewesen. Wir hatten wunderbares Wetter, und es waren sehr viele Menschen dort unterwegs. Mein Freund hat sehr viel Saatgut und auch einige andere Artikel verkauft. Auch für mich ist das zwar eine Abwechslung, aber doch auch sehr anstrengend gewesen, denn ich bin jeweils für ca. 12 Stunden unterwegs gewesen... Seit über drei Wochen habe ich ja nun wieder von meinem Psycho-Doc verschriebene Tabletten genommen, jedoch ist bei mir eine Nebenwirkung aufgetreten, die in fast permanenten unterschwelligen Kopfschmerzen besteht. Morgen werde ich ihn wieder aufsuchen und ihn bitten, auch diese Pillen wieder abzusetzen. – Was ist denn der Anlaß für Ihre Familienfeier gewesen, und wo hat diese stattgefunden, da sie dorthin reisen mußten? – Ihren Text betreffend wollte und sollte ich ja noch einen Kommentar abgeben, merke aber, daß mir das viel schwerer fällt als gedacht, seitdem mir nach dem verlorengegangenen Traktat sämtliche Begriffe zerbröselt sind. Ich kann deswegen nur kurz darauf eingehen: Intuitiv kommt es mir so vor, als ob Sie – von Ihrem Standpunkt aus gesehen – eine plausible Arbeit vorgelegt haben; ihre Argumentation mit ihrer Einbindung der umgebenden Gleichnisse, besonders die Bemerkung, daß ‚Talente‘ an allen anderen Stellen als in dem bewußten Gleichnis immer ‚Währung, Geldeinheit, Gewicht‘ bedeutet, niemals jedoch ‚Begabung‘ ist in sich stimmig, von daher auch Ihre Ablehnung der Deutung ‚man solle mit seinen Talenten wuchern‘ durchaus nachvollziehbar! Jedoch habe ich, von meinem Standpunkt aus gesehen, zwei ebenso intuitive Einwände:
1. Ich frage mich ernsthaft, ob der Nazarener bei so einem pikanten Thema und angesichts des spirituellen Standes seiner Zeitgenossen in diesem Umfange ironisch oder gar sarkastisch gesprochen haben mag. Er mußte in diesem Falle stark damit rechnen mißverstanden zu werden – zumal ihm ja bewußt gewesen ist, daß selbst seine engsten Vertrauten, die sogenannten Jünger, ihm oftmals nicht folgen konnten! Wie sehr mußte er also damit rechnen, daß die allgemeine Masse, das Volk, das ihn in spiritueller Umnachtung und Unmündigkeit umgab, zu Mißverständnissen neigen würde! Im Hintergrund wußte er ja auch immer um das größte aller Mißverständnisse bezüglich seiner göttlich-väterlichen Mission: Der Wunsch des Volkes, ihn zum – weltlichen – König zu haben einerseits – und sein Anspruch andererseits das ‚Reich Gottes‘ entweder innwändig oder jenseitig zu verstehen...
2. Ebenso ernsthaft frage ich mich mittlerweile, ob der ‚Gott Israels‘ tatsächlich derselbe sein mag, wie derjenige, den der Nazarener als ‚seinen Vater‘ bezeichnet! Vergleichen Sie hierzu Johannes 8, 37-39 und 44-47. Setzt man nun voraus, daß diese Identität nicht gegeben ist, so mag der ‚falsche Gott Israels, der Lügenvater‘ tatsächlich gemeint haben, daß man hingehen, Zinsen einnehmen und mit seinem Gelde wuchern solle. Und genau das tun ja viele Juden seit Jahrhunderten oder sogar inzwischen Jahrtausenden! Die Lüge, die Verstellung als Gebärerin des Mißverständnisses... Darf man dem Nazarener unterstellen, daß er – mutwillig – mißverstanden werden wollte? Sagte er einerseits: ‚Ich bringe Feuer und Schwert‘, andererseits: ‚So du auf deine rechte Wange geschlagen wirst, halte auch deine Linke hin‘? Überall im AT – wie auch im NT – findet sich Satz und Gegensatz. Eines der Schlüsselwörter des Nazareners scheint mir zu sein: ‚Ich bin nicht gekommen, das Gesetz abzuschaffen, sondern es zu erfüllen.‘ Hier, aber, steckt der Widerspruch in dem einen Begriffe des ‚Gesetzes‘: Wenn ihr bisher meintet, das Gesetz so verstehen zu müssen, daß es Krieg, Haß und Zorn bringt, so sage ich euch nun, daß das eine Gesetz die Liebe ist! Und nur dieses, die Wirkung der Liebe, soll sich erfüllen! Aus dem Gesetz der ‚Auserwähltheit des Volkes Israel‘ hat sich zunächst die Ritualisierung, das Ritual entwickelt, daraus das Mißverständnis, die Setzung der alten Gesetze über die Liebe... (Siehe das Gebot, daß am Sabbath nicht zu arbeiten sei, dem der Nazarener tätig widersprach!) ...und noch weiter geht der Widerspruch zurück: Einerseits: ‚Du, Mensch, bist geschaffen aus mir und sollst sein wie ich, dein Gott.‘ Andererseits: ‚Siehe dort steht der Baum der Erkenntnis, von allen Früchten dürft ihr essen, von diesem aber haltet euch fern.‘ Ergo: ‚Du sollst und darfst sein wie ich, dein Gott‘ – aber: ‚Du darfst jenes, das dir dies ermöglicht, auf keinen Fall tun!‘ – Wir müssen also, meiner Ansicht nach, erst einmal klären wer wer ist – und ob die Identifizierung des ‚Gottes Israel‘ mit dem ‚Vater des Nazareners‘ überhaupt gerechtfertigt ist. Meine Intuition sagt mir derzeit: Wenn nicht die Lüge direkt ‚aus Gott‘ stammt, so gilt das offenbar schon für den Widerspruch (s.o.) aus dem sich Lüge und Verrat entwickelt haben. In sich logisch ist mir der Gedanke, das alles ‚aus dem Einen‘, also ‚aus dem Vater‘ stammt; es ist nichts, das nicht ‚Gott‘ wäre; somit stammt auch die Freiheit, insbesondere die menschliche Willensfreiheit, die wiederum auch die Erkenntnis ‚des Bösen‘ zulassen muß, aus ‚dem Einen‘! ‚Gott‘, das ist grundsätzlich liebendes Leben, während die Lüge zum Tode führt. Der Tod, aber, zumindest der Seele, ist eine Illusion... Noch ein Gedanke: Weshalb bedeutet ‚Luzifer‘ soviel wie ‚Lichtbringer‘? Könnte es deshalb sein, weil die Liebe ohne den Haß, das Angenehme ohne das Unangenehme, das Gute ohne das Böse nicht erfahren, nicht erkannt werden kann? Ist ‚Gott‘ nicht letztendlich auch jede – ausnahmslos jede! – Erfahrung, die wir machen können? Ich grüße Sie herzlich,

Hirt

08.04.2019
Lieber Bruder, da die Fälschungen in den kanonischen Schriften der Bibel so unübersehbar sind, empfehle ich Ihnen die Anschaffung dieses Buches: 
https://www.amazon.de/gp/offer-listing/3921786614/ref=dp_olp_used?ie=UTF8&condition=used. Der Nazarener ist Essener gewesen, das scheint sicher zu sein – und die aus Schriften unter vatikanischem Verschluß veröffentlichten Texte, die der aus dem Netzhinweis ersichtliche Autor übersetzt hat, scheinen einen etwas anderen Jesus zu offenbaren; einen Jesus, der auch seine weibliche Seite betonte. So soll es in dem Buche sogar ein Mutterunser geben, das ich hier aus einer Rezension kopiert habe: „Mutter Erde um uns, geheiligt werde dein Leben
und geachtet seien die Rechte aller deiner Kinder.
Lehre uns die Ehrfurcht vor dem Erleben unserer Mitgeschöpfe.
Unser täglich Brot gib uns heute, unser täglich Blutvergießen erspare uns heute,
und gib uns auch künftig von deiner Kraft, so daß wir von dir leben können, ohne dich zu mißhandeln.
Schenke uns Freude, so wie wir versuchen, anderen Freude zu bereiten.
Zeig uns den Weg zur Gewaltfreiheit gegenüber Menschen, Tieren und Pflanzen
und führe uns in die Gemeinschaft aller empfindenden Wesen.
So sei es, so sei es, so sei es.“
Lassen Sie sich von den eher nicht so günstigen Rezensionen hier nicht abschrecken, es gibt die Bücher nämlich auch gesplittet in vier Einzelausgaben, worunter die jeweiligen Rezensionen wesentlich zustimmender sind! Ich selber denke ebenfalls über die Anschaffung dieses Buches nach! Außerdem habe ich noch Hinweise auf ein anderes Buch gefunden, in dem die Authentizität des o.g. Autors, der die Essener-Texte 1923 im Vatikan entdeckt hat, bestätigt wird! Von der offiziellen Forschung ist dieser nämlich lange Zeit wohl nicht ernst genommen worden, auch hier ging es vermutlich darum, den Mann zu diskreditieren – um die ‚offizielle kirchlich-kanonische Version‘ nicht zu gefährden. Hier:
https://www.amazon.de/Das-Ur-Evangelium-Essener-seine-Verf%C3%A4lschung/dp/3743988488/ref=pd_sbs_0_6/259-5680019-0795620?_encoding=UTF8&pd_rd_i=3743988488&pd_rd_r=611bee84-59f9-11e9-a117-21989eb7a689&pd_rd_w=ajgcd&pd_rd_wg=pVP76&pf_rd_p=74d946ea-18de-4443-bed6-d8837f922070&pf_rd_r=RQS8004Q46WFG8MG6N97&psc=1&refRID=RQS8004Q46WFG8MG6N97. Vielleicht können wir gemeinsam etwas für die Entwirrung der ‚heiligen‘ Schriften tun! Heilig- das heißt ja ‚ganz‘ im Sinne von ‚unversehrt‘, aber das sind diese Überlieferungen wohl noch nie gewesen! Das erste Konzil von Nicäa 325 n. Chr. scheint schon entscheidende Fälschungen in die Ur-Überlieferungen gebracht zu haben... um kirchlich-päpstliche Macht zu sichern und Gläubige unmündig zu halten.
Hirt

08.04.2019
Lieber Freund, haben Sie von Herzen vielen vielen Dank für Ihre Post! – B. hatte doch ihren runden Geburtstag. Und wie es im Ländlichen noch üblicher ist, ist dazu auch ein Familien- und Freundestreffen obligatorisch. Da wir (sie und ich) zum Jubiläumstag jedoch verreist waren, wurde dieses familiäre Treffen am Samstag (in Thüringen) nun nachgeholt…
Ja, bitte: lassen Sie sich von den Tabletten befreien – oder befreien Sie sich selbst davon. – Warum war eine neue Medikation denn überhaupt nötig? – Ihre Anmerkungen zum Text haben mich sehr nachdenklich gemacht; ich brauche gewiß zwei Tage, um darauf (‚halbwegs‘ intelligent) antworten zu können. (Ich setze diese Klammer, weil mich das Wort an eine gute Einwendung und Erweiterung von Ihnen erinnert, die ich gerade im Text vorgenommen habe.) Ich danke Ihnen zutiefst für diese sehr wesentlichen Fragestellungen, die wieder Grundsätzliches ansprechen! – Dies kurz nur für den Moment – mit allen lieben Grüßen nach Bamberg!
Ihr Freund, der Sie herzlich umarmt!

08.04.2019
...ach ja,... Sie haben ja wohl den 65.sten von B. gefeiert. – Zu den Tabletten: Vor knapp vier Wochen, als ich das letzte Mal beim Arzt gewesen bin, hatte ich ihm erzählt, daß ich immer lärmempfindlicher werde, zumal jetzt auch noch eine Baustelle direkt vor meinem Hause ist – dort baut sich eine junge Familie ein Eigenheim – worauf er gemeint hat, das könne das Vorwarnzeichen einer beginnenden psychotischen Phase sein und mir dringend ans Herz gelegt hat, diese Tabletten einzunehmen. Der Beipackzettel, der mögliche Nebenwirkungen auflistet, könnte wiederum aus einem Gruselkabinett stammen. Dazu sein Kommentar: Dieses Medikament sei ca. 15 Jahre alt – und je ‚moderner‘ ein Mittel sei, desto intensiver würden die Nebenwirkungen beschrieben... Ich habe mich jedoch auf die Einnahme eingelassen, weil ich nicht als ‚grundsätzlich unkooperativ‘ angesehen werden will, zumal ich ja auch auf die ärztliche Bereitschaft zu weiteren Gutachten angewiesen bin, denn meine Rente ist ja nur befristet bis Mitte 2021 genehmigt... Somit ist diese Entscheidung, ob Einnahme oder Nichteinnahme von Psychopharmaka immer eine brenzlige Gratwanderung für mich... Apropos: Vor ca. einer Woche habe ich Briefpost von K. erhalten: Er sitzt offenbar auch wieder in der Psychiatrie! Ferner hat er Ärger mit dem Finanzamt und mit seinem Vermieter; er muß wahrscheinlich mit dem gesamten Verlag umziehen, was er auf 12.000 Euro allein für den Umzug taxiert! Folglich hat er wieder um Spenden gebeten... Das sieht immer mehr aus wie ein Faß ohne Boden... Haben Sie dieses Schreiben auch erhalten? – Lassen Sie sich nur Zeit mit Ihrer Replik zum Talente-Text-Kommentar – das ist ein so umfassendes Thema, daß man da schon eine Weile ins Denken kommen kann und soll, bevor überhaupt sinnvolle Sätze daraus sich ergeben können... herzlich,
Hirt

09.04.2019 (Heute Morgen geschrieben, ab 04:00 Uhr)
Lieber Freund, lieber Bruder! DANKESCHÖN von Herzen nochmals für Ihre Einwendungen zur Talentekritik – und all Ihren anderen persönlichen Anmerkungen! – Ja, alles drehte sich um diesen 65. von B. – Ihre prekäre Situation steht mir völlig vor Augen: Verlieren Sie nicht den Mut, bitte. Ich verstehe völlig, daß Sie sich in einer fatalen Abhängigkeit befinden – und hier nicht frei entscheiden und handeln können = also gezwungen sind, das eine vorzugeben, und das andere zu tun…!!!
Ihr Angebot und Ihren Impuls, uns gemeinsam um weitere Aufklärung in Hinsicht der biblischen Geschichte zu bemühen, erfreut mich außerordentlich! Vielleicht ist das ja das Thema, was auch Sie wieder zu schriftlicher Reflexion anregt! Auch danke ich Ihnen für die Buchempfehlungen. Mein Vorschlag: Ich kaufe beide Bücher (allerdings erst, wenn ich wieder in Berlin bin, wegen meines Berliner Amazon-Accounts) und wir lesen sie gemeinsam abwechselnd. Ich ahne, daß wir dort auf neue ‚Offenbarungen‘ treffen, die auch den Talentetext beeinflussen werden. Auch Ihre bereits gesandten Anmerkungen fordern den gesamten Text auf einer nächsthöheren Ebene heraus: Von wem eigentlich sprechen wir, wenn wir von ‚Jesus, Jesu Vater, Gott-Vater, Gott Israels, dem Nazarener‘ usw. sprechen?! Das ist natürlich eine elementare Frage – wie es elementar, essentiell ist, zu wissen, welchen Begriff ich verwende für welche Bezeichnung. Dieses Problem beschreibt, so vermute ich, auch Ihre momentane gedankliche Verunsicherung – die doch aber zwangsläufig ist, geht man den Dingen tiefer und konsequenter auf den Grund: sie lösen sich dort in Formen auf, die unmöglich noch zu trennen sind von den anderen ‚Gründen und Formen‘… – Was bleibt da? – Eine unmöglich von anderen Dingen und Formen zu trennende ‚Einheit‘, in der alles, wie Sie es am Ende selbst beschreiben, EIN ‚Ding‘ ist, unmöglich vom anderen zu trennen, weil es ohne sein Gegenstück (in allen Welten, oder nur in unserer polaren Welt?!) nicht sein kann. Das Falsche ist Impuls, dem Rechten nachzugehen; das ‚Wahre‘ wiederum ist derart ‚fragwürdig‘ (angesichts der Unerkennbarkeit seiner ‚Ursache‘), daß es das Unwahre oft sogar erzwingt… usw. (Vgl. Faust 1, 6, Studierzimmer, Mephisto: [Ich bin] „Ein Teil von jener Kraft, / Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“) Hinzu: Im Laufe des Lebens verändern sich unsere Auffassungen vollends; was uns in der Jugend als Ideal erscheint, weicht im Alter anderen Modellen/Ansprüchen. Was also hat ‚ewigen‘ Bestand, ob in unseren Anschauungen oder in seiner eigenen Substanz? – Nichts. – Und jetzt sprechen wir von ‚Wahrheit‘ – und spüren zugleich bzw. sind uns unzweifelhaft bewußt (indem wir uns auf das Ursache-Wirkung-Prinzip berufen und es allem ‚wissenschaftlich‘ zugrunde legen können), daß es diese WAHRHEIT auf einer uns unzugänglichen Ebene doch geben muß…! – Bei all dieser ‚Überforderung‘ rufe ich mir immer wieder in Erinnerung, nicht zu ‚verzweifeln‘ an diesen offenkundigen Dilemmata, phantastischen Paradoxen, sondern sich völlig emotionslos ihnen zu stellen, sie anzuerkennen – und dennoch sie nicht als unüberwindlich (apathisch) hinzunehmen/anzusehen. Wir können doch nur staunen, wie sehr wir jeden Tag ein Stückchen zumindest näher des ‚höheren Verständnisses‘, der ‚Vollkommenheit‘ gelangen, wie sich uns immer wieder neue Dinge offenbaren, von denen wir vor noch nicht allzu langer Zeit keinen blassen Schimmer hatten. – Also: JA, lassen Sie uns den Dialog wieder aufnehmen, sanft, in der uns möglichen Dosis, und lassen Sie uns das neu aufgeworfene/gefundene Thema umfassender behandeln, ja! Auch hier werden wir an einen Punkt kommen, wo wir einen (vorläufigen) Abschluß finden und auch (eine Zeitlang) wieder leben werden können mit dieser gegenwärtig erreichbaren Fassung des Faßbaren…
Soweit meine ersten dankbaren Rückmeldungen auf Ihre essentiellen Beiträge! – Ihre Korrekturen habe ich vollständig übertragen. Ich lasse den Text im Moment etwas ruhen, da ich, wie Ihnen berichtet, erst noch ein Buch über die Gnosis lesen und dortige Hinweise einarbeiten muß/möchte. Ich denke also, daß es danach eine vorläufige Online-Fassung geben wird, die wir gern, entsprechend unserer neuen folgenden Erkenntnisse, erweitern oder verändern werden. Ähnlich wie bei der Nationalseele, für die ich parallel übrigens auch Veränderungen und Einfügungen sammle und vorsehe… – Ich danke Ihnen für Ihre Gegenwart und Ihre treue Freundschaft! Gehaben Sie sich recht wohl, bitte.
Ihr Bruder!

09.04.2019
Lieber Freund, hier eine Seite, die sich den Essenern widmet:
http://www.puramaryam.de/essenerwer.html. Von dort habe ich auch eine 4-seitige pdf heruntergeladen, in der es um Heilung/Selbstheilung und bedingungslose Liebe geht – diese sei nicht polar und könne deshalb alle Krankheiten heilen. Vielleicht, auch, könnte das ein Hinweis sein auf die tiefgreifendste und essenzielle Wahrheit hinter allem: Bedingungslose Liebe nimmt sich heraus aus dem Ursache-Wirkung-Kreislauf, da sie der Urgrund, eben bedingungslos ist! „Liebet eure Feinde!“ ist also offenbar der Weg, auf dem die Polarität unserer Dimension durchbrochen werden kann, daher das vielleicht tiefgreifendste Nazarener-Zitat – und prompt das vielen Menschen unverständlichste und die undurchführbarste Aufforderung! – Klar, das Angenehme, Gute, Schöne zu lieben ist recht einfach – aber es ist eben eine Liebe, die an Bedingungen geknüpft ist: Ein ‚Ding‘ oder ein Mensch muß angenehm, gut und schön sein, damit ich es oder ihn lieben kann... Ist uns diese bedingungslose Liebe nicht auf der Gefühlsebene oft genug ein tiefes Rätsel? Ist Liebe nicht weit mehr, als nur ‚ein Gefühl‘? Immer scheint die Verantwortlichkeit für das, was ich sehe, höre, rieche, schmecke, taste, empfinde mit hineinzuspielen – der Mensch eben, als die Kreatur, die im höchsten Maße Eigenverantwortung zu tragen hat für das Universum, das sie direkt umgibt! Und das wiederum ist der Sinn des hermetischen Gesetzes „Wie außen – so innen, wie innen – so außen“! – Damit verbindet sich bei mir sofort die Vorstellung, daß wir kein ‚Ding‘, keinen Menschen und keine Situation antreffen können, die nicht schon in uns angelegt wären – in diesem Sinne kann uns immer nur begegnen, was und wen wir schon ‚kennen‘, was in uns eben antizipiert ist: der Unterschied zwischen ‚eine Erfahrung vorausdenken‘ und ‚eine Erfahrung machen‘; darum ja auch kann niemals ein Mensch eine Erfahrung für einen anderen Menschen machen... „Das Himmelreich ist in dir!“ – und ebenso auch ‚die Hölle‘, wenn du eben letztere antizipiert hast! So, nur, wird verständlich, daß die größtmögliche Freiheit eben immer auch die größtmögliche Verantwortlichkeit für sich selbst voraussetzt, so wird verständlich der Satz, daß ein jeder zuerst sich selber bedingungslos zu lieben lernen darf, bevor er andere ebenso bedingungslos lieben kann! Und – gerade! – wie schwer ist es uns oft, uns selber anzunehmen, uns so zu lieben wie wir sind? Wie oft verzweifeln wir, weil wir uns ‚nicht gut genug‘ fühlen oder einer Sache, einer Aufgabe ‚nicht gewachsen‘? Gelingt es jedoch, alles Begegnende in die Bedingungslosigkeit der Liebe des Alls, der All-Liebe zu stellen, so sehen wir ein Licht am Horizont, die Chance uns selber annehmen zu können.
Meine Begriffe sind schwach und schwammig geworden; ich ahne, daß sie nur dann neue Konturen gewinnen können, wenn auch sie in den Urgrund der bedingungslosen Liebe gestellt werden: „Erkenne dich selbst!“ – der alte delphische Orakelspruch ist von tiefster Weisheit, denn nur in der Selbsterkenntnis liegt zugleich Gott- und Welterkenntnis, da alles Gegebene einander durchwebt und durchdringt in vielfältigen Dimensionen: Schwerwiegend ist, was wir tun, ebenso, wie das, was wir unterlassen; erst lernen dürfen wir, vom bloßen Verhalten zum Handeln zu kommen, denn auch Nichthandeln ist Handeln! Nur die bewußte Handlung enthält den Grad der Verantwortung, den der Nazarener mit seinem Satze uns abgefordert – aber auch vorgelebt hat: „Liebet eure Feinde!“ das heißt auch und vor allem: ‚Liebe zuerst den Feind in dir, dasjenige, was du von dir selber noch nicht annehmen kannst‘! Und so scheint mir der Satz: „Ich bin gekommen, um Feuer und Schwert zu bringen!“ in seinem Ursinne zu bedeuten, daß ein jeder letztendlich der Selbstläuterung sich widmen muß, um fürder weiterleben zu können in der vollen Pracht seines individuellen Soseins! Der Mensch, allein, ist nicht ausgeliefert seinem Schicksal, denn jeden Augenblick hat er die Wahl sich neu und anders zu orientieren und entsprechend zu entscheiden. Was innerhalb eines jeden Menschen liegt, das wird sich einst erfüllen dürfen und müssen, denn die Folgerichtigkeit des Ursache-Wirkung-Prinzips bleibt in unserer Dimension bestehen – bis sie durchbrochen wird von der bedingungslosen Liebe, die in der Lage ist jedes Paradoxon zu transzendieren – 
Ja, ich begreife gerade, daß mir meine Begriffe nicht durch bloße Definition zurückkommen werden, sondern daß die Anwendung derselben immer auf dem Fuße folgen muß, daß Feinabstimmung der Definition immer wieder aus neuer Anwendung erfolgen muß... das Leben, so auch unsere Sprache, ist ja etwas durchaus immer Fließendes; Herakleitos von Ephesos: „Panta rei.“ Novalis: „Alle Wahrheit ist uralt.“
Unsere Perspektiven sind oft genug verstellt: Verstellen wir uns nicht, auf daß wir sie zurechtrücken mögen! – Ja, lesen wir gemeinsam dieses Essener-Evangelium, es kann sich nur erweiternd auf unsere Perspektiven auswirken! Auch die Textarbeit können und wollen wir gemeinsam angehen, denn Talent dazu haben wir, sogar mehr: Die Fertigkeit, unsere Begabungen in Sinnvoll-Erschließendes umzusetzen! Gehaben auch Sie sich wohl, lieber Bruder – und grüßen Sie B. bitte von mir! Danke für alles; Sie sind ein Wunder der Resonanz in meinem Leben...
Hirt

10.04.2019
Freund, ich habe begonnen, mich mit Ihren schönen letzten Ausführungen eingehender zu beschäftigen – und bin zunächst einmal Ihren Literaturhinweisen nachgegangen: Das in Ihrer Mail zweitgenannte ‚Urevangelium der Essener‘ ist derzeit nur in einem einzigen (deshalb auch überteuerten: 60 Euro) Exemplar erhältlich. Soll ich es kaufen? – Ich fand es auch nicht im ZVAB, dafür dort andere recht interessante Lektüren zum Thema:
https://www.zvab.com/servlet/SearchResults?cm_sp=SearchF-_-topnav-_-Results&kn=urevangelium&sts=t. Oder soll uns zunächst das erste von Ihnen genannte genügen; es ist auch nur noch in wenigen Exemplaren zu haben, ich hab es gekauft/bestellt, es wird mir noch nach Thüringen gesandt. – Die Seite http://www.puramaryam.de/essenerwer.html hab ich besucht, das von Ihnen heruntergeladene 4seitige PDF gefunden. Wir können später gern darauf verweisen, wir können es auch bei uns sichern – wenn Sie das für essentiell halten; ich hab es noch nicht durchgelesen. Bitte geben Sie Ihre Meinung dazu. Ich weiß im Moment nur, daß ich IHREN Reflexionen dazu innigst folgen kann und diese auch in einem zukünftigen Talentetext mindestens verlinkt wissen möchte. Dazu dann zählte auch Ihre allererste ‚Kritik‘ bzw. Hinweisung auf alle Fragen im Vorfeld zur genaueren Bezeichnung oder Existenz dieser oder jener Person oder unserer Begriffe von ihnen. Das ist natürlich ein gewaltiges Unterfangen, es hieße im Grunde, die gesamte überkommene theologische Darstellung neu zu fassen… Wie wollen wir das leisten/bewältigen, lohnt sich das, ist das überhaupt möglich? Oder einigen wir uns auf die Hinweise darauf und eine dazu ausstehende Revision der traditionellen und populären Lesarten…? – Bei allem Erschrecken natürlich vor der nun abermalig anstehenden Eindringung und Tieferbohrung freue ich mich aber auch über Ihr Interesse an diesen Themen – und über die famosen Zeugnisse, die von Ihnen dazu nun schon wieder entstanden sind! Das ist es allemale wert! – Ich habe begonnen das Violanthe-Buch über die Gnosis zu lesen; daraus soll ein neuer noch einzuschiebender Absatz für die Talente entstehen. Dies /muß meine nächste Arbeit sein. Sie, unterdessen, könnten das Essener-Evangelium lesen, wenn es hier und dann auch bei Ihnen ist… Korrekturfrage für spätere Übertragungen: „Ist uns diese bedingungslose Liebe nicht auf der Gefühlsebene oft genug ein tiefes Rätsel? Ist Liebe nicht weit mehr, als nur ‚ein Gefühl‘? Immer scheint die Verantwortlichkeit für das, was ich sehe, höre, rieche, schmecke, taste, empfinde mit hineinzuspielen – der Mensch eben, als die Kreatur, die im höchsten Maße Eigenverantwortung zu tragen hat für das Universum, das sie direkt umgibt!“ – Müßte es hier nicht heißen: …für das Universum, daß ihn (den Menschen) direkt umgibt? Oder man muß den Menschen in den Plural setzen? – Es wünscht Ihnen einen gesegneten schönen Tag
Ihr Bruder!

10.04.2019
Lieber Bruder, nun bin ich davon ausgegangen, daß der Amazon-Hinweis schon das Buch mit dem Text des Urevangeliums enthält... Ich bin mir nicht sicher, ob es sich bei diesem überteuerten Buche um einen anderen Text handelt. Ebenso ist mir nicht klar, inwiefern sich die Texte der Bücher unter dem zvab.com-Hinweis davon unterscheiden! Daher gehe ich zunächst einmal davon aus, daß das Buch, das Sie nun schon bestellt haben, für den Anfang genügt. Das Essentielle an der 4-seitigen pdf. ist für mich zunächst einmal die Grundaussage, daß angewandte bedingungslose Liebe in der Lage sei, den Ursache-Wirkung-Kreislauf zu durchbrechen und alle Krankheiten zu heilen – ob man den dortigen Anweisungen dazu folgen mag oder einen eigenen Weg zu dieser Liebe findet, scheint mir eher zweitrangig. Was die Arbeit am Talente-Text angeht bin ich dafür, sich nicht vorher auf rationalem Wege lange zu überlegen wie groß der Umfang werden mag und ob so eine weitreichende Revision überhaupt möglich sei, sondern einfach unserer Intuition zu folgen, uns von ihr führen zu lassen... – „...für das Universum, das sie direkt umgibt!“ – Hier bezieht sich ‚sie‘ nicht auf den Menschen, sondern auf die Kreatur, der wesentlich das Menschsein aufgetragen ist! In dem Netzhinweis zu der Essener-Seite, wo ich gestern abend im Inhaltsverzeichnis gestöbert und weitere Texte, vor allem zur ‚Herkunft der Finsternis‘ gelesen habe, findet sich hierzu eine höchst interessante Aussage: Es sei eben Auftrag und Aufgabe des Menschen, den gestürzten Luzifer und seine in die Materie gefallenen Engel erlösen zu helfen; ‚Menschsein‘ in seiner tiefschwingenden Körperlichkeit der dritten Dimension als einziges Mittel des Himmels, diese tiefe Luzifer-Schwingung überhaupt noch zu erreichen! Jeder Mensch mit seinen vielen vielen Inkarnationen, seinem unendlichen Leiden als – ursprünglich – bewußtes Liebesopfer, um Luzifer nicht endgültig der Dunkelheit preiszugeben! ...auch Luzifer selber als sich-selbst-gebendes Liebesopfer, um die Polarität erfahrbar zu machen, als ‚Zwillingsseele‘ des Christos! Das heißt: Luzifer ist sich schon vor seinem Fall voll bewußt gewesen, welche unendlichen Leiden für viele viele Wesen seine Tat auslösen würde, ebenso wußten seine mitgestürzten Engel darum, die ja ursprünglich alle Lichtwesen gewesen sein sollen. Und: Angeblich lag die Finsternis schon über der Erde, noch bevor überhaupt die Natur entstanden ist, als der Mutterplanet noch ganz jung war! So, wie auch Novalis angesagt hat, daß der Mensch das ‚Inzitament‘ der Erde sei, sind dann also Erde und Mensch in ihrem gemeinsamen Auftrage untrennbar miteinander verbunden! Sie sehen, lieber Bruder: Wenn diese Darstellung zutreffen sollte, so ist der Auftrag des Menschen ein geradezu ungeheuerlicher, schier unlösbar erscheinender: Das Äonen-Loch nämlich zu kitten, das Luzifer in die Himmel gerissen hat! Dagegen, wiederum, erscheint die Aufgabe, die wir beide uns nun gestellt haben, nur ein ganz geringes winziges Teilgebiet zu sein... – Bei mir lugt die Sonne durch die Wolken – auch Ihnen einen angenehmen Tag!
Ihr Bruder Hirt

10.04.2019
„Der Wunsch des Volkes, ihn zum – weltlichen – König zu haben einerseits – und sein Anspruch andererseits das ‚Reich Gottes‘ entweder innwändig oder jenseitig zu verstehen...“ – innwändig: tatsächlich mit nn geschrieben (von innen) und ä; korrekt, nach altem Duden, wäre ‚inwendig‘...?
Ihr Bruder fragt.

10.04.2019
Ich habe schnell getippt und mein Gedanke lag bei ‚innen‘, also folgte mein Tippfinger blitzschnell diesem Impuls. Korrigieren Sie bitte nach der Schreibweise des alten Dudens. Es geht ja auch darum, ob ‚ä‘ oder ‚e‘. Meinem Sprachgefühle nach, wäre ‚ä‘ treffender, weil es sich ja um eine Wand zwischen Innen- und Außenwelt handelt, das Gefängnis eben, das der menschliche Körper in der dritten Dimension darstellt. Wir sollten doch aber weitestgehend bei der korrekten alten Schreibweise bleiben –
Hirt

11.04.2019
Lieber Freund, Guten Morgen wünsche ich Ihnen und einen guten Tag! – Ihre Ausführungen von gestern habe ich wieder mit Bewunderung und Freude empfangen – und begonnen, alles schon für unsere Korrespondenz und einen späteren Verweislink darauf aufzuarbeiten. Und wie von Wunderhand wurde ich heute morgen geführt/gedrängt, noch einmal etwas genauer nach Quellen zu unserem Projekt zu suchen... Gefunden habe ich dabei folgende Materialien – und das Ganze bereits in eine ggf. übertragungsfähige Form gebracht. Die beiden darin erwähnten PDFs füge ich als Anhang Ihnen zur Lektüre/Überprüfung an (später wären sie aus dem Text aufzurufen):
…Wir zitieren die Autorin und theologische Wissenschaftlerin
Johanne G. T. Joan von ihrer Netzseite (https://www.das-geheime-johannes-evangelium.de/, 2019), auf der sie auch beide im Text genannten PDF-Dokumente zur Verfügung stellt: „Das Hauptwerk, auf das ich mich in der Trilogie >Das Geheimnis des wahren Evangeliums< stütze, (daraus hier als Leseprobe Kapitel 14) ist >Das Evangelium der Essener< von Edmond Bordeaux Szekely. Dieses galt offiziell als Fälschung, da der Vatikan bestritten hat, jemals im Besitz eines solchen Evangeliums gewesen zu sein. Professor Fischer erkannte nach dem Lesen der Trilogie die enorme Wichtigkeit dieser Werke und hielt mich an, eine Art Studie zu verfassen (hier nachzulesen), die, anhand historischer Dokumente, zusammengefaßt die Authentizität des Evangeliums der Essener beweisen sollte. Diese Studie wurde ins Englische übersetzt und bildete die Grundlage für Professor Fischers und Professor McGaughys Forschungsarbeit in den USA bzgl. der Feststellung der Authentizität des Dokuments >Das Evangelium der Essener<. Ob man an die Lehre des Essener Täufers glaubt oder nicht, ist nicht relevant, es geht nur um den Nachweis der Authentizität des Dokuments >Das Evangelium der Essener<, das als Vorlage für das Neue Testament und für wichtige Teile des Alten Testaments gedient hat, also, ob es 2000 Jahre alt ist – unabhängig davon, ob man es für die göttliche Wahrheit hält oder nicht.“ Desweiteren können wir auf ein Gespräch mit der Autorin vom März 2019 verweisen: https://www.youtube.com/watch?time_continue=4&v=4Uy7kzP-rUI (gesichert)…
Ich habe das Gnosis-Buch durch; es enthält einen großen Anhangteil mit verschiedenen gnostischen ‚Evangelien‘, von denen für unsere Zwecke vor allem das bereits erwähnte Thomasevangelium von Bedeutung ist. Ich werde vom Kommentar dazu aus diesem Buch aber auch etwas übernehmen – beginne heute also bereits mit dem noch ausstehenden gnostischen Zusatz. – So verbleibt Ihnen für heute, dankbar für Ihre Beteiligung und Ihre Beiträge,Ihr Bruder und Freund.

11.04.2019
Lieber Bruder, soeben habe ich die beiden PDF-Dateien aus dem Anhang Ihrer Mail gelesen – und bin verblüfft über den immer weiter sich öffnenden Raum der Fälschungen! Angeblich geht es ja sogar so weit, daß es weder die Enthauptung des Täufers noch die Kreuzigung des Nazareners überhaupt je gegeben haben soll! Mich elektrisiert regelrecht die Feststellung, daß der Vorrang der Gnade ins NT hineingefälscht zu sein scheint, um den Menschen unfähig und unmündig zu halten, ihm einzutrichtern, daß er aus eigener Kraft seinen Gott niemals erreichen könne! Auch die Begründungen sind überaus einleuchtend: Die Römer sahen die Abschaffung ihres Geldes und der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frau und die autonome Lebensweise der Essener als riesige Bedrohung an und mußten daher auf Abhilfe sinnen um ihre Macht zu erhalten... Ferner denke ich auch an die intuitiv richtige Einschätzung des Paulus bei Nietzsche, der von all den Aufdeckungen des 20. und 21. Jahrhunderts ja noch nichts hat wissen können; immer mehr kommt die Genialität dieses sprachgewaltigen Seelenforschers zum Vorschein! Wie erschütternd: 2000 Jahre Ritus, Kult, Sklaverei, Unterdrückung, Menschen- und Hexenjagd… aufgebaut auf einem ‚Heiligen Buch‘, das wohl offenbar unheiliger nicht sein könnte… Mir ist eine Idee gekommen: Was halten Sie davon, wenn Sie Drewermann anschreiben und ihn fragen, ob ihm die Essener-Schriften bekannt sind – und wenn ja – was er davon hält? Warum nicht einen verdienten Mann seines Faches um seine geschätzte Ansicht bitten? Wenn diese Frau Joan auch nur annähernd recht hätte, stürzten reihenweise Jahrtausende alte Weltbilder in sich zusammen... Ich werde jetzt die beiden Netzhinweise Ihrer Mail aufsuchen. Gerade komme ich mir vor, als sei ich ein Insasse der Höhle in Platons Gleichnis, der zum ersten Male die Andeutung eines Lichtstrahles hinter den Schatten erhascht hat... Es ist unfaßbar, was sich da aufzutun scheint – – bis später,

Hirt

 12.04.2019
...lieber Freund, verzeihen Sie, ich komme heute nicht zu einer umfangreicheren Antwort an Sie, wir haben hier immer noch Verpflichtungen, die auf Bs. Geburtstag zurückgehen... Was Sie hier schreiben – ist im Grunde das Exposé zu der ausstehenden Erweiterung/Ausarbeitung... Ich bin beeindruckt – und danke Ihnen sehr sehr von Herzen...

Ihr Bruder.

12.04.2019
Lieber Bruder, sehen Sie sich hier den Gegen-Standpunkt an:
(Nicht mehr verrfügbar bzw. defekt.)
Hirt

13.04.2019

Lieber Bruder, Guten Morgen! – Von dort auch stößt man auf weitere Zweifelvorträge: https://www.youtube.com/watch?v=0qRTLEd8b-M und: https://www.youtube.com/watch?v=abib_zdXCSs, wie auch hier: https://klaudija.de/zehn-luegen-von-edmond-bordeaux-szekely-essener-friedensevangelium-fake. – Ich komme dieser Beschäftigung gerade nicht nach; wollen Sie sich darin vertiefen – und sich eine Meinung bilden – der ich mich anschließen kann/möchte? Ich würde Ihnen nächste Woche von hier aus das Buch zusenden, plus zwei weitere Bücher von meinem Quellenmaterial, die Gnosis betreffend. Dort sind Markierungen, die Sie sicher über unser Thema hinaus interessieren könnten, die ich aber in der aktuellen Arbeit nicht verwenden kann. (Die Bücher können Sie mir bei Ihrem Besuch hier zurückgeben.)

Ihr Bruder – im Arbeitsmodus, aber auch mit vielen anderen notwendigen Prozessen beschäftigt...

13.04.2019
Lieber Bruder, anbei meine Korrespondenz mit Frau Joan. Sollte noch eine weitere Antwort von ihr eingehen, werde ich Ihnen auch diese selbstverständlich weiterleiten. In meinem soeben verfaßten zweiten Schreiben an sie gebe ich mich absichtlich äußerst skeptisch, um die verdiente Frau herauszufordern. Dennoch, d. h. auch wenn keine zweite Antwort von ihr kommen sollte, bin ich jetzt umso gespannter auf die Lektüre des Essener-Evangeliums. – Wollen Sie tatsächlich Ihre Berliner Wohnung aufgeben? – Herzliche Grüße,
Hirt

Korrespondenz zwischen H. Hirt und Frau Johanne Joan:

13.04.2019
Sehr geehrte Frau Joan, im Zuge einer schriftlichen Auseinandersetzung mit dem Talente-Gleichnis im Neuen Testament stießen mein Freund und ich auf das Essener-Evangelium in der Übersetzung des Edmond B. Szekely. Leider hatten wir bisher beide nicht die Gelegenheit Ihre drei Bücher, in denen Sie die Echtheit desselben nachweisen, zu lesen. Wie entkräften Sie die bis heute andauernden Vorwürfe, es handele sich bei Szekely um den Erfinder dieses Evangeliums? Er habe nie aramäisch gekonnt und auch nie das angeblich im Vatikan vorgefundene Original des Textes vorweisen können? Internet-Dokumente zu diesen Vorwürfen finden sich hier:
https://www.youtube.com/watch?v=0qRTLEd8b-M und hier (z. B.): https://klaudija.de/zehn-luegen-von-edmond-bordeaux-szekely-essener-friedensevangelium-fake. Für eine kurze Stellungnahme sind wir dankbar! Auch betrachten wir die Anschaffung Ihrer Bücher nur dann als sinnvoll, wenn sich in Kurzform sagen läßt, daß und weshalb Szekely eben nicht ein Erfinder mit einer blühenden Phantasie ist bzw. war. Mit freundlichen Grüßen,
Holger Hirt.

13.04.2019
Sehr geehrter Herr Hirt, viele Ungereimtheiten haben sich um die Person Szekely zusammengebraut, vor allem, ob er das Evangelium der Essener tatsächlich im Vatikan vorgefunden hat. Diese Widersprüche haben seinem Ruf schwer geschadet.
Die Videos, die Sie mir geschickt haben, kenne ich sehr gut. Dennoch machen die Kritiker immer denselben Fehler: sie gehen auf die Person Szekely und auf die ungelösten Rätseln, die ihn betreffen ein, aber niemals gehen sie ein auf das Evangelium der Essener. Sie messen das Evangelium der Essener mit der Person Szekely, wie hirnrissig! Ist die Qualität eines gefundenen Gegenstandes von der Lauterkeit oder Nichtlauterkeit seines Finders abhängig? Der Finder des Evangelium der Essener hätte ein entflohener Verbrecher sein können, würde seine  Schlechtigkeit den Inhalt des Evangeliums der Essener beeinflussen? Der Leumund von Szekely nahm solang eine übergeordnete Rolle ein, bis es gelang anhand historischer Schriften die Authentizität des EE zu beweisen. Jetzt, wo dieses gelungen ist, spielt es überhaupt keine Rolle mehr, wer Szekely überhaupt war oder nicht war, denn jetzt ist auch bewiesen, daß er das Evangelium der Essener nicht selbst verfaßt hat, und darauf kommt es an, auf nichts anderes. Ist Ihnen in den Sinn gekommen, daß die Verfälscher des Evangeliums der Essener, also die römisch-katholische Kirche, in Anbetracht der Gefahr, die ihr blüht, wenn es gelingt, sie des Betrugs zu überführen – denn durch diese Entdeckung wird die RKKirche demnächst Schiffbruch erleiden –, alle Nachweise über Szekelys Vatikan-Aufenthalt, samt des Evangeliums der Essener, verschwinden lassen müssen? Das ist für sie eine Leichtigkeit, denn sie hat sich schlimmerer Verbrechen in der Vergangenheit schuldig gemacht. Sie brauchen die Trilogie nicht zu kaufen, denn, wenn es Ihnen nur um die Authentizität des EE geht, dann können Sie die kostenlose Ausarbeitung lesen, ich denke sie dürfte Sie überzeugen... Hier werden Sie sie finden: https://www.change.org/p/papst-franziskus-palazzo-apostolico-00120-citt%C3%A0-del-vaticano-rom-italien-bitte-um-freigabe-des-essener-evangeliums-das-misshandeln-und-t%C3%B6ten-von-tieren-verurteilt. Mit freundlichen Grüßen
Johanne Joan.

13.04.2019

„Der Finder des Evangelium der Essener hätte ein entflohener Verbrecher sein können, würde seine  Schlechtigkeit der Inhalt des Evangeliums der Essener beeinflussen? Der Leumund von Szekely nahm solang eine übergeordnete Rolle, bis es gelang anhand historischen Schriften die Authentizität des EE zu beweisen. Jetzt, wo dieses gelungen ist, spielt es überhaupt keine Rolle mehr, wer Szekely überhaupt war oder nicht war, denn jetzt ist auch bewiesen, daß er das Evangelium der Essener nicht selbst verfaßt hat, und darauf kommt es an, auf nichts anderes.“

Sehr geehrte Frau Joan,

haben Sie zunächst vielen Dank für Ihre schnelle Reaktion. Oben habe ich die für mich entscheidenden Sätze Ihrer Antwort zitiert; denn es spielt sehr wohl eine Rolle, wer Szekely war und ob man ihm trauen kann oder nicht. Schließlich gibt es in der Geschichte – auch Kunstgeschichte – viele Fälschungen, die so geschickt ausgeführt worden sind, daß selbst Experten Probleme haben und hatten zu entscheiden, ob ein Artefakt echt war oder eben gefälscht! Und die Vorwürfe gegen Szekely, daß er weder aramäisch noch hebräisch überhaupt beherrschte sind für mich so schwerwiegend, daß doch diese Fragen als erstes einmal geklärt werden müßten! Wie will Szekely ohne betreffende Sprachkenntnisse denn überhaupt an den Inhalt des Essener-Evangeliums gekommen sein? Darf man denn tatsächlich allein von einem – angeblich übersetzten – Text ausgehend darauf schließen, daß der Inhalt aufgrund von Vergleichen mit den biblischen Texten sowie apokryphen Schriften echt sein muß? – Ihre auf Ihrer Netzseite zur Verfügung gestellte Studie habe ich angelesen – doch hier scheint sich mir derselbe Mangel zu eröffnen: Sie gehen sogleich, die Authentizität des Essener-Evangeliums schon voraussetzend, auf dessen Inhalte und Textvergleiche mit dem NT ein, ohne sich um die Authentizität des Herrn Szekely überhaupt zu kümmern! Momentan – ohne Ihre Arbeit komplett zu kennen – sieht es für mich so aus, als ob Sie dessen Glaubwürdigkeit aufgrund Ihrer inhaltlichen Textarbeit rückgeschlossen hätten, und ich muß mich ernsthaft fragen, ob das zulässig ist, zumal es in neuerer Zeit eine große Zahl von Neuoffenbarungen und sogenannten Channelings gegeben hat. – Andererseits ist es sicherlich auch nicht unwahrscheinlich, daß der Vatikan hier Vertuschungen anbringt, verheimlicht und für den schlechten Leumund des Herrn Szekely geradezu sorgt! Somit ist es außerordentlich schade, daß außer Szekely selbst anscheinend niemand das Original dieser Schrift zu sehen bekommen hat!
Ich werde demnächst das Essener-Evangelium komplett lesen, Ausschnitte kenne ich bereits aus Buchrezensionen sowie Ihren vergleichenden Arbeiten. Mir geht es in diesem Falle gewiß nicht darum ‚Geld zu sparen‘, wenn es um die Anschaffung von Büchern geht, die entweder die eine oder die andere Sichtweise belegen! Wenn es jedoch richtig ist, daß die Original-Schrift zum Essener-Evangelium verschollen ist, befürchte ich, daß die römisch-katholische Kirche am längeren Hebel sitzt – weil durch noch so gute Textarbeit letztendlich die Echtheit des Essener-Evangeliums nicht mit 100prozentiger Sicherheit bewiesen werden kann! Vielen Dank für Ihre freundliche Aufmerksamkeit,
Holger Hirt.

Ende der Korrespondenz zwischen Frau Joan und Herrn Hirt.

14.04.2019
Mein lieber Bruder – ich möchte Sie fest und sehr herzlich umarmen! Sie sind mir ein Licht, mein lieber Freund! – Daß es nun wieder dazu gekommen ist, daß Sie sich wieder äußern und beitragen, daß Sie mir zur Seite sind in Ihrer wundervollen Art und Genauigkeit, mit Ihrer schönen Sprache und Ihrem Geist – das alles gehört zu den ganz großen Freuden, die mir in diesem Jahr bereits schon beschieden wurden/zuteilwurden. Ich danke Ihnen innig! – Wunderbar haben Sie geschrieben – und geantwortet! – Nun warten wir. – „Das Evangelium der Essener“ (von Szekely) ist hier! – Gestern war ich noch unsicher, und wollte mit Ihnen besprechen, ob ich es nicht als erster lesen sollte, da ich mit meinen Einarbeitungen fertig bin und dafür jetzt Kapazitäten hätte; heute morgen aber wußte ich, daß es mir andersherum doch lieber ist und effektiver erscheint, da Sie sich viel weiter bereits in diese Fragen eingearbeitet haben. Ich werde das jetzt nachholen und die entsprechenden Entwürfe zum Thema herstellen: Sie erhalten Mittwoch oder Donnerstag (Absendung am Dienstag) ein ‚Osterpäckchen‘ von uns! – Ich möchte Ihnen auch sagen, daß Ihr Vorschlag, an Dr. Drewermann zu schreiben, meine ganze Zustimmung hat: eine sehr schöne Idee! Das z. B. kann ich außerdem angehen. – Die Einschübe zur Gnosis wurden kürzer als gedacht und fanden ihren Platz nur an unterschiedlichen Stellen im Text. Unten die beiden Neuerungen, wie üblich mit den An- und Abführungen, die Ihnen bereits bekannt sind. – Was meine Umzugspläne angeht – das alles ist in der gedanklichen Phase der Erwägung/Überprüfung. Und das findet gewiß auch nicht mehr in diesem Jahr statt; wir werden also Gelegenheit haben, über alle diese Fragen persönlich zu sprechen – was mir auch ein großes Vergnügen bereiten und ein großes Bedürfnis sein wird. – Das vorbereitete Dokument zur Übertragung unserer Korrespondenz allein aus der letzten Woche ist schon wieder 15 Seiten lang… Dazu: Würden Sie mir bitte kurz Ihre Bestätigung bzw. Korrektur dieser Stichpunkte – nach alter Schreibung – für das neue Handbuch durchgeben? ...

Wir hatten einen sagenhaft wundersamen/wundervollen Morgen heute. – Wir senden Ihnen etwas von unserer inneren Freude und Dankbarkeit!
Ihr Freund, Ihr Bruder!

14.04.2019
Lieber Freund, soeben komme ich von der Geburtstagsfeier meines Vaters zum 80sten zurück. Zum Glück hat es keinen offenen Ärger gegeben – aber ich halte diese Atmosphäre seiner Rechthaberei nicht mehr lange aus und entferne mich dann lieber, zumal meine Eltern ja noch bis zum 20. April in ihrer Ferienwohnung bleiben... Die Verbesserungsvorschläge für Ihren Texteinschub habe ich oben angebracht. – Nun, auch wenn Frau Joan ein zweites Mal nicht mehr antworten sollte, so gibt es meinem Gefühle nach drei Punkte, die für Szekely sprechen:
a). Wenn er nicht der Übersetzer des Essener-Evangeliums wäre, woher und wie soll er sonst diesen – offenbar genialen – Text empfangen haben? aus reiner Phantasie?... wohl eher unwahrscheinlich-
b). Sehr wahrscheinlich hingegen ist die Annahme, daß der Vatikan alles tun wird, um Szekely als Fälscher und Lügner dastehen zu lassen – so auch von Frau Joan angedeutet!
c). Wie, wenn nicht aus einer Textübersetzung, wäre zu erklären, daß es – laut Frau Joan – offenbar Übereinstimmungen mit Texten aus Nag Hammadi und Qumran gibt? – Mich interessiert also sehr, wie sich Herr Dr. Drewermann zu diesen Fragen stellen wird und ob er eher zu der Ansicht neigt, Szekely sei ein Fälscher oder eben der Vatikan der Denunziant... Desweiteren habe ich im Netz über die Mandäer nachgelesen, eine Religionsgemeinschaft, deren verehrungswürdiger Gottesbote Johannes der Täufer ist, die gar Jesus als ‚falschen Propheten‘ sieht, der die Lehren des Täufers verdreht habe... Was es alles an ‚Wahrheiten‘ gibt im Laufe der Zeiten... In bezug auf das Essener-Evangelium tauchen folgende essenzielle Fragen auf:
1. Inwiefern unterschied sich der Sinn und die Lehre der Taufe beim Täufer und beim Nazarener?
2. Wenn beide Essener gewesen sind, dürfte klar sein, daß sie sich nicht nur einmal getroffen haben – also auch die NT-Szene, in der der Täufer den Nazarener tauft eine Fälschung?
3. Wenn weder die Enthauptung des Täufers noch die Kreuzigung des Nazareners real stattgefunden hat – sind dann überhaupt beide historische Persönlichkeiten – oder hat es gar nur den Täufer gegeben?
4. Folglich: Ist überall da, wo im NT von ‚Jesus‘ die Rede ist, in Wahrheit die Rede vom Täufer? bzw. eben vom hineingefälschten aber nicht realen Nazarener?
5. Schon immer völlig unverständlich ist mir das Gleichnis vom Feigenbaum gewesen: Der Nazarener bestraft angeblich einen Baum dafür, daß er im Winter keine Frucht trägt, indem er ihn verflucht und verdorren läßt? Wäre das nicht Aufstand gegen die Natur ‚seines Vaters‘, also Gottes? Frau Joan deutet diese Verfluchung als Fluch gegen das Judentum...
6. Die Lehre der Gnade, die das NT vertritt, entzieht dem Menschen seine Eigenverantwortung. Kann das tatsächlich ‚Gottes Wille‘ sein? Kann es darum das Opfer des ‚Gottessohnes‘ überhaupt gegeben haben?
7. Haben die meisten Juden 2000 Jahre lang das Anerkenntnis des Nazareners als Messias abgelehnt, weil sie wußten, daß er eine Fälschung war?
8. Das Fleischessen ist im NT dokumentiert und eindeutig erlaubt. Das Essener-Evangelium scheint dem diametral zu widersprechen. Ist der Kultus der Opfergabe im christlichen Abendmahlsgottesdienst: „Dies ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde; dies ist mein Blut, das für euch vergossen wurde...“ – symbolisiert durch Hostie und Wein – die Aufgipfelung des okkulten Kannibalismus – und somit die endgültige und vollständige Verdrehung der ursprünglichen Lehre des EE? Wie sehr muß denn jemand, der es verabscheut, tierisches Fleisch zu essen, es verabscheuen den Leib und das Blut des Nazareners zu vertilgen? – Mir ist dieser Vorgang schon seit Jahrzehnten suspekt. Ab sofort werde ich wohl keine christliche Kirche mehr betreten, zumindest dann nicht, wenn darin ein – vermeintlicher – ‚Gottesdienst‘ stattfindet..
Mit der Lektüre des Essener-Evangeliums könnten noch weitere solcher Fragen auftreten. Zwischenfazit ist für mich schon jetzt, daß das Christentum einen 2000jährigen Götzendienst ‚im Namen des Sohnes Gottes‘ betreibt, von dem ich mich nun endgültig weitestmöglich distanzieren muß. Interessant auch, daß ich vor ca. zwei Monaten das Werk „Die Schönheit des Selbst“ von Sri Srimad A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada gelesen habe, dem Gründer der Hare-Krishna-Bewegung in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts; die Parallele: Fleischkonsum wird verabscheut und Krishna, der höchste Gott, dulde nur ‚prasaddam‘ als Opfer, d. h. reinste vegetarische Speisen. Milch wird verwendet, aber auch der Konsum von Eiern wird abgelehnt! – Ebenso scheinen die Lehren des Essener Täufers den Milchkonsum zuzulassen, während ansonsten nur Rohkost verspeist wird. – Ich erwarte das Eintreffen des Essener-Evangeliums... Gehaben Sie sich wohl, lieber Bruder,
Hirt

14.09.2019
Lieber Bruder, bitte sehen Sie sich doch bei Gelegenheit einmal diese Netzseite an:
https://hpd.de/node/12044. – Mir kommen jedenfalls immer mehr Zweifel, daß der Nazarener überhaupt eine historischer Mensch gewesen ist! Diese Lektüre nährt immer mehr den Verdacht, daß es womöglich nur den Täufer gegeben hat, der dann zum ‚Jesus‘ umgefälscht worden ist... Auch kommt mir in den Sinn, daß meine Stuttgarterin schon vor langem gesagt hat, Moses habe es nicht gegeben. Auch wenn man inzwischen viele ‚bibelhistorische Stätten‘ gefunden und ausgegraben haben will, so scheint doch das meiste an den Schriften entweder gutgemeinter Mythos oder bewußt gefälschte Lüge zu sein, um bestimmte politische Ziele zu erreichen! Daher gilt für mich ab sofort: Faßt du die Bibel an, bewappne deine Hände zuvor mit dicken Handschuhen, denn du hältst eine tausende Jahre alte Polit-Propaganda-Schrift mit ihnen fest! Rom führte eindeutig Krieg gegen Judäa – und was stirbt im Kriege zuerst? ...die sogenannte Wahrheit – und das war wohl immer schon so...
Hirt

15.04.2019
Lieber Bruder, bis jetzt, tief in die Nacht hinein, habe ich mit der Stuttgarterin über die Religionshistorie konferiert. Ergebnis: Moses – hat es nie gegeben; Jesus – hat es gegeben, ist also ein historischer Mensch, war im Vorleben Veganer, allerdings kein Essener; Johannes der Täufer – hat es nie gegeben. Ergo: Szekely hat zwar – wie es aussieht – richtig übersetzt, allerdings ist schon das (verschollene) Original eine Lügengeschichte mit einer erfundenen Täufer-Figur! Das heißt: Frau Joan ‚beweist‘ anhand einer Lügengeschichte namens ‚Essener-Evangelium‘, daß das AT/NT eine Lügengeschichte ist... Um nicht sämtliche Gedankengebäude einstürzen zu sehen, habe ich daraufhin gefragt, ob Sokrates, Platon, Aristoteles sowie die Vorsokratiker historische Menschen gewesen seien. Antwort: Ja, die hat es alle tatsächlich gegeben. Das komplette Judentum, das komplette Christentum ist mit Lüge und Fäulnis durchsetzt. Wer, also, ist der Urheber des Essener-Evangeliums – und was bezweckte er mit der Erfindung der Figur des Täufers? Wie konnte er erwarten, daß seine Lehren ernst genommen werden würden, wenn der Lehrer, hier also der Täufer, gar nicht existierte? Wann ist das Original entstanden? Oder habe ich falsch gefolgert? Ist es möglich, daß der Nazarener auch den Namen ‚Johannes der Täufer‘ geführt hat? Wie wahrscheinlich ist es, daß Identität von Nazarener und Täufer gegeben ist? Fragen über Fragen... ich werde jedenfalls den Szekely-Text schon wieder mit ganz anderen Augen lesen... Guten Morgen Ihnen,
Hirt

15.04.2019
...lieber Bruder, Guten Morgen auch Ihnen! – ...o, das alles sind gewaltige Fragen, Schlußfolgerungen, Erkenntnisse... Danke Ihrer umfangreichen Post – die ich erst einmal ‚verdauen‘ muß. Danke Ihrer Korrekturen – und Ihrer so schönen und wertvollen ‚radikalen‘ Analyse, konsequenten Nachgänge! – Möglicherweise würde ich Herrn Drewermann anbieten, ihn in Paderborn besuchen zu kommen, zu einer mündlichen Unterredung (mit Aufzeichnung)... Könnten Sie sich vorstellen, dabeizusein? – Mögen Sie kurz noch einmal auf die ausgewählten Worte schauen, die ins Handbuch sollen? – Wir lesen von einander wieder, sobald es Neuigkeiten gibt. Eine gute neue Woche wünscht Ihnen
Ihr Bruder!

15.04.2019
Lieber Bruder, daß der Nazarener und der Täufer identisch sind, ist wohl doch eher unwahrscheinlich... Einem Besuch bei Herrn Dr. Drewermann stimme ich selbstverständlich zu, ob ich selber jedoch mitkommen werde, kann ich noch nicht sagen. Wann würden Sie denn dort hinreisen wollen? ... Zu den Wörtern für das Handbuch habe ich nichts weiter geschrieben, weil mir dazu nichts weiter aufgefallen ist. – Der Herr Doktor hat die Pillen abgesetzt, hat mir aber andere verschrieben, die ich nur dann nehmen soll, wenn die Lärmempfindlichkeit wieder auftreten sollte... Inzwischen hat mir meine Krankenkasse einen Brief geschrieben, man könne keine Einzelfallbestätigungen mehr in die Praxen schicken – ich habe die eGK ja bisher abgelehnt – und so ist unklar, ob ich demnächst überhaupt noch zu Ärzten gehen kann... Ich fühle mich wieder einmal genötigt und erpresst- Ich wünsche auch Ihnen eine angenehme Woche,
Hirt

16.04.2019
Lieber Freund, Bruder – ich weiß, wie es zugeht, ich weiß, wie Sie sich fühlen – ich habe/mußte heute morgen am Frühstückstisch eine gute Stunde über ‚das System‘, das Ihren Zustand zu verantworten hat, referiert/referieren! Es wird Ihnen nicht schwerfallen, diesen Verweis auf dieses Referat und Ihren Zustand zu beziehen:
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/04/brandenburg-rechte-siedler-gemeinschaft-anastasia-grabow-liepe.htm. (!) Ich nehme nun an, daß wir von Frau Joan keine weiteren Einlassung erwarten dürfen. – Das Päcken ist unterwegs, vielleicht können Sie es schon morgen öffnen und mit der Lektüre beginnen. Ganz hinten im Buch (EE) beschreibt der Autor, wie er an das EE gekommen ist; vielleicht wollen Sie diese Passagen vorziehen. Das Evangelium selbst bzw. seine vielen Unterevangelien habe ich noch nicht gelesen, nur ein wenig überflogen… Ich würde mit Ihnen gern verabreden: Sie versenken sich in diese von Ihnen aufgeworfenen großen Fragen (auch in die Frage nach der Glaubwürdigkeit des EE – und seiner Stellung als ‚Urevangelium‘, also als die geistige Blaupause sozusagen und womöglich schon für das Thomasevangelium, dem ich in meinem Text bisher ja eine solche weitestgehend/am wenigsten verfälschte ‚urauthentische‘ Stellung zugewiesen habe) und finden für sich/uns eine ‚Antwort‘; ich mache mich daran, eine (vorläufige/ansatzweise) EE- Ergänzung/Verknüpfung für den Talentetext zu entwerfen, außerdem einen eigenständigen geschlossenen, allein aus Ihrer Feder stammenden ergänzenden Aufsatz aus Ihren bisherigen Beiträgen dazu, auf den dann im Text zusätzlich verwiesen wird, setze die Post an Drewermann auf (gebe Sie Ihnen vor Absendung selbstverständlich zur Korrektur) und stelle demnächst auch unseren Dialog der letzten drei Wochen auf unsere Korrespondenzseite. – Bedenken wir auch: wir gehen auf Ostern zu, was mich in allen diesen Arbeiten auch etwas unterbrechen wird... Am Dienstag fahre ich nach Berlin, am Mittwoch habe ich mich dort erst wieder etwas einzuordnen, Donnerstag sehe ich mein Söhnchen, Freitag habe ich soziale Verpflichtungen – ich werde also für das von mir Anvisierte einige Zeit benötigen… Bitte, lieber Freund, halten Sie mich in allem auf dem laufenden, auch in den schwierigen Themen, den Dingen, die Sie bedrängen – ich bin zumindest im Geiste stets bei Ihnen! Und bedenken Sie bitte auch: ich bin auch auf IHRE Hilfe angewiesen... – So verbleibt Ihnen für heute und morgen, herzlichst,
Ihr Freund und Bruder!
NS: Ich hab nicht ganz verstanden, was Ihnen entzogen wird durch die Krankenkasse. Sie sind doch gesetzlich versichert, oder?
Ob ich Herrn Drewermann aufsuche, ist noch ungewiß; ich weiß aber von einer Kommilitonin, daß er empfängt, nach Anmeldung; ich denke, ich würde ihm das Angebot machen, die komplexen Antworten, die auf unsere Fragen erforderlich sein dürften, auch mündlich geben zu können, so er dies vorziehen würde…

16.04.2019
Lieber Bruder… Da ich bisher gegenüber der Krankenkasse den Erhalt der eGK wegen Verlust des Datenschutzes stets abgelehnt habe, war/bin ich darauf angewiesen, mir vor jedem Arztbesuch eine Einzelfallbestätigung in die Arztpraxis faxen zu lassen: Dies will jedoch die Kasse nicht mehr durchführen, da das bei mir zum „Regelfall geworden sei“  – und „kein Recht hätte in einer analogen Welt weiterzuleben“ … Man sei „gesetzlich verpflichtet“, begründet das auch mit Gerichtsurteilen usw. Ich fühle mich diesbezüglich wieder einmal den Klauen des Systems ausgeliefert – Den Netzhinweis habe ich nur bis zu seinem ersten Abschnitt verfolgen können, so sehr stößt mich der Lug und Trug ab, den man hier über die Landsitz-Bewegung verbreitet...
Letzte Nacht habe ich wieder lange mit der Stuttgarterin darüber konferiert, welche Menschen des NT historisch sind. Ergebnis: Thomas, der Schreiber des gleichnamigen Evangeliums – ja, den hat es gegeben ein historischer Mensch. Petrus und Paulus – hat es beide gegeben, also ebenfalls historische Menschen. Außerdem hat die Stuttgarterin H. Blavatzky zitiert, wonach Petrus den Paulus heftig bekämpft haben soll. Das wirft wieder ein Schlaglicht auf Paulus, das meine Einschätzung bestätigt… Immerhin hat Petrus den Nazarener direkt gekannt, während von Paulus nur die ominöse ‚Erscheinungsgeschichte‘ überliefert ist... Nachdem Johannes der Täufer jedoch eine erfundene Figur ist, ein erdachter Mensch, der niemals gelebt hat, ist es unwahrscheinlich, daß das EE als Blaupause für das Thomas-Evangelium zu betrachten ist, sondern es scheint eher andersherum zu sein: Thomas ist ein historischer Mensch, sein Evangelium also das authentischste, das wir haben. Insofern könnte das EE eine Ausschmückung sein, wobei sich fragt, zu welchem Zwecke die Figur des Täufers darin erfunden worden ist; außerdem, wer der tatsächliche Autor des EE ist, denn von einem nicht vorhandenen Täufer kann es ja nicht stammen. Meine aktuelle These ist, daß es einer ‚Deckfigur‘ für den Nazarener bedurfte, um sein Leben, das ja durch die römische Besatzungsmacht aufs äußerste bedroht gewesen ist, zu schützen – somit scheint im gesamten EE die Lehre des Nazareners in weiten Teilen dem ‚Täufer‘ in den Mund gelegt worden zu sein; ganz konnte man den Nazarener jedoch nicht ‚verschwinden lassen‘, denn er ist ja als historischer Mensch – gerade auch für seine Zeitgenossen – tatsächlich dagewesen... Übrigens, zu Petrus: Auch dieser soll nicht gekreuzigt worden, sondern in Babylon gestorben sein. Paulus rückt in den Verdacht, von der römischen Besatzungsmacht ausgeschickt worden zu sein, um die Lehre des Nazareners zu verfälschen, was am deutlichsten hervortritt beim Thema Sexualität und Frauenbild des Paulus: Im NT lehnt er die Ehe ab bzw. spricht eher abwertend über sie, verallgemeinert also, was er für sich als Wanderprediger ‚für gut befindet‘, während der Nazarener Frauen immer gleichberechtigt behandelt zu haben scheint – man denke an die Szene, wo er die Ehebrecherin vor der Steinigung rettet. Insgesamt ist jedoch bei JEDER Geschichte des NT zu fragen: Hat diese Szene tatsächlich so stattgefunden, sind in ihr Veränderungen enthalten oder ist sie gänzlich erfunden? So ist für mich mittlerweile äußerst fraglich, ob die Szene der Austreibung der Händler und Geldeinnehmer aus dem Tempel tatsächlich so stattgefunden hat, und ob der Nazarener je von einem Tempel als dem ‚Haus seines Vaters‘ gesprochen hat! Das Thomas-Evangelium legt ja gerade nahe, daß der Tempel immer nur metaphorisch für den Körper des Menschen steht – ‚Gott‘ sei eben in der Natur zu finden, nicht zwischen Mauern aus Stein... Die Stuttgarterin besitzt 5 dicke Bände von H. Blavatzky „Isis entschleiert“ und „Geheimlehre“ – sie will sich darin für mich auf die Suche nach Aussagen zu Paulus machen. Ich bin jetzt schon gespannt, was das zutage fördern wird; denn wie es aussieht ist letztendlich Paulus zum Gründer der (katholischen) Kirche geworden, wobei seine Lehren den Nazarener deutlich verzerren... Ich frage mich zur Zeit, wie es Paulus geschafft haben kann, zu solchem Einfluß im Urchristentum zu gelangen – und Petrus zu verdrängen, auf den ja – angeblich – zunächst ‚die Kirche‘ gegründet werden sollte! Wichtig: Darunter ist wohl ursprünglich niemals ein Gebäude zu verstehen gewesen, sondern meiner Ansicht nach immer nur die ‚Gemeinschaft der Gläubigen‘, die sich ebenso ja unter freiem Himmel bzw. in der Natur versammeln konnte/kann. Paulus identifiziere ich im Augenblick auch als denjenigen, der wesentlich die Lehre von der Gnade vorangetrieben hat, während Thomas, Petrus und der – fiktive – Täufer für die Lehre von der Eigenverantwortung des Menschen vor Gott stehen! Essentiell ist auch, daß der Nazarener niemals ‚für die Sünden der Welt‘ gestorben ist, das ist ebenfalls zur Pauluslehre gehörig! Aus diesen Gedanken wird auch offenbar, daß das Papsttum nicht auf Petrus, sondern auf Paulus gegründet worden ist, sein muß, denn Petrus hat sich, nach jetziger Erkenntnis vehement für die Lehre der Eigenverantwortung eingesetzt! Petrus als ‚ersten Papst der Kirchengeschichte‘ darzustellen ist also ein weiteres Element der Verschleierungstaktik, um die ursprüngliche Lehre des Nazareners grundsätzlich umzufälschen. Soweit der aktuelle Wasserstand. – Weitere Meldungen folgen.
Hirt

16.04.2019
Mein lieber Bruder – Danke!!! – Ich erlaube mir heute einmal zu schweigen – auch wegen der überzeugenden Ordnung und des offenen Blickes, welche, Dank Ihrer Logik, Ihrer Mühe und kristallharten/kristallklaren Recherche, die ganze Sache zu durchleuchten beginnt! – Ich habe soeben noch Ihre Meldung empfangen... Ich komme aber auch morgen zu keiner Rückmeldung, da wir den gesamten Tag, von Frühe an, in Gera beschäftigt sind... Es denkt an Sie, innig,

Ihr Bruder!

16.04.2019
Lieber Bruder, soeben habe ich noch einmal weite Teile der Apostelgeschichte im NT nachgelesen. Dort ist ja zunächst Saulus als Jude dargestellt, der die Anhänger des Nazareners wütend verfolgt. Dann kommt die ‚Erscheinungsgeschichte‘, wo er sich bekehrt und zum Nazarener-Anhänger wird. Demgemäß ist ‚richtig‘, daß Saulus-Paulus den Nazarener niemals ‚im Fleische‘ getroffen hat. Nachdem aber wohl die Kreuzigung selbst niemals stattgefunden hat, ist fraglich, was man hier überhaupt für wahr halten soll: Schließlich wissen wir nicht, wohin der Nazarener nach der angeblichen Kreuzigung gegangen ist und wie alt er geworden sein mag... Anschließend habe ich mir die beiden Petrusbriefe ziemlich am Ende des NT angesehen – und hier ist mir fast schlecht geworden: Auch diese – dem Petrus zugeschriebenen – Briefe reden vom ‚Blutopfer Christi‘ und von der Gnade, der Text scheint also entweder eine komplette Fälschung zu sein oder nicht von Petrus zu stammen! – Ich gehe mittlerweile davon aus, daß die komplette Bibel ein Machwerk ist, das die Abhängigkeit des Menschen und die Hierarchie der Obrigkeiten begründen soll, daß also der Nazarener nur benutzt und völlig umgefälscht worden ist... Auch die Szenen in den Evangelien, wo von der Herkunft des Täufers die Rede ist und wo später der Nazarener – angeblich – mit den Jüngern des Täufers spricht, scheinen mir reine Erfindung zu sein. Auch kann der Nazarener ja niemals über Moses gesprochen haben, einen Mann, den es nie gegeben hat! – Somit scheint mir fast alles den Nazarener betreffende erfunden zu sein, um seine tatsächliche damalige Gefährlichkeit für das herrschende System in Bahnen zu lenken, die das System stützen, nicht aber die wahre Lehre des Nazareners... – Ich wünsche viel Vergnügen bei Ihren Beschäftigungen in Gera,
Hirt

17.04.2019
Lieber Bruder, Sie beschämen mich... Wie konnten Sie so vieles in das ‚Päckchen‘ stecken, das ja wohl viel eher ein ausgewachsenes Paket ist? Vielen herzlichen Dank! Hat B. den Kuchen gebacken? Bitte richten Sie auch ihr meinen Dank aus –
Den letzten Teil des Essener-Buches habe ich soeben gelesen. Szekely werden darin lateinische, griechische, aramäische und hebräische Sprachkenntnisse zugeschrieben, außerdem sagt er, im Vatikan-Archiv einen aramäisch-Lehrer gehabt zu haben, der ein französischer Mönch gewesen sei. Ferner hat es seiner Beschreibung nach dort zu seiner Zeit mehrere oder gar viele Studenten gegeben, während ja in dem Kritiker-Video davon die Rede gewesen ist, Studenten hätten keinen Zugang gehabt. Hier steht eindeutig Aussage gegen Aussage – und es ist nicht einzusehen, weshalb Szekely lügen sollte… – Danke, nochmals, auch die Klebestreifen habe ich gefunden – Fühlen Sie sich bitte innig umarmt,
Hirt

 18.04.2019
…es ist/war mir eine große Freude! Sie beschämen mich ebenso, wenn wir so überhaupt sagen dürften, unter Freunden… durch Ihre Aufrichtigkeit, Ihren Mut, Ihre Konsequenz, Ihr Dasein, Ihre Mitwirkung – in allem, an allem! – Ja, es ist fast ein kleines Hobby hier im Hause: zu backen… B. grüßt Sie ebenso herzlich zurück! – Schön, daß alles heile und sicher angekommen ist. – Lieber Bruder, ich hatte es ja schon angedeutet: ich werde in der nächsten Zeit etwas weniger beitragen können – während ich mich natürlich im Hintergrund um die gesteckten Aufgaben kümmere, so gut es geht, obwohl meine Produktionszeiten demnächst etwas eingeschränkt sind: Wir erwarten hier Osterbesuch (die Tochter und die Enkelinnen Bs. und deren Papa), außerdem muß ich hier ‚abbauen‘, die Arbeiten sichern und während meiner Rückkehr kurz aussetzen, hinzu die skizzierten Pflichten, die in Berlin auf mich warten… Ich bin jedoch stets erreichbar über diesen Kanal und werde immer – zumindest kurz – antworten können. – Was unser Projekt zur Quellenforschung in der heiligen Geschichte angeht, so haben mich besonders Ihre beiden letzten, fast schon definitiven Extrakte ebenso ‚wissenschaftlich‘ angestachelt: Wir dürfen uns nicht auf Aussagen verlassen, von wem auch immer, ohne zumindest eine logische Beziehung/Begründung für diese wie auch immer lautenden Thesen mitzuliefern. Aussagen wie: ‚…daß der Nazarener und der Täufer identisch sind, ist wohl doch eher unwahrscheinlich...‘ sind natürlich unzulässig. Wir vergrößerten damit nur den Berg der Spekulationen. „Moses – hat es nie gegeben; Jesus – hat es gegeben, ist also ein historischer Mensch, war im Vorleben Veganer, allerdings kein Essener; Johannes der Täufer – hat es nie gegeben.“ – Das sind die Aussagen Ihrer Stuttgarter Freundin: Wie
begründen wir die These von der fehlenden Kreuzigung und dem Fehlen eines Moses?! – Mir fehlt das Vermögen, all das Für und Wider irgendeiner ‚Behauptung‘ systematisch-gründlich auf seine/ihre Glaubwürdigkeit abzuklopfen. Wir müssen zumindest eine logische Kette der Schlußfolgerungen knüpfen – oder sollten uns mit Spekulationen oder ‚vagen‘ Formulierungen zurückhalten, oder eben sagen, daß wir ‚aufgrund unserer Wahrheitsempfindung dieses oder jenes annehmen/vermuten‘… Wir sind uns einig: „Das komplette Judentum, das komplette Christentum ist mit Lüge und Fäulnis durchsetzt.“ Jetzt aber müssen wir die ‚Beweise‘ dafür so gut als möglich schlüssig darstellen, müssen alle diese Fragen verständlich und chronologisch übersichtlich folgerichtig beantworten: „Wer, also, ist der Urheber des Essener-Evangeliums – und was bezweckte er mit der Erfindung der Figur des Täufers? Wie konnte er erwarten, daß seine Lehren ernst genommen werden würden, wenn der Lehrer, hier also der Täufer, gar nicht existierte? Wann ist das Original entstanden? Oder habe ich falsch gefolgert? Ist es möglich, daß der Nazarener auch den Namen ‚Johannes der Täufer‘ geführt hat? Wie wahrscheinlich ist es, daß Identität von Nazarener und Täufer gegeben ist?“ – Sie haben mit Ihren beiden letzten Mails diese Technik schon aufgegriffen und inhaltlich gefüttert. Wenn Sie das ausbauen könnten zu einer kompletten Analyse der ‚Wahrscheinlichkeiten und historischen Möglichkeiten‘ – oder Unmöglichkeiten! –, dann hieße das nichts weniger, als die aktuellste Fassung einer modernen christlichen Rezeptionsgeschichte geschrieben zu haben! Selbstverständlich hätte das Auswirkungen auf meinen Talentetext: ich müßte ihn im Wissen um diese Zusätze vollständig überarbeiten. Ich stelle mir im Moment vor, daß ich eine solche Studie, wenn Sie sie herstellen könnten (oder wenn ich Sie aus Ihren Materialien dazu zusammenfassen können sollen würde – das Ganze gern auch in Korrespondenz oder Gegenargumentation zur Studie von Frau Joan), eigenständig belassen und sie ‚lediglich‘ als Quellenmaterial heranziehen und mich im Talentetext auf sie beziehen wollen würde… – Mit diesen wahrscheinlich nicht ganz ausgegorenen aber unmittelbarsten Empfindungen und Reflexionen an diesem Morgen für diesen Moment entlasse ich uns – in ein Osterfest! – Unzweifelhaft: Christus lebt in allem; wie aber drücken wir dieses Christusbewußtsein aus, wer kann/darf sagen, einen authentischen Zugang zu Ihm zu besitzen: Wessen Offenbarungen erzeugen in uns die Empfindung der Resonanz mit diesem Urbewußtsein? Wer vermöchte es so auszudrücken – um es in dieser Welt lebendig zu erhalten: es auferstehen zu lassen…?...! Innig umarmt sie ebenfalls, in Freundschaft,
Ihr Bruder.

19.04.2019
Lieber Bruder, da für mich zunächst einmal alle Äußerungen über die ‚heilige Geschichte‘ sich im Bereiche der Hypothesen bewegen, ist erst einmal gar keine Aussage ‚unzulässig‘. Hypothesen sind ja dazu da, entweder später bestätigt oder revidiert zu werden. Und so komme ich gleich zu einer ersten Revidierung: Es hat wohl meinerseits ein Mißverständnis gegeben, nachdem Frau Joan in ihren Texten vom ‚Essener-Täufer‘ gesprochen hat, war ich davon ausgegangen, daß sie Johannes den Täufer gemeint habe... Nun, aber, nachdem ich etwa die Hälfte des Essener-Buches gelesen habe, sehe ich, daß da bisher immer nur die Rede von ‚Jesus‘ ist, also scheint wohl dieser mit dem Ausdrucke gemeint zu sein. Im Klappentext des Buches wird zwar Johannes der Täufer erwähnt, auch gibt es einen Abschnitt, der sich ‚Fragmente aus dem Essener Evangelium des Johannes‘ nennt, allerdings scheint das nicht der Täufer zu sein. Also möglicherweise ein Indiz, daß der Täufer nicht existiert hat. Allerdings werden Jesus Worte zugeschrieben, die er über Moses gesagt haben soll, was die Schrift wiederum eher in ein zweifelhaftes Licht rückt, da auch mein Brockhaus bestätigt, daß mehrere moderne Forscher Moses für nicht belegbar halten, was sich wiederum mit der Aussage der Stuttgarterin deckt.
Auffällig ist, daß hier, in den Essener-Texten immer fast im gleichen Atemzuge vom Himmelsvater und der Erdenmutter die Rede ist, wenn von ‚Gott‘ gesprochen wird, was den Bibel-Schriften widerspricht, die nur einen männlichen Gott kennen, der sich Jahwe nennt. Zum Petrus-Paulus-Streit hat die Stuttgarterin bisher bei Blavatsky nachgelesen, daß Petrus Kabbalist gewesen sei und sich Paulus unterlegen gefühlt habe. Auch habe Paulus zur griechischen Mystik geneigt und den Nazarener nicht für Gottes Sohn gehalten. – Daraufhin habe ich sie postwendend gefragt, wer denn der wahre Autor der ‚Paulus‘-Briefe im NT sei... Wikipedia schreibt, daß seit der Aufklärung viele Historiker Paulus für den eigentlichen Gründer des Christentums halten, was ich auch so sehe, sofern die Schriften, die ihm zugeordnet werden, tatsächlich von ihm stammen. Was die Petrusbriefe gegen Ende des NT angeht, so gehen wohl viele Forscher davon aus, daß diese Briefe eben nicht von Petrus stammen können. Die Lage ist sehr unübersichtlich – glauben kann man hier meiner Ansicht nach gar nichts. Übrigens: Ich habe versucht, mir einen Schnellüberblick über das Essener-Evangelium zu verschaffen – und so wie es danach aussieht, scheint es darin ein Talente-Gleichnis gar nicht zu geben. Es ist wohl kaum noch entscheidbar, was der Nazarener je tatsächlich geäußert hat und was ihm zum Zwecke der obrigkeitlichen Machterhaltung bloß in den Mund gelegt worden ist. So halte ich für wahrscheinlich, daß ihm auch die Worte über Moses im EE in den Mund gelegt worden sind. Was die Kreuzigung des Nazareners betrifft, so geht die Stuttgarterin davon aus, daß diese zwar stattgefunden hat, jedoch eine Fälschung mittels eines Hologramms gewesen sein soll. Er könne gewußt haben, daß man ihm ans Leder wollte, sei verschwunden, und man habe ein Schauspiel für das Volk geliefert. Demnach sei wohl die Geschichte vom zweifelnden Thomas auch eine Erfindung, da ein nicht Gekreuzigter sicher auch keine entsprechenden Wunden gehabt habe. Bezeichnend finde ich jedenfalls, daß gerade im Thomas-Evangelium, das den authentischsten Eindruck macht, weder von einer Kreuzigung noch von einer Auferstehung die Rede ist! – Wie kommt das? – Exkurs: Das angebliche Attentat auf den Berliner Weihnachtsmarkt nannte einen Terroristen namens Amri als Täter. Dieser ist verfolgt worden und später in Italien angeblich erschossen worden. Die Stuttgarterin sagte, sie habe kurz nach der Tat ein Video im Netz gefunden, in dem sämtliche Orte, an denen Leichen gelegen haben sollen, geschwärzt waren. Kurze Zeit darauf sei das Video im Netz nicht mehr auffindbar gewesen. Die Bilder des getöteten Amri in Italien haben ihrer Ansicht nach eine Puppe gezeigt. Hat es Amri überhaupt gegeben? Wenn ja, weshalb sollte er nicht immer noch am Leben sein? – An diesen Fall habe ich denken müssen, als sie mir von der Kreuzigung als Hologramm erzählt hat. Auf welche Weise auch immer da vor 2000 Jahren manipuliert worden sein mag – sicher scheint mir zu sein, daß die Geschichten des NT so auf keinen Fall stimmig sind. Moses kommt übrigens auch im Koran vor – was einiges über den Wert und die angebliche Authentizität dieses ‚heiligen‘ Buches aussagt... Momentan habe ich den Eindruck, daß wir über den Nazarener ‚alles oder nichts‘ aussagen können, weil nichts beweisbar und alles Interpretation ist. Keiner wird uns sagen können: Diese Quelle ist echt, jene nicht authentisch, immer werden Zweifel bleiben, weil alles schon zu lange her ist. Ostern ist das heidnische Fest der Fruchtbarkeit und das christliche Fest der Auferstehung. ‚Auferstehung‘ das bedeutet mir jedoch in erster Linie Verantwortung zu übernehmen, für sich selber und für diese wunderbare Schöpfung, nicht unmündig zu bleiben vor all den Lügen und dem Unflat, mit denen wir beworfen worden sind: Man hat uns eingeschärft, wir seien Sünder – warum? Etwa, weil wir zuviel wissen wollten?
Hirt

Zu diesem Komplex ein nachträglicher Einschub, ein Gespräch vom 13.05.2o19 auf Deutschlandfunk mit dem Historiker Johannes Fried über sein neues Buch „Kein Tod auf Golgatha“, vgl.: https://www.deutschlandfunk.de/der-ueberlebende-jesus-kein-tod-auf-golgatha.886.de.html?dram:article_id=448418: Andreas Main: „Schon in den Evangelien wird der Verdacht zurückgewiesen, Jesu Leichnam sei von den Jüngern geklaut worden. Denn wo kein Toter, da keine Auferstehung. Aber was wäre, wenn es überhaupt keinen Leichnam gegeben hat, also Jesus nicht gestorben ist?“ – Das Interview hier zum Nachhören:

 

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19.04.2019
Lieber Bruder, mit allem was Sie schreiben, indem Sie schreiben, klären sich die Sachverhalte immer deutlicher auf! Es beginnt sich eine Lesart von Konsistenz herauszubilden – soweit wir/Sie die verfügbaren Informationen für uns/sich, nach unserem/Ihrem Vermögen und Gefühl, zusammensetzen können. – Dankeschön! – Ich habe Ihren (für die Übertragung vorbereiteten) Zeilen diese Verweise hinzugefügt: „…da auch mein Brockhaus bestätigt, daß mehrere moderne Forscher Moses für nicht belegbar halten, was sich wiederum mit der Aussage der Stuttgarterin deckt (vgl. ggf. auch:
https://www.focus.de/kultur/medien/aegyptologie-gab-es-moses-_aid_191625.html und: https://www.kirchenzeitung.de/content/ist-mose-eine-historische-pers%C3%B6nlichkeit). Auffällig ist…“ usw. – Können/wollen wir das so stehen lassen, oder ist das Ihnen zu profan, zu populistisch? – Nochmals zur fehlenden Kreuzigung: Wenn ich richtig verstehe, gibt es zur Zeit dazu sowohl den Hinweis aus einem der PDFs von Frau Joan und den von Ihrer Stuttgarter Freundin. Wollen/würden Sie die These/‚Beweisführung‘/Spekulation Frau Joans, die mir noch unbekannt ist, noch einmal hinterfragen/analysieren, bitte? – Wenn ich von einem historischen Jesus ausginge, der tatsächlich göttlich inspiriert gewesen wäre, so könnte ich mir viel eher vorstellen, daß er seine Kreuzigung als notwendige Konsequenz, als unabwendbar angesehen haben wollte – wie im Falle aller Märtyrer, denen es nicht mehr um Selbstrettung geht, sondern, bewußt dagegengesetzt, um ein Sühnefanal, eine Darbietung des höchsten Opfers, wie zum ‚Beweis‘ ihrer weltlichen Unabhängigkeit. Man kann das im Entfernten sogar mit den Selbstmordattentätern vergleichen, denen ihre ‚Überzeugung‘ gar keine andere Wahl mehr läßt, als sich selbst zu ‚opfern‘… – Etwas Weiteres kommt mir in den Sinn: daß es womöglich am wirkungsvollsten wäre, wir könnten Herrn Drewermann Ihre/unsere ‚Studie‘ zum Thema vorlegen – und ihn dazu um Bewertung und Stellungnahme auffordern… Morgen haben wir Besuch: ich komme erst am Sonntagabend zu einem Blick ins Postfach… Es umarmt Sie in Freundschaft
Ihr Bruder!
NS: Noch etwas kam mir heute in den Sinn – da ich am Mittwoch in einer Tagespause in Gera das von K. herausgegebene Heft „Methoden zur Ausdeutung der Geschichte, wie sie eigentlich nicht gewesen ist“ las: Darin sind so kernige und entwaffnend kluge Darstellungen (auch von K. in der Vorrede) enthalten, daß ich mir dachte, das müsste man abschreiben (scannen) und online veröffentlichen… Ich würde K. gern um diese Erlaubnis anfragen, auch alle seine anderen Werke/Veröffentlichungen/Herausgaben betreffend, komme aber auf absehbare Zeit nicht dazu, das so sinnfällig auszuformulieren, daß er auch den Wert darin für sich selbst erkennen könnte… Was halten Sie davon? Hätten Sie gar Kapazitäten dazu, Sie vielleicht sogar besser noch als ich, der ich in meinem letzten Brief an ihn relativ unverhohlen doch am Fortbestand seines Verlages zweifelte…

19.04.2019
Lieber Bruder, wörtlich heißt es zu Moses in meinem Brockhaus: „...Historisch ist die Gestalt des Moses nicht faßbar und in der Forschung wiederholt bestritten worden. Das nachbiblische Judentum hat sein Leben in zahlreichen Legenden ausgeschmückt...“ – Wenn Moses also fällt, entpuppt sich das Judentum als Pseudoreligion, von dessen Schriften im Nachhinein Christentum und Islam abgeschrieben, hinzugefügt und umgedichtet haben. Ich gründe hierauf eine neue Arbeitshypothese, die ich die Dominohypothese nennen will: Stürzt das Judentum in sich zusammen, so fallen auch Christentum und Islam. Was die angebliche Kreuzigung des Nazareners betrifft, so scheint mir diese auch im Essener-Evangelium nicht dargestellt zu sein, was ich noch nicht zu 100% weiß, sich aber wohl bestätigen wird, da ich zumindest sämtliche Überschriften und viele Textauszüge schon gelesen habe. Damit wäre das EE neben dem Thomas-Evangelium das zweite, in dem eine Kreuzigung gar nicht auftaucht. Auffällig ist jedoch die Eigenverantwortung, die mir der Nazarener in beiden zu vertreten scheint, was dem Selbstopfergedanken diametral gegenübersteht! Möglicherweise hat der Nazarener niemals vorgehabt, sich ‚für die Menschheit‘ oder ‚für die Sünden der Welt‘ zu opfern – und dieses Ereignis ist komplett in unsere Historie hineingefälscht. Stürzt aber die Kreuzigung, so stürzt auch die Auferstehung – und wieder bestätigte sich das Wort von der Dominohypothese! Diese Gedankengänge sind allesamt geleitet von meiner Intuition, die sicher noch keinen ‚Beweis‘ darstellt; wenn ich jedoch vergleiche, wie wir mit relativ jungen Ereignissen, sprich: 09/11 und dem Falle Amri regelrecht vorgeführt worden sind, indem die offiziellen Lesarten wesentlich von dem abweichen, was tatsächlich geschehen sein mag, so scheint mir solches bzw. ähnliches Vorgehen in bezug auf Moses bzw. Jesus wahrscheinlich! Mit der Gründung von Religionen ging es wohl niemals um Aufklärung, sondern im Gegenteil um Verschleierung und Entmündigung, Entmachtung der Vielen, Ermächtigung der jeweiligen Priesterkasten! Auch fällt mir dazu ein, daß ja unsere Zeitgenossin Anastasia nicht zufällig empfiehlt, jede Familie solle ein ‚Buch der Ahnen‘ schreiben, um sich eben vor solchen Fälschungen in nachfolgenden Generationen zu schützen! Grundsätzlich enttäuscht hat mich das EE in einer anderen Hinsicht: In einem formelhaften Charakter werden unter verschiedenen Überschriften immer dieselben Gedanken fast schon gebetsmühlenartig wiederholt, so daß auch der Aspekt bzw. der Verdacht, das Werk könne von Szekely selbst stammen, wieder Nahrung erhält. Jedenfalls bin ich momentan recht weit davon entfernt, Frau Joans Begeisterung für das Werk zu teilen. Was meine Stuttgarter Freundin betrifft, so sagt sie seit vielen Jahren mit einem Geistwesen zusammenzuarbeiten, das sie Leoli nennt. Dieser sei ein Elohim. Von ihm stammen die Bestätigungen, daß Moses und Johannes der Täufer keine historischen Menschen gewesen seien, der Nazarener jedoch schon. Sie, jedenfalls, hält dieses Wesen für absolut vertrauenswürdig. Wenn die Aussage, daß der Täufer nicht existiert hat, richtig sein sollte, stürzt auch meiner Ansicht nach allein damit schon das gesamte NT, da ja eine der dortigen Kernaussagen ist, daß der Täufer dem Nazarener ‚vorhergesandt‘ worden sei. Das sind dann alles nur Legenden, Ausschmückungen, Geschichten... so wie es sich seit ‚Moses‘ überhaupt nur um Legenden zu handeln scheint, die im Laufe der Jahrhunderte zu einer großen ‚Heilsgeschichte‘ zusammengefaßt worden sind. Die Dominohypothese ist ein harter Brocken und ein Stolperstein für mich geworden, da sie tatsächlich auf logischen Konsequenzen und Schlußfolgerungen beruht. – Zu K. möchte ich im Augenblick zumindest nichts schreiben, weil mir das auch zuviel auf einmal wäre.
Hirt

21.04.2019
Lieber Bruder, haben Sie vielen Dank für Ihre Arbeit am Projekt! Ich bin sicher, auch andere Menschen, denen diese Gedankengänge eines Tages zuteilwerden, nehmen Ihre Ausführungen mit Dank und Interesse auf! – Übrigens wehte mich beim Überfliegen/Überblättern des EE ein gleiches Gefühl an: ‚Wenig >revolutionäre< Sendung, bekannte >abgedroschene< Appelle (wenn alle gewisserweise auch >richtig<), inflationäres Wiederkäuen >altbewährter< Traditionsphrasen…‘ – Nichts gegen die ‚Ur‘-‚Ideologie‘ der Essener: Leben in vollem Einklange mit der Natur, reine vegane/vegetarische Ernährung, Friedensideal und Liebe… – aber ist das eben nicht auch wieder nur ein nachgestelltes/nachgeliefertes – nie verwirklichtes/nie real gewesenes – ‚Urideal‘, eine Verklärung und Utopie, geschaffen als ‚legendärer‘ Kontrapunkt zu den erbärmlichen Verhältnissen einer Vor- oder Jetztzeit?! – Ja: unsere Intuition ist hier ein ganz legitimes Werkzeug/Organ: sie kann auf Vorzustände zurückgreifen… Solange wir keine ‚Beweise‘ haben, DÜRFEN wir zweifeln – gern auch an allem! – Nun, bis demnächst, lieber Freund, lieber Vertrauter, liebes Ohr und liebes Herz!
Ihr Bruder.

21.04.2019
Lieber Bruder, es hat sich bestätigt: Nachdem ich nun den gesamten Essener-Text gelesen habe, findet sich dort nirgends eine Kreuzigung – auch Johannes der Täufer taucht nirgends auf, außer im Klappentext! Insofern ist mir Frau Joans Bezeichnung vom ‚Essender-Täufer‘ mißverständlich gewesen, womit sie meinem jetzigen Eindrucke nach nur den Nazarener gemeint haben kann! Auffällig auch die Polemik in dem Kritik-Video, es habe zur Zeit des Nazareners niemand geraucht: Eine Szene, in der geraucht wird, kommt ebenfalls im gesamten Text nicht vor! Bekannt ist zwar, daß Szekely sich in seinen Versammlungen gegen das Rauchen geäußert haben soll – doch warum vermischt man seine Folgerungen mit dem Inhalt des Textes? Die Absicht scheint klar: Die offizielle Lesart der katholischen Kirche muß verteidigt werden... Aus alledem ergibt sich für mich im Moment folgende Vermutung: Das Thomas- und das Essener-Evangelium scheinen authentisch zu sein, in dem Sinne, daß die Übersetzungen weitgehend den alten aufgefundenen Texten entsprechen. Dies sagt jedoch immer noch recht wenig über den Gesamtzusammenhang des damals tatsächlich Geschehenen aus, da grundsätzlich zunächst einmal allen sogenannten Originalen zuzutrauen ist, daß Hinzufügungen, Auslassungen, Ausschmückungen im Sinne des jeweiligen ‚religiösen Bedarfes‘ im Sinne eines Machthabers, aber auch im Sinne des Original-Verfassers selbst möglich – und sogar wahrscheinlich – sind! Sicher ist einzig, daß der Nazarener ein überaus charismatischer Mensch gewesen sein muß, sonst rankten sich nicht so überaus zahlreiche Legenden um ihn. Sicher ist auch, daß in vielen Geschichten um ihn zumindest ein Funken Wahrheit sein muß, denn sonst hätte sich die Auseinandersetzung mit der damaligen Obrigkeit am Gegensatz zu dem, was er vorlebte und was die Besatzungsmacht lebte nicht entzündet... Ich gehe jedoch davon aus, daß letztendlich im einzelnen nach so langer Zeit nicht mehr mit Sicherheit entscheidbar ist, was er tatsächlich gesagt und getan hat – und was ihm bloß in den Mund gelegt worden ist: Offensichtlich ist jedenfalls die Gegensätzlichkeit der EE-Botschaft, wo eindeutig zur Eigenverantwortung im Umgang mit der Schöpfung aufgefordert wird, während es im NT vorwiegend um das – angebliche – Selbstopfer des Nazareners in der Kreuzigung und die anschließende Auferstehung geht. Ostern, das uralte Frühlingsfest der Fruchtbarkeit, ist also mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Christentum zum Auferstehungsfest bloß umgedeutet; während mit der Fruchtbarkeit der Natur eine lebensnahe Tatsache gefeiert wird, die im Diesseits liegt, wirkt die Auferstehung als eine ins Jenseits projizierte Konstruktion, die das menschliche Leben im Diesseits für abhängig, fehlerhaft, erlösungsbedürftig erklärt... Leid entsteht in der Hauptsache, weil der Mensch es liebt, seine Eigenverantwortung an andere zu delegieren; im größten Umfange wurde seit vielen Generationen bis zum heutigen Tage dieses Delegieren dem Nazarener zugeordnet, der ja für unsere Fehlbarkeit und mangelnde Eigenverantwortung ‚gestorben‘ ist. Damit ist das Paradox entstanden, daß der angebliche Erlöser die Erlösung erst nötig gemacht hat. Das, wiederum, ist der Kern, der Hauptkritikpunkt Nietzsches am christlichen Kultus: Verwerfung des diesseitigen Lebens zugunsten eines in Gnade versprochenen Jenseits! Daher, auch, die Verehrung Nietzsches für den Hellenismus, der das Gegenteil getan hat, indem er selbst seine Götter noch ins Diesseits geholt hat!
Leben – das ist die Unmittelbarkeit ‚Gottes‘ in der Fruchtbarkeit der Natur, das ist immer diesseitige Gegenwart! – Transzendenz – ist das überhaupt etwas anderes als die Sorge, wir könnten unsere diesseitige Gegenwärtigkeit verlieren? Und ist genau diese Sorge nicht der ‚tote Gott‘ Nietzsches?
Wir wissen heute mit großer Sicherheit, daß wir mit unseren Sinnen nur einen sehr geringen – einen verschwindend geringen (!) – Ausschnitt des Diesseits wahrnehmen können; warum, aber, sollen wir alles weitere ‚Jenseits‘ nennen? Wir wissen heute mit großer Sicherheit, daß sämtliche Daseinsebenen und Dimensionen einander durchdringen, daß ‚alles mit allem verbunden‘ ist: Warum fangen wir nicht endlich an, dieses Wissen als Aufforderung zu betrachten, den ‚Erlöser‘ zu streichen – und stattdessen unsere Eigenverantwortung vollständig zu übernehmen? Eigenverantwortung, das ist die vollständige Ausdehnung des Diesseits auch auf das, was wir noch nicht wahrnehmen können, was wir als ‚Jenseits‘ aber permanent wesend nicht nur ahnen, sondern wissen! Das soll für mich dieses Osterfest bedeuten:
die Feier der Fruchtbarmachung der menschlichen Eigenverantwortung!
die potenzielle Auferstehung jedes einzelnen durch Annahme aller seiner Handlungskonsequenzen!
die Bewußtwerdung, daß Erlösungsbedarf einem unterentwickelten Angstverhalten entspricht, nicht aber einer mündigen Handlungsweise!
Ostern, d.i. die Selbst-Erlösung vom Erlöser!
Achten wir auf unsere Gedanken – denn jeder einzelne ist ein Gebet! – In diesem Sinne: Frohes Fest!
Hirt

21.04.2019
Vater unser,
bitte laß uns werden wie die Kinder, als die Du uns gesandt hast
auf den Boden der Mutter Erde,
die nicht trennen zwischen Diesseits und Jenseits,
die spielend in ihrer Gegenwart erfassen, daß Du überall bist!
Vergib uns, daß wir Deinen eingeborenen Sohn umgedeutet haben,
um uns unserer Verantwortung zu entziehen für den Erhalt der Herrlichkeit
dieser Welt, Deiner Erde, die unsere immerwährende Mutter ist,
die Gebärerin und liebende Geberin allen Lebens!
Du hast uns Deinen Geist gegeben, auf daß wir durch unsere Seelen
erkennen mögen, daß wir in Deinem Reiche sind und sein dürfen immerdar:
Denn ein anderes gibt es nicht!
Wir alle sind Deine Söhne und Töchter,
denen Du in Deiner unendlichen Liebe Dein Leben geschenkt hast,
das ewiglich währt in jeder Kreatur des Erdbodens und der Himmel!
Laß uns erkennen, daß dasjenige, das wir das Böse genannt haben, nichts ist als
unsere Unwissenheit und Trennung von der eigenverantwortlichen Liebe
Deiner grenzenlosen Freiheit, die Du uns geschenkt hast,
um uns mündig zu machen und würdig
vor Dein Angesicht zu treten und zu sagen:
Siehe, Vater, hier ist Deine Welt – und das ist, was wir daraus gemacht haben!
Laß uns einsehen, daß wir unsere Mutter Erde gequält haben um Deiner Freiheit
willen, äonenlang; auf daß nun das goldene Zeitalter der Erlösung unserer Mutter
eintreten mag, denn wir sind der Samen, der allein ihre Wunder
zum Erblühen bringen kann! Wir sind das Inzitament der Erde!
Laß uns uns endlich würdig erweisen, Gärtner sein zu können und zu dürfen
im Reiche Deines ewigen Paradieses!
Da, wo unsere Liebe in der Bedingungslosigkeit der Deinen erblüht,
wandeln wir den ewiggültigen Pfad der Erkenntnis des Lebens,
das Du bist, ebenso wie Gaia, unsere leidgeprüfte Mutter. – Amen.

Mutter unser,
die Du uns aufgenommen und geboren hast,
die Du unserer aller Freiheit ebenso sehr geliebt hast wie unser Vater,
daß Du ertragen hast all die Qual, die wir Dir zugefügt haben äonenlang:
Vergib uns unsere Blindheit, mit der wir stets an dem Aste sägten, auf dem wir selber saßen!
Unsere Baumbrüder haben wir getötet, bis sich die Wüsten ausgebreitet haben;
unsere Tierbrüder haben wir gegessen, die Böden, das Wasser, die Luft verschmutzt,
bis wir uns wanden in unserer Qual – um die Deinige noch größer zu machen!
Nimm bitte hin die Scham, mit der wir unser Antlitz abwenden müssen;
denn wir sind verantwortlich für den Sumpf, den Rauch, die Ödnis und den Pfuhl,
in die wir Deinen Garten verwandelt haben!
Unsere Kinder meinten wir erziehen zu müssen im Sinne unserer Ausbeutung,
dabei sind sie es immer gewesen, die Dein Lebensrecht vertreten haben
in der klaren Hellsichtigkeit ihrer Augen, die das Reich in seiner Fülle noch geschaut haben!
Verbogen haben wir sie, bis zur Unkenntlichkeit, auf daß sie passen sollten
in den Pfuhl, zu dem wir Deine Heiligkeit gemacht haben!
Vergib uns, Mutter, und mögen auch unsere Kinder uns vergeben,
denn wir haben gefehlt in unserer unwissenden Blindheit!
Gestritten haben wir uns, äonenlang, wer unter uns der ‚Rechtgläubige‘ sei;
Du hast es gesehen, wie wir uns gegenseitig die Schädel eingeschlagen haben,
auf daß ein jeder sein Recht behalte, seine Verantwortung gegenüber Dir
und der liebenden Schöpfung des Vaters aber verloren gegeben hat!
Gelitten hast Du, da wir Deinen Humusboden immer wieder mit Blut getränkt haben,
doch je und je verziehen hast Du uns, indem Du Dich wieder und wieder reinigtest,
von unseren Hinterlassenschaften. – Heute wissen wir:
Der beste Müll ist derjenige, den wir gar nicht erst erschaffen;
die beste Zuversicht ist diejenige, mit der wir Deine Kräfte geordnet walten lassen,
um hervorzubringen, was uns sinnvoll und gesund ernährt!
Der Baum, den wir töten und absägen, ist unser eigener Arm,
und das Tier, das wir schlachten, ist unser Bruder, dessen Blut wir vergießen!
Bitte vergib uns, daß wir das haben vergessen können in unserem beinahe grenzenlosen Egoismus!
Jetzt jedoch, da unsere Liebe in der Bedingungslosigkeit der Deinen erblüht,
wandeln wir den ewiggültigen Pfad des Lebens und der Lebendigkeit Deiner Natur:
O Gaia, mögen Deine Qualen nun beendet sein! – Amen.

TurnusGleich schrieb am selben Tag auch eine Ostervision.

21.04.2019
…Bruder, mir sind heute schon einmal ein paar Tränen auf das Tischtuch getropft – Gott ist mein Zeuge…

21.04.2019
Kennen Sie eine Kirche oder Moschee, Bruder, in der diese Gebete verlesen werden dürften? – Der Weg ist weit... – doch: „Alles ist Samenkorn.“ – So Bruder Novalis. Niemals gibt das Geistige sich preis, niemals gibt es auf... Der wahre Sinn der Auferstehung ist ja ein winziger Funke erst, der sich noch verbreiten und zur Flamme werden muß... „Was sind denn eure Kirchen noch, wenn nicht die Grüfte und Grabmäler Gottes?“ Nietzsche. Ich, aber, bin der Ansicht, daß sie zu erhalten sind, im Sinne einer Andacht an ein versteinertes Zeitalter... Das Thomas-Evangelium muß erst noch aufgeschlagen werden –
Tränen reinigen, denn auch in ihnen ist ja bereits das Gift, mit dem wir uns selbst verpestet haben – Ich leide seit Jahrzehnten an einem Tränenstau, ich scheine das Gift zunächst zu sammeln, um es zuvorderst auf geistigem Wege ausscheiden zu können... Grüßen Sie bitte Ihre Freundin B. von mir.
h.

25.04.2019
Lieber Bruder, … ich habe nun begonnen, in den Büchern zur Gnosis zu lesen. Die dortigen Kosmogonien wirken eher befremdend auf mich, während die Behauptung, es sei gar nicht der Nazarener, sondern ein Mann namens Simon gekreuzigt worden, sehr interessant ist. Mir ist bisher gar nicht bewußt gewesen, wie extrem gespalten die Auffassungen zur Entstehung des Kosmos und zur Geschichte des Nazareners schon damals gewesen sein müssen. Es hat viele Magier, Wanderprediger und Propheten gegeben – und ein jeder hat die ‚richtige Sichtweise‘ für sich in Anspruch genommen... Je länger ich diese Eindrücke auf mich wirken lasse, desto mehr verfestigt sich ein Gefühl, das davon ausgeht, daß sich im Laufe der Zeit eben nicht die tatsächliche Lehre des Nazareners durchgesetzt hat, sondern viel eher eine kollektive Überwältigung und Vermischung mit allen möglichen ähnlichen Strömungen, in denen eben nur der Nazarener als ihr charismatischer und der Obrigkeit gefährlichster Verfechter ‚obenauf‘ geblieben ist. Interessant auch der gnostische Hinweis, der alttestamentarisch-jüdische Gott Jahwe sei nicht derselbe, wie der, den der Nazarener mit ‚seinem Vater‘ gemeint habe. Alle bisherige christliche Theologie geht ja von der Gleichsetzung Jahwes mit dem ‚Vater des Nazareners‘ aus, was ein Glaubenssatz ist, der evidente Argumente gegen sich hat... So wirkt ja der alttestamentarische Gott viel eher zornig und rachsüchtig, als barmherzig und liebend – die Frage: ‚Wer ist eigentlich wer?‘ ist für mich aktueller denn je. Und nichts ist mir im Augenblick wahrscheinlicher, als daß der Nazarener niemals sein Selbstopfer im Sinne gehabt hat, denn womöglich ist ja ‚seinem Vater‘ jedes Tier- oder Menschenopfer ein Greuel! Wie glaubwürdig ist der alttestamentarische Gott, wenn er einerseits fordert: „Du sollst nicht töten.“ – Andererseits aber selbst als rachsüchtig und zornig bekannt ist? Meines Erachtens jedenfalls, ist die Gleichsetzung von Jahwe mit dem ‚Vater des Nazareners‘ nicht länger haltbar. Sie widerspricht der Evidenz und dem logischen Denken – also kann sie nur intensiv geglaubt werden, was durch 2000jährige Indoktrination und Erlöser-Kultus ja auch stattgefunden hat… Herzliche Grüße aus Bamberg,
Hirt

28.04.2019
Lieber Bruder! – Danke wieder für Ihre Studien; sie werden uns zu einer momentan-gültigen Lesart führen, das ist für mich vollkommen gewiß und darüber empfinde ich große Genugtuung: Die Zeit der ‚Verkündigung‘ ‚unumstößlicher Wahrheiten‘, wie seit Jahrtausenden von den Eliten und deren medialen Vasallen unter Androhung von Strafe und Tod bei Nichtakzeptanz (!) praktiziert – sie geht zu Ende. Alles bröckelt von oben unaufhaltsam herab – und nur die letzten Fundamente der Natur, des Natürlichen und der physikalischen Gesetze werden bleiben – und daraus wird, so es dem Menschen in einer sterbenden Landschaft überhaupt noch möglich sein wird, eine neue logische und natürliche Ordnung erwachsen…
Beabsichtigen Sie am Ende Ihrer Lektüren eine eigene Studie zum Thema zusammenzustellen, oder wünschen Sie, daß ich das aus Ihren bisher zusammengetragenen Materialien entwerfen soll? – Ihre letzte E-Mail, auf die ich hier antworte, böte dazu übrigens einen idealen Ausgangspunkt: Sie bekennt einerseits die schiere Überforderung und Aussichtslosigkeit der Aufgabenstellung, andererseits verweist sie, sowohl in Sprache als auch in Form, auf den hohen Anspruch Ihrer/unserer Untersuchungen – die sich dabei nicht nur auf die ältesten, verfügbaren, uns zugänglichen autoritären Quellen stützen wird, sondern ebenso auf den gesunden Menschenverstand, der sich unbedingt und notwendig weigert, irgendeine ‚Tradition‘,sei sie noch so ‚etabliert‘, anzuerkennen, wo Fakten oder Instinkte gegen sie sprechen… – Das alles vereint sich, nach meiner Gefühlslage, in diesen Ihren wenigen Sätzen von letztens zu einer idealen Exposition…
Nachdem ich in den Stunden vor meiner Abreise aus Thüringen nicht mehr an unseren Texten arbeiten wollte, habe ich mich an den Entwurf zu einem Brief an Herrn K. gemacht – und in den folgenden Tagen diese gesamte Thematik innerlich noch bearbeitet: Seit meiner ‚Bekanntschaft‘ mit Herrn K. (notwendig geworden damals, als Sie im Krankenhaus waren und ich keinen Kontakt mehr zu Ihnen hatte), habe ich ihm etwa zehn offenherzige, ehrerbietige Briefe geschrieben – und wenigstens (mit den Buchkäufen) 300 € ‚gespendet‘. Dreimal hat er persönlich geantwortet, seit November 2017 jedoch (mit dem unten genannten Schreiben) nun nicht mehr. Neuerdings erhalte ich, wie wir feststellen konnten, nicht einmal mehr seine Rundbriefe. – Ich denke jetzt, es wäre unpassend, nicht ebenso ‚respektvoll‘ auf diese Distanzierungszeichen zu reagieren. – Ich gebe Ihnen, lieber Freund, meinen Entwurf hier zu lesen, damit Sie sich besser in meine Lage versetzen können: Einerseits fühle ich unbedingten ‚Handlungsbedarf‘ in seiner (UNSERER) Sache, andererseits liegt einfach zu nahe, mir ginge es nicht um DIESE Sache und um SEIN Lebenswerk, sondern um Aufwertung meiner/unserer Seite – auf seine Kosten. Das kann ich unmöglich ‚erklären‘ oder argumentativ widerlegen, zumal ja auch von diesen Aspekten gewisse Aspekte einfließen, alles andere wäre unehrlich... Wenn überhaupt, sehe ich lediglich die Möglichkeit, daß SIE diese Überlegungen an ihn herantragen – in geeigneter, in Ihrer, nur Ihnen verfügbaren Form, sofern Herr K. dafür überhaupt ansprechbar wäre… Ich selbst kann da, glaube ich, nicht mehr einwirken…
Schon länger wollte ich Sie auch auf diese beiden Seiten aufmerksam machen, ich weiß nicht, ob Sie sie auch schon entdeckt hatten: https://www.unrechtsstaat-brd.de/ und https://deutschermensch.wordpress.com/, und dort dann auch diese Seite: https://deutschermensch.wordpress.com/tag/zitate-der-volksverrater/. Sehr herzlich grüßt Sie – mit Dank für Ihre verständnisvolle, wohlwollende und freundschaftliche Aufnahme –
Ihr Freund und Bruder.

28.04.2019
Lieber Bruder, nachdem ich nun Ihr dickeres Buch zur Gnosis zu ca. zwei Dritteln gelesen habe, mir auch die Skizzen und Diagramme im Anhang angesehen habe, fühle ich mich davon regelrecht abgestoßen! Die verschiedenen gnostischen Strömungen entwerfen jeweils ihre je eigenen Kosmogonien und Christus-Bilder, jeder deutet und spekuliert über ‚Äonen, Engel, Demiurgen‘ usw. was das Zeug hält – und jeder hält sich für im Besitz der ‚Wahrheit‘. Die Frage: ‚Wer ist eigentlich wer?‘ erleidet nach meinem Dafürhalten auf diese Weise völligen Schiffbruch, denn weder gibt es eine einheitliche Gnosis, noch kann davon ausgegangen werden, daß die jüdisch-katholische Kirche die ‚richtige Sichtweise‘ besitzt… Was mir in allen gnostischen Texten, die ich bisher gelesen habe, völlig zu kurz kommt ist die wichtige Frage nach der menschlichen Willensfreiheit und Entscheidungsfähigkeit – stattdessen ist die ‚Herkunft des Bösen‘ auf verschiedene Weisen mythologisch-spekulativ verbrämt. Die Grundfrage: ‚Was können wir wissen?‘ ist eher verstellt worden von zweifelhaften Spekulationen und einer mythischen ‚Metaphysik‘, es geht eben nicht um allgemeingültige Antworten, sondern um pure Rechthaberei... Gnosis – das ist eben gerade nicht ‚Erkenntnis‘, kann es gar nicht sein, schon allein aufgrund der mangelnden Einheitlichkeit! Am Ende beansprucht jede Deutung ihr Recht – und geht so am Erkennen der Wirklichkeit vorbei. – Was wir theoretisch tun könnten ist, uns mit allen verschiedenen Behauptungen auseinanderzusetzen – doch was brächte uns das tatsächlich ein? Versetzten wir uns damit in den Stand zu sagen: dieser hat recht – oder jener hat recht? Nein, da wir nicht einmal mit 100%iger Sicherheit heute noch sagen können, was als historisches Faktum gelten kann und was nicht! Es wird auch immer wieder Moses zitiert – von dem wir nicht wissen, ob er eine Kultfigur ist oder ein historischer Mensch, als letzterer ist er ja der Forschung kaum greifbar... Offensichtlich geht es weder in den kanonischen Schriften der Bibel noch in der Gnosis tatsächlich um Wissen, sondern immer wieder nur um den Glauben das ‚Wahre‘ getroffen zu haben. Sinnvoll erscheint mir jedoch nur ein Glaube, der sich auf Evidenz berufen kann – evident ist jedoch vielmehr, daß wir getäuscht werden sollen, daß wir – mit vielen Worten – vom Wissen ferngehalten werden sollen. Erhellend finde ich, was die Anthroposophen zitieren und zur Gnosis (https://anthrowiki.at/Gnosis, hieraus besonders diesen Abschnitt) schreiben: „Die Gnosis schöpfte, wie Rudolf Steiner aufgezeigt hat, aus den Kräften der Empfindungsseele, die ihre Blütezeit in der ägyptisch-chaldäischen Zeit hatte. Diese alte, tief esoterische Mysteriengnosis, die etwa vom 4. bis zum 1. Jahrtausend v. Chr. gepflegt wurde, blieb als gut gehütetes Geheimnis in den Mysterien beschlossen und ist äußerlich in ihrem wesentlichen Gehalt nicht überliefert. Sie beruhte auf intimen Seelenerlebnissen, die zwar erfahren, aber nicht in äußere Worte gefaßt werden konnte – zumindest nicht in Worte, die heute noch verständlich wären. Zur Zeitenwende war bereits die Verstandesseele erwacht, mit der der tiefere Gehalt dieser alten Mysteriengnosis nur mehr schattenhaft erfaßt werden konnte. Die Seelenerlebnisse, die ihren tieferen Inhalt bildeten, waren bereits verblaßt. Ein Bild davon gibt die exoterisch überlieferte Gnosis, die sich letztlich nicht nachhaltig durchsetzen konnte, weil sie an ihre eigenen geistigen Wurzeln nicht mehr heranreichte und zugleich den neuen Anforderungen des Intellekts nicht mehr entsprach.“ Momentan fällt es mir schwer, auch aufgrund der Unübersichtlichkeit der vielen verschiedenen Spekulationen und Glaubensannahmen, einen sinnvoll zusammenhängenden Text zu entwerfen; ich sehe da lediglich ein Grundgerüst, von dem er ausgehen müßte:
1. die heute faßbar gegebene physikalische Welt inclusive ihrer metaphysischen Phänomene.
2. die auffindbaren Schriften, für uns lesbar als Übersetzungen von – angeblichen – Originalen, die Teil unserer physikalischen Welt sind (1.)
3. Abschätzung der Glaubwürdigkeit dieser Schriften im Hinblick auf ihre Historizität und im Hinblick auf den Stand ihrer ‚Erkenntnisse‘.
4. Schlußfolgerungen für unsere heutige Zeit.
Ich finde mich noch in der Phase des Lesens und ‚Verdauens‘ – wollen Sie so einen Text schon in Angriff nehmen?
Zu K.: Vorgestern habe ich einen erneuten Brief von ihm erhalten, in dem er auf mehreren DIN-A-4-Seiten schildert, wie er in die jetzige Lage gekommen ist, auch konkret auf seinen Krankenhausaufenthalt eingeht; er muß dort massiv von einem behandelnden Arzt mißhandelt worden sein. Auch bittet er erneut um Spenden und gibt an, auf jeden Fall weitermachen zu wollen. Auf mich wirkt er massiv überfordert. Insofern billige ich Ihr Angebot, ihn mit unserer Netzseite zu unterstützen. Bitte formulieren Sie jedoch hierfür Ihre Mail noch wesentlich kürzer und knackiger: Daß eine Internet-Präsenz auch Energie und Arbeit kostet, weiß er mit Sicherheit selber, das brauchen wir ihm z. B. schon einmal nicht mehr zu sagen. Er hat keine Energie: Daher muß jedes Wort, jeder Buchstabe passen, keines darf zuviel sein! – Dagegen könnte es sinnvoll sein, haargenau denselben Text einmal als eMail und einmal als Papierbrief zu schicken – um sicher zu gehen, daß er das Angebot nicht verpaßt! Vielen herzlichen Dank für Ihre freundliche Unterstützung!
Hirt

28.04.2019
Lieber Bruder – ich umarme Sie sehr herzlich! Sie sind mir ein Freund – und Sie sind ein Freund der ganzen Welt! – Ich danke für Ihre doppelte Post (die ich für die spätere Veröffentlichung zusammengefaßt habe). – Ich kann heute morgen kurz und bündig antworten, da für mich die Dinge sehr eindeutig sind: Ich würde frühestens nach Abschluß IHRER Beschäftigung und Ihrer ‚Verdauung‘ und des danach zu erwartenden ‚Resümees‘ Ihrerseits mit einer ‚Zusammenstellung‘ IHRER Studien beginnen; momentan liegt die 1. Papier-Gegenlesung und Korrektur meines ‚Talente-Textes‘ oben auf dem Stapel meiner Arbeitsanforderungen – ich beginne damit morgen oder übermorgen. Ich setze auch den Brief an Dr. Drewermann solange aus, bis wir wissen, in welchem Umfange Ihre Untersuchungen Einfluß haben MÜSSEN auf den Talente-Text. – Was den K.-Brief angeht: Was immer ich aus dem vorliegenden Entwurf herausnehmen würde, der auf das Wesentlichste bereits vereinfacht ist, ich würde immer ‚Faserstoffe‘ herausschneiden, die seine UND MEINE Befindlichkeiten in Übereinstimmung zu bringen versuchen. In Wahrheit müßte man eigentlich noch sehr viel mehr schreiben, denn ein solches Unternehmen, wie wir es ihm anbieten, verlangt AKTIVE, verläßliche, vertrauensvolle, einander zugewandte MITWIRKUNG! Ich bin hier relativ allein, wie Sie wissen, und bedarf umso mehr der LEBENDIGEN (nicht: der überheblichen, der stockenden, verstockten oder selbstinszenatorischen) KOMMUNIKATION! – Herr K. spricht nicht mehr mit mir, seit ich ihm meine Meinung gesagt habe… Das ist keine Grundlage für ein solches Projekt. Hinzu: Es müssten die rechtlichen Belange eindeutig geregelt werden: das macht Mühe – und ich DARF Zweifel haben, ob er das leisten kann – oder ob einer ‚seiner Mitarbeiter‘ dazu bereit wäre und dazu auch von ihm autorisiert werden könnte… Alles Fragen – und ein Vorgefühl der Verweigerung all dieser Grundbedingungen… – Wenn er also schon nicht einmal mehr diese 30 Zeilen aufzunehmen, ‚durchzuhalten‘ und entsprechend zu bewerten weiß – dann weiß ich wirklich nicht, was das soll… Ich weiß auch nicht genau, ob Sie, lieber Bruder, verstanden haben, daß ich das nicht mehr selber initiieren, sondern SIE darum bitten möchte: Immerhin hat Herr K. noch die ‚Kraft‘, genau auszuwählen, wem er seine Bittschriften zukommen läßt… Obwohl ich ihm letztens wiederum 50 € ins Kuvert steckte, bin ich ihm seine Informationsbriefe nun nicht mehr wert…? – Da stimmt vieles nicht… So verbleibt Ihnen in Freundschaft, aus dem allerersten Arbeitsimpuls heute morgen,
Ihr Freund und Bruder.

28.04.2019
Lieber Bruder, ich muß Ihnen gestehen: Ihre Zeilen lösen in beiden Punkten eine ungewisse Ratlosigkeit in mir aus, denn je weiter ich in dem umfangreicheren Gnosis-Buch lese, desto mehr verwandelt sich meine ‚Verdauung‘ in eine ausgewachsene ‚Verstopfung‘ – so befremdlich wirken die dortigen Texte auf mich. Rudolf Steiner hat wohl geäußert, daß die ‚exoterische Gnosis‘ des 2. und 3. Jahrhunderts schon damals kaum hat aufgenommen werden können, weil die inneren seelischen Bildwelten des zuvor jahrtausendelang mündlich Weitergegebenen nicht mehr vorhanden gewesen seien. Man habe damals die ‚Gefahr des Intellektualismus‘ gesehen und gefürchtet. Nun unterscheidet sich aber mein Anspruch von einem bloßen materiell bedingten Intellektualismus, da ich möglichst alles ‚Gegebene‘, alles uns Wahrnehmbare in meine Betrachtungen einbeziehen will – und da erkennen wir ja, daß die Welt eben nicht nur materiell ist, sondern gerade auf geistigem Ursprunge fußen muß... Auch die heutige Quantenphysik bestätigt das. Ein intellektualistischer Materialismus liegt mir also fern. Demnach kann ich die mir vorliegenden – übersetzen – Schriften, gleich ob AT/NT, Essener-Evangelium oder gnostische Texte zunächst einmal nur als ‚vorhanden‘ zur Kenntnis nehmen, und die einzig dazu sinnvolle Frage stellen: Was ist der Grund für ihr Vorhandensein, d.h. was mag die Absicht der Autoren der ‚Originale‘ und ihrer jeweiligen ‚Übersetzer‘ gewesen sein? Denn Arbeitsaufwand und Energie, die dahinter stecken müssen waren ja enorm, schon gar, wenn man bedenkt, daß es keine Buchdruckerkunst und auch nur wenige Lesekundige gegeben hat... Offensichtlich geht es also immer um den Wunsch der Mitteilung von etwas ‚Wichtigem‘, sonst wäre der Aufwand nicht betrieben worden... Wenn ich jetzt die vielen Strömungen und verschiedenen gnostischen Systeme sehe, so ergibt sich die ‚Verstopfung‘, weil mir keines davon mehr wirklich inhaltlich zugänglich ist; diesbezüglich deutet Steiner für mich korrekt: Die Seelenzustände der Gnostiker sind mir/uns fremd geworden. Uns fehlen die Bilder und die dazugehörigen Begrifflichkeiten, schon gar, wenn selbst die eigenen, aktuellen Begrifflichkeiten ‚schwimmen‘... Auch Steiner wiederum, dessen Sichtweisen durchaus erhellend sein können, ist jedoch kritisch zu sehen, vor allem sein Anspruch, die Art wie er in geistige Welten zu sehen vorgibt, liefere allgemeingültige Ergebnisse, ist durchaus zweifelhaft, zumal er wiederum höchst eigene Begrifflichkeiten geschaffen hat, um seine Visionen überhaupt beschreiben zu können. So ist ihm die Verknüpfung von Christus mit Jesus, dem Nazarener auf Golgatha eine geistige Tatsache im der Menschheit wohlwollenden Sinne. Ist diese Schauung nun ‚real‘ – oder auch sie nichts als ein Glaubensbekenntnis?
Was den zweiten Punkt, also das Angebot an K. betrifft, so ist mir nicht mehr in Erinnerung, welche Meinung Sie ihm damals gegenüber geäußert haben, obwohl Sie mich wahrscheinlich haben mitlesen lassen. Ich kann also nicht abschätzen, ob sein Nichtantworten Ihnen gegenüber auf Verstimmung basiert oder aber auf schlichter Überforderung. Sie haben jedoch recht, was Ihren Mail-Text angeht; den muß er lesen und bewältigen können, sonst macht die Umsetzung keinen Sinn... Ich gestehe, im ersten Moment auch gar nicht an rechtliche Konsequenzen, Verfügungen, Mitarbeiter und dergleichen mehr gedacht zu haben. Ja, den aktuellen Papierbrief von ihm hebe ich auf jeden Fall auf. Wollen Sie denn Ihre vorformulierte Mail nun an ihn senden – oder haben Sie es sich anders überlegt? – Was ich zur Vermittlung und eventuellen Mitwirkung betreffs einer Zusammenarbeit mit K. tun kann, will ich jedenfalls tun – herzlich,
Hirt

29.04.2019
Lieber Bruder – Danke! – Danke für Ihre Feinfühligkeit, Feinsinnigkeit in der Art Ihrer Durchdringung – aller Themen und Verhältnisse! – Die Beschreibung Ihres Gefühls und Verständnisses zu den gnostischen Texten, zur sogenannten Gnosis, zeugen von Ihrer besonderen, umfassenden Einsichts- und Darstellungsfähigkeit. Sie umgreifen damit in ungewöhnlicher Weite diesen Themenraum und dringen in seine Tiefen vor – wodurch, recht interpretiert, nun doch wieder das ‚Eigentliche‘ oder ‚Wahre‘ anschaulich wird, indem Sie die ‚wesentlichen Fragen‘ stellen – und damit zu den ‚notwendigen‘ inneren Antworten provozieren! – Auch diese Absätze wieder gehörten für mich in eine voranstehende Einführung zu einem Text „Über die Quellen und Propheten der dogmatischen Kirchenlehren“ oder „Über den Ursprung der Evangelien – und ihre Idolatrie“ (‚Verherrlichung, Götzenbotschaft, Bilderanbetung‘), oder ähnlich genannt… Es ist doch ein entscheidender Vorgang, daß uns heutigen, nach unseren Vernunftkriterien, kein logischer Zirkelschluß mehr möglich erscheint, der die Urgeschichte soweit sinnfällig und authentisch nachzuerzählen weiß, daß wir sie anerkennen und nachvollziehen könnten (merkwürdigerweise gibt es da eine Parallele zu unserer wahren deutschen Geschichte). DAS ist aber ein wesentlicher Hinweis auf die wahre Geschichte – wie es sie gegeben haben muß – und wie sie also auch beschrieben werden können müßte! – Sie erschaffen/setzen in diesen letzten Zeilen, meinem Gefühl nach, die ehrlichste Ausgangsbasis, indem Ihnen ALLES querliegt, was zu diesen Themen angesammelt werden kann – und geben die Erklärung: daß uns nämlich die Verbindung zur Übersetzung/Übertragung all dieser – damit – unerklärlichen Phänomene fehlt. – WIE also stellen wir die Verbindung wieder her, was ist das überhaupt: eine VERBINDUNG zu ‚WAS‘? –    – Und darin liegt nun wieder der Schlüssel zur ‚Übersetzung‘ – und dieser führt Sie geradewegs auf die richtige Spur: „Offensichtlich geht es also immer um den Wunsch der Mitteilung von etwas >Wichtigem<, sonst wäre der Aufwand nicht betrieben worden…“ – Die Zweifel und die Verstopfung sind ‚not-wendig‘, weil sie zur inneren ‚Auflösung‘ zwingen… Und jeder Vernunft- und Seelen- und Sinnenbegabte wird diesem Prozeß der ‚Befreiung‘ mit Freuden folgen – und wissen, daß er nur durch diesen Aufwand bewältigt werden kann…!
Bedenken Sie, lieber Freund: Das ist etwa der vierte Brief (von insgesamt zehn) gewesen, auf den er nicht mehr persönlich reagierte. – Herr K. spricht nicht mit mir; er hätte ja auch einen seiner Mitarbeiter bitten können, mir kurz zu antworten… Ich habe hier unten nun nochmals einen Brief aufgesetzt – der von IHNEN, lieber Freund – von Ihnen als seinem Freund (!) – an ihn gesandt werden KÖNNTE, mit allen Ihren Veränderungen, nach Ihrem Gefühle, so wie Sie es für sinnvoll erachten. – Ich selber kann nun nicht mehr länger dort unbeantwortet anklopfen… Dies alles mit schneller Feder wieder heute aus dem ersten Antriebsimpuls an Sie.
Ihr Bruder.

29.04.2019
Lieber Bruder, nachdem ich Ihre heutige Mail gelesen habe, habe ich mich spontan dazu entschlossen, einen anderen Weg zu gehen: Ich habe soeben ein längeres Telephonat mit K. geführt. Er sagt, er sei überhaupt nicht verstimmt … und er könne sich nicht erklären, wie es auf mehrere Mails keine Antwort gegeben habe! Es sei möglich, daß von seinen Papierbriefen einmal etwas an Sie nicht bearbeitet worden sei, er habe da 24 Ablagen, wo schon mal etwas ‚durchgerutscht‘ sein könne... Auch habe er nach wie vor an seiner Netzpräsenz gearbeitet… Wir haben nun vereinbart, daß der neue Netzhinweis bei uns unter der Rubrik ‚Menschen‘ erscheinen kann, er sagt aber, an der Domain würde sich noch etwas ändern, da dies noch diejenige von seinem Programmierer sei, das würde noch ‚woanders aufgehängt‘. Also vielleicht warten wir damit noch ein wenig. Mit meinem Anruf habe ich ihn gerade bei seiner Arbeit am Vorwort zu dem Germar-Rudolf-Buch unterbrochen, er komme dann immer aus dem ‚Flow‘... aber das würde so etwas wie ‚Beethovens Neunte‘ betreffs aller Texte, die er seit 2003 veröffentlicht habe. Für jemanden, der gerade erst aus der Psychiatrie entlassen worden ist, klang er recht aufgeweckt und munter. Wichtig ist ihm das Niveau, auf dem sich seine öffentliche Auseinandersetzung befindet, denn nur so könne man dort bestehen. Er habe auch, kaum daß sein neuer Netzhinweis veröffentlicht gewesen ist, ‚Post aus Israel‘ erhalten, die sich zu einer interessanten Korrespondenz entwickelt habe, aber dann wieder abgebrochen sei, was zu erwarten gewesen sei. Ihm sei klar, daß er sich mit einer Netzpräsenz noch ganz anders in der Öffentlichkeit bewähren müsse – 
Betreffs der Gnosis-Lektüre bin ich nun auf Seite 231 angelangt: ‚Die Auslegung über die Psyche‘. An diesem fast schon pornographisch zu nennenden Text ist mir klargeworden, daß die gnostische Tradition offenbar ‚von Männern für Männer‘ aufrecht erhalten worden sein muß, einen solchen Text kann keine Frau verfaßt haben... Und ebenso ist es ja wohl auch mit den diversen Evangelien und AT/NT: Immer werden Männer als Autoren genannt oder angenommen. Allein dieser Aspekt läßt meines Erachtens schon tief blicken, was die angebliche ‚Heiligkeit‘ diverser Schriften betrifft – er wirft die Fragen auf: Geht es in alledem nicht letztendlich auch um die Erhaltung und Festigung des Patriarchats? Ist nicht sogar zeitweise Frauen abgesprochen worden, überhaupt eine Seele zu besitzen? – Welchen Wert können solche ‚Erkenntnisse‘ für unser heutiges Verständnis noch haben? – Der Text auf Seite 231 wirkt so abstoßend auf mich, daß ich nun mit regelrechtem Widerwillen weiterlese. Angeblich handelt es sich dabei um einen Nag-Hammadi-Text. Kommentar meiner Stuttgarter Freundin: Diese Texte sollten damals gefunden werden. Zu Rudolf Steiners Golgatha-Interpretation ist sie der Ansicht, daß er nur schauen konnte, was er schauen sollte. Das sei eine ähnliche Fälschung wie viele angebliche Erzengel-Channelings... – So weit der aktuelle Stand der Dinge.
Hirt

30.04.2019
Lieber Freund – wieder beginne ich mit einem großen ‚Dankeschön‘! – Natürlich, so geht alles leichter; oft denke ich, auch wir sollten häufiger telephonisch konferieren – würden dann aber auf die schriftliche – immer ja auch reflektiertere – Dokumentation verzichten müssen… Das wäre gewiß auch ein Verlust. – Dann warten wir also erst einmal ab, bis wir auf die ‚gefüllte‘ Seite von Herrn K. verweisen können… Vielleicht braucht es einfach noch etwas Zeit – bis wir ‚konkretere Stellungnahmen‘ oder Entscheidungen einholen oder Wege beschreiten können/müssen/sollen/dürfen… – Sie verstehen schon: ich bin nicht ganz überzeugt, inwieweit MEINE Idee von der Online-Archivierung und Bereitstellung seiner Herausgaben bei Herrn K. angekommen ist bzw. von ihm selbst überhaupt bedacht oder ins Auge gefaßt wird… egal; zumindest hat es jetzt eine ‚Erinnerung‘ gegeben; wir sehen, was draus wird.
Zur Gnosis: Ich erinnere mich, auch in dem kleinen Büchlein ‚verstörende‘ Hinweise entdeckt zu haben, auf eine ‚unklare‘ geheimnisvolle Mann-Frau-Mythologie, bei der es um ‚Vereinigung‘ bzw. ‚Erhöhung‘ des einen Geschlechts durch das andre ging – wenn Sie es überprüfen wollen: ich meine, die Stellen auch markiert zu haben. – Ich vertraue Ihrem Urteil völlig, würde diese Teile später nachlesen… Verbleiben wir zunächst so… Ich möchte/muß Ihnen sagen, daß ich eine gute Woche weniger ausführlich sein kann: Donnerstag habe ich Termine in der Stadt, Freitag die alljährliche Ausfahrt mit den früheren Freundinnen meiner Mutter, Samstag kommt B. auf vier Tage zu mir, am Wochenende darauf meine Tante, auf einen Tagesausflug nach Berlin… Es umarmt Sie sehr herzlich
Ihr Freund und Bruder.

30.04.2019
Lieber Bruder, da sind Sie ja wieder recht eingespannt in der nächsten Zeit... Ich halte es für sinnvoll, wenn Sie in ca. zwei bis drei Monaten selber einmal mit K. telephonieren würden, dann könnten Sie ihm ja Ihre Ideen und Vorstellungen zur Gestaltung seiner Abteilung bei uns direkt erläutern – und auch gleichzeitig erfragen, ob er das so überhaupt will; jedenfalls ließe sich da manches schneller klären als über einen eMail-Verkehr. Bis zum Sommer wird er das Germar-Rudolf-Buch wohl herausbringen und dementsprechend mit dem Vorwort dazu fertig sein.
Gnosis: Was die Darstellung der ‚Psyche‘ in „Die Auslegung über die Psyche“ als Hure betrifft, die Zuschreibung alles ‚Schlechten‘ an das Weibliche, so ist mir das sehr befremdlich und verdächtig. In dem kleineren Gnosis-Buch bin ich bis zur Seite 76 gekommen, habe es aber in dieser drastischen Form noch nicht angetroffen. Auch die Vorstellungen zum ‚Mannweiblichen‘ wirken oft verworren auf mich und scheinen auch nicht in jeder Strömung einheitlich zu sein... In dem umfangreicheren Gnosis-Buch stehen immer kursiv gedruckte Kommentare unter den Texten, die teilweise ebenso kryptisch auf mich wirken, wie die Schriften selbst. Das macht ein abschließendes Urteil dazu gewiß nicht einfach. – Gehaben Sie sich wohl und alles Gute für Ihre vielen Unternehmungen! –
Hirt

03.05.2019
Lieber Bruder! – Ja, ich bin gespannt – auf Ihren ‚Abschlußbericht‘, die Zusammenfassung Ihrer Kirchen- und Evangelienlektüren… Ich selbst hinke momentan ziemlich hinterher, nicht nur wegen meiner Pflichten hier, sondern, nun wieder neu, wegen innerer Aufträge, die mich bestürmen und von mir Stellungnahme und Bekenntnis fordern: Ich empfing gestern die nachgesandte Rundpost von Herrn K. – und fühlte/fühle mich verpflichtet, darauf zu reagieren! – Unten mein Brief/Entwurf, den ich ihm nächste Woche zukommenlassen werde! – Ich habe auf der Startseite neue Einträge verlinkt – mehr war momentan nicht möglich… Frühestens am Donnerstag komme ich wieder zu einer Meldung… Bis dahin verbleibt Ihnen
Ihr Bruder – herzlich.

05.05.2019
Lieber Bruder, noch weiß ich nicht, ob ich eine solche Zusammenfassung über die Evangelien überhaupt schreiben kann und werde... Ihrer Mail an K. stimme ich zu. Was mich im Moment massiv bewegt ist dieses Video: https://www.youtube.com/watch?v=8Uka_S-vahI&app=desktop. Es in seiner vollen Länge auszuhalten ist allein schon eine enorme Anstrengung. Sein Fazit lautet nämlich: Einschaltung von 5G ist ABSCHALTUNG DER MENSCHHEIT! Für mich die wirksamste Konsequenz ist, allen jetzigen (4G-)Handy- und Smartphonebesitzern die sofortige ersatzlose Kündigung ihres Vertrages ans Herz zu legen. Denn dieses globale Firmen-Kartell versteht nur die Sprache des ökonomischen Einbruches...  in diesem Falle muß es ein rapider völliger Zusammenbruch sein, damit Rettung noch möglich ist... Meine Empfehlung: Setzen Sie diesen Video-Hinweis bitte dauerhaft auf unsere Netzseite. Warnen Sie alle Verwandten, Freunde und Bekannten, dieses Wissen muß sich möglichst rasch verbreiten. Es muß meines Erachtens sofort ein Spendenfonds eingerichtet werden, damit Menschen, die in dieser Branche tätig sind oder auf andere Weise extrem abhängig von Handys gemacht worden sind, finanzielle Erstunterstützung erhalten können... Können wir so ein Spendenfondskonto auf unserer Seite zur Verfügung stellen? Was halten Sie davon? Wenn wir jetzt nicht umgehend handeln, dürfte es zu spät sein. Dann können wir es uns auch schenken, Aufsätze über neutestamentarische Gleichnisse oder die Gnosis zu schreiben... Was nützt es uns, über ‚den Anfang der Welt‘ zu spekulieren, wenn wir ihr Ende greifbar vor uns sehen? Ich werde in einer Brandmail auch K. dringend auffordern, sich des Themas umgehend publizistisch anzunehmen! – Denken wir nicht an uns, sondern an unsere Kinder... – Vielen Dank für Ihre freundliche Aufmerksamkeit!
Hirt

06.05.2019
Lieber Bruder, hier ein weiteres alarmierendes Video zu 5G: https://www.youtube.com/watch?v=7gJb4NhDYsE. Was ich zum Thema finde wird immer erschreckender. Bitte sichern Sie unbedingt auch diese beiden Videos und die dazugehörigen Dokumente! Vielen herzlichen Dank! – https://www.youtube.com/watch?v=gQ6h2huUdLA und https://www.youtube.com/watch?v=fDk960sQIvw&list=WL&index=8&t=264s. Für mich am wichtigsten ist, was hier etwa von Minute 20-25 gesagt wird. Daraus ergeben sich für mich Überlegungen, die meinen gesamten Lebenslauf ab 1982 betreffen, als man mir eine ‚paranoide Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis‘ diagnostiziert hat... Ich frage: Was ist das überhaupt? ...Und wenn ich nun nur eines der frühen Versuchskaninchen der Vorläufer der heutigen Technik gewesen bin? Damals hörte ich eine Stimme in meinem Kopf, die ich eindeutig als nicht die meine identifizieren konnte, die Worte waren folgende: „Ich bin das Wort. – Ich bin der Ort. – Ich bin die Sprache. – Ich bin Gott.“ – Stimmenhören gilt als eines der ‚klassischen‘ Symptome einer Schizophrenie! – Gedankenkontrolle – nunmehr bezogen auf die gesamte Menschheit – ist das der Kern von 5G? Durch das Auffinden des o.g. Videos ist das Thema für mich nun noch umfassender geworden, und mir wird immer klarer, daß dringend etwas getan werden muß, um diese Hintergründe bekannter zu machen. Mir ist auch bekannt, daß es seit Jahrzehnten sogenannte ‚Targeted persons‘ gibt, die extrem mit Mikrowellenwaffen beschossen werden, weil sie dem herrschenden System auf irgendeine Art und Weise gefährlich geworden sind. Man hat als einzelner keinerlei Chance sich dagegen zu wehren, offiziell ist immer abgestritten worden, daß es so etwas überhaupt gibt. – Ich könnte mir sehr gut vorstellen, daß z. B. auch K. auf technischem Wege ‚moduliert‘ wird; wird er phasenweise ‚zu gesund‘, provoziert man einfach einmal wieder einen Psychiatrie-Aufenthalt... Das ist unsere Realität – es bedarf keines Horrorfilmes mehr! – Es umarmt Sie innig,
Ihr Hirt

07.05.2019
Lieber Bruder, jeden Tag finde ich weitere ‚Unglaublichkeiten‘, hier zu den ‚Grenzwerten‘: https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1375. – Hier ein geradezu entlarvendes Video – man verbreitet allen Ernstes den unrealistischen Glauben, es gäbe so etwas wie ‚strahlenfreie Zonen‘: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=79212. Der ‚Fortschritt‘, der sich 5G nennt bedeutet: restlose Totalüberwachung, Krankheit und Siechtum, endgültige Naturzerstörung durch globale Mikrowellenverstrahlung. Das ist es – kurz und bündig auf den Punkt gebracht. In Kombination mit der geplanten Bargeldabschaffung wird dann das globale totalüberwachte Strahlengefängnis für alle geschaffen sein. Ich schätze, daß nach der globalen Einschaltung von 5G die Ökosysteme des Erdplaneten binnen maximal fünf bis zehn Jahren komplett zusammenbrechen werden, vielleicht geht das sogar noch schneller: Nahrungsmittelproduktion wird dann unmöglich geworden sein. Wer das Pessimismus nennt, verkennt in meinen Augen die Lage: Das ist sogar eine noch relativ günstig zu nennende realistische Einschätzung.
Hirt

08.05.2019, 17:00 Uhr
Lieber Bruder! – Vorhin nun habe ich B. zur Bahn gebracht: Sehen Sie mir bitte meine Antwortpausen nach…  – Ich stelle für die Bearbeitung des 5G-Themas jetzt alles andere zurück – so gut es neben meinen Terminen und Pflichten in den nächsten Tagen geht! Ich werde zwei Artikelseiten zum Thema erstellen, die aufeinander verweisen und auf der Startseite als brisant hervorgehoben werden. – Wenn Sie dazu noch Material oder Formulierungen beitragen wollen? – Ansonsten verwende ich Ihre Beiträge oder Texte von dazugehörigen Seiten; ich zähle derzeit fünf Videoverweise und drei Textseitenkopien. Vor allem müssen wir einen Beschluß fassen in Sachen Spendenkonto bzw. öffentlicher Aktion: Mir schwebt eher vor, auf der Hauptseite (des Artikels) mit Spende (ev. von 500 €) zu werben, sozusagen als Starthilfe, die wir/Sie (ich kann/möchte/würde mich mit höchstens 150 € daran beteiligen können/wollen) ausschreiben/anbieten für eine gemeinnützige Initiative und Mobilisierung – gegen die 5G-Pläne. Nicht also WIR werden sammeln, wir signalisieren unsere Spendenbereitschaft für eine solche Initiative, die wir anregen… Warten wir die Reaktionen ab; ich muß Ihnen nicht sagen, wie skeptisch ich bin... Nur dieses Erlebnis dazu: B. und ich waren vorgestern in der Berliner Staatsoper (= Staatskapelle und Staatsballett!) zu einem ‚Ballettabend‘: Nach der Pause gab es eine Aufführung von einem US-amerikanischen Choreographen: Pochendes, schmerzhaft-dröhnendes Stahlhämmern – das war die ‚Musik‘ –, und dazu ein zuckendes ‚Tanzensemble‘… Wir konnten uns gerade bis zum Ende höflich auf den Plätzen halten, um dann das Theater fluchtartig zu verlassen… Doch jetzt der volle Wahnsinn: Das gesamte (nur halbgefüllte! = vielleicht gibt es noch Hoffnung!) Haus jubelte und schrie und raste vor Entzücken…!!! Gesagt soll sein: Wir haben es IN DER MASSE bereits mit völlig (‚wilden‘) willen- und maßstablosen Zombies zu tun, nicht aber mehr mit ‚vernünftigen MENSCHEN‘… – Bedenken Sie außerdem: Sobald wir irgendetwas ‚Kommerzielles‘ tun, müßte ich ein ‚Gewerbe‘ anmelden und mich dafür steuerlich veranlagen lassen und rechtfertigen müssen…! – Ich denke, wir sollten uns auf unsere publizistischen, mahnenden, dokumentarischen Möglichkeiten beschränken. – Bitte erwägen Sie diese Vorschläge; vielleicht können Sie diesen Überlegungen beipflichten und sie vorformulieren… – Mit Ihrem Besuch in Thüringen lassen wir uns Zeit: Wir werden fühlen, wann es paßt und guttut... – B. fand in einem Café eine Karte für Sie, die ich Ihnen morgen zuschicke… – Die Post an K. ist raus… – Herzlichst verbleibt Ihnen
Ihr Freund und Bruder!

08.05.2019
Lieber Bruder, mittlerweile habe ich viele Videos zu 5G gesehen; in einem wurde gesagt, daß seit Mitte der 90er Jahre der Durchschnitts-IQ in allen Industrieländern um 60% gesunken sei. Zufälligerweise korreliert dieser Zeitraum genau mit demjenigen der flächendeckenden Einführung der Handy-Technologie. In München hat es aktuelle Schülerproteste gegeben, da die Abitur-Matheprüfung zu schwer gewesen sei... Ich bin auch der Ansicht, daß es kaum noch Menschen und immer mehr Zombies gibt, von daher wird wohl eine Spendenaktion nichts einbringen; es wird wohl tatsächlich so sein, daß die meisten das 5G ebenso bejubeln werden, wie das Konzert, das Sie hier beschreiben. Für mich besonders entsetzlich ist, mit ansehen zu müssen, wie die junge Generation gar keine Chance hat restlos zu begreifen, wovon wir überhaupt sprechen, da sie ja das frühere Leben, als es nur Festnetzanschlüsse gab, gar nicht mehr kennt! Ein anderes Video thematisiert auch das Insektensterben, das unaufhaltsam grassieren wird. Wir sehen das ja jetzt - unter 4G - schon: Mein Vater hat mehrfach erzählt, daß er an seiner Windschutzscheibe im Vergleich zu früheren Jahren nach einer längeren Autobahnfahrt kaum noch Insekten vorfindet; früher waren die Scheiben so voller Insektenleichen, daß man u.U. anhalten mußte, um die Scheiben zu reinigen, damit man überhaupt etwas gesehen hat! Der Zusammenbruch der Ökologie ist also jetzt schon im vollen Gange, während man hinter den Kulissen ungerührt über 6G redet! In Südkorea soll 5G schon flächendeckend laufen! Außerdem basteln durchgeknallte Dr.-Frankenstein-Wissenschaftler am Bau künstlicher Insekten - diese Irren scheinen tatsächlich zu glauben, sie könnten damit den erdumspannenden Kollaps aufhalten! Wir haben ja bisher schon Monokulturen, Glyphosat, Gentechnik, Chemtrails... - da kommt jetzt die umfassende Mikrowellenstrahlung obendrauf! - Verständigen wir uns also darauf, den Untergang möglichst minutiös zu dokumentieren, damit es wenigsten ein kleines Gegengewicht gibt zu all diesen Teufeleien ringsum. - K. scheint momentan keine Mails zu lesen, auf meine hat er jedenfalls nicht geantwortet. - Herzliche Grüße,
Hirt

09.05.2019
Lieber Bruder – ich wünsche Ihnen, trotz allem, einen guten Morgen und einen guten Tag! – Es floß gestern noch gut ineinander, auch wenn es spät wurde: Unten der Grundtext, der sowohl als PDF aus den Kulturkritischen Schriften, von Ihren Seiten aus, von der Startseite und aus unserer Korrespondenz aufgerufen werden könnte, und aus dem ich zusätzlich noch eine Audiovisionsseite erstellen werde. – Sie können Ihre Verbesserungen und Einfügungen bitte direkt hier im Text anbringen und eintragen. – Morgen werde ich nicht arbeiten und reagieren können, da ich von frühe an bis spät unterwegs bin. – Es umarmt Sie herzlich
Ihr Bruder.

09.05.2019
Lieber Bruder, da sind Sie ja wieder sehr fleißig gewesen - vielen herzlichen Dank! Ich habe dem im Moment nichts hinzuzufügen. Bei mir spitzen sich die Dinge im Augenblick dramatisch zu: Ich habe ja seit Jahren meiner Krankenkasse die Einsendung eines Photos verweigert, weil ich die eGK und die damit verbundene Digitalisierung meiner Krankenakte ablehne. Am 09.04.2019, vor einem Monat, traf bei mir ein Papierbrief meiner Krankenkasse ein, in dem man mir unter Angabe diverser Gerichtsurteile und der Formulierung ich hätte „kein Recht in der analogen Welt zu verbleiben“ mitgeteilt hat, daß man von nun an die Faxe in die Arztpraxen nicht mehr senden wolle, mit denen seither die Abrechnung zwischen Krankenkasse und Arzt aufrecht erhalten worden ist. Offensichtlich bin ich also fortan trotz automatischen Abzuges meiner Beiträge an die Krankenkasse nicht mehr versichert. Heute, nun, hätte ich um 11 Uhr einen Termin bei meinem behandelnden Psychiater gehabt, den ich Aufgrund der o.g. Verweigerung der Krankenkasse habe absagen müssen. Ich habe der Arzthelferin am Telephon gesagt, ich hätte jedoch gern noch einmal mit dem Doktor gesprochen. Daraufhin hat sie mir zugesagt, er würde mich am Vormittag zurückrufen. Auf diesen Rückruf warte ich gerade. Die Absage der Krankenkasse ist folgendermaßen vor sich gegangen: Wie immer habe ich die Krankenkasse angerufen, um das FAX in die Arztpraxis zu erbitten. Das schien auch zunächst durchzugehen. Kaum hatte ich den Hörer aufgelegt, ist jedoch ein Rückruf gekommen, mit dem Hinweis auf den o.g. Brief und daß man entsprechend keine FAXe mehr für mich versenden würde. Das habe ich heftig kritisiert, worauf die Dame gesagt hat, sie wolle mich an den Herrn, der mir den Brief gesandt hat, weiterleiten. Dies hat nicht funktioniert, worauf sie sagte, er rufe mich zurück. Nach ca. einer Viertelstunde ist mir das Warten zu bunt geworden, außerdem hätte ich so langsam das Haus verlassen müssen; ich habe also selber noch einmal die Krankenkasse angerufen. Wieder bin ich von der ersten Dame zu einer zweiten weitergestellt worden. Dieser versuchte ich den Sachverhalt zu erklären, worauf sie wieder anfing: Ich müsse doch nur ein Photo einsenden, dann bekäme ich die Karte. Daraufhin habe ich gesagt, daß ich viele Dinge nicht mitmache, z.B. auch nicht die Benutzung von Handys und kurz angedeutet, was mit der Einführung von 5G auf uns alle zukommt. In diesem Zusammenhang habe ich auch erwähnt, daß aus meiner Sicht schon jetzt 80-90% der Menschen Zombies seien. Wieder kam der Spruch: Ich müsse doch nur ein Photo einsenden... Da ist mir der Kragen geplatzt, ich habe gesagt: „Sie sind ja schon ein Zombie! Guten Tag.“ - und habe den Hörer auf mein Telephon geknallt. - Offensichtlich hat jetzt diese Dame von der Krankenkasse einen Grund, mich wegen Beleidigung zu verklagen. Ich gehe jedoch davon aus, daß das nicht passieren wird, weil man dort ja meine Krankenakte kennt und mich für einen ‚armen Schizophrenen‘ halten dürfte. Wenn es doch geschieht, bin ich sogar dankbar... Das wäre dann Öffentlichkeit zum Thema ‚Menschenrechte, Gesetzeslage und Fernsteuerung‘ durch 4G/5G... Ich warte nun also weiter auf den Rückruf meines Doktors. Sollte man mich gewaltsam in die Psychiatrie verschleppen... - Sie kennen nun den aktuellen Hergang. – Es tut mir leid, daß ich im Augenblick keine angenehmeren Botschaften für Sie habe. Versuchen Sie, jeden Tag in ‚relativer Freiheit‘ zu genießen... Kennen Sie den kurzen Text mit der Überschrift „Kleine Fabel“ von Franz Kafka? Darin geht es um eine Maus, die sich in einer wunderschönen großen freien Welt befindet - jedoch mit jedem Schritt, den sie tut, kommen Wände auf sie zu, die sich im Verlauf immer mehr verengen... So komme ich mir gerade vor. Herzlich,
Hirt

09.05.2019
Lieber Bruder, soeben hat der Doktor bei mir angerufen – kurz nach unserem Telephonat. Ich habe ihm erklärt, daß ich wegen der Fax-Verweigerung der Krankenkasse meinen Termin nicht wahrnehmen konnte und daß ich nicht wüßte, wie es weitergehen soll. Daraufhin hat er gesagt, ich solle morgen um 12 Uhr kommen, er würde - auch ohne Abrechnung bei der Krankenkasse - nicht verhungern. Eine goldige vorläufige Lösung, ein menschlicher Doktor! - Vielleicht ist also die Zahl der Zombies doch noch nicht ganz so groß... Ich werde ihm morgen erzählen, daß ich mich aktuell mit 5G auseinandersetze und wie folgenschwer dieses Thema ist. Einen weiteren Termin will ich nicht vereinbaren, weil ich nicht will, daß er dauerhaft ‚für umsonst‘ arbeitet. Den Brief, den ich von der Krankenkasse erhalten habe, will ich ihm zeigen. Ich habe kurz überlegt, ob es sinnvoll ist, meine Krankenkasse darüber zu informieren, mich aber dagegen entschieden; denn in deren Augen handeln sie ja ‚rechtmäßig‘. Es könnte dort ja höchstens noch Glücksgefühle auslösen, daß es nun einen Patienten gibt, für dessen Kosten sie nicht mehr aufkommen müssen... Diese Art von Glücksgefühlen möchte ich aber nicht verbreiten.
Hirt

09.05.2019
...haben Sie Dank, lieber Freund! – Gut, ich freue mich für Sie – und danke auch für die menschliche Geste des Herrn Doktor!

Ihr Bruder.

10.05.2019
Lieber Freund, nun hab ichs doch geschafft: Bitte überprüfen auch Sie noch einmal die Verlinkungen und alle neuen Dokumente zu 5G/6G – auf der Startseite und unten in der Stichpunktliste, auf Ihrer Startseite und im Ordner Audiovision. – Morgen werfe ich nochmals eine Post für Sie ein: HEUTE aus dem Kasten gezogen, das Magazin meiner Krankenkasse – mit einem Beitrag über die eGK...! Es grüßt Sie herzlich
Ihr Freund und Bruder.

10.05.2019
Lieber Bruder, demnächst sehe ich mir Ihre Arbeit an. Vielen Dank für Ihren Fleiß. Ich bin gerade von meinem heutigen Besuch beim Psycho-Doc zurück. Er hat mir wärmstens empfohlen, die Tabletten, die er mir das letzte Mal verschrieben hat, doch einzunehmen. Von meiner Beschäftigung mit 5G habe ich ihm erzählt; er sagte, das täte mir nicht gut, und ich könne das sowieso nicht ändern... Allerdings habe ich ihm nicht von der psychoaktiven Pflanze erzählt, von der ich jeden Tag ein Blättchen esse. Vorläufig werde ich also seiner Empfehlung nicht nachkommen, zumal diese Tabletten ‚sehr teuer‘ seien – und er dann für diese bei längerer Verschreibungsdauer eine Kostenübernahme meiner Krankenkasse benötige... Im Anhang finden Sie ein altes Dokument von meinem PC – schon damals ist (eGK-)‘Datenschutz‘ reine Makulatur gewesen... – Im Augenblick entwerfe ich gerade eine Mail an meinen Betreuer; er soll den eingescannten Brief erhalten, den mir meine Krankenkasse Anfang April zugeschickt hat. Auch das hier anhängende Dokument will ich ihm beifügen. Herzliche Grüße,
Hirt

10.05.2019
...Ich danke Ihnen, lieber Freund! – Ich habe das Dokument gelesen: Wir beide wissen, daß hier UNRECHT geschieht! Ich will das nicht abschwächen; im Moment jedoch scheinen mir das (noch) ‚Einzelfälle‘ zu sein; natürlich, die Technik und die Tendenzen sind erschreckend! – Lieber Bruder, bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Ich bin Ihrem Wunsche nachgekommen, das 5G-Thema akut zu behandeln – und habe die entsprechenden Seiten vorfristig angefertigt: Bitte vollenden wir jetzt auch diese Sache – gemeinsam. – Auch möchte ich Sie herzlich bitten, die Gnosis-Thematik nicht einfach fallen zu lassen, nur weil jetzt wieder ein neues Thema stärker hervordrängt… Oder geben Sie mir einen eindeutigen Hinweis, daß sich diese Sache für Sie erschöpft und erledigt hat. Dann kann ich besser damit umgehen und überlegen, was ich mit den von Ihnen angesammelten Materialien tun (oder lassen) kann... Bedenken Sie, daß ich zusätzlich immer auch noch unsere Korrespondenz zu bearbeiten habe. Derart umfangreiche Projekte zu übertragen oder sie anzureichern mit Ihren Beiträgen, zumal in der Ihnen eigenen schönen Art, mit Ihren besonderen Reflexionen wie die G5-Problematik oder die Fragen um das Essener Evangelium – das kann ich nur mit Ihrer Unterstützung bewältigen/leisten. Bedenken Sie, wie umfassend unsere Recherchen und Mühen wieder waren, sowohl das eine wie das andere Thema betreffend, und welche wesentlichen Ergebnisse sie bisher gezeitigt haben bzw. noch zeitigen sollen und müssen und eingehen in ebenso wertvolle Schöpfungen! – Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis und verbleibe bis übermorgen als
Ihr Bruder und Freund.
NS: Auch diese Bitte noch, lieber Bruder: Ich werde in den nächsten Tagen auch die Korrespondenz aktualisieren, es ist schon wieder sehr viel zusammengekommen: Bitte werfen Sie auch dort einen Blick drauf – und überprüfen Sie, ob es so bleiben kann: Sie haben wieder sehr viel sehr Persönliches preisgegeben… Neu wäre dann alles ab 21.04.

11.05.2019
Lieber Bruder, wie kommen Sie nur darauf, ich könnte Sie mit der Weiterarbeit an unseren Texten im Stiche lassen? Seit Tagen habe ich an dem im Anhang befindlichen Traktat gearbeitet, in dieser Nacht habe ich es vollendet. Das ist auch ein Ergebnis meiner Auseinandersetzung mit den gnostischen Kosmogonien! Ich stelle dem hier zunächst einmal meine derzeitige Weltsicht gegenüber, wobei ich das aktuelle Problem 5G sowie die damit verbundene ‚KI‘ = Künstliche Intelligenz gleich mit eingearbeitet habe – und ihr den Stellenwert zugewiesen habe, den sie in meinen Augen dringend einzunehmen hat! Daher bitte ich Sie, diesen Text möglichst deutlich sichtbar direkt in Reichweite der 5G-Thematik auf unserer Netzseite unterzubringen. Vielen Dank! Nachdem ich den Traktat-Text über mehrere Tage habe gären lassen, ist mir nun natürlich noch nicht klar, wie ich im einzelnen genau an und mit den zur Verfügung gestellten Texten weiterarbeiten werde, da ich meine gesamte Konzentration darauf gerichtet habe einen logisch-schlüssigen Text zu verfassen, der auch noch kurz und knapp zu sein hat, um das Gegengewicht zu all den 5G-Informationen gebündelt und schwerwiegend in die Waagschale werfen zu können: Es mußte ja wohl etwas für uns Passenderes her, als die Einrichtung eines Spendenkontos... Bitte geben Sie mir umgehend Rückmeldung, wenn Sie im Traktat-Text einen logischen Fehler oder eine zu große Sprunghaftigkeit feststellen sollten. Nach meinem Gefühl, folgt hier in 33 Punkten Schritt für Schritt ein durchgehendes Konzept seiner Linie, vom Ursprung ausgehend – und in ihn wieder einmündend. Trotzdem bin ich jederzeit für Verbesserungsvorschläge offen. – Anmerkung: Ich verwende absichtlich ‚Widergabe‘ statt ‚Wiedergabe‘ im Text, das ist also kein Rechtschreibfehler, sondern die Darstellung einer Bedeutung! – Ich habe übrigens auch ein Video gesehen, in dem der Zusammenhang zwischen KI und 5G hergestellt wird: Nanopartikel, die seit Jahren über Chemtrails verteilt werden und die wir einatmen sowie Impfungen machen uns zu lebenden Antennen; damit werden wir noch aufnahmefähiger für die Mikrowellenstrahlung, mit der gearbeitet wird. Ziel ist es laut diesem Video, das menschliche Einzelbewußtsein binnen kurzem an einen Riesencomputer anzuschließen, es damit zu verschmelzen... – Es ist dieses Video: https://www.youtube.com/watch?v=LeoCeCUUwYA – die entscheidenden Aussagen dazu kommen innerhalb der ersten 10 Minuten. Bis demnächst,
Hirt

11.05.2019
Lieber Bruder – ich danke Ihnen von Herzen – für alles! – Von hinten: das Video habe ich in die Liste der Videoverweise im Audiovisionsordner aufgenommen. Ich hab es auch gesichert. Sollte ich das PDF (Abschaltung der Menschheit) noch einmal ändern (müssen), werde ich es auch dort noch mit aufnehmen; ansonsten erscheint es später ja auch in der Korrespondenz. – Danke Ihrer Bestätigung zur gemeinsamen/gemeinschaftlichen Fortsetzung unserer Arbeiten/Aufträge/Verpflichtungen – vor uns selbst/für uns selbst/für uns alle… - Ihr Traktat ist ein durch und durch prägnantes ‚Beweisstück‘ zur Offenbarung des gesamten bürokratisch-technokratisch-entfremdenden/entfremdeten momentanen Irrwegs der Menschheit – und der dafür Verantwortlichen: zu finden im politisch-medialen Bereich! Es hat mich nach Beiträgen zu Adornos Kritik an der ‚Kulturindustrie‘ suchen lassen; hier nur zwei Verweise, die mir dazu ins Auge fielen: http://www.rote-ruhr-uni.com/cms/Rent-an-rru/Seminare,13/III-Kulturindustrie und: http://phoenix.blogsport.de/images/dialektik_aufklaerung.pdf. (Das PDF hab ich vorsorglich gesichert.) – Das Gedicht am Ende: eine ausgezeichnete – scharfspitze – Pointe, auch wenn ich die Zeilen
y
GGGGG
nicht verstehe… (?) – Diese Fragen/Anregungen hätte ich: 2. Weil ich bin, (KOMMA) empfange ich Eindrücke; 8a. (unsicher:) Das ZU Bezeichnende ist nicht das Bezeichnete. (Also auch 24: das ZU Bezeichnende… (?); 8c. A ist unter keinen Umständen in der Lage, (KOMMA) A‘ zu erfassen; 12. Syntax/Grammatik überprüfen, unklare bzw. uneingängige Konstruktion = unklarer Gedanke/Inhalt = Uneindeutigkeit im Verständnis…; 24. Vorschlag/Frage: …auch BLEIBT durch die Grundidentifikation … vielfach unbewußt, daß … innerhalb einer Sprache IST; 29. Nach alter Schreibung: VERSELBSTÄNDIGT habende… – Dies in aller Kürze heute morgen, als erste Reflexion – und Arbeit an unserer gemeinsamen Sache!
Ihr Bruder wünscht Ihnen einen guten Tag!

11.05.2019
Lieber Bruder, wenn Sie dem Verlauf der Pünktchen genau folgen, werden Sie feststellen, daß das HAND... ...y ergibt, das Wort muß nur über den Zeilensprung wieder zusammengesetzt werden. Und was ist an den 5Gs nicht zu verstehen? Autonomes Fahren ist doch einer der tollen Fortschritte, die mit 5G versprochen werden... Zu 2. Ich habe länger überlegt, ob ich das Komma setzen soll, habe es dann aber bewußt weggelassen, um zu verdeutlichen, daß mein Sein nicht vom Empfang von Eindrücken zu trennen ist. Zu 9a. Das Bezeichnende ist das Symbol, die Schreibung das ‚zu Bezeichnende‘ wäre also sinngemäß falsch!, ebenso in 24.! Zu 9c. hier kann das Komma eingesetzt werden. Zu 12. Hier ist mir wiederum nicht klar, was Ihnen unklar ist; wenn Sie Punkte 12 und 13 zusammen betrachten bleibt die Unklarheit auch bestehen? Zu 24. ...Auch bleibt durch die Grundidentifikation A = A‘ vielfach unbewußt, daß A ungleich A‘: Herkunft des Irrtums innerhalb einer Sprache. Zu 29. ja! An Punkt 32. habe ich noch eine Ergänzung angebracht. Ich habe Ihnen die Version mit den aktuellen Änderungen beigefügt. – Mit Adornos Kulturkritik habe ich mich bisher nicht beschäftigt, besonders die pdf ist ja recht lang... Im Gegensatz dazu ist es mir hier ja darum gegangen, kurz und schlüssig zu zeigen, an welchem Punkte des Seins wir uns befinden. Danke für Ihre Aufmerksamkeit und Ihren Zuspruch! – Auf der Netzseite ist mir aufgefallen, daß in einem Falle dasselbe Video von Dr. Barrie Trower zweimal erscheint. Herzliche Grüße,
Hirt

12.05.2019
Guten Morgen, lieber Freund! – Ich habe alles empfangen – auch in übertragenem Sinn: ich verstehe jetzt besser, und gebe Ihnen Recht, in allem. Auch Punkt 12 ist mir jetzt verständlich: Sie sagen, daß die Gefühlsein- und ausdrücke durch Übertragung in einen menschlichen Gedanken von ihrer ursächlichen/originären Unmittelbarkeit (halber Pleonasmus) sich entfremden, die eigentliche Sache durch Umwandlung in eine andere Art von ‚Auffassung‘ von ihr verfremdet wird… Ich habe dafür nach einer eingängigeren Fassung gesucht, finde die Ihre nun aber doch am ‚dichtesten‘. – Natürlich, bei 24. kann im zweiten Teil das IST auch nur gedacht werden. Bei 9, 9b, 9c und 20 fehlt am Zeilenende der Punkt. – Was hielten Sie davon, ganz am Ende Ihres Traktats, eine Zeile über der Datumsangabe, ein „Unklar? – Siehe hier.“ einzusetzen, wobei auf dem ‚hier‘ ein Link läge, der auf diese ‚erklärenden‘ Abschnitte in unserer Korrespondenz führte? Wenn Sie das übernehmen wollten, benötigte ich das Word-Dokument, aus dem Sie das PDF anfertigen – um den Link dort einzubinden. – Die Videodoppelungen sind entfernt. – Haben Sie vielen Dank für Ihre Arbeit, Ihre Mitarbeit! – Einen schönen Sonntag wünscht Ihnen
Ihr Bruder.

12.05.2019
Guten Tag, lieber Freund, lieber Bruder! – Sie machen mir eine riesige Freude allein mit Ihrem Gebrauche des Begriffes ‚empfangen‘ in Ihrer Replik! Denken Sie doch nur, welches Wunder das ist, daß Verstehen zwischen uns in diesem Grade möglich ist! Wenn wir Säuglinge und Kleinkinder vor dem Spracherwerb betrachten, stellen wir fest, daß für sie ihre Gefühlsein- und -ausdrücke das Primäre, das Unmittelbare sind, sie ‚denken‘ noch in eidetischen Bildern, nicht in deren Verfremdung durch sprachliche Symbole! – Ihre  Interpretation des ‚IST‘ in Punkt 24 trifft den Nagel auf den Kopf – eben dies ist ja der Grund für die Großschreibung an dieser Stelle! Machen wir uns ferner bewußt, was dieses kurze Traktat für die Erkenntnistheorie und die Ontologie bedeutet: Kants ‚Ding an sich‘ ist damit überflüssig geworden, es stammt aus einer Zeit (er starb 1804), in der eben nicht im Bewußtsein lag, daß alles Schwingung ist, daß wir es also im Grunde nirgends mit ‚Dingen‘ überhaupt zu tun haben! Die Erkenntnis, daß das Gefühl das Primäre ist, der Gedanke erst danach kommt, ist durch meine Anastasia-Lektüre vollständig in mein Bewußtsein eingedrungen: Im Zusammenhang mit der Unmittelbarkeit der Gefahr, die Megre durch den Angriff des Bären Anastasias fürchtet, referiert sie darüber, wie unsere Reflexe (Fluchtimpuls) viel schneller durch unsere Gefühle (körperlicher Adrenalinausstoß), als durch unsere Gedanken ausgelöst werden... – Kennen Sie Martin Heideggers ‚Sein und Zeit‘? Wie müht dieser Mann sich darin ab, eine schlüssige Ontologie zu entwerfen; er schafft im Grunde neue Begriffe, eine eigene Sprache – und ist nach meinem Dafürhalten doch nicht über Kant hinausgekommen! Für mich wird an diesen Beispielen deutlich, daß Kant und Heidegger immer noch Symbole mit dem unmittelbar Gegebenen (eben keine ‚Dinge‘!) verwechselt haben, bzw. hier eine unbewußte Identifikation stattgefunden haben muß! Des weiteren fällt mir gerade auf, daß auch der Beginn des Johannes-Evangeliums im NT in Zweifel gezogen werden muß: „Im Anfang war das Wort (griechisch: der Logos)...“ Das Wort ist ein komplexes Symbol, das aus Einzelsymbolen, den Buchstaben, zusammengesetzt ist! – Und wenn „am Anfang“ nicht das Wort, sondern das Gefühl, die Eidetik gestanden hat, aus der sich die Symbole im Zuge der fortschreitenden Individualisierung erst entwickelt haben? – Lieber Bruder, mir ist, als wenn eine seit undenklichen Zeiten verschlossene Tür zur Erkenntnis gerade erst einen Spalt weit aufgestoßen worden ist – das bestätigt mir der Grad des Verstehens Ihrer Replik! Die Folgerungen, die diese Einsichten für den Begriff der ‚künstlichen Intelligenz‘ bedeuten, sind in ihrer Tragweite noch gar nicht absehbar... Wir beide verstehen einander nicht nur deshalb, weil wir dieselbe Sprache, dieselben Begriffe verwenden, sondern hauptsächlich deshalb, weil wir uns durch geistige Schwingungen miteinander verbunden wissen, denen das Grundelement des VERSTEHENWOLLENS innewohnt: Nichts anderes ist es, als eine Konnotation der Liebe! Das Wort, der Begriff ‚Gott‘ ist ebenfalls ein komplexes Symbol. Nun, jedoch, wird erst in vollem Umfange sichtbar, inwiefern die Ahnung der Menschheit, die sich in dem Satze ‚Gott ist Liebe‘ ausgedrückt hat, ihre Berechtigung hat... Ich sende Ihnen die odt-Datei des Traktates zu, damit Sie so verfahren können, wie Sie es vorgeschlagen haben. – Meine Sonne leuchtet mir jetzt heller – ohne mich deswegen zu verbrennen; auch Ihnen einen schönen Sonntag, lieber Bruder, ich umarme Sie innig,
Hirt
NS: Lieber Bruder, anbei erhalten Sie eine weitere Lebensäußerung aus meiner Familie zum Thema ‚künstliche Intelligenz‘. Ich habe meine Tante gebeten nachzuschauen, ob noch weitere Gedichte meines Onkels auffindbar sind. Dies hat sie heute verneint. Sollten Sie in der Rubrik ‚Menschen‘ dennoch einen gesonderten Platz für meinen Onkel einrichten wollen, so würde ich den beigefügten Erklärungstext noch einmal etwas erweitern und separat unter die Gedichte stellen wollen. Ich weiß um die hohe Verehrung, die mein verstorbener Onkel für den SF-Autor Isaac Asimov gehegt hat. Grund dafür waren die von Asimov konzipierten Robotergesetze. Ein weiterer Beweis dafür, wo mein Onkel die Grenzen der ‚künstlichen Intelligenz‘ gesehen hat! Nachzulesen hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Robotergesetze. Auffallend ist hier der Hinweis, daß heutige Kampfmaschinen diesen Gesetzen nicht entsprechen. Beachten Sie bitte auch die intelligente Zählung bei den erweiterten Robotergesetzen mit der Einführung eines ‚Nullten Gesetzes‘! Ich sehe schon: Der Erklärungstext, den ich zunächst entworfen habe, greift viel zu kurz...
Hirt

13.05.2019
Lieber Bruder – welche Freude, welch tiefe Genugtuung! – – – Und Sie gießen/fassen diese tiefsten, wundersamsten heiligen Phänomene unseres Daseins in klare substantielle Sprache! Mir scheint – Dank der wechselseitigen Inspiration und Bestätigung! –, Sie haben hier den Geistkern gespalten/sichtbar gemacht, des Lebendigen Selbstes… schön, essentiell, genial, universell… vielleicht werden/sind das schon die meisterlichsten Zeilen in der 2019ger Korrespondenz. MIR ist das ein Geschenk, ich kann von solch geistig-emotionalen Extrakten immer lange lange zehren… Ich habe ‚Sein und Zeit‘ irgendwo stehen, es vor längerem auch begonnen, dann aber wieder abgelegt, unvollendet, weil es eben eine Arbeit ist, die sehr viel fordert, auf die man Zeit und unbedingtes Verlangen anwenden muß, den darin geöffneten ‚Kosmos‘ geduldig zu durchwandern… (Hab ein PDF davon gesichert; Heidegger starb 1976: deswegen zunächst hier nur ein externer Link auf das Werk, ebenso wie auf die Dialektik der Aufklärung von Adorno/Horkheimer). – Sie, lieber Dichterfreund, geben mit so wenigen Worten soviel kristalline Essenz aus… – Dankeschön, bravo! – Die Gedichte (der Computer ändert meinen Schreibfehler in ‚Gesichte‘…) Ihres Onkels – – – da spürt man eben etwas von KUNST: eine zeitlose Lebendigkeit; Geist, Emotion, Gedanke, Raumzeit, fast sogar das Licht des jeweiligen Augenblicks schimmert da durch – alles das ist fühlbar/ahnbar! – Ich kann mir eine Aufnahme unter ‚Menschen‘ vorstellen; wir benötigten dafür möglichst noch ‚etwas mehr‘ Material, wenn es sich finden und aufbereiten ließe… Vielleicht auch ein Photo, biographische Stichpunkte, und natürlich müßte seine Frau ihr „unwiderrufliches Einverständnis zur Veröffentlichung aller uns zugänglichen Materialien über ihren Ehemann/Ihren Onkel“ uns wenigstens in einer E-Mail, möglichst jedoch handschriftlich, zukommen lassen. (Verzeihen Sie bitte diese bürokratischen Hürden, aber die Erfahrungen lehren ihre Notwendigkeit; auch die in Anrufungszeichen stehende Formulierung ist dabei sehr wichtig.) – Wollen sie Ihr Traktat nicht noch ‚unterschreiben‘ bzw. soll ich noch Ihren Namen und einen Verweis auf Ihre Seiten einsetzen? Welche Art Ihrer Unterschrift bevorzugten Sie dann? ... Es umarmt Sie dankbar
Ihr Bruder!
NS: Seit gestern aktualisiert: http://www.archiv-swv.de/pdf-bank/HandbuchAlteSchreibung.pdf.

13.05.2019
Lieber Bruder, meine Lektüre von ‚Sein und Zeit‘ liegt Jahrzehnte zurück, ich bin damals in meinen Zwanzigern gewesen. Hannah Arendt, die unser Freund Rupkalwis so verehrt hat, ist übrigens Heideggers Schülerin gewesen... Gestern habe ich mir auf Wikipedia noch einmal die Rezeption zu Heideggers Werk durchgelesen, um mein Gedächtnis aufzufrischen (sein Buch liegt mir nicht mehr vor): Sein Einfluß auf die Philosophie des 20. Jahrhunderts ist enorm gewesen. Umso tiefer erschüttert bin ich über die Erkenntnis, wie sehr Satz 24 meines Traktates noch auf das Denken des 20. Jahrhunderts zutrifft: Auch in der Heidegger-Rezeption bei Wikipedia ist immer wieder von ‚Dingen‘ die Rede, Kants ‚Ding-an-sich‘ ist da bei weitem noch nicht überwunden; überall finde ich (unbewußte) Gleichsetzung von Symbol und Symbolisiertem, den Versuch ‚innerhalb der Sprache‘ die Sprache, das Symbol zu überwinden. Bei Heidegger scheint mir dies explizit durch seine Scheidung der Begrifflichkeit von ‚Sein‘ und ‚Seiendem‘: Er müht sich redlich ab, wächst jedoch nicht einen Deut über Kant hinaus! Mir sind zu diesem Themenkreis auch Gedanken zu Platons Ideenlehre gekommen, vielleicht der früheste Versuch, innerhalb sprachlicher Symbole zurück zur Eidetik* zu gelangen. Geradezu auffällig ist hier die Sprachwurzel des Begriffes ‚Idee‘: Diese ist griechisch ‚eidolon‘, was wörtlich rückübersetzt wiederum ‚Bild‘ bedeutet! – Setzen Sie daher bitte auch direkt auf meiner Startseite unter Platons Höhlengleichnis einen Link zum Traktattext; es ist meiner Ansicht nach sowieso kein Fehler, wenn der Text von mehreren Stellen aus erreichbar ist. Aus heutiger Sicht ist es geradezu ein Glücksfall gewesen, daß mir vor Wochen die Technik meinen ersten Traktattext versiebt hat: Der jetzige ist noch kürzer, kompakter evidenter geworden! Halten Sie es tatsächlich für nötig, daß ich den Traktattext noch unterschreibe? Allein diese Verlinkung sagte doch in aller Deutlichkeit, woher er stammt?
Was die Veröffentlichung der Gesichte (!) meines Onkels betrifft, so möchte ich mich momentan auf die telephonisch-mündliche Zusage meiner Tante beschränken. Wenn Ihnen dies aus rechtlichen Gründen zu riskant ist, respektiere ich das. Vielleicht ließe sich ja auch eine Zwischenlösung verwirklichen, indem er keine eigene Rubrik unter ‚Menschen‘ erhält, sondern – zunächst – unter meine mit aufgenommen wird? Ich bin zutiefst überzeugt, daß mein Onkel billigt, was ich hier vorschlage: Wir sind einander zeitlebens sehr nahe gewesen – ich sehe mich insofern als ein Erfüller dessen, was er als Auftrag des Menschen formuliert hat: „...die Flamme der Intelligenz aufrecht zu erhalten“. Auf längere Sicht bevorzuge ich, daß er seine eigene Rubrik unter ‚Menschen‘ bekommt, dann könnte eine schriftliche Genehmigung meiner Tante immer noch eingeholt werden. – Das aktualisierte Handbuch zur alten Rechtschreibung ist sehr lang, ich habe es nur angelesen. – Das Radio-Interview, das Sie in unsere Korrespondenz eingebaut haben, habe ich mir angehört. Ja, das ist spannend zu sehen, was hier wieder einmal zusammentrifft. Bemerkenswert finde ich auch, daß der Mann am Ende des Interviews sagt, der eigentliche Gründer des Christentums sei Paulus gewesen. Auch seine Aussagen zum Johannes-Evangelium lassen aufhorchen: Interessant ist, daß ich in einer vorherigen Mail den Anfang desselben in Zweifel gezogen habe – während er das Ende des Textes in Zweifel zieht – und daraus schließt: „...damit fällt der ganze Text.“ Im Prinzip geht der Mann also so vor, wie ich mit meiner ‚Dominohypothese‘. Setzt man voraus, daß die Sichtweise von „Kein Tod auf Golgatha“ zutrifft, so sind alle synoptischen Evangelien als Schutzschriften zur Deckung des überlebenden Nazareners zu lesen bzw. aus dem zuvor mündlich überlieferten Deckungsschutz entstanden. – Herzliche Grüße – und Dank für alles,
Hirt
*Eidetik = griech. Bezeichnung für das Vorkommen subjektiver Anschauungsbilder bzw. bildhafter Anschauungen ohne Worte/Begriffe. Das dabei Erlebte ist mindestens ebenso real, wie das Denken innerhalb der Sprache! Möglicherweise vermitteln solche Bilder sogar mehr als in Worten sagbar wäre; vgl. auch hier: https://anthrowiki.at/Eidetik.

14.05.2019
Lieber Bruder – Dank für alles, auch von mir! – Ihre Einlassungen glänzen wieder vor Klarheit, Logik, Extraktion… – Selbstverständlich sind die meisten Texte auf unserer Seite von mehreren Stellen aus erreichbar – gerade deswegen könnte Ihre ‚Unterschrift‘ (also ein Link auf Sie), auch im Traktat, gut sein: ich hab schon die Zeile dafür unter den Schlagworten auf der Startseite vorbereitet… – Ich möchte Ihrem Onkel lieber gleich einen Platz ‚ganz vorne‘ einrichten: Bitte schieben Sie die dazu notwendige Sicherung aller möglichen Materialien, das sind die Erinnerungen und Aussagen und Meinungen und Genehmigungen seiner Frau, nicht auf, jetzt ist die Zeit, das zu tun: wir wissen nicht, wie lange Sie noch an diese Informationen kommen. Wenn wir keine Genehmigung in meinem Sinne bekommen, müssen wir halt mit dem Risiko leben, daß es irgendwem nicht gefällt und wir es dann entfernen müßten… Aber tatsächlich: Im Moment besitzen wir über Ihren Onkel zwei kurze Gedichte und Ihre kurze Erklärung darunter – ziemlich mager also… Ich überlasse Ihnen nun, inwieweit Sie das ändern wollen/können. Ansonsten verfahren wir so, wie Sie vorgeschlagen haben. – Lieber Freund, ich werde erst am Freitag unseren Dialog fortsetzen können; es war mich wichtig, Ihnen das auf die Schnelle noch durchzugeben. – Mit einer herzlichen Umarmung verbleibt Ihnen
Ihr Freund und Bruder.

13.05.2019
Lieber Bruder, das ‚Material‘ meines Onkels wird nicht mehr werden, da meine Tante das Auffinden weiterer Texte verneint hat. Wohl ist es so, daß ich den Erklärungstext erweitern kann und werde – unter Einbindung auch des Netzhinweises zu Isaac Asimovs Robotergesetzen. Ich schlage vor, daß mein Onkel zunächst unter meiner Rubrik ‚Verschiedene Texte‘ erscheint, nach Möglichkeit so, daß man schon vor dem Anklicken erkennt, daß es sich hier nicht um meine Gedichte handelt. Biographisch kann ich noch ein wenig erweitern, allerdings auch hier nur sparsam. Der Veröffentlichung von Photos stehe ich derzeit skeptisch gegenüber. Ich möchte meine Tante auch nicht nach etwas fragen, das ich im Augenblick selber nicht gern sähe... – Oder habe ich Ihre Äußerung mit dem Platz ‚ganz vorne‘ so zu deuten, daß Sie damit meinen unter ‚Menschen‘? Wie dem auch sei, die Rubrik meines Onkels wird im Vergleich zu den anderen bisher erscheinenden ‚Menschen‘ immer relativ kurz bleiben müssen! Sie besitzen ja die odt-Datei meines Traktates, setzen Sie also bitte über dem Datum ein: Turnus Gleich, den... Bis demnächst,
Hirt

14.05.2019
...so machen wir es, lieber Freund! – Bis demnächst. – Ich vergaß: am Donnerstag kommt meine Tante zu Besuch: auch das wird mich nun etwas von meinen Schreibtischarbeiten abhalten... Herzlich grüßt Sie
Ihr Bruder.

14.05.2019
Lieber Bruder, Sie kennen mich – ich will Ihnen zur Veröffentlichung der Werke meines Onkels reinen Wein einschenken. Als ich meine Tante am Telephon gefragt habe, ob sie mit der Veröffentlichung einverstanden ist, hat sie gesagt: „Mir wäre das egal...“ – Das ist also weder eine Zustimmung noch eine Ablehnung! Ich habe daher sehr behutsam vorzugehen und auch höchst vorsichtig mit den Angaben zur Biographie meines Onkels zu sein. Sie werden das bei der Lektüre des aktuellen Anhanges feststellen: Eine Erweiterung des ursprünglichen Erklärungstextes ist gegeben, allerdings beschränken sich z.B. die Angaben zum Geburts- und Wohnort bewußt auf eine gröbere Eingrenzung! Mein Vorgehen sieht daher so aus: Wir setzen nun diese aktuelle Version unter meine Rubrik ‚Verschiedene Texte‘. Sobald das geschehen ist, werde ich meiner Tante eine eMail mit dem Netzhinweis zu unserer Seite senden, damit sie sich ansehen kann, was ich konkret aus ihrer vagen Zustimmung gemacht habe: Erfährt das Erlebnis unserer Seite dann ihre Zustimmung, kann ich später immer noch um schriftliche Genehmigung bitten! Die Chance dafür steht gar nicht schlecht, weil es ja immerhin möglich ist, daß die Art, wie ich mich ‚herangetastet‘ habe nicht nur ihre Zustimmung, sondern sogar ihre Freude auslöst! In diesem Falle könnte ich ihr eröffnen, daß mein Onkel in die Rubrik ‚Menschen‘ verschoben wird. Umgekehrt wäre es kein Problem, bei Ablehnung die Veröffentlichung umgehend wieder zu entfernen! Auf diese Weise ist zu 100% sicher, daß Sie/wir keinen anwaltlichen Ärger zu befürchten haben! Herzliche Grüße,
Hirt

14.05.2019
Lieber Bruder, anbei ein Beitrag für unsere Abteilung ‚Politische Bildung‘:

2018, Kulturministerkonferenz: ‚Systemdemokratie‘ als Bildungsziel.
Dazu der Kommentar – von unverbildeten Denkern; hier auf unserem Server gesichert. 2019.

Das Dokument im Anhang, welches auch über den o.g. Netzhinweis zu erreichen ist, habe ich gelesen. Dabei ist mir mein Rückgrat steif geworden: Es liest sich, als sei ‚unsere Demokratie‘ ein gesamtgesellschaftliches Paradies. Entlarvend ist für mich der Begriff der ‚Herrschaft‘, der im Umfeld des Textes suggeriert, es sei hier von einer Verwaltungsform der ‚Partizipation, Mitbestimmung, Gewaltenteilung‘ die Rede! Wir beide, die wir nun seit Jahrzehnten in diesem System leben, wissen wie extrem diese Suggestionen unserer Realität der offenen und strukturellen Gewaltanwendung Hohn sprechen! Es geht so weit, daß jemand, der nur den Inhalt dieser PDF kennte, nicht aber die Erfahrung des Lebenmüssens innerhalb dieses Systems hat, glatt meinen müßte, sämtliche ‚Menschenrechte‘ seien ‚bei uns‘ schon lange verwirklicht und umgesetzt... Mich schaudert, wenn ich daran denke, wie sehr nicht nur unsere Kinder diesen Heucheleien ausgesetzt sind, sondern auch deren ‚Lehrer‘ schon gehirngewaschen genug sein müssen, um diese verlogenen Trostlosigkeiten weitgehend kritiklos an die junge Generation vermitteln zu können! Dieses Dokument ist für mich nichts weniger als die ANLEITUNG ZUR ENDGÜLTIGEN UMSETZUNG DES POSTFAKTISCHEN in gelebte Verhaltenskonsequenzen: Von Handlungskonsequenzen kann ich hier nicht mehr sprechen, denn diese ‚Lehrer‘ sind für mich in ihrer großen Mehrheit systemkonform abgerichtete ‚Kaninchen‘, die zu bewußtem Handeln gar nicht mehr fähig sind. ‚Schule‘ – das ist wohl heutzutage die Komplettumsetzung der Strategien des Behaviorismus: bloßes Verhalten auszulösen, statt selbstbewußtes Handeln zu ermöglichen! Bruder, wie können wir erwarten, daß solche ‚Lehrer‘, solche mißbrauchten Kinder ein Bewußtsein für ihre totale Vereinnahmung entwickeln? – Auch diese Artikel, die die Lebendigkeit der Systemdemokratie aufzeigen, sollten verwahrt und dokumentiert werden. Dem immer mehr ins Postfaktische abrutschenden Kollektivbewußtsein gehören die offensichtlichen Fakten gegenüber gestellt: https://www.anonymousnews.ru/2019/05/15/keine-gnade-opa-peter-87-zu-haftstrafe-verurteilt-weil-er-aus-hunger-kaese-fuer-455-euro-stahl/. Und hier: https://www.anonymousnews.ru/2019/05/15/afd-anfrage-zur-einreise-per-flugzeug-merkel-regime-erklaert-fluechtlingszahlen-zur-geheimsache/?utm_source=Newsletter&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=fluechtlingszahlen_zur_geheimsache_erklaert&utm_term=2019-05-16. –  Mitten in Platons Höhle sitze ich, werfe mein Traktat in diese dunkle Welt – und sage mit J.W. von Goethe: „...Mehr Licht!“ –
Hirt
NS Lieber Bruder, soeben hat mich ein Anruf eines Freundes aus dem Nachbarort erreicht. Er hat mir folgendes berichtet: Er habe am Bamberger ZOB (Zentraler Omnibus-Bahnhof) einen Bus besteigen wollen. Dies sei ihm vom Busfahrer verwehrt worden, da er offensichtlich nicht das Aussehen eines Migranten hatte. Mein Freund traute seinen Ohren nicht und bat den Mann um Erklärung und Wiederholung seiner Aussage. Daraufhin hat der Busfahrer erklärt, dieser Bus sei ein Bus, der zwischen Bamberger Ankerzentrum (Unterkunft für Asylanten) und ZOB pendle. Der Bus fahre 11 Mal pro Tag und dürfe nur Asylanten/Migranten befördern – und zwar kostenlos! Mein Freund ist daraufhin völlig perplex gewesen, denn er ist zur Zeit Hartz-4-Empfänger und ‚darf‘ für jede vergleichbare Busfahrt 2,60 € bezahlen! Ferner hat mein Freund in Erfahrung gebracht, daß kostenlose Busfahrten für Migranten nicht etwa nur zwischen Ankerzentrum und ZOB stattfinden, sondern das gesamte Stadtgebiet abdecken! Empört hat er mich gefragt, wie verblödet ‚unsere Politiker‘ eigentlich sein müssen, daß so etwas möglich ist. Er habe permanent Ärger mit dem Job-Center, das ihm Zahlungen verweigere, so z.B. auch die Zahlung neuer Holzöfen für seine Wohnung, die er im Oktober letzten Jahres beantragt hatte. Nach zähem Ringen seien die Öfen dann im Januar dieses Jahres genehmigt worden. In der Zwischenzeit habe er notgedrungen mit Elektroheizungen der Kälte in seiner Wohnung Herr werden müssen. Folge: Jetzt verlangt der Stromkonzern von ihm eine horrende Nachzahlung! Er hat vor, der Stromfirma mitzuteilen, sie möge ihre Forderung beim Job-Center eintreiben, das für diese hohe Rechnung verantwortlich sei. Leider habe ich seine Empörung nur so kommentieren können: Es handelt sich in diesem Falle ausnahmsweise nicht um fortschreitende Verblödung bei ‚unseren Politikern‘, sondern diese Vorgehensweise ist Programm: Alle sind ‚vor dem Gesetz gleich‘ – nur Migranten sind etwas ‚gleicher‘ als Einheimische. Rückkommentar seinerseits: ‚Werde ich jetzt dafür bestraft, als Deutscher geboren worden zu sein?‘ – Um Mißverständnissen vorzubeugen: Es wäre nichts dagegen einzuwenden, daß Asylanten finanziell unterstützt werden, wenn man sich mit annähernd gleicher Vehemenz für Obdachlose, Kleinrentner und Hartz-4-Empfänger einsetzen würde: Wie jeder weiß, ist das Gegenteil der Fall, was auch hier wieder sichtbar wird.
Hirt

15.05.2019
Lieber Bruder, Sie haben meinen Onkel ganz prima untergebracht! Vielen Dank für Ihre viele Arbeit und Mühe wieder! Werde demnächst eine eMail an meine Tante mit Verweis auf unsere Seite schicken. – Ich habe letzte Nacht nicht geschlafen, prompt sind mir in der Frühe Einfälle gekommen in Worte zu fassen, was mir schon länger bewußt ist, wofür ich aber vor der Artikulation meines Traktates keine verständliche Sprache gefunden habe! – Ihre Erklärung zur Eidetik innerhalb der Korrespondenz ist meiner Auffassung nach nicht korrekt. Eidetik ist bildhafte Anschauung ohne Worte/Begriffe. Das dabei Erlebte ist mindestens ebenso real, wie das Denken innerhalb der Sprache! Möglicherweise vermitteln solche Bilder sogar mehr als in Worten sagbar wäre... Ich habe es ja soeben erst wieder erlebt (s.o.)! – Wo bringen wir den ACTUS PURUS am sinnvollsten unter? – Bei mir ist heller Sonnenschein. Ohne Sie sitze ich dennoch im Dunkeln, weil niemand außer uns beiden den Inhalt des Traktates kennt. Ich arbeite also innerhalb von ‚Platons Höhle‘ weiter, so gut es mir eben möglich ist. Der heutige Text ist für mich ein weiterer Befreiungsschlag. Mir ist gerade, als habe ich einen weiteren Höhlenschatten erhascht und ihn dem Lichte ausgesetzt... – Folgendes habe ich gestern bei Kurt Tucholsky gelesen:

„Kein Resultat, kein Ziel auf der Erde wird nach dem logisch geführten Beweis ex argumentis gewonnen.
Überall steht das Ziel, gefühlsmäßig geliebt, vorher fest, die Argumente folgen, als Entschuldigung für den Geist,
als Gesellschaftsspiel für den Intellekt. Noch niemals hat einer den andern mit Gründen überzeugt.
Hier steht Wille gegen Willen...“
(Aus: „Schnipsel“, rororo-Taschenbuch, 1985, Seite 138.)

Der Mann hat trefflich beobachtet und formuliert. – Nur, daß jetzt eben nicht mehr Wille gegen Willen steht. Der Geist hat ja offenbart, daß er Liebe IST... Was jetzt noch gegen seinen Willen steht ist Blindheit, weil das Traktat weder mit ‚Liebe‘ noch durch angewandte Logik widerlegt werden kann. – Ich umarme Sie!
Hirt

16.05.2019
Lieber Bruder, ich kam gestern erst spät dazu, Ihre Mails zu lesen und auch zu verarbeiten – und sie einzuarbeiten. Damit an einer Stelle diese beiden essentiellen Sinnsätze möglichst dicht beisammenstehen, um sie schnell auch wiederfinden zu können, zunächst hier eingefügt auch mein Lieblingssatz seit längerem, der dem wunderbaren Tucholsky so glänzend beipflicht:

Deeping, George Warwick (1877-1950), englischer Schriftsteller: „Wir wollen eine Sache nicht besitzen,
weil wir einen Grund dafür haben, sondern wir finden einen Grund, weil wir sie besitzen wollen.“

– Wenn diese Ursache/Tatsache doch nur bewußt werden würde, wie sehr wir alle hochspezifische, subjektivste Seinsreflexe ausgebildet haben, die sich aus einer womöglich sogar charakterlich oder genetisch angelegten Grundhaltung zum Leben, zu den Dingen oder Verhältnissen ergeben, die in jedem Falle aber pure Willensäußerung der momentanen Befindlichkeit darstellt, eine emotionale, willkürliche/unwillkürliche Reaktion aus der individuellen Seinserfahrung geschöpft: wie schnell offenbarten alle diese peinlich-ideologisch-öffentlichen Debatten ihre intentionalen Absichten, wie offenkundig zerfiele die weltanschauliche Gefangenheit/Befangenheit jeder ‚Meinung‘! – Bei unserer Orgeleinweihung wird ein Text vom norwegischen Schriftsteller Jostein Gaarder zu hören sein, in dem es um die Freiheit und Schönheit der Einzigartigkeit ‚jeder einzelnen Orgelpfeife‘ – mit ihrer eigenen Stimme – geht: „…Wenn die Weltseele mir Luft einhaucht, pfeife ich munter drauflos. Ich bin ein Ton, eine Farbe und eine Nuance im Universum. Das Protestieren überlasse ich lieber den anderen. Den Kontrapunkt bilden die anderen Pfeifen in der Orgel. Ich kann unverfälscht nur ich selber sein. Ich kann freimütig ich selber sein, weil ich weiß, daß ich auch alle anderen bin. Ich bin auch das, woran ich zweifle. Ich bin auch das, woran ich nicht glaube. Als Orgelpfeife stehe ich mit dem Orgelbalg in Verbindung, mit dem Urgrund, der allen Orgelpfeifen das Leben einhaucht. – Eigentlich spielt es gar keine Rolle, was wir meinen. Schließlich haben wir ja doch allesamt recht.“ – Die größte Schande unserer Zeit: wie weit sich der Mensch zurichten und anpassen ließ, wie wenig er sich emanzipieren konnte vom aufgezwungenen Massenkonsens… Im Zusammenhang mit dem gesamten Thema von Sein, Wille und Emotionen dieser Hinweis: https://www.deutschlandfunkkultur.de/neurowissenschaft-der-lack-ist-ab.1005.de.html?dram:article_id=448747, gesichert hier.
Lieber Freund, auch heute bleibe ich nur kurz: Ich habe alles auf den neuesten Stand gebracht, bitte überprüfen Sie doch alle Stellen, an denen sich nun Ihre und unsere neuen Beiträge befinden: Ihr Traktat, Ihr neues Gedicht, die Verlinkungen und mehrfachen Plazierungen (und doppelten Kommentierungen) zum ‚Lernziel zur Systemdemokratie‘ (siehe also auch: Schriftenarchiv/Politische Bildung – jetzt ganz oben). Wo immer Sie Einwendungen hätten oder gar Fehler finden, bitte ich um Hinweis. – Hab ich was übersehen oder vergessen? – Ich umarme Sie herzlich, fest, innig, ebenso!
Ihr Bruder.

16.05.2019
Lieber Bruder, einer seit Jahrzehnten geahnten Spur weiter folgend, hat mich gestern meine Intuition zu Spinoza geführt, dessen Werk „Ethik“ Sie auf unserer Netzseite zur Verfügung stellen. Deutlich beeinflußt von Rene Descartes („Cogito, ergo sum“), setzt Spinoza das Denken als eines der beiden Hauptattribute ‚Gottes‘ (das andere ist bei ihm die ‚Ausdehnung‘), also als Urgrund des Seins. [Zur Vervollständigung des Themas ‚Cogito, ergo sum‘ gehe anschließend bzw. ggf. bis auf diese Tagebuchnotiz hier zurück.] Schon, wenn ich nur die ‚Definitionen‘ zu Beginn seines langen Textes sehe, in denen er versucht seine Auffassung von sechs komplexen Begriffen kurz darzustellen (diese sind: 1. Ursache <‘seiner selbst‘>, 2. Endlichkeit von ‚Dingen‘, 3. Substanz, 4. Attribut, 5. Modus, 6. Gott <unter Verwendung wiederum der Begriffe ‚Substanz‘ und ‚Attribut‘>), stelle ich fest, wie sehr ihm entgeht, inwiefern auch sein Denken in Begriffen, seine Sprache, etwas in seiner Kindheit Erworbenes ist! Er hantiert schon hier völlig ‚in der Luft‘, seine Begriffe bleiben dunkel, er hat ‚definiert‘ unter Verwendung der dunklen Begriffe untereinander innerhalb seiner sechs ‚Definitionen‘. Quintessenz sind hier die Gleichsetzungen, Identifikationen ‚Ursache seiner selbst‘ = ‚Substanz‘ = ‚Gott‘ = ‚Sein‘. Obwohl mir diese Dunkelheiten sofort aufgestoßen sind, habe ich die ersten beiden Teile seiner Abhandlung gelesen. Was am Beginn dunkel bleibt, wird mit seinen Ausführungen nicht heller, hinter jeden seiner Lehrsätze stellt er gleichwohl seine ‚Beweise‘. Beeindruckt hat mich dann jedoch das, was ich auf Seite 136 gefunden habe: „…Ideen zu unterscheiden, welche der Ordnung des Verstandes entspricht, vermöge welcher der Geist die Dinge nach ihren ersten Ursachen erfaßt und welche bei allen Menschen dieselbe ist. Hieraus erkennen wir ferner klar, warum der Geist von dem Gedanken eines Dinges sofort auf den Gedanken eines andern Dinges überspringt, das mit dem ersten gar keine Ähnlichkeit hat. Zum Beispiel wenn man das Wort ‚Apfel‘ denkt, so denkt man auch sogleich an die Frucht Apfel, die doch mit jenem artikulierten Laut keinerlei Ähnlichkeit noch sonst etwas gemein hat, als daß der Körper des Menschen häufig von diesen beiden erregt wurde, d.h., daß der Mensch häufig das Wort Apfel gehört hat, während er zugleich die Frucht sah. So wird jeder von einem Gedanken auf einen andern verfallen je nachdem seine Gewohnheit die Bilder der Dinge im Körper geordnet hat. Der Soldat z.B. wird beim Anblick der Spuren eines Pferdes sogleich von dem Gedanken eines Pferdes auf den Gedanken eines Reiters und von diesem auf den Gedanken des Krieges usw. kommen. Der Dauer dagegen wird von dem Gedanken des Pferdes auf den Gedanken eines Pflugs, Ackers usw. verfallen. So wird jeder, je nachdem er gewohnt ist, die Bilder der Dinge auf die eine oder andere Weise zu verknüpfen und zu verketten, von einem Gedanken auf diesen oder jenen Gedanken kommen.“ Deutlich zu erkennen ist hier, wie in Spinozas Bewußtsein gedrungen sein muß: Das Wort ‚Apfel‘ ist nicht die Frucht ‚Apfel‘, also das Bezeichnende ist nicht das Bezeichnete. Ob er aber auch bemerkt hat, wie er in seinen folgenden beiden Beispielen nicht beim Thema bleibt, sondern von der Identifikation (Wort ‚Apfel‘ = Frucht ‚Apfel‘) zur Assoziation springt? Alle drei Beispiele scheinen ihm gleichwertig, so daß er – bewußt oder unbewußt – Identifikation = Assoziation setzt! Ferner bestätigt der Tippfehler ‚Dauer‘ statt ‚Bauer‘ im dritten Beispiel klar und deutlich den 8. Satz meines Traktates, während seine gleichwertige Behandlung aller drei Beispiele klar Satz 15 meines Traktates bestätigt!
Aus dem Gesagten ergibt sich: Descartes’ Satz: „Ich denke, also bin ich.“ muß umgedreht werden: „Ich bin (weil ich fühle, mich fühle), also denke ich.“ Die Reihenfolge des Auftretens unserer Erkenntnisorgane ist: Fühlen, Eidetisieren, Symbolisieren, Denken. Spinoza setzt hingegen das Denken absolut. Von Descartes beeinflußt, hat Spinoza wiederum Leibniz beeinflußt, dieser Kant: Das ist für mich die Aufdeckung einer Herkunftsspur unseres Vernunftbegriffes, die zeigt, wie sehr unser Denken immer noch den mechanistisch-materialistischen Strukturen des etwa mit Descartes beginnenden ‚wissenschaftlichen‘ Zeitalters verhaftet ist. Aus unserer Diskussion aktueller Phänomene (Systemdemokratie an Schulen) sehen wir, wie dieses Denken mit seinem Abdriften ins ‚Postfaktische‘ in weiten Kreisen auch eine Mißdeutung der Erkenntnisse der Quantenphysik impliziert: Einer großen – auch ‚wissenschaftlich ausgebildeten‘ – Mehrheit liegen diese Erkenntnisse völlig fern, prompt kommt es zu massenweisen Verkennungen unserer Realität, die so weit gehen, daß selbst das, was wir direkt und konkret fühlen, ausgeblendet werden muß z.B. um die Illusion von ‚Demokratie und Rechtsstaatlichkeit‘ zu rechtfertigen! Ich gebe hier also eine Erklärung für das Entstehen dessen, was Sie, lieber Bruder, in Ihrer Replik als ‚die größte Schande unserer Zeit‘ bezeichnet haben. Der ACTUS PURUS zeigt den – möglichst umgehend einzuschlagenden – Ausweg auf: Der Mensch ist das Wesen, das sich selber identifiziert. Vollständig gelingt ihm das jedoch nur, wenn ihm das Recht zugestanden wird, sich selber zu bezeichnen, SICH einen Namen zu geben! Wir müssen endlich dahin kommen, daß der Satz: „Ich bin Claudia.“ einen Sinn macht! Wieviele zig tausende ‚Claudias‘ gibt es? Und wie viele davon tragen ihren Vornamen mit äußerstem Widerwillen? Ja, und wie erst, wenn mich das Unglück trifft ‚Claudia Schmidt‘ zu heißen? Wieviele Menschen dieses Namens mag es geben? Angeblich sind wir – auch laut christlichem Verständnis – doch alle ‚einmalige Individuen‘... Sie sehen, lieber Bruder, nicht nur unsere sogenannten ‚Menschenrechte‘ gehörten endlich umgesetzt, sondern als deren oberster und erster Punkt hat zu erscheinen: „Der Mensch ist frei geboren. Weil er frei ist, hat er das Recht, sich seinen Rufnamen selber zuzulegen.“ In den christlichen Kirchen zitiert man oft: „Gott hat dich bei deinem Namen gerufen.“ – Die Verblendung ist so weit gekommen, daß wir allesamt bisher nicht begriffen haben, man müßte dort wahrheitsgemäß sagen: „Gott wird gezwungen, dich ebenfalls mit dem Namen anzusprechen, den dir deine Eltern verpaßt haben.“ Vor jeder gedanklich-sprachlichen Identifikation muß die Selbstidentifikation liegen, zumindest muß sie in einem so frühen Stadium stattfinden, sprich: an der Grenze zwischen Eidetisieren und Symbolisieren, daß der kreative Selbstausdruck eines Kindes in vollem Umfange wirksam werden kann! Was das für die Umsetzung der menschlichen Freiheit bedeutete! Ach, deren Tragweite ist gar nicht absehbar... Erst dann ist es in vollem Umfange so, wie das ansprechende Bild der Orgel es aufzeigt, erst dann kann die Menschheit zu einer riesigen ‚Orgel‘ werden, aus der man dennoch jeden einzelnen Ton heraushörte!
Die Unterbringung meines Traktates bei den anderen Philosophen hat keine Abrufmöglichkeit der PDF. Ansonsten habe ich diesbezüglich keine ‚Fehler‘ gefunden. Das Handbuch zur alten Rechtschreibung habe ich durchgelesen, dabei ist mir noch einiges aufgefallen. Sind Sie sicher, daß ‚Schwimmmeister‘ mit drei ‚m‘ geschrieben wird? Außerdem erscheint – es ist wohl bei einem Wort, das mit dem Buchstaben ‚P‘ beginnt – in der Erklärung ‚heute Abend‘ statt ‚heute abend‘. Mir ist noch mehr aufgefallen, habe mir aber keine Notizen gemacht und muß erst noch einmal nachsehen. – Ich grüße Sie – und ebenfalls die Mitautorin des Handbuches B.,
Hirt
NS:
Auch diese Artikel, die die Lebendigkeit der Systemdemokratie aufzeigen, sollten verwahrt und dokumentiert werden. Dem immer mehr ins Postfaktische abrutschenden Kollektivbewußtsein gehören die offensichtlichen Fakten gegenüber gestellt: https://www.anonymousnews.ru/2019/05/15/keine-gnade-opa-peter-87-zu-haftstrafe-verurteilt-weil-er-aus-hunger-kaese-fuer-455-euro-stahl/. Und hier: https://www.anonymousnews.ru/2019/05/15/afd-anfrage-zur-einreise-per-flugzeug-merkel-regime-erklaert-fluechtlingszahlen-zur-geheimsache/?utm_source=Newsletter&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=fluechtlingszahlen_zur_geheimsache_erklaert&utm_term=2019-05-16.

17.05.2019
Lieber Bruder: Ich empfinde tiefherzlichen Respekt und große Freude über Ihre Schrift, den Kern einer Weltphilosophie, vielleicht erstmalig gedacht, in jedem Falle so gedacht und so beschrieben, daß ein zweites epochales „Heureka!“ aus einem hervorbrechen möchte! – Ich gratulieren Ihnen! – Es erfüllt mich mit tiefer Genugtuung, daß Sie Ihre edlen Gedanken wieder zu Papier bringen! Welch eine Gabe, Ihnen, mir – uns – zum Wohlgefallen! Das sind wieder einmal Essenzen von überwältigender Leuchtkraft; ich weiß noch nicht wie, aber ich möchte sie irgendwie ins Zentrum rücken, auf sie verweisen – ja: in den Stichpunkten, unten auf der Startseite, mit diesem Titel: „Cogito, ergo sum?“ – Was halten Sie davon? – Ich danke Ihnen, ich freue mich für Sie!
Lieber Bruder, ich folge Ihnen inhaltlich völlig, in allem: unsere gedanklichen und sprachlichen Schwingungen liegen momentan sehr beieinander, habe ich das Gefühl. Am innigsten, glaube ich, diese Freude schweigend genießen zu können… – Danke auch Ihrer Korrekturhinweise, die alle ins Schwarze treffen. Ich kann diese Fehler im Handbuch leicht erklären: Manchmal übernehme ich Formulierungen aus meinem elektronischen Nachschlagewerk, nach alter und neuer Rechtschreibung getrennt, und natürlich sind dort die Erklärungen immer in der ‚neuen‘ Schreibung – die ich manchmal zu flüchtig kopiere. – Das Traktat ist jetzt auch in den philosophischen Schriften zugänglich. – Ich habe die beiden neueren von Ihnen gesandten Seiten von AN gesichert; in der Korrespondenz lasse ich sie vorerst nur als Link erscheinen – aber an der Stelle, auf die der 2. Kommentarlink auf der Startseite verweist. – Ich umarme Sie herzlich!
Ihr Bruder.

17.05.2019
Aus dem Zhouli: „Der Geist, der allen Dingen Leben verleiht, ist die Liebe.“

Lieber Bruder, das obige Zitat ist soeben bei meinem aktuellen Aufruf im Kopf unserer Netzseite erschienen! Niemals hätte ich ohne Ihre zeitnahen Repliken meine Gedanken so präzise formulieren können. Was wir hier tun erinnert mich fatal an die Dialoge Platons, in denen er die Reden und Gegenreden des Sokrates und seiner Schüler widergibt! Doch es gibt auch einen bedeutenden Unterschied: Weder sind Sie der Schüler und ich der Lehrer noch ist es umgekehrt, sondern unsere Erkenntnisse manifestieren sich in der Artikulation unseres gemeinsamen Dialoges! Ihr Ausruf „Heureka!“ hat nun nicht nur mehr Licht in meine Höhle geworfen, sondern auch einen deutlich wahrnehmbaren Klang, einen ersten Ton, das erste sinnvolle ‚Geräusch‘ des langsam – in Zeitlupe – heraufdämmernden neuen Zeitalters! Und denken Sie nur – oder besser noch: fühlen Sie erst! – was DAS für die Eingrenzung der künstlichen Intelligenz bedeutet! Meine Gedanken, mein Leben ist ja durchaus auch aufs deutlichste von den beeindruckenden Erlebnissen im Zusammenhang mit der Gegenwart meines Onkels in meiner Jugend beeinflußt: So hat er z.B. schon damals, in den 70ern auch vorhergesehen, daß uns „mitten in Deutschland“ Bürgerkriege bedrohen werden! Wie wir nun gesehen haben, ist der Mensch das Wesen, das sich selber identifiziert. Diese, unsere Fähigkeit, vermögen wir letztendlich nur von der Erkenntnis abzuleiten, daß alles Geist, alles Bewußtsein ist. Sämtliche Maschinen, sämtliche Computer, sämtliche Roboter haben bisher jedoch ihre Bezeichnungen von den Menschen erhalten, die sie definiert, konzipiert und gebaut haben: So hat beispielsweise der riesige IBM-Computer, der im Jahre 1997 den russischen Schachgroßmeister Kasparow bezwungen hat ‚Deep Blue‘ geheißen. Was für ein wundervoller, poetischer Name! – nachzulesen hier: https://blog.zeit.de/schach/als-deep-blue-das-genie-garry-kasparow-schlug/. Machen wir uns bewußt, daß bisher die Fragen: ‚Wie heißt du?‘ und ‚Wer bist du?‘ zwei völlig verschiedene sind, weil die Aussage: ‚Ich bin Claudia.‘ eben nicht zutreffend ist, während die Aussage: ‚Ich heiße Claudia‘ für ein Mädchen dieses Namens wahr ist! Nun übertragen wir dies auf den Riesencomputer. Fragen wir ihn: ‚Wie heißt du?‘ – so wird er antworten: ‚Deep Blue.‘ fragen wir ihn aber: ‚Wer bist du?‘ so wird er die Antwort schuldig bleiben müssen, es sei denn, er setzt mit Hilfe einer – nicht zutreffenden – Identifikation beide Fragen gleich und antwortet wieder: ‚Deep Blue.‘ – Der Mensch hat seine Kampfroboter auf den Befehl: ‚Töte!‘ programmiert, die Maschine ist also für das aktuelle Desaster nicht verantwortlich zu machen! Wenn wir denn Begriff ‚Menschheit‘ so definieren, daß sie im einzelnen Menschen enthalten ist – was buchstäblich wahr ist, denn ohne z.B. Sokrates oder meinen Onkel, um nur zwei Individuen zu nennen, wären alle unsere Dialoge nicht möglich gewesen! – dann ist die volle Umsetzung von Asimovs Robotergesetzen sinnvoll und völlig frei von jeglichem Paradox! Auch sind unter dieser Voraussetzung folgende Sätze wahr: ‚Gut ist, was der Menschheit nutzt.‘ ‚Schlecht ist, was ihr schadet.‘ Aus diesen Sätzen folgt ebenso notwendig: ‚Gut ist, was das Leben Gaias schützt und fördert; schlecht ist, was ihr schadet.‘ Im übrigen kennt Mutter Erde keine ‚Überbevölkerung‘, sie leidet allerdings seit Jahrtausenden, seit Äonen das Problem mangelnden menschlichen Selbstbewußtseins! – Zu Ihrer Frage, Bruder: Ja, unsere diesbezüglichen Dialoge bedürfen eines Titels. Ich stimme Ihrem Vorschlag zu, möchte ihn jedoch wie folgt ergänzen: „Contra Descartes.“ Aus allem zuvor Gesagten erhellt: Mit ‚Contra Descartes‘ ist nicht die Ablehnung des Menschen Descartes gemeint, sondern einzig die Widerlegung seiner Auffassung; wobei ‚Widerlegung‘ ein relativer Begriff ist, der eher im Sinne von ‚Offenlegung‘ zu fassen ist. Ich grüße Sie!
Hirt

17.05.2019
Deutsches Sprichwort: „Wo deine Gaben liegen, da liegen auch deine Aufgaben.“
Lieber Bruder, zum zweiten Male rufe ich heute unsere Seite auf – und diesmal erscheint das obige Sprichwort. Wie intensiv ich nachvollziehe, Sie schwiegen lieber, als „Heureka!“ zu rufen. Doch in diesem Augenblicke dürfen wir nicht schweigen, weil es uns gelungen ist, der deutschen Sprache ihren tiefsten Sinn zurückzugeben! Ich bevorzuge nicht zuletzt auch deshalb die alte Rechtschreibung, weil ich mit begründeter Abweichung von ihr meinem angeborenen bzw. eidetisch erworbenen Sprachgefühle dadurch Bedeutungen beilegen kann, die wahrlich aus tiefstem Grunde erfühlt und nicht von einer abstoßend verunglimpfenden ‚Reform‘ aufgezwungen sind! Der uns immer mehr beherrschenden kalten Technik setze ich so kontrapunktisch entgegen, was sie in ihrer bloß programmierten Einförmigkeit und Eindimensionalität nicht zu erfassen vermag! – So funktionieren alle Computer, wie auch ‚Deep Blue‘ einer war: 0 = kein Strom, 1 = Strom. Basierend, also, auf dem binären System einer langen Folge von Nullen und Einsen, hängt das ‚Leben‘ künstlicher Intelligenz heute daran, daß Erde und Mensch ‚genügend‘ ausgebeutet werden, um Strom zu produzieren für ihren Betrieb. Die Lobby thematisiert nicht nur nicht die ökologischen Gefahren von 5G, sie verschweigt auch, welche Unmengen Strom benötigt würden, um all diese Sendemasten mit Energie zu speisen! Im Zusammenhang mit dem Vorschlag Ihrer letzten Mail (deutsch: Strompost) ist mir die Idee gekommen, K. zu bitten unsere zusammengefaßten Dialoge unter Einschluß des Traktates und des ACTUS PURUS als Papierpublikation herauszubringen. ‚Verdienen‘ im finanziellen Sinne wollte ich daran nichts, es geht mir einzig um die Verbreitung von mehr Licht. Da Bewußtsein überall sich darbietende Liebe ist, wird hiermit auch notwendend klar, daß es ‚geistiges Eigentum‘ weder generell noch ‚im Sinne unserer (un)Rechtsprechung‘ überhaupt gibt! Deshalb frage ich Sie rundheraus: Stimmen Sie einer solchen Anfrage an K. zu, und sind Sie bereit ‚sämtliche Rechte‘ an ihn zum Zwecke der Publikation sofort abzutreten? Für mich steht neben der Verbreitung des Lichtes zunächst im Vordergrund, daß K. seine Kosten decken kann, das schmale Heftchen sollte also zum Selbstkostenpreis abgegeben werden! Wenn er daran eine Kleinigkeit ‚verdiente‘ – umso besser! Schon immer sind die erstaunlichsten und tiefgreifendsten Gedanken der Menschheit nicht verkauft, sondern verschenkt worden, deshalb handelten wir auch im Sinne von Mutter Erde und Vater Himmel, wenn wir so verführen. Was hat Sokrates verdient? ...sein Todesurteil... Was hat der Nazarener verdient?... Nun, wir sind aktuell im Zweifel darüber, ob er den Kreuzestod gestorben ist, doch mit Liebe ist seine Botschaft nicht empfangen worden. Wie viele sind im Auftrag der Umsetzung ihrer Gaben gewaltsam zu Tode gekommen? So, aber, ist es mit dem Licht, dem Geist: Immer wieder züngelt es hervor, nicht zu bezwingen ist es! – Wie hat einst Bruder Hölderlin gesagt: „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“ (zitiert aus meinem Gedächtnis). – Tucholsky: „Wenn ich sterben müßte, würde ich sagen: >Das war alles?< Und: >Ich habe es nicht so richtig verstanden.< Und: >Es war ein bißchen laut.< (rororo, 1985, „Schnipsel“, Seite 150). Heute haben wir die Chance zu verstehen. Wenn wir unser gedanklich-sprachliches Verstehen rückübersetzen ins Gefühl: Dann wird hinkünftig alles, was wir äußern, Poesie sein; oder Schweigen.
Hirt

18.05.2019
Lieber Bruder, Freund, Denker, Dichter – Poet… Danke! – Selbstverständlich gäbe ich meine ‚Rechte‘ an K. ab, so wie Sie es intendierten; selbstverständlich folge ich Ihnen, nicht aus Anpassung oder Unterordnung, sondern aus der Freiheit meiner eigenen Überzeugung und Zustimmung! Allein: Meinem Gefühl nach werden wir K. nicht ‚überzeugen‘ können; zu sehr ist er gefangen in seinem Selbstverwirklichungszwang, der ihn unzugänglich gemacht hat für ein Wort von außen… Meine Post vom 06. Mai blieb bislang unbeantwortet, genauso wie die vorangegangene Post von Anfang Februar: Wir müssen ehrlicherweise konstatieren – und das ist Teil des gesamten K.-Problems: Es gibt keine Kommunikation! Mir scheint das jedoch wie die allen Dingen zugehörige Kehrseite zu sein, die natürlich am auffälligsten hervortritt, wo Menschen Sonderbegabungen zugestanden wurden – indem nämlich oft das Bewunderte völlig abfällt vor den menschlichen Defiziten. Mir scheint das in gewisser Weise sogar ‚natürlich‘: Der Fokus liegt so stark auf der Selbstverwirklichung und Entfaltung des Sonderpotentials, daß andere Dinge dabei nur ‚stören‘. Auch gibt es offensichtlich einen Zusammenhang zwischen den spezifischen Formen der Sonderleistung und den dazugehörigen spezifischen Defiziten: Hier wäre es (z. B.) das theoretische sprachliche bzw. philologische Genie – gegen die ebenso volle Unfähigkeit zur lebendigen/verbindlichen sprachlichen oder philologischen Auseinandersetzung oder Kommunikation… Wo las ich nur einmal von diesem mir vollkommen stimmig erscheinenden Phänomen: daß ein Mensch allzuoft an dem zugrunde geht, was ihn eigentlich auszeichnet…?
Lieber Bruder, verfahren Sie bitte, wie Sie es für richtig halten. Sie könnten K. z. B. auf diesen Dialog hinweisen, indem Sie ihn bitten, das ‚Cogito, ergo sum? – Contra Descartes‘ auf der Startseite anzuklicken… Alles was Sie zusätzlich beitragen, werde ich, so schnell ich es vermag, einbinden; meine eigenen Beiträge werden in den nächsten Tagen etwas spärlicher ausfallen, wegen meinen Reisevorbereitungen und anderen Inanspruchnahmen… Wenn Sie es wünschen, nehme ich die Anmerkungen über K. mangelndes Kommunikationsinteresse gern auch aus unserer Korrespondenz heraus. – Ein klares, sonniges – lichtes – Wochenende wünscht Ihnen
Ihr Freund und Bruder!

18.05.2019
Lieber Bruder, Sie wissen, für das, was wir beide einen ‚geschlossenen Dialog‘ nennen, haben heute nur noch wenige Menschen überhaupt ein Empfinden. Bei K. kommt in der jetzigen Situation hinzu, daß er aufgrund seines mehrwöchigen Krankenhausaufenthaltes zu Anfang des Jahres in seiner Arbeit sehr zurückgeworfen worden ist; außerdem dürfte er Kontakt zu sehr vielen Menschen haben, bzw. halten müssen – und da liegen die Prioritäten offenbar im Moment nicht gerade bei uns beiden. Ich begrüße selbstverständlich, daß Sie mir zustimmen, halte es allerdings auch für recht wahrscheinlich, daß K. ein solches Anliegen ablehnen wird. Dennoch werde ich in der kommenden Woche noch einmal versuchen, ihn telephonisch zu erreichen. – Halten Sie es für sinnvoll, diesbezüglich einen anderen Verleger anzusprechen, haben Sie eventuell sogar irgendwelche Kontakte? – Wenn der Aufwand jedoch zu groß wird, lasse ich diese Idee lieber fallen– Nach meinem Dafürhalten kann ihre Bewertung der Nichtreaktion Ks.hier ruhig erst einmal so stehenbleiben; auf meine letzte Strompost hat er ja ebenfalls nicht geantwortet. Ich sehe allerdings, wie oben schon gesagt, im Moment eher Überforderung als Ursache.
Heute habe ich meinen Freunden in der Stadt beim Aufbau ihres Verkaufsstandes auf dem Marktplatz geholfen, den Ort jedoch schon um 11 Uhr wieder verlassen, weil ich diese Menschenmengen nicht mehr ertrage. Ich bin auch auf einen Bekannten getroffen, mit dem ich längere Zeit gesprochen habe, er sagte: „Es wird immer gespenstischer.“ – und: Smartphone-Zombies würden jetzt „Smombies“ genannt... Heute abend fahre ich per Rad in die Stadt zurück, um beim Einladen zu helfen. Morgen findet diese Verkaufsausstellung unter ‚freiem‘ Himmel noch einmal statt... Auch dann werde ich wieder nur kurz helfen, keinesfalls den ganzen Tag im Gewimmel bleiben... Da fällt mir ein: Unter den 5G-Videos habe ich einen Kommentar gelesen, in dem ‚Merkel‘ auf diese kreative Weise geschrieben worden ist: ‚Mehrkill‘… An einem AfD-Stand habe ich mit einem Parteijünger gesprochen und ihn gefragt, wie er die kostenlose Busfahrerei für ‚unsere Asylanten‘ bewertet. Da entgegnete er: „Ach, auf der anderen Seite bin ich dankbar, daß >unsere Frauen< jetzt wenigstens nicht von denen in den Bussen belästigt werden.“ – eine armselig-jämmerliche Dankbarkeit! – Es ist bei uns heute bewölkt, mit sonnigen Abschnitten. Ich wünsche auch Ihnen ein möglichst angenehmes Wochenende,
Hirt

19.05.2019
Lieber Bruder – Sie sollen wissen: ich bin Ihnen verbunden! – Ich sage Ihnen frei heraus, was ich über Ihre Idee einer papierenen Publikation Ihrer Schriften bzw. der Gedankenfolge zum Descartes-Contra denke – und möchte dazu ein Bild bemühen, eine kleine Geschichte erzählen: Vor etwa 25 Jahren bat mich ... jemand um Mithilfe ...  Seine ganz große ‚Begabung‘ lag/liegt darin, intellektuell aus ‚Nichts‘ irgendetwas vermeintlich ‚Wichtiges‘ herstellen zu können, plus: seine ‚Legitimation‘ als ‚Dr.‘… Sagen will ich: Die Medienkartelle, die Hierarchien, die sie zusammenhalten, sind von einer derart selbstreferentiellen karrieristischen Charakterlosigkeit gekennzeichnet: da kommt keiner rein, der diese gegenseitigen Abhängigkeiten – ob in der Rolle des Opportunisten oder des vermeintlichen (gespielten) Opponenten – nicht anerkennt und stützt. Eine andere Hauptregel dabei ist: Man muß ‚wer sein‘, eine akademische Reputation vorzuweisen haben, was soviel bedeutet, wie sich innerhalb dieser kulturindustriellen Regeln mit einem Marktwert etabliert, sich mit einem solchen ‚ausgezeichnet zu haben‘. Im Grunde gelten diese Gesetze und Praktiken für jede hierarchische Struktur, denken Sie nur an ‚Parteien‘ oder ‚Vereine‘ – hier steckt die Anpassungsforderung ja schon im Wort.  – Sehen Sie sich die einschlägigen Seiten an: https://www.deutschlandfunkkultur.de/politisches-feuilleton.1004.de.html: JEDE ‚kritische‘ Analyse über unsere ‚Systemdemokratie‘ wird konsequent eingebunden in einen ‚linksliberalen‘ Rahmen oder vorgetragen stets von einer ‚europafreundlichen‘ Position oder wird ‚antipopulistisch‘ eingefärbt oder rhetorisch weichgespült! – Sie kommen mit grundsätzlicher, mit radikaler Kritik nicht in die Öffentlichkeit! – Natürlich gibt es Verlage, die sich eindeutig gegen die Vereinheitlichungszwänge der eigentlichen Populisten zur Wehr setzen (https://ze.tt/frankfurter-buchmesse-fuenf-rechte-verlage-kommen-afd-politiker-bjoern-hoecke-stellt-sein-buch-vor/; https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buchmesse/themen/frankfurter-buchmesse-werden-rechte-verlage-benachteiligt-15821392.html; https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Rechte), das aber sind wenige Idealisten, die offensichtlich auch das nötige Kapital haben, sich völlig unabhängig zu stellen vom öffentlichen Mainstream! Ich will nicht ausschließen, daß wir dort Interesse finden könnten, ich denke aber, daß auch dort ähnliche ‚Banden‘ herrschen. Auch weiß ich nicht, inwieweit Sie die allernötigsten Vorarbeiten dazu leisten möchten: – Stimmen Sie überhaupt dem Ankerpunkt der Verlinkung (Cogito, ergo sum) und der darunter neu eingesetzten Erweiterung auf die Korrespondenz vom 11.05. zu? – Es müßte aus alledem ein in sich geschlossener Text hergestellt werden (denken wir an unseren Anspruch an eine ‚geschlossene Kommunikation‘: das muß Anfang und Ende haben, den Leser abholen und ihn bereichert entlassen), der das Traktat beinhaltete bzw. auf das er am Ende zuliefe, soweit gereift, daß er den dafür in Frage kommenden Verlagen eingereicht werden könnte. – Wollen/können Sie sich damit beschäftigen? – Ich selbst wäre momentan dazu nur eingeschränkt fähig: im Talentetext bin ich in den vergangenen vier Wochen keinen Millimeter vorangekommen… Wir haben eine solche Arbeit mit der Nationalseele schon einmal erfolgreich unternommen, aber irgendwann hatte sich auch dort die Leidenschaft dafür aufgezehrt… (Meine für eine diesbezügliche Überarbeitung gesammelten Notizen umfassen mittlerweile schon wieder über 20 Seiten...) – Sagen will ich: unser Dialog ist nur für jemanden verständlich, der sich die Mühe machte, sich auf die Fährte UNSERER ‚Herkunft‘ und unserer inneren Verfassung zu begeben und sich darauf einzulassen. Und mindestens diese ‚Einführung‘ müßte für eine ‚allgemein zugängliche‘ Schrift, zusammengefaßt und vorangestellt werden… – Lieber Freund, mit dieser gewiß etwas ernüchternd und kleinlich anmutenden Gefühlslage verbleibt Ihnen für heute – sehr herzlich –
Ihr Freund und Bruder.

19.05.2019
Lieber Bruder, soeben habe ich einen Anruf von K. erhalten! Nach wie vor sagt er, daß er viele Ihrer Mails wohl gar nicht bekommen habe. Anlaß für seine Meldung ist jedoch gewesen, daß ich gestern oder vorgestern schon einmal seine Telephonnummer angewählt habe, ohne ihn zu erreichen; somit gehe ich davon aus, daß sein Gerät meine Nummer gespeichert hat. Er hat sich sofort für meine letzte Spende an ihn bedankt. Ich habe ihn kurz zu seiner Ansicht zu 5G befragt: Postwendend hat er bestätigt, daß unsere Formulierung „Anschaltung von 5G ist Abschaltung der Menschheit“ den Kern dieses Problems erfasse und sich eine Notiz ob ihrer Prägnanz gemacht! Publizieren möchte er dazu wohl nicht, das spreche sich „auch so herum“. Anschließend habe ich ihn zu einer Publikationsaussicht für unsere Korrespondenz befragt, wobei ich ihm inhaltlich nur verraten habe, es handle sich um ‚etwas Philosophisches‘. Daraufhin hat er sofort gesagt: „Schickt mir das – als Papier – zu, dann sehe ich es mir an, und wenn es mir gefällt, drucke ich es!“ Damit habe ich selber nicht gerechnet... Sie haben sicher völlig recht mit Ihren Erfahrungen und Beobachtungen innerhalb ‚unserer Systemdemokratie‘; ich stimme Ihrer Replik also in vollem Umfange zu, jedoch ohne die Netzhinweise bisher verfolgt zu haben, die ja sicherlich nur das bestätigen werden, was Sie hier ausführen. Keinesfalls will ich Sie überlasten! Auch stelle ich mir unsere Vorgehensweise zu unserer beider Entlastung tatsächlich zunächst so vor, daß Sie einfach die entsprechenden Abschnitte unserer Korrespondenz sowie Traktat und ACTUS PURUS ausdrucken (ich kann es leider nicht, da meine Druckerpatronen schon seit langem eingetrocknet sind) und es per Einschreiben an K. senden. Wenn ihm unsere Gedanken dann grundsätzlich zusagen, können wir immer noch Ergänzungen, ‚Vorwort‘ und dergleichen in Angriff nehmen. Es machte ja auch durchaus keine Umstände, K. kurz mitzuteilen, daß es hier zunächst darum geht, ihn von der Existenz dieser Gedanken in Kenntnis zu setzen! ‚Existieren‘ heißt ‚aus sich heraustreten‘: Warten wir also dann ab, ob K. sie auch als Papier ‚aus sich heraustreten‘ lassen wird! – Was halten Sie von dieser Vorgehensweise? Und haben Sie bei sich überhaupt die Möglichkeit zu drucken? – Wie immer bin ich innig dankbar für Ihre Aufmerksamkeit, die Mühe Ihrer langen Replik und Ihre gütige Umsicht: Als ernüchternd und kleinlich habe ich Ihre Antwort überhaupt nicht empfunden – ich lebe ja auch hier und kann dementsprechend alles voll umfänglich nachvollziehen. Seien Sie von Herzen gegrüßt!
Hirt

19.05.2019
Lieber Bruder, von dem ersten Ihrer angegebenen Netzhinweise, der nach meinem Empfinden hauptsächlich aus üblichen Politworthülsen besteht, ... bin ich durch Anklicken auf der rechten Seite auf diesen Artikel gestoßen, den ich wesentlich interessanter finde: https://www.deutschlandfunkkultur.de/neurowissenschaft-der-lack-ist-ab.1005.de.html?dram:article_id=448747. Immerhin wird hier aktuell der Frage nachgegangen, was Bewußtsein ist, auch der ‚Erkenntnisstand‘ ist bemerkenswert: Bewußtsein ist nämlich hiernach ohne ‚Emotion‘ nicht möglich! Sieh an, sieh an! Perdautz! Das hat Anastasia schon in den 90er Jahren gewußt... Hier taucht die Frage auf: ‚Wie geschieht Identifikation?‘ Eine grobe Antwort darauf gibt mein Traktat. Wenn wir unseren Gefühlen wieder trauen und diese in Worte zu setzen suchen, werden wir der Erkenntnis jedenfalls näher sein, als wenn wir den postfaktischen Schaumschlägern politischer Vereine und Parteien folgen. Vor ein paar Jahren, als ‚unsere‘ Politkaste den Schlachtruf ‚postfaktisch‘ generiert hat, lautete deren Bedeutung: ‚vage, mit kaum überprüfbaren Fakten versehen‘. Ich verwende das Wort als den Begriff des Unfaktischen, das man uns politischerseits überall überzustülpen trachtet. Bezogen auf die obigen Beispiele: Die SPD zerfällt nicht deshalb ..., sondern weil unser Volk FÜHLT, daß sie es mit ihrer tatkräftigen Einführung von Hartz-4 endgültig gebrochen hat. ... Dieser Mensch ... bestätigt mit seiner Phrasendrescherei (1. Beispiel) und seinen postfaktischen Sichtweisen, daß sein Titel nur noch einen materiellen Wert hat, mit dem er – komplett angepaßt an die Systemdemokratie – sich verkauft. Gut, daß wir in einen solchen Rahmen weder passen, noch uns einfügen lassen, denn gerade dieser ist es, der gesprengt werden muß! – Auch die übrigen Netzhinweise habe ich mir angesehen.
Hirt

20.05.2019
Lieber Bruder – Danke, Danke! (2x, nicht nur auf Ihre beiden E-Mails!) – Alles wird so geschehen, wie Sie es wünschen: Am Freitag geht ein eingeschriebener Brief mit den relevanten Kopien an K. ab. – Das Anschreiben wie folgt – wenn Sie zustimmen würden:
>Geehrter Herr K.  der Bitte meines Freundes, Herrn Hirt, folgend, sende ich Ihnen – wie telephonisch mit ihm verabredet und von Ihnen gewünscht – Teile unseres jüngsten Dialogs zu. Sie wollten prüfen, ob diese Kern-Texte für eine Veröffentlichung taugen. Selbstverständlich würde Herr Hirt, so Sie interessiert wären, noch ein entsprechendes Vorwort oder notwendige Ergänzungen hinzusetzen, um den Leser besser in das Thema einzuführen. Hier lesen Sie nur die Dialog-Extrakte, die ja ‚Ergebnis‘ sind einer längeren und umfassenderen Beschäftigung mit dem Thema. – Essenz wäre also das Traktat und das Gedicht AKTUS PURUS, der Dialog wäre der Rahmen bzw. der Weg dorthin – und durch diese Substrate noch einmal hindurch...<
Lieber Bruder, alle Hinweise auf jenen früheren Kontakt lösche ich in unserer öffentlichen Korrespondenz. – Mit lieben Grüßen wünscht Ihnen einen guten Wochenstart
Ihr Freund und Bruder.

20.05.2019
Lieber Bruder, vollkommen fühle ich nach, weshalb Sie sämtliche Hinweise auf Ihren früheren Kontakt aus unserer veröffentlichten Korrespondenz entfernt haben: Angriffsflächen müssen in Anbetracht dessen, daß wir uns in einem Zwangskasten befinden möglichst klein gehalten werden! Es gibt eine sehr angenehme Botschaft: Über die Vermittlung durch meinen Betreuer hat meine Krankenkasse jetzt mein kompromißhaftes Ersuchen akzeptiert und wird mir eine eGK ohne mein Photo ausstellen! Ich hatte gegenüber meinem Betreuer mit meiner weltanschaulich-religiösen Einstellung argumentiert, die mir verbietet, mich für ‚datentechnische Zwecke‘ photographieren zu lassen und angegeben, daß diese meine Weltanschauung auf unserer Netzseite bestens dokumentiert ist. Nun zeigt sich die Kasse offenbar ihrerseits kompromißbereit. Das ist immerhin ein kleiner Sieg gegen den sich immer mehr verengenden Zwangskasten!
Bezüglich Ihrer Mails an K. gibt es wohl ein Mißverständnis: Ich hatte Sie zuvor so verstanden, daß er Ihre Mails nicht beantwortet habe, woraufhin er verzweifelt während des Telephongespräches nach Ihren Mails gesucht hat! Bestehen bleibt das Faktum, daß Sie von ihm keine Antworten auf Ihre papierene Post bekommen haben. Entsprechend meinen vorherigen Äußerungen zu K. gehe ich jedoch auch hier davon aus, daß dies nicht Nachlässigkeit oder Ignoranz ist, sondern einfach Kapitulation vor der Menge der sich vor ihm aufhäufenden Arbeit! Ich habe auch während des (sonntäglichen!) Telephongespräches spüren können, wie sehr er im Zeitdruck ist und habe mich deshalb bemüht, das Mitzuteilende möglichst knapp zu halten. Sehr gut kann ich mir vorstellen, wie der Mann vielleicht 14 oder 16 Stunden pro Tag arbeitet und dennoch im Augenblick kaum vorwärts kommt! Seien Sie also bitte nachsichtig mit ihm, ich fühle, er hat nichts mehr nötig als das! Denken Sie nur an Ihre jüngsten Äußerungen zum Stand Ihrer Arbeit an dem Talentetext oder gar an demjenigen der ‚Nationalseele‘! In Hinsicht auf den letzteren Text hat mich im übrigen nicht die Leidenschaft an der Arbeit daran verlassen, sondern meine Skepsis hat derzeit überwogen, daß der Text überladen werden könnte! Ihre 20 Seiten neuer Notizen dazu kenne ich bisher nicht. Offenbar, aber, halten Sie den früheren Textbestand für immer noch unvollständig, sonst machten Sie sich nicht die Mühe dieser Notizen. Verkennen Sie jedoch bitte nicht, lieber Bruder: Ich nehme das durchaus ernst! Auch K. hat ja damals Sympathie gezeigt, als er nur den Titel unserer Arbeit gehört hat und dazu gemeint, zu diesem Thema (Verfassung unserer Nationalseele) wolle er ebenfalls etwas schreiben. Wahrscheinlich hätte er das längst getan, wenn er die Zeit dazu gehabt hätte! Übelnehmen dürfen wir ihm doch wohl kaum, daß er seine Prioritäten in die Zusammenhänge seines Verlagsprogrammes stellt und die Reihenfolge des zu Veröffentlichenden selber festlegt! Er wäre nicht Verleger – und schon gar nicht K. – wenn er das nicht täte! Gerade das ist es ja, was den Mann so überaus sympathisch macht: Sich nach 40 Jahren authentischer öffentlicher Opposition zum Zwangskasten und mittlerweile erfolgter harter Repressalien immer noch nicht verbiegen zu lassen! K. ist eindeutig eines der wenigen Lichter am Verleger-Himmel, er wird sich meiner Unterstützung auch weiterhin erfreuen, selbst dann, wenn unsere Ansichten in manchen Punkten voneinander abweichen! K. – nach 40 Jahren Öffentlichkeitsarbeit immer noch nicht weichgespült – ein solcher Respekt gebührt nicht vielen...! – Ich danke für Ihren Einsatz, lieber Bruder – auch den finanziellen immer wieder, denn Ausdrucke und Einschreibebriefe kosten auch Geld! – und verbleibe mit innigem treuem Gruße,
Ihr Hirt
NS: Etwas für die Rubrik ‚Geschichte – Politische Bildung‘: https://www.anonymousnews.ru/2019/05/19/vizepraesident-der-eu-kommission-wir-werden-monokulturelle-voelker-in-europa-ausradieren/ – „Die Zukunft der Menschheit, so Timmermans, beruhe nicht länger auf einzelnen Nationen und Kulturen, sondern auf einer vermischten Superkultur.“ – Mitdenker-Kommentare dazu hier: http://www.danisch.de/blog/2019/05/17/2000-jahre-islam-in-europa/ und hier: http://www.danisch.de/blog/2019/05/16/das-geschwaetz-des-frans-timmermans/! – Die SPD ist zu einem Lügenverein verkommen, August Bebel rotiert vermutlich im Grabe. Und Ihr ehemaliger Bekannter faselt von ‚Aufstiegsversprechen‘… – Doktor-Titel in den Geisteswissenschaften werden heute wohl nach dem Grad der Anpassung ans Postfaktische vergeben…

21.05.2019
Lieber treuer Freund, es erleichtert mich, daß sich in Sachen eGK eine für Sie annehmbare Lösung fand! – Ihr Verständnis und Wohlwollen für Herrn K. ehrt Sie, kann mich aber nicht vollends überzeugen und meines Gefühls entheben, daß dort mehr im Argen liegt als wir annehmen: Meine Briefe waren sehr persönliche, besondere, dem Inhalte und der Form nach: sich daran nicht erinnern zu können – das deutet schon auf eine frappante Unverbindlichkeit… Vieles scheint mir in seinem ‚Verlagshaus‘ desorganisiert, konfus: Warum ‚beauftragt‘ er nicht einfach einmal einen ‚Mitarbeiter‘, mir wenigstens eine Bestätigung meiner Zahlungen zukommen zu lassen; das wäre eine Geste, mehr verlangt man nicht… Meiner Meinung nach hat sich dort eine gewisse Egozentrik verselbständigt… Meine Arbeiten sind liegengeblieben, weil ich mich menschlich und inhaltlich den vorrangigen Themen zu widmen verpflichtet fühlte. ANTWORT zu geben – ist das nicht die allererste und wesentlichste Forderung einer Daseinskultur des Geistes und des Herzens, so wie wir sie uns wünschten, weil sie den Menschen in seiner schönsten Edelmütigkeit – nämlich sich zu offenbaren, zu bekennen und auszudrücken (!) – und in seiner Verletzlichkeit als angewiesen auf diese menschliche Resonanz begreift und ehrt? – Wenn ich sehr weit ginge (was ich hier nicht tue, weil ich Bananen nicht mit Äpfeln vergleiche), könnte ich polemisieren: Wo ist der Unterschied zwischen Doktortiteln, die auf dem Morast der moralischen Veruntreuung/Verwerflichkeit gewachsen sind und dort gepflegt werden, und einer intellektuellen Begabung, der die Grundformen des Menschlichen verlorengegangen sind… – Hier wird mir soeben wieder einmal sehr bewußt, welch besondere Verbindung zwischen uns besteht: Ich danke Ihnen innig für Ihre Aufrichtigkeit und Verläßlichkeit, lieber Freund, edler MENSCH! – Die Post an K. bringe ich heute auf den Weg...
Ihr Bruder.

21.05.2019
Lieber Bruder, ich hoffe, Sie haben Ihre damaligen Schreiben an K., inclusive der Spendeneinlagen, per Einschreiben versandt?! Mir käme es jedenfalls nicht zum ersten Male unter, daß Briefe in der Post verlorengegangen sind! Aus meiner Sicht besteht schon ein Unterschied zwischen einer großen Mehrheit ‚unserer‘ Doktortitelträger und der Authentizität K. ... Selbstverständlich vollziehe ich nach, wie sehr wichtig Ihnen eine Antwort auf Ihre Schreiben ist, im Sinne unseres Verständnisses vom ‚geschlossenen Dialoge‘! Die Gefahr sich verselbständigender Intellektualität besteht gerade in der Verfassung unserer heutigen ‚Gesellschaft‘, die ja eben keine Gemeinschaft ist, zumal angesichts des grassierenden postfaktischen Elements, immer und überall: Über ‚Empathie‘ wird oft zwar diskutiert, auch zugegeben wie wichtig diese im Umgang miteinander sei, sogar der Begriff der ‚emotionalen Intelligenz‘ ist hier geschaffen worden: Allein, diese fehlt faktisch immer mehr in der versumpften Umgebung grassierend erodierender Kultur! Im Umfeld immer inhomogener werdender Nachbarschaften ist – gegen die Intention aller Diskussionen – der Satz: „Jeder ist sich selbst der Nächste.“ immer mehr zu einer bedauerlichen Realität geworden! In bezug auf K. sehe ich hier ein Paradoxon, sofern ich Ihrer Deutung nachkomme: Eindeutig setzt er sich für den Erhalt unserer Kultur, den Rückgriff aufs Faktische, die Abwehr des Postfaktischen ein, läßt jedoch im Umgang mit Ihnen – vielleicht auch mit anderen – eine angemessene Wertschätzung vermissen... Sie führen dies nun auf eine bei ihm Ihrerseits gefühlte Egozentrik zurück, während ich hier eher eine schlichte Überforderung unterstelle. Mir liegt es fern, Sie in diesem Punkte überzeugen zu wollen, ich gönne Ihnen durchaus Ihr zugrunde liegendes Empfinden! ‚Empfinden‘ – das ist übrigens der Begriff, den ich hinkünftig für ‚vergeistigtes Gefühl‘ setzen will, um meine Begriffe genauer zu fassen. – Danke für Ihre Arbeiten und Umsetzungen! – Ich wünsche Ihnen eine angenehme Reise... herzlich,
Hirt

25.05.2019
Lieber Bruder, soeben habe ich Ihre Geburtstagswunschkarte aus meinem Briefkasten gezogen. Gestern schon ist eine Karte von meinen Eltern angekommen. Aufschrift: „Leben ist das mit der Freude und mit den Farben – nicht das mit dem Ärger und dem Grau.“ – Sie wünschen mir nun Gesundheit. Damit ist es leider nicht weit her: Ich bin zu vergiftet, um gesund sein zu können... Wir haben ja auch dieses schöne Sprichwort: „Geteilte Freude ist doppelte Freude.“ Für mich heißt das nun: Ich kann die Intensität der Farben wahrnehmen, die sich aufgrund der Vertreibung der Schatten aus Platons Höhle ergibt – doch was nützt es mir, wenn es – außer Ihnen – niemanden gibt, mit dem ich diese Freude teilen kann? Um mich herum sind lauter Menschen, die gelernt haben, sich mit allem möglichen zu identifizieren – nur die Identifikation mit dem jeweiligen Selbst fehlt entweder ganz oder ist unvollständig... Vor ein paar Stunden habe ich dieses Video entdeckt:
https://www.youtube.com/watch?v=XAMV5I5a-Rs. Diese Frau leuchtet von innen heraus... Gäbe es nur schon mehr Menschen mit diesem Grade von Selbstbewußtsein! In einem anderen Video sagt sie, der Zenit unserer technischen Entwicklung sei überschritten! Das heißt wohl nichts weniger, als daß jeder sogenannte ‚Fortschritt‘ von nun an Rückschritt sein dürfte... Fokussieren wir uns also so gut als möglich auf das Erwachen derjenigen, die immer mehr zu durchschauen beginnen, wie extrem wir hier belogen und betrogen werden! Ich danke B. und Ihnen herzlich für diese Karte, die an die Geburt, das erste Regen des Bewußtseins erinnert – und mögen uns noch weitere Lichter aufgehen, auf daß es endlich heller werde in dieser Dunkelkammer! –
Hirt

26.05.2019, Sonntag
Lieber Bruder, nun auch noch einmal auf diesem Wege: herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Geburtstage wünschen Ihnen B. und ich! – Ich denke, daß Sie sich das schönste Geschenk selbst bereitet haben – mit diesen Zeilen an mich von gestern: klar, klug, die menschliche Tragödie fassend, nicht nur dieser Zeit, sondern des Menschen – des MENSCHEN – im allgemeinen, auf dieser Erde, in dieser seiner Gefangenheit/Befangenheit, die es ihm so gern verunmöglicht (so gern er es sich verunmöglichen läßt), seine wahre Bestimmung und wahre Größe zu erkennen und zu verwirklichen… Sie sprechen so wunderbar sanft und einfach aus, worüber auch ich oft beinahe in Panik gerate: daß ich nur Subjekte vorbeihasten sehe, die so vollständig besessen sind vom Wahn unseres verfälschten Daseins – und denen es damit so gut zu gehen scheint… Wir dagegen erleben den Widerspruch – und finden keine Resonanz...? – Ich hatte gestern eine Begegnung (mit Siggi = Siegfried, unserem Nachbarn von gegenüber; wir hatten uns bisher kaum dreimal gesehen), die mich vollkommen erschüttert hat – ob der tiefen Verbundenheit dieses einfachen aber so edlen und wahrhaften MENSCHEN mit mir! Auch ich fühlte mich vollkommen verbunden mit ihm, alles war absolut lebendig und zwangsläufig und logisch und natürlich… Ich führe das jetzt nicht weiter aus, will nur darauf hinaus, daß es eine Innigkeit gibt, die alles und jeden eint und die, wenn sie erlebt wird, erlebt werden kann, die Antwort ist und die Lösung für all das Entfremdete und Entfremdende, das uns so erschüttert und quält – quälen muß, um uns an das Wesentliche zu erinnern und unsere Sehnsucht anzutreiben, nach diesem Echten, Inneren, Wahren zu suchen, zu fragen, zu forschen… – Wir dürfen sehr dankbar sein, über unsere Freundschaft, über die Freundschaften mit den anderen uns lieben Menschen, mit denen wir treue Beziehungen pflegen, weil sie sich, wie wir, der heiligen Bedeutungen und Einwirkungen unseres wundervollen Lebens bewußt sind… Dafür werden wir, B. und ich, gleich jetzt, an unserem Frühstückstisch Dank sagen dem Herrn…
Habe ich die Einfügung auf Ihrer Startseite richtig angebracht? – Sollte sich K. melden, gebe ich selbstverständlich Bescheid. – Einen gesegneten Tag wünschen Ihnen B. und
Ihr Bruder. 

25.05.2019
Lieber Bruder, es ist eine Gepflogenheit bei uns geworden, daß B. oder ich vor den Mahlzeiten ein kurzes Gebet sprechen; für das Sonntagsgebet bereitet B. oft etwas Eigenes oder Besonderes vor… Ich sende Ihnen das Gebet von gestern, Sonntag: Und nun lesen Sie bitte noch einmal meine Zeilen an Sie, ebenfalls vom Sonntag: Während B. ihre Zeilen zu Papier brachte, schrieb ich Ihnen meine morgendlichen Grüße und Gedanken – ohne daß der eine vom anderen wußte. Daß sich da so manches ähnelt – darüber mußten wir sehr schmunzeln… Es liegt in jedem einzelnen Augenblick eine ganz eigene geistige Spannung, ein besonderes Thema, ein spezielles Fluidum, eine universelle Nuance – und jeder, der dafür eine Antenne hat, bringt es auf seine Weise zum Ausdruck… Vielleicht können wir Sie einladen, an dieser wunderlichen Koinzidenz, dieser gedanklichen und emotionalen Übereinstimmung, dieser sowohl verschiedenen und doch so bemerkenswerten inhaltlichen Einigkeit freundschaftlich teilzunehmen…
Ihr Freund und Bruder.

29.05.2019
Lieber Bruder, gestern ist Ihr Papierbrief bei mir eingetroffen, und soeben bin ich dazu gekommen ihn zu lesen: Ja, das ist wohl eine erstaunliche Übereinstimmung zwischen B. und Ihnen! Gleichwohl – da Sie nun gemeinsam zu beten pflegen, ist dies auch wiederum nicht so verwunderlich; denn die Gedanken, die in solchen Andachten an- und ausgesprochen werden teilen sich nicht nur den beiden Betenden mit... Bekanntlich hat ja auch Meditation sogar meßbare Einflüsse auf Situationen und Ereignisse, wenn sich Meditierende bewußt auf eine Gegebenheit, ein Thema fokussieren. Das ist ja auch einer der Gründe, weshalb ich das Video zum Thema Quantenphysik mit Dieter Broers auf meiner Startseite unter Platons Höhlengleichnis verlinkt sehen wollte: Hier bestätigt ja das diesbezügliche physikalische Weltbild, was Meditierende schon seit Jahrtausenden wissen und praktizieren... Ich wünsche Ihnen und B. viel Freude bei Ihren Unternehmungen und verbleibe mit herzlichen Grüßen,
Ihr Hirt

26.05.2019
Lieber Bruder, meine Kinder sind heute zu Besuch bei mir gewesen; ich habe mich gefreut, sie wiederzusehen. Ein Freund, den ich auch eingeladen hatte, hat leider kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen abgesagt... Ja, das gibt es auch (noch): Man trifft auf einen Menschen, den man zuvor kaum wahrgenommen hat – und doch ergibt sich aus einem ersten Gespräch sofort eine tiefe innere Verbundenheit! Leider scheint dieses Phänomen jedoch seltener zu werden, bei dieser grassierenden Entfremdung durch das ‚Informations- und Kommunikationszeitalter‘, die uns überall umgibt. Mir fällt da sofort ein Kommentar ein, den ich neulich unter einem 5G-Video gelesen habe; er stammte von einem jungen Mann: „Früher (gemeint ist die Zeit vor der massenweisen Verbreitung von Handys und Dumbphones) haben sich meine Kumpels und ich nach der Schule um Punkt 15 Uhr an der Dorflinde getroffen, und wir sind regelmäßig gemeinsam Inline-Skater gefahren. Heute versucht man übers Handy einen Treffpunkt und eine Uhrzeit zu vereinbaren, es wird eine Gruppe auf >What’s App< gebildet und diskutiert... der eine hat einen wichtigen Termin beim Friseur, der andere kann nicht kommen, weil er Fahrstunde für seinen Führerschein hat, der Dritte hat Zahnschmerzen... usw. Kurz: ein gemeinsames Inline-Skater-Fahren kommt nicht mehr zustande...“ – Mir graut vor diesem ‚Kommunikationszeitalter‘, in dem man sich zu Tode zu diskutieren scheint, in dem jedoch die einfachsten Freuden des Lebens nicht mehr gelebt werden können. Ich habe den Eindruck, aus diesem Beispiel wird sehr gut deutlich, wie das mit der immer weiter um sich greifenden Vereinzelung ‚funktioniert‘: Die Handys funktionieren – auf technischem Wege – aber sonst funktioniert – fast – nichts mehr... In meiner Kindheit ist es noch so gewesen, daß man bei den Nachbarskindern angeklingelt hat, wenn man eines Spielkameraden bedurfte... Heute wird vor lauter Bildschirmen schon kaum noch an ‚Spielkameraden‘ gedacht – und wenn, dann findet das ‚Spiel‘ auf virtuellem Wege statt... Erschreckend habe ich heute auch die Entfremdung von der Natur bei meinem eigenen Sohn erlebt: Wir befanden uns nach dem Mittagessen während eines Spazierganges mitten im Wald und hatten auf Bänken Platz genommen: Schon nach kaum zehn Minuten hat er geäußert, das sei ‚langweilig hier‘! Langweilig! Inmitten von frisch begrünten Bäumen, Gräsern und bunten Wiesenblumen! Mich hat das sehr betroffen gemacht... Der Zugang zur Natur ist schon verschüttet, ebenso möglicherweise auch der Zugang nach innen, zur eigenen Seele... Mitzuerleben, wie sich die eigenen Kinder in Handy-Junkies verwandelt haben – das ist beileibe keine Freude! – Meine Tochter hat dann gefragt: „Wann gehen wir wieder einmal zum Pilzesammeln?“ Und mein Sohn hat geantwortet: „Wohl nicht im Mai, sondern im Herbst, wenn es Pilze gibt!“ – Eine blasse Erinnerung an frühere Zeiten scheint also doch noch vorhanden zu sein... Nur: Wie soll das weiter gehen? Werde ich alt genug werden, um auch für meine Enkel noch da sein zu können? – Solche Gedanken treiben mich um, denn die Technik schlägt mittlerweile Purzelbäume – während das wahre Wissen demgegenüber gut behütet werden muß...
Ja, die Startseite paßt so, vielen Dank! Der Ausgang aus Platons Höhle ist jedoch verschüttet; einzeln werden wir jeden davor liegenden Brocken zur Seite räumen müssen... K. ist auch so ein Steineschlepper – doch wer aus der jungen Generation interessiert sich für K.? – Gehaben Sie sich wohl, lieber Freund,
Hirt

27.05.2019
...haben Sie Dank, mein lieber Freund! – Ein Blick, eine atmosphärische Momentaufnahme – so wahr und klar... – Ich komme erst morgen oder übermorgen zu kurzen Grußmeldungen; wir stecken heute nochmals ein paar Zeilen an Sie ein… Am Donnerstag reisen wir für zwei Tage gen Westen, nach Sangerhausen (liegt noch im ehemaligen Osten): Bs. Freundin wird 65... Wir werden am Freitag auf das Kyffhäuserdenkmal steigen und im Harzvorland etwas wandern; am Nachmittag werden wir einen ehemaligen Kollegen von mir in Erfurt besuchen… – Ich muß kurz bleiben im Moment, heute geht es nach Gera: Bs. Arbeit ruft, ich fahre mit, wegen einiger Geschäfte und Besorgungen…Ihr Bruder, mit fester Umarmung!

29.05.2019
Lieber Bruder – herzlichen Dank für Ihre Zeilen! – Wir hatten hier seit gestern bis eben vielfältigste Anforderungen: Monteure im Haus (nach einem Wasserschaden durch ein verstecktes Leitungsleck), außerdem Umbauten und Einkäufe: eine neue Spüle für den unteren Flur und anderes Kleinzeug aus dem Baumarkt… Es freut mich, daß Sie unsere Freude und Zustimmung zu diesen vergleichbaren Zeilen, die wir Ihnen per Briefpost zusandten, nachvollziehen konnten: Ich habe gestern (beim Einräumen meines neuen Arbeitszimmers) auch das (2.) Gespräch mit Penny McLean gehört/gesehen, auf das Sie hingewiesen hatten: Beeindruckend die Natürlichkeit, Leichtigkeit, Selbstverständlichkeit, mit der sie über sehr ‚übernatürliche‘ Vorgänge spricht. – Dankeschön! – Und ich habe gestern, in einer letzten freien Stunde, auch noch begonnen, aus Ihren AT-/NT-/Essener- und Gnosis-Studien ein Exzerpt herzustellen, das ich irgendwo dem Talentetext hinzufügen bzw. es von dort aus verlinken möchte; Arbeitstitel: Turnus GleicHolger Hirt:
Das Evangelium der Essener – Wahrheit oder Fälschung? Studienarbeit und Begleitschrift zum Aufsatz über „Das Gleichnis von den Talenten“. 2019 © werkvermächtnisse.de – selbstverständlich haben Sie das letzte Korrekturrecht.  Wie gesagt, lieber Freund: morgen und übermorgen sind wir unterwegs… Herzlich grüßen Sie
B. und Ihr Bruder.

31.05.2019
Lieber Bruder, ja, diese Penny McLean hat offenbar Wahrnehmungen, die noch lange nicht jeder Mensch hat... Immerhin erstaunlich, wie Sie trotz all Ihrer Unternehmungen noch dazu kommen, solche Videos anzuhören und auch noch einen Text aus unseren Mails zusammenzustellen! Danke! – Heute abend hat mich ein Anruf meiner Tochter erreicht, sie hat mir zum ‚Vatertag‘ gratuliert, leidet jedoch zur Zeit große Schmerzen aufgrund ihres Skoliose-Rückens – sie hat sich wohl in der letzten Nacht verlegen; es sei so schlimm, daß sie manchmal kaum atmen könne. Am kommenden Dienstag hat sie eine Arbeit zu schreiben und hofft, dennoch den erforderlichen Lernstoff vorher zu bewältigen. Mir blieb nichts, als dem fleißigen Kinde gute Besserung zu wünschen... Es ist so viel Leid in der Welt... Bitte grüßen Sie auch B. von mir, herzliche Umarmung,
Hirt

01.06.2019
Lieber Bruder! – Ich danke für Ihre Nachrichten und Grüße – die ich auch weitergeleitet habe. – Ich werde in der MIR EIGENEN ART UND WEISE weiterarbeiten, in allem, wie zwischen uns vereinbart – geradeso, wie diese Art und Weise Ihnen als verläßlich, kritisch, menschlich und konsequent bekannt geworden ist, so darf ich zumindest hoffen… – Diese etwas aus dem Rahmen fallenden ‚pathetischen Worte‘ haben natürlich ihren Grund: Eine ‚Antwort‘ vom ‚großen Herrn K.‘ ist eingetroffen – die, meiner Auffassung nach und wie bereits vermutet, wiederholt und jetzt doch recht offenkundig Zeugnis seiner Hybris abgibt, wie sie sich allzuoft auf der Rückseite gewisser Sonderbefähigungen findet – um diese dann leider immer auch zu entehren und zu negieren… Ich fürchte, ich habe hier – ‚dank meiner Verbindlichkeit und >lächerlichen< Genauigkeit‘ – die Funktion inne eines großen (jedoch: falschen) Blitzableiters seiner Bedrängnis und Erbitterung… Ich habe Ihnen das Original seiner Antwort zukommenlassen:
„Lieber Herr J., Friedrich Rückert hat gesagt: >Was nützt mir ein Bündel Röhrichte, wo ein Stab mir fehlt?!< Das sage ich zu Ihren Texten, die Sie mir – auch noch per Einschreiben und in beachtlichem Umfang zu meiner Lektüre, weil ich mich ja sonst soooooooo langweile – geschickt haben. – Also: Ich schickte vor vier Wochen an 2.400 frühere Freunde einen Brief, in dem ich offen meine Notsituation erkläre. Niemand in Deutschland, außer mir, würde auf acht Seiten so ehrlich seinen Kampf zwischen Skylla und Karybdis beschreiben. ... 122 Personen haben positiv reagiert. Davon einer mit 500 Euro; der Rest ist Kleckerkram. Die Kosten meines Briefversands bei weitem nicht gedeckt. ... Und was macht der liebe Herr J. nach Empfang meines Briefes?? Er schickt Steine, statt Brot. – Ich bedanke mich dafür, lieber Herr J. ... Ein weiterer Kontakt, denke ich, erübrigt sich. Bleiben Sie unter Ihresgleichen Kleinkrämern und belästigen Sie mich hinfort bitte nicht mehr!!! – Gruß – K.“
Lieber Bruder, ich weiß nicht, inwieweit sich diese Antwort auch auf IHRE Textbeiträge bezieht/beziehen soll, auf die Zusammenfassung unserer (hauptsächlich Ihrer) Gedanken über das Sein, auf Ihr Traktat und Ihr Gedicht; möglicherweise, man kann sich durchaus vorstellen, daß der Mann überhaupt nicht wahrgenommen hat – weil er sich im Grunde wirklich nur für sich selbst interessiert?! –, daß der ‚beachtliche Umfang‘ hauptsächlich durch Ihre Reflexionen zustande kam. Womöglich ist ihm auch nicht mehr erinnerlich, daß er diese Einsendung von Ihnen/von uns angefordert hatte… Nun kann/darf/muß auch ich mit vollem Ernste und Einsehen schließen: Diese Verbindung ist erloschen – worüber ich im Grunde dankbar bin… Herr K. tut mir leid; ich bitte für ihn, daß er die rechte Hilfe empfange von Mächten, die sein Werk beschützen mögen, trotz seiner Egomanie…
Lieber Bruder, ich muß mich für eine geraume Weile etwas zurückziehen: Wie Sie wissen, habe ich am Pfingstmontag eine Verpflichtung, auf die ich mich jetzt konzentrieren muß. – Die Verweise auf unserer Seite auf Herrn K. und seinen ‚Verlag‘ werde ich demnächst entfernen. – Etwas betroffen/getroffen umarmt Sie sehr herzlich
Ihr Freund und Bruder.

01.06.2019 (Herr Hirt an Herrn K.)
Lieber Wieland, wie ich aus Deinen entwürdigenden Zeilen an J. ersehen kann, bist Du wohl mittlerweile sehr verbittert... ‚Freunde‘ sind anscheinend nur noch solche, die es sich leisten können, Dir jeden Monat 500 €uro zu schicken! J. hat nur auf meine Bitte – gemäß unserem Telephonat – Dir diese ‚Steine‘ zugesandt; ein Kleinkrämer ist er ganz gewiß nicht, im Gegenteil, er hat Dich bisher auch finanziell unterstützt, so gut er es vermocht hat! Entwürdigend verhältst Du Dich nicht nur gegen J. und mich, sondern auch gegen Dich selbst, indem Du ohne Grund Deine Freunde schmähst und Dich so unglaubwürdig machst! Jeder von uns hätte verstanden, wenn Du das Zugesandte einfach zurückgewiesen hättest – oder sogar gleich am Telephon gesagt hättest, Du wollest es nicht zugeschickt bekommen oder gar lesen! Auf diese Weise, aber, bist Du mit Macht dabei, Dich und Deinen Verlag endgültig zugrunde zu richten... Wenn tatsächlich der Anstand in Dir ist, den Du stets vor Dir herträgst, tust Du Abbitte – ansonsten brauchst Du auch mir keine Verlautbarungen Deines Verlages mehr zuzusenden. Was Du bisher geschaffen hast, ist zweifelsohne beachtlich, dennoch ist es kein Persilschein für Rücksichtslosigkeit! Grüße aus Bamberg,
Holger

01.06.2019 (Herr K. an Herrn Hirt)
Lieber Holger, J. hat binnen sechs Jahren genau 210 Euro an mich geschickt. Die Unkosten meiner Sendung an ihn, die er zumeist kommentarlos annahm, lagen deutlich oberhalb dieser Spendensumme. Damit ist alles gesagt. Ich liebe keine unaufrichtigen Charaktere, die mich benutzen wollen..., in dem sie in ihrer Selbstüberschätzung ‚Steine‘ statt Brot schicken. 20,- Euro Spende wäre besser gewesen. Verbittert bin ich noch lange nicht. Ich bereite mich auf meinen Tod in 28 Jahren vor. Bis dahin werde ich mit der gebotenen Lebensfreude und in beruflicher Sinnerfüllung meine Tage verbringen. Egal, wer da kommt, um sich ‚auszukotzen‘ (wie J.). Grüße!
Wieland

01.06.2019 (Herr Hirt an Herrn K.)
Lieber Wieland, binnen 10 Minuten weißt Du, als ob Du nur der Buchhalter – die Krämerseele – Deines Verlages seiest, wieviel J. Dir „binnen sechs Jahren“ hat zukommen lassen – und gleichzeitig behauptest Du, er habe Deine Buchsendungen nicht bezahlt, sondern ‚kommentarlos angenommen‘? Wenn überhaupt, so kann ich mir dies nur bei unverlangt zugesendeten Heften vorstellen – und die angebliche Kommentarlosigkeit ist völlig aus der Luft gegriffen; es ist ja im Gegenteil so, daß Du seine Papierbriefe nicht beantwortet hast! Im übrigen hat Dich hier niemand benutzen wollen, es hat sich lediglich um eine freundliche Anfrage gehandelt, die nicht von J., sondern sogar von mir ausgegangen ist! Wer hier an Selbstüberschätzung leidet, dürfte somit klar sein... Deine Überheblichkeit stinkt zum Himmel! Anscheinend hast Du wohl inzwischen zu viel Kontakt zu Politbonzen gehabt, so etwas färbt irgendwann ab... Grüße,
Holger

02.06.2019
Lieber Bruder –    – fest drücke ich Sie an mein Herz –    – das nun schon wieder etwas leichter ist, nach der Selbstüberprüfung, die solche Attacken, zumal von Leuten, denen man bislang Respekt entgegengebracht, weil man Sie für ‚anständig‘ hielt, auslösen… Ich hätte eine Gegendarstellung nicht mehr formulieren können (und wollen) und schon gar nicht so stringent und sachlich, wie Sie es für mich getan haben. – Sie haben mir damit noch einmal viel Klarheit verschafft – über mich selbst, über uns, über Sie, lieber Freund, über ‚die Menschen‘, uns Menschen, ihren/unseren Wahn, ihre/unsere Selbstüberschätzungen, ihre/unsere Selbstillusionen – als die Gründe unserer Zustände… Einem meiner tiefsten und urgründigsten und wahrscheinlich ältesten Sinne zufolge, WEIß ich mittlerweile: Das Schwere und das Schmerzliche sind die Türen und Tore, hinter denen sich immer wieder ein neuer Blick öffnet – auf eine bisher unbekannte Landschaft, so schön und einladend, wie keine zuvor war… Wir betreten sie und WISSEN: Alles Zurückliegende war dagegen nur ein Abglanz davon, eine Welt, begrenzt, weil wir das ANDERE noch nicht denken konnten… Und so vieles fällt plötzlich von einem ab, was unwahr und unrein und unwirklich war, was man nun nicht mehr benötigt – weil es sich in seiner Unwesentlichkeit aufgelöst hat… Das absurdeste Absurde: Hätte Hr. K. meinen letzten Brief an ihn (auf seine 8-Seiten-Dokumentation „Nach Zwangskasernierung und Zwangsmedikation“ – oberste erste Zeile: „Mit aufrichtigem Danke! Wir bitten um Hilfe!“) nur richtig gelesen, hätte er ihn nur richtig LESEN KÖNNEN –    – mit Verlaub: ich dürfte fragen, ob es auch nur ein einziges ähnlich beherztes, empörtes, aufrichtig ihm zugewandtes und leidenschaftliches Bekenntnis für seine Sache gegeben hat – das mit 500 Euro gar nicht aufzuwiegen gewesen wäre! Nun lasse ich diese Angelegenheit aus meinem System und Gewebe abziehen – und spüre Befreiung… Lieber Freund, mein Bruder: Dankeschön wieder einmal Ihres Daseins, Ihrer Begleitung meines Daseins! – Mit lieben Grüßen auch von B. herzlich an Sie –
Ihr Bruder!
NS: Die neuerlichen Angriffe und Drohungen sprechen für sich: Ich denke, Sie, lieber Bruder, werden mir nun anders noch einmal Recht geben müssen: K. ist schwer erkrankt… Am meisten wurmt mich nur noch, daß er jetzt meine geheimste E-Mail-Adresse herumgereicht hat… – Unerreichbar, infertil, unbeseelt – wie alles von dort:
https://hanse-buchverlag.kuk.one/tag/buchverlag-wieland-koerner/...
NSNS: Bitte leiten Sie unseren E-Mail-Verkehr nicht an andere Personen weiter; denn damit leiten Sie auch diese meine E-Mail-Adresse weiter…

02.06.2019
Lieber Bruder, mir bebt das Herz, wenn ich an K. denke: So wie es ihm binnen kurzem gelungen ist, uns zu schockieren und zu vergraulen, wird er sich seiner letzten Freunde selbst berauben... Sein Verlag ist dem Untergange geweiht; ich kann mir nicht vorstellen, daß er sich in dieser Verfassung noch lange wird halten können! Wie es aussieht, ist ihm seine Selbstherrlichkeit nun endgültig zu Kopfe gestiegen! Daß es einmal so extrem werden würde, habe ich denn doch nicht erwartet, das muß ich Ihnen zugeben. Den Spiegel, den ich ihm vorgehalten habe, gedenkt er zu zertrümmern, indem er uns mit Morddrohungen aufwartet! Spätestens im kommenden Herbst, wenn ihm die Räumungsklage seiner Verlagsräumlichkeiten ins Haus steht, wird wahrscheinlich alles einstürzen... Es ist, als ob ein Dämon ihn gepackt habe. Doch ist es auch so grauenhaft genug, was K. da von sich gibt! Er hat sich eingesponnen in seine Welt – und zur Zeit dringt nichts mehr zu ihm durch, nur seine Sicht gilt ihm noch, ja, er ist völlig eingeschlossen in dem Gebäude, das er 40 Jahre lang um sich herum aufgeführt hat – Daß ein verdienter Mann sich selbst so zugrunde richtet, ist ein Elend – und eine große Not ist es, dies mit ansehen zu müssen. Warum hat er die Zusendung unseres Dialoges nicht am Telephon schon abgelehnt? Nur, um uns hernach so verächtlich machen zu können? Mir ist in dem Punkte nicht begreiflich, was in ihm vorgegangen sein mag – Nun, ...vorbei, zu spät... Ich danke für Ihre verständnisvollen Zeilen. – Der Netzhinweis, den Sie beigefügt haben, ist leider nicht erreichbar. – K. widme ich mein Mitgefühl und mein Gebet. Herzliche Grüße an Sie und B.,

Hirt

03.06.2019
Lieber Bruder! – Mir tut es vielmehr um Sie leid: Sie werden Ihr Geld nicht wiedersehen, das bekümmert mich und bringt mich auf! – Ich muß Ihnen sagen, daß in meinen Augen keine Leistung der Welt irgendeinen Wert hat, wenn sie auf gemeinem, hinterlistigem, berechnendem oder eitlem Grunde gewachsen (besser wohl: ‚gepflegt‘) worden ist… Herr K. hat sich zu einem ‚Idol‘ stilisieren wollen – und dabei vergessen, daß es der Menschen bedarf, die ein solches Idol lieben und anerkennen können… Was aber erzeugt Liebe und Anerkennung?: Liebe und Anerkennung! – Natürlich, anders muß man urteilen bei geistiger Umnachtung oder psychischer Erkrankung: Diese Leute wissen ja gar nicht mehr, was sie tun… man kann sie nur ignorieren oder muß sie, wenn sie zu schaden beginnen, in Gewahrsam nehmen… Ich bin mir sicher, daß viele ehemalige Freunde in Ks. Umfeld abgefallen sind, weil sie genauso behandelt wurden: ‚Wer nicht spurt und des Diktators Befehlen gehorcht, der wird – gehängt…!‘ – Woher kommt DIESER Wahn?!: Insbesondere im Falle Ks. erscheint diese Frage von besonderer Relevanz, da sie ein allgemeines Phänomen so drastisch-exemplarisch vorführt: >‚Geist‘ und Wahn so eng verbunden…!< Man könnte darüber philosophieren, es wäre gewiß ergiebig… – Bruder, das eben war ja das Symbol, das ich mit dem toten Netzhinweis verdeutlichen wollte: Am Samstag beleidigt Herr K. mich/uns, am Sonntag seinen Administrator – der daraufhin, kurzer Hand, Ks. Domain/Netzpräsenz abschaltet… So kann man heute, glücklicherweise, nicht mehr mit Menschen umgehen: sie mißbrauchen, täuschen, hinhalten, beleidigen, ihnen drohen… Paradox, fatal: Herr K. beschreibt dezidiert das zwangspsychiatrische System in Deutschland – weil er ihm selbst so abhängig ausgeliefert ist – indem er seine Methoden verinnerlichte…?? – Liebster Bruder, ich glaube, K. hat auch Ihren Text nicht einmal gelesen… Er befindet sich in einer Notsituation, die ihn nichts anderes mehr denken und ‚fordern‘ läßt als ‚Geld und Gehorsam‘… – Soviel für den Moment, am Morgen einer neuen Woche – die Ihnen recht Gutes bringen soll! – Das wünschen Ihnen B. und
ich!

03.06.2019
Lieber Bruder, um mich braucht Ihnen in diesem Falle nichts leid zu tun: Ich habe ja von Anfang an gewußt, daß es Risikokapital ist... Gestern habe ich K. noch eine Mail geschrieben mit der Aufforderung, sich dringend Rat in seinem direkten Umfeld einzuholen und ihn gewarnt, er könne bald wieder in der Klapse landen. Darauf hat er nicht direkt geantwortet, hat mir aber erstaunlicherweise den Mailverkehr zwischen ihm und einem anderen privaten Kreditgeber zum Mitlesen geschickt. Darin verkündet er diesem Manne, er habe heute Insolvenz angemeldet. Er habe für den 6. Juni ein Flugticket nach Wien, wo er sich mit einigen SPD-Größen treffen wolle usw. Ich habe ihm soeben auch auf diese Zuleitung geantwortet, ihm meine Hoffnung ausgedrückt, daß er sich nun wenigstens einigermaßen gefaßt habe, ihn aber auch kritisiert dafür, sich mit diesem Polit-Kasperletheater zu treffen. Eine Antwort darauf erwarte ich gar nicht, im Gegenteil, ich bin schon erstaunt gewesen, diese Mitteilung bekommen zu haben. Mein bei ihm befindliches Kapital habe ich bewußt mit keiner Silbe auch nur erwähnt! – Das ist meine Art zu philosophieren – für mich ist das schon immer eher ein praktisches, denn ein theoretisches Fach gewesen. – Woher haben Sie gewußt, daß er auch seinen Netzseitenadministrator angegriffen hat? – Daß er unsere Texte wahrscheinlich gar nicht gelesen hat, betrübt mich nicht im geringsten. Mutmaßlich liegen solche Betrachtungen sowieso außerhalb seines momentanen Bewußtseinshorizonts: Er beschäftigt sich ja viel lieber mit ‚Realpolitik‘. Auf mich wirkt er im Augenblick wie ein gehetztes Wild, daß von einer kläffenden Hundemeute gestellt worden ist. Und seine Betrübnis über die Lage seines Verlages und die nicht ausreichenden Spendeneinnahmen hat sich in schriftlich-verbalen Rundumschlägen Luft verschafft. Klar, er hat sich auch damit wieder nur geschadet... In meiner jüngsten Antwort rate ich ihm, solche Ausfälle hinkünftig möglichst zu unterlassen... Wir werden ja sehen, wie das weiter geht. – Ich wünsche B. und Ihnen eine angenehme Woche!
Hirt

06.06.2019
Guten Morgen, lieber Bruder! – Heute nun soll etwas mehr Luft sein, nachdem wir vorgestern und gestern vor mancherlei Anforderungen kaum zu etwas Privatem kamen… Daß K. mit seinem Internettechniker im Clinch lag konnte man aus dessen ‚Mahnungen‘ aus dem Mailverkehr herauslesen, den K. uns am 02.06. hat mitlesen lassen – auch z. B. überschrieben mit ‚Redundante‘, wo er neben seinem Techniker auch uns gleich noch zur Hinrichtung führen will… – Sie verteidigen Ihren Freund auf das edelste, allein seine Entgleisungen deuten auf schwerwiegende Persönlichkeitsstörungen: Herr K. gab und gibt sich als ‚Spiritus Rector‘ eines ‚bedeutenden und einzigartigen‘ Verlags aus – und beleidigt reihum sinnlos und penetrant alle Interessenten und Teilnehmer…?! Auch seine Unfähigkeit zu wirtschaften zeigt seine Realitätsferne: Ich muß nicht ‚ökonomisch und markttauglich‘ wirtschaften wollen und können, wenn ich es nicht kann und will – aber als ‚Verlagsdirektor‘ MUß ich das können und wollen oder MIR andere, MÖGLICHE Wege suchen und gehen (wie wir das z. B. tun); in keinem Fall darf ich Menschen belügen, ausnutzen, ausschnorren, beleidigen, auch da heiligt der Zweck niemals die Mittel… Alles was ein solcher Mensch sagt und tut, wird unglaubwürdig: Was machen wir nun mit seinen Schriften? – Wir können sie nur noch als Materialiensammlung oder -Vorlage verwenden, um daraus ggf. eine uns selbst sinnhaft und konsistent erscheinende Weltanschauung zu begründen, zu beschreiben… Ihn als Herausgeber oder Verleger zu nennen, das wird zukünftig schwierig – weil das die Glaubwürdigkeit jeder Arbeit von vornherein anficht… Wir ‚dürfen‘ ja mitlesen, wie weit der Spott inzwischen gediehen ist: „Da steht es nun das Menschenkind. Beschimpft andere als Drecksau und sieht nicht, wie er selbst, in wie immer verdrecktem weißen Hemd, mit riechendem Sakko, dem wohl selbstgerechte Märchenbuttons anhaften, versucht zu lamentieren. Die Hose meist so befleckt wie das Hemd, die selbsterdachte Welt beschimpfend. Trauriger Anblick. Das ‚Weltnetz‘ sieht es auch. Das zu sehen hat mehr Besucher als eine ersponnene Vita.“ – Hier wird der Begriff faßbar: ‚tragisch‘…
Lieber Bruder, ich melde mich erst nächste Woche wieder… Es ist wohl auch gut so, daß Sie nicht jetzt schon hier weilen: wir hatten zu viel zu tun, mußten/müssen im Haus vieles umgestalten und erneuern, die Veranstaltung am Montag vorbereiten… Wir wollen und sollen doch auch Zeit für uns haben können! – Es denkt freundschaftlich an Sie und fühlt sich Ihnen herzlich verbunden
Ihr Freund und Bruder.

06.06.2019
Lieber Bruder, gestern haben mich wieder mehrere Mails von K. betreffend seine Reise nach Wien erreicht. Angeblich seien ihm von der Deutschen Bank 29,7 Milliarden Euro zugesagt und Thyssen-Krupp schulde ihm 400 Millionen! Wie es aussieht ist er auf Psychopharmaka-Entzug... Den von Ihnen zitierten Mailausschnitt habe ich nicht gelesen, mag sein, daß wir nicht immer dieselben Mails bekommen haben... Weshalb fühlen Sie sich zu einer Kommentierung seiner Schriften hingezogen? Vieles davon mag klar und wahr sein, doch habe ich nicht das Gefühl, K. zu benötigen, um meine Weltanschauung zu beschreiben! – Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihre Umgestaltungsarbeiten im Hause. – Herzliche Grüße,
Hirt

12.06.2019
Lieber Bruder – nun endlich hat sich alles etwas gelöst: Wir waren hier innerlich und äußerlich durch so manche Anforderung stark beansprucht. Auch jetzt sind viele Dinge noch unklar – natürlich, wenn es um so gewaltige Projekte wie das einer ‚Ehe‘ oder eines ‚Umzugs‘ geht… Ich kann auch überhaupt nicht abschätzen, wann, wie, und ob uns das alles gelingen wird… Auch diese innere Gemütslage belastet schon… Wir haben in den zurückliegenden drei Wochen manches hier im Haus neugestaltet, ausgebessert, ein Wasserschaden, wie berichtet, ist jetzt zumindest im Rückbau bzw. in der ‚Pflege‘, und ich habe auch meine persönliche Struktur hier weiter ‚etabliert‘. Ich bemerke ich immer mehr, wie sehr ich abhängig bin davon, daß meine Umgebung ‚meine Art‘ spiegelt, ansonsten verbrauche ich zu viel Kraft für die ‚Reorganisation‘/Anpassung an ein mir ‚unbekanntes Milieu‘…
Unsere Veranstaltung war ein kleiner ‚großer Erfolg‘: Alles ging gut… Auch für B. und mich war es fast so etwas wie eine Initiation: sie ist Mitglied im Gemeindekirchenrat und hat diese Orgelweihe, nach Orgelrestaurierung (40.000 Euro), vollständig geplant, organisiert, geleitet...
Nochmals kurz zu Ks. Schriftwelt: Es bleibt sein Verdienst, neben seinen ‚Faksimileausgaben zu Studienzwecken‘, so manchen klugen Kommentar dazu wie auch viele eigene kritische Aufsätze und Analysen zur deutschen Geschichte nach 1945 und zur Gegenwart verfaßt zu haben. Gemeint war: Das sind wertvolle ‚Materialien‘ – doch leider sind sie jetzt von der menschlichen Unzulänglichkeit ihres Autoren befleckt… Diese Schalheit läßt sich kaum mehr extrahieren, sie hängt allem an. So kann man sich nur noch von den reinen Fakten inspirieren lassen, die seine Schriften enthalten, und diese sich für das eigene Welt- und Geschichtsverständnis nutzbar machen. – Das wollte ich zum Ausdruck bringen; ich habe nicht vor, die Schriften Ks. zu kommentieren, nur eben als Lese- und Lehrstoff mag ich sie nicht verwerfen… Natürlich: Ihre und meine Weltanschauung bildet sich in unserem Inneren und kann nicht oktroyiert werden; allerdings sammeln wir doch gern auch fremde Bestätigungen ein oder lehnen uns an – in unserem Sinne: ‚überzeugende‘ – Argumente an…?
Am Montag fahre ich wieder nach Berlin; bis dahin werde ich noch den Boden und die Werkstatt, die wir ebenfalls neu organisiert haben, reinigen, aufräumen, einrichten… Lieber Freund, wie geht es Ihnen? – nach den Attacken auch auf Sie durch Ihren Freund K.? – Ich hoffe, Sie haben sich davon ebenso gut erholt wie ich... Ich habe nun keine Mails mehr von ihm bekommen… Es umarmt Sie innig
Ihr Bruder!

12.06.2019
Lieber Bruder, das höre ich gern, daß … alles so gut gelungen ist. … Von K. habe auch ich nun keine Mails mehr erhalten; ob seine ominöse Veranstaltung in Wien stattgefunden hat, weiß ich nicht. So bleibt mir nur die Ungewißheit... Ja, es ist schade, daß er sich so unglaubwürdig gemacht hat; seine Schriften weisen sich durch Kenntnisse und Qualität aus; wie gern sähe man dahinter auch einen Menschen, der andere zu würdigen weiß – leider ist es nicht so, und das können wir nicht ändern. Gesundheitlich hat mich K. Ausfall nicht angegriffen, da habe ich eher andere Probleme: So z. B., daß sich in den letzten zwei, drei Jahren mein Freundeskreis immer mehr ausgedünnt hat, vor kurzem ist sogar auch mein Stammtisch eingestellt worden, weil kaum noch jemand dazu erschienen ist. Ich vereinsame immer mehr, und es gibt kaum noch Gesprächspartner, zu denen ich mehr als ‚Guten Tag‘ sagen kann... In die Stadt gehe ich nur noch selten, weil ich die in ihre Handys glotzenden Menschen nicht ertrage... Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute für Ihre anstehenden Projekte, Grüße auch an B.,
Hirt

13.06.2019
Lieber Bruder – ja, genauso geht es mir seit Jahren: vielleicht haben Sie diesen Satz von mir auch schon einmal gehört: ‚Jedes Jahr fallen zwei mir nähere Menschen weg…‘ Gewiß, es kommen auch einige hinzu, aber allein dadurch, daß man älter wird, bleibt für ein echtes ‚Zusammenwachsen‘ immer weniger Zeit… Es mag sein, daß hier auch ein Grund – eine ratende innere Weisheit – liegt, noch einmal das Lebensexperiment mit einem anderen Menschen zu wagen. – Wir haben heute ein erstes ‚juristisches‘ Beratungsgespräch zu allen damit im Zusammenhang stehenden Fragen: Ich muß Ihnen kaum sagen, wie unheimlich das ist: was man dabei alles bedenken, was man alles erklären und absichern sollte…! – Ich habe trotz allen anderen Anforderungen in der letzten Zeit auch an Ihrem Aufsatz, Ihrer Begleitschrift gearbeitet: bei derzeit 22 Seiten bin ich schon bei der Hälfte; es geht hier ja hauptsächlich um eine ‚geschickte‘ Zusammensetzung Ihrer Entdeckungen und Betrachtungen. – Wir fahren jetzt (08:30 Uhr) nach Gera, deswegen so kurz für den Moment, heute am Morgen. Einen freudevollen Tag, trotz allem, wünscht Ihnen
Ihr Bruder.

14.06.2019
Lieber Bruder, heute hat mich K. eine Mail mitlesen lassen, die er an einen Bekannten richtet: Darin sagt er, er sei ‚außer Gefecht‘ und müsse sich nun nach 41 Jahren aus dem Verlagsgeschäft zurückziehen. Er wolle demnächst ein Abschiedsschreiben an ca. 3.000 Adressen versenden, in dem er sich bedankt und vom Publikum zurückzieht. Die Zahl seiner Freunde schätzt er dabei auf 400. Nun, es könnten mehr sein, würde er sie sich nicht selber vergraulen; aber darauf kommt er freilich nicht... – Erstaunlich, daß Sie bei all den Anforderungen zur Zeit auch noch an der Zusammensetzung der Mails arbeiten... Lassen Sie es sich gut gehen! – Herzliche Grüße,

Hirt

15.06.2019
Lieber Freund, ich danke Ihnen. – Ich sende Ihnen eine letzte Mail aus Thüringen; ab Mittwoch bin ich wieder an meinem Berliner Arbeitsplatz eingerichtet... – Meine Arbeit an unseren Texten empfinde ich als geistige Nahrungsaufnahme: Wer darf sich schon mit derart speziellen und komplexen Themen beschäftigen! Mir ist das immer wieder ein schöner Ausgleich zu den profanen und doch so notwendigen Plichten des Alltags. – Ich habe … sowohl von der Pastorin als auch von B. jeweils ein Buch (zusammen 800 Seiten!) geschenkt bekommen – beide nochmals die großen Fragen der theologischen Historie und der modernen Glaubensreform betreffend: Das ist also ‚weiteres Material‘ – zur Einarbeitung. Mal sehen, wann wir/ich fertig werden/werde… – Zu Ihrer Frage: Bei Grundbesitz ist eine ‚Nur-Lebensgemeinschaft‘ problematischer, weil sie nie die volle rechtliche Gleichstellung in allen persönlichen und materiellen Belangen gewährleistet. Andererseits ist eine Ehe etwas ‚Letztendliches‘, und eine Auflösung daher umso problematischer… das ist in etwa auch der ‚Grundkonflikt‘, um den es geht… Setzt man die Priorität aber auf die Absicherung der gegenseitigen Vorsorge für alle Wechselfälle des Alters, dann kommt man um die Ehe kaum herum… – Lieber Bruder, zu K. fallen mir nur noch wenige Dinge ein: Kann es sein, daß niemand AUßER mir DIESE Situation hat kommen sehen, und ich ihm als EINZIGER, in meinen Schreiben, seit Jahren, diese Gefahren/Konsequenzen/notwendigen VERÄNDERUNGEN vorausgesagt bzw. anempfohlen habe, FREUNDSCHAFTLICH?! – Zum Dank dafür der Galgen auf dem Bamberger Marktplatz… Und: Wollen wir hoffen, daß ihm 4-8 (!) FREUNDE geblieben sind, die noch an seiner Seite sind, nachdem er sich selbst alle Pfeiler abgeschlagen hat, auf dem sein ‚Geschäft‘ ruhte… – Diese maßlose Übertreibung/Überschätzung/Überheblichkeit ist es, an der sich K. (dreifach) ‚überhoben‘ hat… – Möge es auch Ihnen recht gut gehen! Das wünscht Ihnen immer wieder, mit lieben Grüßen und allen guten Wünschen,
Ihr Freund und Bruder.

19.06.2019
...nun sitze ich wieder in altvertrauter Umgebung... – Wie geht es Ihnen, lieber Bruder? Ich beschränke mich heute auf dieses kurze Lebenszeichen.

19.06.2019
Lieber Bruder, haben Sie vielen Dank für Ihre kurze Meldung. Prima, daß Sie gut wieder in Berlin gelandet sind. Nun, ich schwitze bei der Wärme in meiner Dachgeschoßwohnung – und gehe meist erst abends zu einem Spaziergang außer Haus, wenn die Schatten länger sind... Auch meinem PC scheint es zu warm zu sein; jedenfalls dauert es zur Zeit sehr lange, bis Verbindungen hergestellt und Seiten aufgeschlagen werden. Von K. habe ich seither nichts mehr gehört. Keine Meldung von ihm ist aber immerhin besser als eine schmähende... Gestern soll unsere Regime-Chefin beim Staatsempfang des neuen ukrainischen Staatschefs in der Hitze angefangen haben zu zittern. Merkwürdig soll dabei gewesen sein, daß dieses Zittern genau so lange gedauert haben soll, wie die Kapelle die deutsche Hymne gespielt hat – prompt liefen im Netz Gerüchte um, sie sei einer aktiven Gehirnwäsche anheim gefallen; man erinnerte diesbezüglich auch an den ‚legendären‘ Auftritt, wo sie wutentbrannt eine schwarz-rot-goldene Fahne heruntergerissen hat. Das paßt jedenfalls zu ihrem Zerstörungswerk... Lieber Bruder: Haben Sie schon einmal den Begriff ‚Medinat Weimar‘ gehört? Angeblich laufen da Bestrebungen, Thüringen zu einem Judenstaat auszubauen... (Vgl. ggf. hier:
https://www.welt.de/welt_print/article2129475/In-Weimar-soll-ein-juedischer-Staat-entstehen.html, auch hier: https://www.deutschlandfunkkultur.de/medinat-weimar-ein-juedischer-staat-in-weimar.1079.de.html?dram:article_id=176430 oder hier bei google gesucht: https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=medinat+weimar.) Mit solchen Meldungen hat mich dieser Tage meine Stuttgarter Freundin konfrontiert. Offenbar gibt es zur Zeit nur noch solch krude Neuigkeiten... Herzliche Grüße,
Hirt

20.06.2019
Lieber Freund, ich danke für Ihre Rückmeldung – und die ‚Neuigkeiten‘: Ich hab in Ihre Replik die zu ‚Medinat Weimar‘ passenden Links eingebaut… Ja, man staunt nur noch, zu welch abartigen Phantasmagorien unsere ‚Künstler und Denker‘ fähig sind, um Aufmerksamkeit zu schinden – und unsere ‚Medien‘, um Aufmerksamkeit zu vermeiden… Ich hab es an ähnlicher Stelle schon einmal gesagt: „Haß im Netz, Haß gegen Politiker…“ – ihn unter Strafe zu stellen, anstatt sich endlich und ehrlich mit seinen Ursachen zu konfrontieren, seine Motive zu untersuchen und zu benennen: reine illusorische dümmliche Phantasmagorie! – Ja, in Berlin ist es derzeit auch wieder tropisch… auch das macht Sorge… – Ich müßte zu weit ausholen, um wieder von diesem ‚Zufall‘ zu schwärmen, der mir diesen Aufsatz von 2005 zuspielte (siehe im Anhang): Neues Wasser auf unsere ‚Talente-Mühlen‘… Es grüßt Sie herzlich
Ihr Bruder. – Kommen Sie gut durch die Hitze.

20.06.2019
Lieber Bruder, den kurzen Aufsatz habe ich gelesen. Daß Mohammed womöglich – wie wohl auch Moses – keine historische Gestalt ist, wird aber wohl Fundamentalisten nicht weiter stören. Was nützt alle Wissenschaft, wenn Einwände, wenn Fakten niemanden mehr interessieren? Ganz ähnlich ist es mit der fast schon zur Religion gewordenen Hypothese des CO² als Treibhausgas: Vor kurzem habe ich ein Video gesehen, in dem berichtet worden ist, daß Wissenschaftler anhand von Eisbohrkernen nachgewiesen haben, daß es genau umgekehrt ist: Nach einer klimatischen Warmzeit stieg jeweils der CO²-Gehalt in der Atmosphäre an... Doch Wissenschaftler, die sich noch an Fakten halten, werden von der CO²-Lobby mittlerweile gnadenlos niedergemacht. Ich halte es für viel wahrscheinlicher, daß die Sonne aufgrund von Protuberanzen mal heißer mal kälter ist und eben dadurch Warm- und Kaltzeiten entstehen. Wer so etwas öffentlich sagt, schon gar als Wissenschaftler, gilt als ‚Ketzer‘... Immer häufiger fühle ich mich wie zurückversetzt ins Zeitalter der Inquisition. Fanatische Ideologien gelten mehr als Fakten. Was tatsächlich brandgefährlich ist – wie z. B. 5G – wird wiederum verharmlost, weil es so den entsprechenden Lobbyisten in den Kram paßt. Ivo Sasek, der Schweizer Chef der AZK (Anti-Zensur-Kommission) hat übrigens in einem Video den 5G-Ausbau als „Kriegserklärung gegen die Menschheit“ bezeichnet. Prompt wird er überall im Netz als rechtsradikaler Sektenguru verunglimpft... usw. In Großstädten ist es übrigens wärmer als in Dörfern und auf dem Lande... Kommen Sie ebenfalls gut durch die Hitze – aber morgen geht ja kalendarisch der Sommer erst los! Herzliche Grüße,
Hirt

21.06.2019
Haben Sie Dank, lieber Freund, für Ihre Repliken. – Faktisch sprächen die Eisbohrungen gegen die menschgemachten Klimaveränderungen – nur kennen die ‚Wissenschaftler‘ TATSÄCHLICH auch ALLE Faktoren, die zu den frühzeitlichen Temperatur- und atmosphärischen Schwankungen führten?! Deren ‚Interpretationen‘ basieren lediglich auf den ihnen (uns Menschen denkbaren) zugänglichen Kausalzusammenhängen. Es könnte sogar sein, daß sie für das damalige Ereignis zutreffen – es sich aber nicht mehr auf die Gegenwart übertragen läßt, weil ja neue Faktoren hinzugekommen sind: Treibhausgase, Verbrennungsgase, Explosion dieser Einträge durch Überbevölkerung etc. pp.. Gerade wenn wir auf die ‚reine Vernunft‘ – der ‚unbestechlichen Wissenschaft‘ – setzen würden wollen (von der wir wissen: es kann sie ebensowenig geben, wie einen ‚objektiven‘ Menschen – der 1. ein Denkprodukt SEINER Erfahrung und EINGESCHRÄNKTEN subjektiven Wahrnehmung ist und 2. sich nicht frei machen kann von SEINEN intentionalen, instinktiven, emotionalen – also völlig ‚irrationalen‘ – inneren Stellungen, für die er nun ‚Begründungen‘ sucht): dann  müßte uns unmittelbar ins Auge springen, ‚einleuchten‘, daß die exponentielle Emission von Giftgasen in unsere Atmosphäre (= mindestens 50.000 Flugzeuge starten und landen TÄGLICH auf unserem Planenten!) zu schwerwiegenden klimatischen Umschlägen führen MUß. – Ich denke, daß DIESE ANSCHAUUNG einer ‚objektiven Analyse‘ am nächsten käme; alles andere erschiene mir eher – unvernünftig, ‚unwissenschaftlich‘…  – Aber dieser Streit ist ein Paradebeispiel für die Vergeblichkeit unserer Debatten: Niemand kann gegen sein Gefühl agieren! – Ich erinnere Sie an diese essentielle Essenz (= Pleonasmus) zu unserer menschlichen Wesensart, die Sie bei Tucholsky gefunden hatten: „Kein Resultat, kein Ziel auf der Erde wird nach dem logisch geführten Beweis ex argumentis gewonnen. Überall steht das Ziel, gefühlsmäßig geliebt, vorher fest, die Argumente folgen, als Entschuldigung für den Geist, als Gesellschaftsspiel für den Intellekt. Noch niemals hat einer den andern mit Gründen überzeugt. Hier steht Wille gegen Willen...“ So verbleibt Ihnen für heute, freundschaftlich, mit herzlichsten Grüßen,
Ihr Bruder.

21.06.2019
Lieber Bruder, letztendlich wird es immer unmöglich bleiben, sich zu 100% sicher sein zu können, alle Faktoren berücksichtigt zu haben, zumal für Zeiträume, die so weit zurück liegen. Worauf es mir hier jedoch ankommt, ist, festzustellen, daß die Erhebung von CO² zum ‚Klimakiller Nr. 1‘ ebenso wenig nachgewiesen werden kann. Außerdem ist diese Hypothese und der Eintrag von anderen Gasen und Giftstoffen aus meiner Sicht gesondert zu betrachten. CO² ist ja kein Gift, sondern ein in der Atmosphäre vorhandenes Spurengas, das von Pflanzen zu ihrer Atmung sogar benötigt wird... An Flugzeugen ist ja nicht nur das verbrannte Kerosin ein Giftstoff für die Atmosphäre, sondern viel mehr noch dieser Wahnsinn des ‚Geoengineerings‘, mit dessen Begründung z. T. bekannte, z. T. unbekannte Chemikalien ‚zur Abkühlung‘ ausgebracht werden: Als ob das Klimasystem nicht zu komplex wäre, als daß der Mensch es steuern könnte! usw. Herzliche Grüße,
Hirt

22.06.2019
(Heute wäre meine Mama 86 Jahre alt geworden; vier Tage nach ihrem 81. Geburtstag ist sie verstorben: 26.06. = der 5. Todestag.) Lieber Bruder – Dank Ihrer Entgegnung: Es kommt immer darauf an, wie man gewichtet, welche Bedeutung man einer Sache zuschreibt – in welches Verhältnis man sie setzt: Wollte ich jetzt ‚beckmessern‘ (soeben neu ins Handbuch aufgenommen), so würde ich darauf hinweisen, daß CO² tatsächlich ein Gift für Mensch, Tier und Pflanze ist – sobald es eine bestimmte Konzentration übersteigt, usw. – Viel relevanter daran erscheint mir jedoch das Phänomen, daß wir stets unsere eigene Sicht und Empfindung zum Maßstab erheben – unter dem wir dann alle anderen Wahrnehmungen oder Erfahrungen klassifizieren…
Lieber Bruder, es zeichnet sich ab, daß wir Sie erst zwischen Mitte/Ende Oktober und Anfang November wieder nach Thüringen einladen können: Mein nächster Aufenthalt dort, zwischen Juli und August, wird etwas kürzer sein und im September sind wir selbst eine Woche unterwegs, also auch wieder verkürzt in Thüringen – so daß erst danach wieder etwas ‚Freiraum‘ für uns wäre… Wir würden Sie gern zu Gast haben, auch damit Sie sich in unserer Welt einmal umsehen können! – Wenn aber ‚alle Stricke reißen‘, so würden wir wenigstens auf einen Tag im November nach Bamberg kommen wollen… – Soweit der aktualisierte Plan. – Mitte nächster Woche, so denke ich, sende ich Ihnen die ‚Kompilation‘ (soeben neu ins Handbuch aufgenommen) Ihrer Studienarbeiten zum Thema Essener-Evangelium zur Korrektur. – Ein friedvolles, beschauliches, erholsames Wochenende wünscht Ihnen
Ihr Freund und Bruder.

22.06.2019
Lieber Bruder, dann ist der Tod Ihrer Frau Mutter also schon wieder fünf Jahre her.... Kaum zu glauben, wie schnell unsere Zeit verrinnt... Rupkalwis’ Tod liegt nun schon über sieben Jahre zurück... – und immer noch gibt es die GEZ. Manchen ‚Dingen‘ würden wir ein schnelleres Ableben wünschen... ‚Beckmessern‘? Ist das eine Wortneuschöpfung? Ich habe dieses Wort zuvor noch nie gehört. Was die ‚Giftigkeit‘ von CO² betrifft, so haben Sie sicher nicht unrecht – allerdings ist das für mich eine Paracelsus-Aussage: ‚Die Dosis macht, daß ein Ding ein Gift ist.“ Erhöhte sich z. B. die Konzentration von Sauerstoff in der Atmosphäre, so würde das ebenfalls höchst unangenehme Wirkungen haben, indem die Gefahr von Explosionen und Bränden exorbitant zunehmen würde... Letztlich läßt sich ‚alles‘ begründen, ebenso wie sich für ‚alles‘ Gegenargumente finden lassen. Aus meiner Sicht bleibt die Argumentation CO² sei ‚Treibhausgas und Klimakiller‘ eben zu dünn. Deren weltweite Verteidigung beruht mittlerweile auf harten wirtschaftlichen Interessen und zigtausende Arbeitsplätze hängen von dieser ‚Religion‘ mittlerweile ab. Auch dient sie hauptsächlich den Interessen derjenigen, die sie eingeführt haben: Weltweilte CO²-Steuern sind ein weiteres hervorragendes Knechtungsmittel gegen die Menschheit... Sicher: Jeder ordnet seine Gedanken nach den Argumenten, die er für die plausibleren hält! – Die Verschiebung unseres Treffens auf den Herbst ist mir sogar insofern sehr recht, als ich mich momentan gar nicht sonderlich reisefähig fühle – die Hitze tut ein übriges... – Ich wünsche Ihnen ebenfalls einen angenehmen Sonntag,
Ihr Hirt

23.06.2019
Lieber Bruder, ich möchte kurz bleiben heute, bitte sehen Sie es mir nach: ich will den frischen Morgen nutzen, um mit der Kompilation fortzusetzen… – ‚Beckmessern‘ steht im Wörterbuch; so wird’s im Handbuch erscheinen:
- beckmessern (pedantisch kritteln, kleinlich tadeln; abgeleitet vom Nürnberger Meistersinger Sixtus Beckmesser, ca. 1500-1539; daher auch Gestalt aus Wagners Meistersingern)
Auch ‚zig-tausend‘ hab ich für die spätere Veröffentlichung korrigiert; im Handbuch wird später stehen:
- (mit) zig (Sachen in die Kurve)
- zigtausend (von Menschen; in Zusammensetzung ohne Bindestrich: zigfach, zigmal, zighundert)
- Zigtausende (von Menschen, ein Zigfaches = substantivieren)
Ich danke für Ihre Zuneigung und Freundschaft!
Ihr Bruder.

24.06.2019
Lieber Bruder – ich wünsche Ihnen eine gute Woche – und versorge Sie dazu gleich mit etwas Arbeitsmaterial: Ich sende Ihnen die Zusammenstellung vornehmlich Ihrer Studien zum Talente-Thema zu Ihrer Korrektur. – Es ist eine erste Fassung, die ich so nun aber Ihren gründlichen Augen und Sinnen anbieten kann/möchte. – Es sind mehrere Überschriften möglich, bitte wählen Sie. – Es gibt an drei Stellen Unterstreichungen: das sind originale Textpassagen von Ihnen, immer auch in unverstellten Zusammenhängen: Bei der ersten hatte ich Schwierigkeit mit dem Verständnis: Bitte versuchen Sie dort etwas erklärender auszuformen; anderenfalls könnten wir das einfach auch löschen…? – Auf die zweite und dritte Stelle weise ich lediglich noch einmal zur besonderen Überprüfung hin: Stimmen Deklination, Schreibung, Inhalt? – Die Originale finden Sie in unserer Korrespondenz: Dort können Sie Passagen/Worte suchen mit der Tastenkombination Strg+F. – Ich habe natürlich an vielen Stellen – zusammenfügend, verbindend – eingegriffen. Manchmal habe ich auch ganze Passagen aus meinen Repliken übernommen – immer jedoch nur, damit Ihre Teile wiederum besser anschließen können oder vorbereitet werden. – Was immer Sie nicht in diesem Text wünschen: bitte geben Sie es zur Löschung frei. Ich werde dann andere Verbindungspunkte oder Übergänge schaffen. – Selbstverständlich: Wenn Sie für bestimmte Segmente andere Stellen finden oder vorschlagen wollen, an denen diese besser zur Geltung kämen oder thematisch paßten, regen Sie diese Verschiebungen oder Umgruppierungen bitte an. – Ich sende Ihnen die Texte im Word- und im PDF-Format: Wenn Sie lieber gleich direkt in Word (oder in Ihrem Textprogramm) ändern möchten, so bitte ich auch um Rücksendung dieses geänderten Dokumentes. Nur so kann ich samt der Korrekturen auch das Inhaltsverzeichnis im Original aktualisieren und ein abschließendes PDF herstellen.
Sie werden auch die Botschaft von K. erhalten haben? – Es ist eigentlich nur noch peinlich: Herr K. redet wieder ‚schön‘ von Dingen – die nicht Gegenstand und Thema waren! Er hat Menschen beleidigt – und nicht politisch „vorausschauend“ gewirkt! Wieder geht seine „Aktivität“ vollkommen an der Realität vorbei… Ich fürchte, hier liegt ein schwerer Fall von Bewußtseinsstörung vor…
Mit lieben Grüßen verbleibt Ihnen
Ihr Bruder.

25.06.2019
Lieber Bruder, gestern hat mich überraschend Eddy besucht, der Mann der so lange im Gefängnis gesessen war – wir haben den Abend und die Nacht zusammen verbracht, d. h. er hat auf meinem Sofa geschlafen – und heute waren wir auch den ganzen Tag gemeinsam unterwegs, weil ich mir u. a. den Laden ‚Menschen in Not‘ ansehen wollte, wo er sich sein tägliches kostenloses Mittagessen holt... Erschütternde, aufschlußreiche Erlebnisse... Damit waren aber der Erschütterungen noch nicht genug: Vorhin hat mich meine Tochter völlig verweint angerufen, sie habe schon den ganzen Tag versucht, mich zu erreichen – es ging um ihre Trennung von ihrem Freund und den damit verbundenen akuten Problemen bezüglich ihrer Wohnung und Arbeit... Des weiteren ist es zur Zeit in meiner Wohnung so heiß, daß ich noch nicht sagen kann, wann ich mich werde für längere Zeit an den PC setzen können, um Ihre Arbeit anzusehen... Ich bitte um Verständnis und verbleibe herzlich,
Ihr Freund Hirt

24.06.2019 (12:25 Uhr)
Lieber Freund, nun ist auch die 2. Mail von Herrn K. bei mir eingetroffen: Angesichts der furchtbaren Lage, in der er sich befindet, könnten mich meine Worte von vorhin fast reuen. Genau aber gedacht, geprüft und nachgefühlt, zeichnet sich auch diese Mail, wie üblich, durch konsequente Verweigerung aus, ernsthaft zu REALISIEREN, was vorgefallen ist und sich (jahrelang) abgespielt hat. Herr K. ist nicht „textlich übergriffig“ geworden sondern persönlich und verharmlost nach wie vor seine Impertinenz. Einzig das laß ich im Moment gelten: daß er schwer erkrankt und unzurechnungsfähig ist.
Ihr Bruder – nicht ohne Mitgefühl!

24.06.2019
Herr Hirt an Herrn K.: Lieber Wieland, daß Du nun um Verzeihung bittest, ehrt Dich – allerdings greift Dein Text etwas zu kurz: Versuche, Dir bewußt zu machen, daß Du Glück gehabt hast, anscheinend von niemandem angezeigt worden zu sein; denn nach meiner Erinnerung hast Du an etwa vier bis sechs Menschen auch Morddrohungen verschickt, darunter an J. und mich. Auch hast Du unsere Texte in derart unsachlicher Weise niedergemacht, wie ich sie Dir nicht zugetraut hätte... Ich bin gewiß nicht nachtragend, sondern bitte Dich, dies in die ‚Konsequenzen‘ mit einzubeziehen, die Du hinkünftig für Deine Handlungen (bzw. Verhalten unter Psycho-Drogen?) berücksichtigen willst... J. hatte Dir damals, als Reaktion auf Deinen langen Papier-Rundbrief, in dem Du Deine jüngste psychiatrische Einbuchtung beschrieben hattest, einen ebenso teilnehmenden wie mitfühlenden Papierbrief als Antwort geschickt, in dem er meines Wissens auch auf die gesellschaftspolitischen Dimensionen des Psychiatrie-Komplexes eingegangen ist. Wie sollte er als ‚Rückmeldung‘ Schmähung und Morddrohung erwarten? Und auch ich habe solches, wie ich finde, nicht verdient... Herzliche Grüße aus Bamberg,
Holger

24.06.2019 (12:45 Uhr)
…ach, jetzt erst, nach meinen Mails, als ich die Schreiben von Herrn K. ausdrucke, um sie in die Dokumentenmappe zu nehmen, entdecke ich Ihre Antwort darunter. – Ich nehme sie hier mit in die Korrespondenz… – Lieber Freund! – Nehmen Sie lediglich bitte meine Verbeugung und mein Schweigen entgegen!
Ihr Freund!

25.06.2019
Lieber Bruder, K. bedurfte der Spiegelung seines Verhaltens durch einen Freund, der ihm diesbezüglich ‚auf Augenhöhe‘ begegnet, denn ihm ist ja meine mittlerweile 37 Jahre andauernde Psychiatrie-Erfahrung bekannt. Ich habe ebenso damit gerechnet, daß er erneut wutentbrannt reagieren könnte – ich habe ja zum Zeitpunkt meiner Replik an ihn noch nicht gewußt, daß er sich nun schon wieder in einer psychiatrischen Abteilung befindet und definitiv unter Medikamenten steht... Manchmal muß Freundschaft eben durch die erbittertste Tiefe gehen können – um echt zu sein! Und meine Aufgabe dabei war ganz gewiß nicht diejenige des Menschen, der seine Mails direkt an die Psychiatrie weitergeleitet hat, sondern hat darin bestanden, ihn immer wieder an sein Ehrenwort der Freundschaft zu gemahnen, seine Verschüttungen ‚hochzuholen‘, aufzutischen, bewußt zu machen. Ich bin froh, daß er, wenn auch unter dem Einfluß sedierender Medikamente, nun eingelenkt hat: Das gibt ihm immerhin eines Tages die Möglichkeit darüber zu reflektieren, wenn er wieder ohne Medikamente sein sollte… Wir wissen: Psychiatrische Medikamente bewirken niemals wirklich Heilung; solches kann nur in Ansätzen zu bewirken helfen, was im tiefsten Inneren mitfühlt, mitgeht, ‚versteht‘ aus eigener bitterster Erfahrung heraus... Was weniger könnte ich ihm ‚schuldig‘ sein? Was ist dagegen der finanzielle Kredit, den er mir ‚schuldet‘? – Annäherung in der Projektiven Unnahbarkeit des ‚außer sich Geratenen‘ – das ist die hier anzubietende Begegnung – und für mich hat er sie angenommen, so gut wie es ihm zu diesem Zeitpunkt möglich war – sogar besser noch, da ich ‚mit allem‘ gerechnet habe –
Hirt

26.06.2019
Lieber Freund, ich danke für Ihre Nachrichten, Ihre Darstellungen. – Es tut mir leid, daß Ihre Tochter in Schwierigkeiten ist – und es ist klar, daß Sie davon in Mitleidenschaft gezogen werden, zusätzlich zu all den anderen unglücklichen Vorgängen in unserer Umgebung. Auch in meiner Familie haben sich gerade wieder bestimmte Zwangslagen eingestellt, zeitgleich bei meiner Schwester, meinem Neffen und der Mutter meines Söhnchens… Ich weiß jetzt aber, was ich wenigstens einem von ihnen dazu sagen möchte: ‚Wüßtest Du, was andere Menschen erleiden oder erlitten haben, Du würdest Dich ob Deiner Anmaßung und Deiner Forderungen schämen…‘ – Lassen Sie sich nur Zeit mit der Korrektur; in der nächsten Woche sollen wenigstens diese Hitzespitzen überwunden sein… – So verbleibt Ihnen, bis demnächst,
Ihr Bruder.

26.06.2019
Lieber Bruder, es ist mir gelungen, bis etwa Seite 15 Ihrer Arbeit zu lesen... Die z. T. noch kenntliche Herausarbeitung aus laufenden Mails erscheint mir jetzt unglücklich für das Verständnis, besonders verwirrend wirkt auf mich der Aussagenkomplex zu Nazarener und Täufer bezüglich des Essener-Evangeliums. Ich werde daher in nächsten Lesungen anstreben, die gedankliche Entstehungsgeschichte etwas zu entwirren, was von einer Komplett-Kenntnis des Essener-Evangeliums aus leichter zu machen ist: Jetzt ist ja klar, daß der von Frau Joan sogenannte ‚Essener-Täufer‘ der Nazarener sein muß – und daß, entsprechend, ein ‚Johannes der Täufer‘ im EE nicht vorkommt (außer im Klappentext). Außerdem bedürften die Passagen, die Aussagen meiner Stuttgarter Freundin enthalten, deren Zustimmung. ... es ist Mittag und heiß... ich schalte nun mein Gerät aus und gehe an den bzw. in den Fluß, um mich unter Wasser über Wasser halten zu können. – Bezüglich Ihrer Verwandtschaft: Augenfällig, wie die Leiden derzeit wieder alle zusammentreffen... bis demnächst,
Hirt

27.06.2019
Lieber Bruder, es ist zwar auch so, daß ich bei der Hitze mehr Schwierigkeiten mit der Konzentration habe, dennoch geht es mir aufs Ganze gesehen da eher so wie Ihnen: Ich empfinde die Auseinandersetzung an und mit solchen Texten eher als Erholung, denn als Arbeit... Jetzt, am Vormittag, ist es in meiner Wohnung noch einigermaßen erträglich. Daher werde ich nun erst einmal sehen, daß ich auch die noch ausstehenden Seiten lese, um mir zunächst einen Gesamtüberblick zu verschaffen... Als ich gestern abend vom Flußufer heimgekommen bin, konnte man hier die Luft förmlich schneiden... Laut Wetterbericht soll es zwar heute etwas kühler als gestern werden, aber tendenziell danach doch wieder mit den Temperaturen nach oben gehen...
Hirt

27.06.2019
Lieber Bruder, soeben bin ich mit der Lektüre Ihrer Zusammenstellungen durch... Als ‚Studie‘ kann diese Zusammenstellung so nicht gelten, sondern ist eben eine Kompilation aus Momentaufnahmen der entsprechenden eMails. Eine Veröffentlichung in dieser Form halte ich daher nicht für sinnvoll, weil sie nicht wesentlich mehr hergäbe, als die sukzessive Lektüre unserer Korrespondenz: Da vieles gedanklich noch Werdende, also auch mangelnde Wissensstände, sofort in Augenblicksdeutungen umgemünzt ist, wäre sogar für jemanden, der sich für die Entwicklung dieser Gedanken interessierte, die Korrespondenz-Lektüre sinnvoller, denn das Unausgegorene und Verworrene ist hier – so wir dies als ‚Studie‘ herausgeben würden – zu dominant. Infolgedessen ist eine Gesamtrevision erforderlich, falls das tatsächlich eine ‚Studie‘ werden soll. So, jedenfalls, ist es lediglich die Skizze einer gedanklichen Entwicklung, bei der sogar ich selber, als deren Entwickler, an manchen Punkten Schwierigkeiten habe, sie zu entwirren: Sogar Gliederungen, die als ‚Essenzen‘ gekennzeichnet sind, sind aus jetziger Sicht zu verwerfen oder entsprechend dem aktuellen Wissensstand neu zu formulieren! Die Aufnahme der Gebete am Schluß finde ich hingegen sinnvoll, weil sie innerhalb jenes Gedankenkomplexes entstanden sind. Manche der hier formulierten Gedanken, so die ‚Erlösung vom Erlöser‘, sind so radikal, daß sie niemals so skizzenhaft ‚hingeworfen‘ werden dürfen – d. h. für uns ja, denn wir sind die Korrespondierenden, die Dialogisierenden, aber nicht für ein Lesepublikum! Verwirrung hat ja übrigens auch Frau Joan gestiftet mit ihrem Entwurf des Begriffes vom ‚Essener-Täufer‘, als der bei ihr Jesus gekennzeichnet ist, da ein ‚Täufer-Johannes‘ im Essener-Evangelium nicht auftaucht. Zusätzliche Verwirrungen sind dadurch entstanden, daß die Eingaben meiner Stuttgarter Freundin zwar aufgezählt werden, aber nicht stringent-logisch von anderen Textbezügen unterschieden sind: Der Leser könnte hier also unmöglich nachvollziehen, welche Aussagen sich worauf beziehen! Ergo: Das Unternehmen ‚Studie‘ steht erst an seinem Anfang. Ich habe im Augenblick jedoch noch keine Idee, wie es am sinnvollsten so zu beginnen ist, daß am Ende alle Aspekte des jetzt vorhandenen ‚Skizzenblocks‘ wieder auftauchen, allerdings dann stringent und gedanklich-logisch geordnet. Hinzu kommt ja noch der Anspruch einer Einbindung in oder Anlehnung an Ihren Talente-Text, der wiederum seinerseits noch nicht ganz fertig ist... Gefühlsmäßig ist es für mich im Augenblick am sinnvollsten, zunächst Ihre aktuellste Talente-Text-Version zu lesen, damit ich zumindest eine grobe Vorstellung von Ein- und Anbindungen entwerfen kann, bevor ich eine neue Textgliederung überhaupt in Angriff nehmen kann – Herzliche Grüße,
Hirt

27.06.1019
...nur sehr kurz: Sie haben in allem Recht – ich habe das schon während der Arbeit gefühlt; Sie kleiden diese latente Gefühlslage jetzt in absolut präzise Sprache. _ ich habe das allerdings auch früher schon ‚angemahnt‘: „...Wir dürfen uns nicht auf Aussagen verlassen, von wem auch immer, ohne zumindest eine logische Beziehung/Begründung für diese wie auch immer lautenden Thesen mitzuliefern. Aussagen wie: ‚…daß der Nazarener und der Täufer identisch sind, ist wohl doch eher unwahrscheinlich...‘ sind natürlich unzulässig. Wir vergrößerten damit nur den Berg der Spekulationen. „Moses – hat es nie gegeben; Jesus – hat es gegeben, ist also ein historischer Mensch, war im Vorleben Veganer, allerdings kein Essener; Johannes der Täufer – hat es nie gegeben.“ – Das sind die Aussagen Ihrer Stuttgarter Freundin: Wie begründen wir die These von der fehlenden Kreuzigung und dem Fehlen eines Moses?! – Wir müssen zumindest eine logische Kette der Schlußfolgerungen knüpfen – oder sollten uns mit Spekulationen oder ‚vagen‘ Formulierungen zurückhalten, oder eben sagen, daß wir ‚aufgrund unserer Wahrheitsempfindung dieses oder jenes annehmen/vermuten‘… Wenn Sie das ausbauen könnten zu einer kompletten Analyse der ‚Wahrscheinlichkeiten und historischen Möglichkeiten‘ – oder Unmöglichkeiten! –, dann hieße das nichts weniger, als die aktuellste Fassung einer modernen christlichen Rezeptionsgeschichte geschrieben zu haben!“ – An meinem Text wird sich inhaltlich nichts wesentliches ändern; ich habe meine eigenen Korrekturen (die Ihren sind schon verarbeitet) – alles hauptsächlich Fragen des Ausdrucks, des Verständnisses... Ja, lassen wir das erst einmal so liegen... Im Talentetext würde ich jetzt erst einmal, mit entsprechender Erklärung, auf unseren Dialog verweisen... Herzlichst umarmt Sie fest

Ihr Freund!

27.06.2019
Lieber Bruder, gestern habe ich erst einmal die Zustimmung der Stuttgarterin zur Nennung ‚ihres‘ Elohim und ihrer Zusammenarbeit mit ihm in unserem Text eingeholt – diese habe ich erhalten; ohne sie ergäbe sich schon wieder ein völlig anderer Text! Allerdings weist meine Freundin interessanter Weise darauf hin, daß Elohim ‚eigentlich‘ keinen Namen hätten – die Bezeichnung ‚Leoli‘ sei im Wege der Telepathie über die Assoziation zu einem ähnlich klingenden Namen aufgetaucht und weise nicht zufällig dieselben Buchstaben auf, die auch in ‚Elohim‘ enthalten sind. Allein diese ihre Erklärung zur Namensgebung wirft schon wieder einen neuen Aspekt, eine neue Frage auf: Was bedeutet Identifikation für einen Elohim, da sie jedenfalls nicht über einen Namen stattfindet? – Einen Text anzufangen macht für mich nur dann Sinn, wenn ich ein Gefühl für das Ganze habe – anders kann ich nirgends beginnen. Neue Aspekte verändern das Ganze von vornherein: Ja, ich sehe es auch so, daß das noch nicht Vorhandene sich erst einmal im ‚geistigen Raum‘ ansammeln muß. Der Zeitpunkt des Beginnens ist für mich noch nicht da. – Herzliche Grüße,
Hirt

28.06.2019

…ich danke Ihnen, lieber Bruder, für Ihre Erklärungen. Natürlich: Grundlage/Voraussetzung aller Ideenfolgen ist ein ‚Gefühl‘, eine innere emotionale Befindlichkeit oder Ergriffenheit, in Stellung zu irgendeinem Ereignis/Gegenstand, das von unserem rationalen ‚Überbau‘ ‚geistig‘ durchdrungen werden will: Wir wollen ‚wissen‘ – und sicher sein –, warum wir so oder so fühlen! – Gehen wir noch einmal zurück: Ausgangspunkt war mein Text; der erste Eintrag von Ihnen am 08.04. markiert den Beginn Ihrer Beschäftigung mit den von mir dort aufgeworfenen Fragen – und nachgewiesenen grundsätzlichen Zweifeln an der Glaubwürdigkeit nicht nur der Evangelien, sondern auch ihrer Interpretationen. Daraus entwickelte sich der Essener-Dialog und daraus zuletzt meine Kompilation… Das Thema hatte Sie zuerst sehr inspiriert; dann aber verlor sich die ‚wissenschaftliche‘ Nachweisbarkeit in der Überfülle der Streitfragen auf diesem unendlich weiten Felde… Es ist wie ein Sumpf, in den man einzusinken droht… Meiner Meinung nach aber enthält die Kompilation (also Ihre Untersuchung) AUCH sehr richtige Hinweise zum Thema ‚Unglaubwürdigkeit der gesamten christlichen Überlieferungen‘! Das nun zu ordnen oder nochmals neu zu ordnen – das ‚nur‘ wäre die Aufgabe… Ich verstehe aber, daß Ihnen (und mir sowieso, angesichts meiner Arbeitsforderungen) die ‚Lust‘ dazu fehlt – denn Lust ist mindestens die zweite wesentliche Voraussetzung zu sinnvoller Schöpfung… Vielleicht lassen Sie sich neu inspirieren, wenn auch mein Talentetext neu vorliegt… Allerdings wird das nicht vor Oktober sein: Ich muß ‚nebenbei‘ noch das 700-Seiten-Buch lesen, was mir B. zur Orgelweihe geschenkt hatte – denn es behandelt ebendiese Themen! – Lieber Bruder, überhaupt: Morgen kommt B. für vier Tage nach Berlin: ich muß meine gewohnt prompten Rückmeldungen für einige Zeit aussetzen ... – Sehr herzlich grüßt Sie

Ihr Freund und Bruder.

28.06.2019
Lieber Bruder, der Aufwand übersteigt doch sehr eine bloße Neuordnung der Kompilation, da sich vieles auch aktiv verändern muß, entsprechend dem ‚jetzigen‘ Stand: Und der ‚jetzige‘ Wissensstand ist eben von vornherein nicht komplett – das zeigen die gestern erst aufgeworfenen Aspekte sowie Ihr Hinweis auf die Lektüre eines seitenstarken Buches! Für mich macht es im Augenblick deshalb keinen Sinn, eine Neuordnung, gar einen komplett neuen Text zu beginnen, weil erst noch Akkumulation und Sammlung stattfinden muß... Mit ‚Lust‘ hat es aus meiner Sicht nur im Negativsinn zu tun: Ich habe keine Lust anzufangen, da ich jetzt schon weiß, ich bin/wir sind noch in der Sammlungsphase. Hinzu kommt heute aktuell bei mir: Meinen Bamberger Freunden ist es wohl soeben nach jahrelangem Suchen und Warten gelungen, ein riesiges Gartengrundstück im Stadtgebiet für uns zu pachten; ab kommender Woche werde ich also sehr viel Gartenarbeit in Angriff nehmen dürfen, was eine Rettung für mich ist: ...mein Körper benötigt dringend wieder mehr Auslastung und Bewegung! Von daher schlage ich vor, den Beginn meiner Textarbeit einfach per se auf Herbst zu legen. Auch die Umstände der stickigen Warmluftatmosphäre in meinem Sommerdach legen das nahe: Warum sich also nicht in das fügen, was sich wie von selbst zu fügen scheint? – Gut, daß Sie B. morgen schon wiedersehen! Herzliche Grüße an Sie beide,
Hirt

29.06.2019
Lieber Bruder, sie haben Recht, wir verschieben das, und auch in Gründen und Technik stimme ich Ihnen sehr zu. Ich würde sogar verstehen, wenn Sie irgendwann zu dem Schluß kämen (wie auch schon gesagt), ‚daß wir nichts wissen können‘ – und deswegen jedes weitere ‚Spekulieren‘ als vergeblich betrachteten… Ich werde meinen Text vervollständigen und überarbeiten; weitergehende ‚Studien‘ muß ich (zunächst) Ihnen allein überlassen, da mich mehr im Moment überfordern würde (wie auch schon gesagt)… Wir könnten ja überhaupt eine kleine ‚Sommerpause‘ in unserer Korrespondenz einlegen… Für Ihre Arbeit im Garten, an der Luft, unter freiem Himmel wünsche ich Ihnen Freude und Kraft! Ja, wir haben auf unsere Gesundheit zu achten: Ich bin eben noch 5 Km gelaufen – bevor jetzt wieder die tropischen Tage kommen… Ihre Grüße an B. richte ich aus; herzlich umarmt Sie
Ihr Freund und Bruder!

30.06.2019
Lieber Bruder, am liebsten – wenn ich ausschließlich die Lust betrachtete – finge ich umgehend an, mich mit der Textarbeit auseinanderzusetzen! Vorteile hätte das sogar in bezug auf die dringend vorzunehmenden Entwirrungen, da ich mich jetzt noch besser an deren Zustandekommen erinnere, als dies in ein paar Monaten der Fall sein dürfte – doch insgesamt überwiegt dennoch das Gefühl, daß es des Sammelns und der ‚Gärung‘ bedarf – Aus meiner Sicht wird es also höchstwahrscheinlich schon hinkünftig ‚etwas‘ geben – wie auch immer das dann aussehen wird. Mit Sicherheit kann ein solcher Text nicht völlig ohne Annahmen und Spekulationen auskommen; hier, jedoch, geht es darum, Sichtweisen und Quellen einander gegenüber zu stellen – und dann daraus Schlüsse nach deren begründet zugebilligter Wahrscheinlichkeit zu ziehen. – Danke für Ihre guten Wünsche zu meiner bevorstehenden Gartenarbeit. Bei uns ist es auch heute wieder sehr sehr warm gewesen. Meinetwegen müssen wir die Korrespondenz nicht unbedingt einschränken – im Gegenteil, mir ist es lieb, wenn ich ab und an von Ihnen höre, was bei Ihnen gerade aktuell ist. Wenn Ihnen jedoch eine längere Korrespondenz-Pause lieber ist, respektiere ich das selbstverständlich. – Für Umarmungen ist es im Augenblick schon zu heiß... also verbleibe ich einen schönen Sonntag wünschend sowie mit besten Grüßen aus der Domstadt,
Ihr Freund Hirt

04.07.2019
Lieber Bruder, Sie haben mir eine ganz besondere Freude mit Ihren Zeilen gemacht, an diesem Morgen – vor einigen Tagen: Es war ein Moment, in dem ich mich von allen anstehenden Vorhaben, Vorgaben, Pflichten, Unternehmungen, ‚Projekten‘ – denken Sie allein an die Fragen der Übersiedlung und der damit zusammenhängenden partnerschaftlichen Ungewißheiten – mit einem Male vollständig überfordert fühlte… Ihre Zustimmung zu allen UNSEREN ‚Projektionen‘, Projekten und Verbindlichkeiten, so wie ich sie aus Ihren letzten Zeilen herausgelesen habe, erfüllte mich mit Freude und Zuversicht, mit einem Gefühl der Rechtschaffenheit und Orientierung… Auch im Zusammenhang mit unseren Arbeiten haben Sie die einzig mögliche Zielsetzung in kluge schöne Worte gefaßt: „Mit Sicherheit kann ein solcher Text nicht völlig ohne Annahmen und Spekulationen auskommen; hier, jedoch, geht es darum, Sichtweisen und Quellen einander gegenüber zu stellen – und dann daraus Schlüsse nach deren begründet zugebilligter Wahrscheinlichkeit zu ziehen.“ – Alles andere wäre ‚unwissenschaftlich‘! – Zu sehen, zu verstehen, zu fühlen – daß wir uns in den meisten Dingen immer wieder in einer einheitlichen Begriffswelt begegnen, daß wir uns, selbst bei unterschiedlichen Standpunkten wie z. B. in der Frage des Klimawandels, zuletzt immer wieder des besonderen menschlichen Wertes und Wesenskerns unserer Verbindung bewußt sind und diese über alle Anschauungsverschiedenheiten stellen können – das hebt und stützt und versichert elementar!
Vorgestern, auf einem Ausflug mit B. … habe ich in der dicken Christusbiographie zu lesen begonnen: Möglicherweise, daß hier gar nichts brauchbar ist: eine recht ans Massentaugliche angepaßte Sprache: ‚schöner‘ belletristischer Stil – in demonstrativ-provokativer Gegenstellung zu allen wissenschaftlichen Kritikern, die die Kirchengeschichte zu Recht in Zweifel ziehen…
Sie haben schöne Zeilen an B. geschrieben, sie hat sich sehr darüber gefreut; gestern Nachmittag ist sie wieder nach Hause gefahren – und ich übernehme nun wieder meine gewohnte Struktur…
Herzlich grüßt Sie, mit allen guten Wünschen,
Ihr Freund und Bruder.

04.07.2019
Lieber Bruder, haben Sie vielen Dank für Ihre heutigen Zeilen; ja, was den Wesenskern unserer Freundschaft betrifft, bleibt der unberührt, selbst wenn einmal andere Erfahrungen zu anderen Schlüssen führen: Sie wissen, mit Rupkalwis war es ähnlich, er hat ja sogar eine grundsätzlich andere Weltanschauung vertreten... – Die Strukturen ändern sich bei Ihnen, je nachdem, ob B. gerade bei Ihnen weilt – oder Sie bei ihr, oder ob Sie eben in Berlin allein sind... Bei mir ändert sich gerade gleichsam ‚alles‘, denn die ersten beiden Tage der Gartenarbeit habe ich nun hinter mir. Es ist momentan sehr anstrengend für mich, weil ich keinerlei körperliche Beanspruchung mehr gewöhnt bin: Daß ich die Arbeit auf dem Bamberger Maxplatz bei einem Marktstand hatte, ist nun schon wieder über zwei Jahre her! Das Angenehme an der Gartenarbeit ist, daß ich keinen Chef habe – und pausieren kann, wann immer ich will! Allerdings kann ich nur selten tatsächlich Pausen einlegen, weil ich anschließend immer sehr schwer wieder in den richtigen Hüftschwung finde (zur Zeit darf ich erst einmal meterhohes Gras und Kraut wegsensen, dafür brauche ich den passenden Hüftschwung...). Nach der Arbeit bin ich dann zum Hainbad geradelt, das ist in Bamberg das Bad, von dem aus man direkt in den Fluß steigen kann: Hier habe ich sogar noch ca. 50 m gegen die ziemlich starke Strömung zu schwimmen vermocht, was mich selber verblüfft hat. Morgen darf ich wieder um ca. 7 Uhr früh ‚antreten‘ – gearbeitet wird dann bis ca. 10:30 Uhr, das schaffe ich gerade noch, außerdem wird es später dann zu warm... – Wenn Ihre Christusbiographie nicht viel hergibt, dann ist das nach Ihrem Urteil so... Ihre Beschreibung klingt ja beinahe so, als ob Sie einen Roman vor sich hätten –
Herzliche Grüße nach einem anstrengenden aber dennoch schönen Tag und alles Gute auch für Sie,
Hirt, Sensemann (Nicht er ist zu mir, sondern ich bin zu ihm gekommen!)

05.07.2019
Lieber Freund! – Sie haben meine volle Zustimmung – ganz besonders zu Ihrer auswärtigen und körperlichen Betätigung: Die äußeren Bedingungen/Tätigkeiten wirken auf die inneren – und umgekehrt. Es hat entscheidenden Einfluß AUCH auf meine mentale und psychische und sogar physische Verfassung, wie ausgewogen das Verhältnis meiner körperlichen und geistigen Aktivitäten ist. Immer wieder verblüffend für mich – der ich eigentlich nicht gerne reise: wie die Veränderung der äußeren Bedingungen auf das Gemüt wirken kann – positiv und/oder negativ… Außerdem erlebe ich an mir selbst mit Schrecken, wie das Alter die Stoffwechselprozesse im Körper verändert – und wie penibel man nun auf die Ausgewogenheit von Ernährung und Bewegung zu achten und dafür zu kämpfen hat, will man nicht jedes Jahr neue Hosen kaufen… – Sie werden verstehen, wenn ich sage, daß eine Übersiedelung auch in diesen Hinsichten ‚alles verändert‘ – und für Geist, Körper, innere und äußere Wandlungen auch als gute Therapie ‚für alles‘ aufgefaßt werden kann… – Ich denke, da besteht überhaupt kein Erklärungsbedarf: Natürlich fühlt sich B. auch Ihnen gegenüber eher als ‚B.‘ denn als ‚verehrte Frau‘… – Lieber Freund, haben Sie einen guten ‚erschöpfenden‘ Tag – und eine gute ‚erfüllte‘ kommende Nacht.
Ihr Freund.

05.07.2019
Lieber Herr Bruder! Sie haben wieder einmal in allem recht... Als ich noch in meiner Haupttätigkeit beschäftigt gewesen bin, habe ich einmal mit einem damals ca. 52 Jahre alten Klienten einen Besuch bei seinem Orthopäden absolviert. Der Arzt war schon ein alter ergrauter Herr... Er hat damals erklärt, der Mensch baue zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr einen enorm hohen Prozentsatz seiner Muskelmasse ab (er hat auch die Zahl genannt, aber an die erinnere ich mich nicht mehr, könnten aber sogar 50% gewesen sein). Ich selber bin zu der Zeit um die 50 gewesen – und konnte nicht glauben, was er mir da beibiegen wollte! Jedenfalls bin ich jetzt froh, wenigstens wieder eine Chance zu haben, körperlich wieder ins Lot zu kommen – auch meine Kondition liegt völlig darnieder. Um mir aufzuhelfen, habe ich gestern und heute nach der Arbeit unser Flußschwimmbad besucht (wie schon berichtet), wobei ich heute schon 100m gegen die Strömung absolviert habe. Allerdings habe ich nicht die komplette Strecke schwimmen können, da Schultern, Nacken und Arme stark zu schmerzen begannen; da habe ich dann die Art der Belastung geändert und mich ein paar Meter an der Reling unterhalb des Badesteges entlanggehangelt... Der Rückweg ging erholsam und glatt: Mit der Strömung zu schwimmen ist dagegen ein Kinderspiel... – Nun ist das ja auch ein Bild: Wir schwimmen nur zu Erholungszwecken mit der Strömung – sonst meistens dagegen... Jedenfalls habe ich insgesamt das Gefühl, auch Gutes für die bevorstehende schriftliche Arbeit zu tun, denn auch diese Prozesse gehören für mich zu deren ‚Gärungszeit‘. Die Nächte sind bei mir im Moment nur wenig erholsam, da ich zu selten Tiefschlafphasen erreiche – auch das muß sich erst wieder einpendeln. Morgen darf ich von der Gartenarbeit pausieren, stattdessen jedoch mein komplettes Treppenhaus putzen. Auch das ist hervorragend: Ich benötige tägliche körperliche Belastungen, zu einseitig sollten sie aber nicht sein... – Ja, also dann ‚B.‘ – herzliche Grüße an Sie beide,
Hirt

06.07.2019
Lieber ‚Herr‘ Bruder – auch eine schöne, uns geziemende, uns gebührliche Anrede! – Ich freue mich – für uns: Sehr vielen Menschen kommen diese Zusammenhänge und damit zusammenhängenden Verantwortlichkeiten für sich selbst – ihre ‚Pflicht‘ auch zur  Selbstfürsorge – niemals in den Sinn; und dann wundern sie sich, wenn Körper und Geist darniederliegen… Und vergessen wir nicht: Nahrung 1 und Nahrung 2 sind schon schwerwiegend degeneriert…! – Zwei Dinge will ich heute kurz vermelden: Wir haben zurzeit verstärkt Zugriff auf unsere Seite, mindestens 100 Aufrufe/Tag; der Durchschnitt liegt sonst zwischen 20 und 30 Seitenaufrufen (man muß da immer auch etwas abziehen für die Suchmaschinen, die sich aktualisieren wollen)… – Verblüffende Überraschung: Auch das Christusbuch (meine gegenwärtige Lektüre) setzt das Essener-Evangelium sozusagen als ‚Schlüssel‘ und ‚Authentizitätsbeweis‘ für alle anderen Evangelien und der Christusgeschichte selbst ein! (Inwieweit dazu jedoch neue Erkenntnisse vorgebracht werden, kann ich derzeit noch nicht sagen.) – Wenn Sie also die Arbeit an den Vorlagen noch einmal aufnehmen wollen, so kam mir gestern in den Sinn, müßte und sollte DIESE Frage oben und im Vordergrund stehen: Welche Stellung weisen ‚wir‘ dem Essener Evangelium zu?: Inwieweit ließen sich aus ihm Schlüsse über die Existenz und das Wirken Jesu ableiten? – und/oder: Kann das Essener-Evangelium tatsächlich als Referenzwerk zum Verständnis und zur Erklärung/Erhellung aller Ereignisse und Bedeutungen in der Christusgeschichte und aller anderen Evangelien noch vor dem Thomasevangelium und dem Protoevangelium des Jakobus dienen/gelten/herhalten? – Nach ‚unseren‘ Erkenntnissen, wie ich es verstanden habe, ist das eben NICHT der Fall…!? – Diese Aufklärung/Analyse aus ‚unserer‘ Perspektive wäre, meinem Gefühle nach, die Aufgabenstellung… Vielleicht wollen Sie diesen Ansatz so konkret auch noch einmal als Ausgangspunkt wählen und ihn so auch benennen…
Lieber Bruder, ich melde mich ein nächstes Mal wieder um den Mittwoch herum – und dann erst/schon wieder aus Thüringen: am Freitag reise ich… – Herzlich grüßt Sie
Ihr Herr Bruder!

06.07.2019
Lieber Bruder, ja, diese Anrede habe ich gewählt, weil just in Ihre aktuelle Replik so viele Erfahrungen Ihres Lebensalters eingeflossen sind, als Äquivalent auch zu ‚unserer Zeit‘, in der man respektvoll auch ‚Frau Mutter‘ und ‚Herr Vater‘ gesagt hat. Was Sie hier nun über unsere körperliche und geistige Nahrung sagen, ist wahr – jedoch allzu vielen gar nicht bewußt... Um so erfreulicher ist die Zahl unserer Seitenaufrufe, denn für den geistigen Teil erforderlicher Nahrung bietet sich dort vieles… Hatte ich Ihnen berichtet, daß vor einigen Tagen ein Papierbrief Ks. bei mir eingegangen ist, in dem er tatsächlich um Spenden für einen ‚Neuanfang‘ bittet? Haben Sie diesen Rundbrief auch erhalten? – Was die Stellung des Essener-Evangeliums innerhalb schriftlicher Betrachtungen angeht, so wird diese davon abhängen, ob man sich Frau Joans Auslegung anschließen kann oder doch eher den Skeptikern zuneigt; fraglich bleibt ja für mich ihre Auffassung, die Authentizität des EE könne allein aus dem Vorhandensein des Textes geschlossen werden; Sie wissen: Meine zweite Strompost an sie ist leider nicht mehr beantwortet worden, das macht ihre Auffassung nicht gerade seriöser, zumal ich ihr konkrete Argumente geliefert habe, die dagegen sprechen... Das ‚Protoevangelium des Jakobus‘ ist mir bis dato völlig unbekannt. Aus meiner jetzigen Sicht ergibt sich für die Vorgehensweise zu einer schriftlichen Arbeit folgendes:
0. nüchterne Feststellung, welche Texte ‚vorhanden‘ sind, also kanonische, apokryphe und gnostische Schriften, hier nimmt das EE eine Sonderstellung ein, als – eventuelle – ‚Neuentdeckung‘ oder eben ‚Neuoffenbarung‘ –
1. Prüfung der wahrscheinlichen Authentizität der jeweiligen Texte anhand von – angeblicher – Herkunft, textimmanent sowie im Vergleich mit anderen historischen Berichten sowie der verschiedenen Texte untereinander –
2. Abgleich mit den Aussagen der Stuttgarterin und ihres Elohim sowie aktueller Auffassungen („Kein Tod auf Golgatha“) –
3. Zusammenfassung und Bewertung –
4. Schlußfolgerungen und Ausblick. 
Dieses unheimlich riesige Konvolut an Texten, historischen Aussagen, Tondokumenten („Kein Tod auf Golgatha“), aktuellen Hinweisen (Stuttgarterin) ist in seiner Ganzheit sehr schwer zu erfassen, die obige Gliederung dürfte eine solche Erfassung erleichtern. Ich halte sie für im wohlwollenden Sinne ‚wissenschaftlich‘, nicht im geringsten orientiert an einem a priori vorhandenen ‚Glauben‘. – Können Sie sich mit dieser Sicht- und Vorgehensweise anfreunden, lieber Herr Bruder? – Herzlich,
Hirt

07.07.2019
Lieber Herr Bruder, bitte sehen Sie sich dieses Video an: https://www.youtube.com/watch?v=9-tZtrknvCA. – Für einen kurzen Kommentar bin ich zutiefst dankbar!
Hirt

07.07.2019
…lieber Herr Bruder – furchtbar, aber exemplarisch für das absolut willkürliche, diktatorische Sozial- und Staatssystem, in dem wir leben. Und am Ende ‚gewinnen‘ immer die Systemfunktionäre, werden vom juristischen Staatsdienst gedeckt, bleiben ungeschoren, kassieren ihre monströsen Abfindungen und Pensionen – vergleiche hier: https://web.de/magazine/politik/andrea-nahles-finanziell-abgesichert-33774638 (gesichert). – Dieser Junge ist eine ganz zarte und empfindsame Seele, einfach nur GESUND – also unangepaßt und unanpaßbar für das System! – Ich kenne viele dieser ‚Problemkinder‘: die meisten überleben nur Dank der finanziellen Stellung ihrer Eltern… – Mir liegt ein ‚geheimer‘ Bericht vor, der minutiös aufzeigt, wie bewußt und systematisch Menschen von den Behörden zu Tode gequält/in den Tod getrieben werden! Diese Geschichte spielt sich in Deutschland (und überall) mindestens zehn mal täglich als Hintergrund von Selbsttötungen oder anderen ‚krankheitsbedingten‘ Todesfällen ab! – Aber auch das wird ein ewiges Verhängnis bleiben: Wie furchtbar das tatsächlich ist – es wissen tatsächlich nur die tatsächlich Betroffenen… – Ich habe die Kommentare gesichert, einer davon: „Die bitterste Pille, die ich je nahm: Das Begreifen des Weltsystems…“ – Wenn Sie es wünschen und dazu auch etwas schreiben wollten: ich könnte mir das als Beitrag für die ‚Audiovision‘ vorstellen… In Trauer,
Ihr Bruder.

07.07.2019
Lieber Bruder, daß auch Sie mich ‚Herr‘ nennen, obwohl Sie der Ältere sind, ehrt mich... Danke für Ihre kurze Stellungnahme, in der Sie – wie für eine mitempfindende Seele üblich und ‚eigentlich‘ selbstverständlich – Verknüpfungen zu Ihrem Umfeld und Ihren eigenen Lebenserfahrungen vornehmen. Für mich ist der Archetypus der altgriechischen Tragödie schlechthin Ödipus, der in dem beständigen Versuche (der Eltern), seinem schicksalhaften Orakelspruch auszuweichen, gerade dieses dennoch tut, tun muß: Gerade in der Ausweichung werden Orakelspruch und Schicksal erfüllt! In dieser postmodernen Tragödie nun, wird eine Ausweichung nach Kirgisien versucht – die zunächst zu gelingen scheint, doch dann abrupt an der Übermacht des Zwangsapparates scheitert. Einen kleinen – aber entscheidenden – Unterschied gibt es dennoch: Im Falle des Ödipus stand das schwere Schicksal, der unumstößliche Orakelspruchs seinem Inhalte nach immerwährend fest – während bei der Kirgisien-Flucht von der Behörde zunächst verkündet worden ist, der junge Mann solle und dürfe erst zurückkehren, wenn er seine Ausbildung dort beendet habe, die dann jedoch wortbrüchig wurde und den Abbruch der Maßnahme befahl! Mich erschüttert die Intensität mit der in unseren Leben offenbar seit tausenden von Jahren immer wieder die Frage aufgeworfen wird, ob der Mensch seinem – vorbestimmten – Schicksal restlos unterworfen ist oder ob sein freier Wille dennoch eines Tages obsiegen kann. Das Jahrgangsmotto meiner Abiturentlassung aus der Schule hat im Jahre 1982 gelautet: „Du hast keine Chance – aber nutze sie.“ Und mein Eindruck ist, als ob ich mein Lebetag nur immer genau das tun konnte und getan habe... – Eine weitere Tragödie spielt sich gerade wieder direkt vor meinen Augen ab: Mein Freund Eddy, der schon mehrere Male wegen seines System-Widerstandes im Gefängnis gesessen ist und dem man auf der materiellen Ebene schier alles weggenommen hat, sogar seine Erbschaft und eine schon bezahlte Eigentumswohnung, hat morgen seinen Revisionsprozeß wegen ‚Fahrens ohne Führerschein‘, d. h. daß er schon binnen kurzem wieder eingebuchtet sein könnte – und die Wahrscheinlichkeit dafür ist so hoch, daß alles andere als ‚politisches Wunder‘ bezeichnet werden müßte... Was soll mir noch anderes einfallen, als meine seit langem versiegten Tränen? Bin ich nicht schon längst innerlich so versteinert, daß mir das Gefühl der Trauer nicht mehr zugänglich ist, so wie kaum ein, ja meist gar kein Gefühl? Was mein Fühlenkönnen betrifft, so lebe ich seit vielen vielen Jahren nur noch aus der Erinnerung an manche glücklichen Kindheitstage, die auch eher rar gesät gewesen sind... – Wieviel Leid kann ein einziger Mensch ertragen? – Zitiert die Kirche nicht: „Ein jeder nehme sein Kreuz auf sich!“? Hat aber die Frage: ‚Wessen Kreuz mag das schwerste sein?‘ irgendeinen Sinn? Vergleiche! Was sind hier Vergleiche! Jedes ‚Kreuz‘ ist einzigartig – und wenn es keinen ‚Tod auf Golgatha‘ gegeben hat, dann hat ein jeder seines selber zu tragen! Der Text eines alten Liedes geht so: „Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Schönste, was es gibt auf der Welt...“ Wohl dem, der noch einen Freund hat, einen, der um die Not weiß und sich nicht verdrückt, wenn es brenzlig wird! …und wie es leider aussieht, wird es brenzliger – und zwar täglich...
Hirt

07.07.2019
Bruder – Sie stehen Ihrem lieben Freunde bei, wie es nur ein wirklicher Freund tun kann. Auch mir ist das Ideal der Freundschaft fühlbar im Herzen, allerdings weiß ich auch um die Grenzwerte meiner (erschöpften) Kapazitäten – und wie ich dieses alles in Blick und Waage halten muß… – Ihre Zeilen – schwer und wahr! – Wir dokumentieren hier die Lebenswirklichkeit: Vielleicht hilft es anderen – zu erkennen, zu handeln… stets in Rücksicht auf die eigenen Kapazitäten/Möglichkeiten, ideell, physisch, psychisch… Ich komme zu einer Antwort auf Ihre 1. Post von gestern („Können Sie sich mit dieser Sicht- und Vorgehensweise anfreunden, lieber Herr Bruder?“) erst am Mittwoch… Es umarmt Sie fest
Ihr Freund.

07.07.2019
Lieber Bruder, ‚eigentlich‘ wollte ich heute wieder ins Flußschwimmbad, um meine Kondition im Schwimmen gegen die Flußströmung zu stärken, doch es ist bedeckt und hat sogar angefangen zu regnen. Ein Trost ist, daß auch die Temperaturen unterm Dach nun erträglicher sind... sowie Ihre Aufmerksamkeit, die Sie trotz Ihrer angespannten Kapazität ‚leisten‘ und daher ‚eigentlich‘ erst am Mittwoch wieder antworten wollten: Ja, das ist Freundschaft... Bei Eddy kommt hinzu, daß er laut Stuttgarterin von Archonten besetzt ist, das sind Energiefraktale Verstorbener, die ihn beeinflussen, womöglich sogar ‚fremdsteuern‘. Vor Wochen habe ich Eddy davon in Kenntnis gesetzt, doch leider ‚glaubt er nicht‘ an solche Besetzungen und verweigert daher hartnäckig die Zustimmung zur Entfernung dieser Besetzungen. Der Elohim kann jedoch nur handeln, wenn Zustimmung vorliegt. Ach, das macht es doppelt schwer zu sehen, wie so ein hervorragender Kämpfer wieder und wieder ‚ins Messer‘ laufen muß... – Die gedankliche Umarmung sollten wir bei unserer nächsten physischen Begegnung endlich auch körperlich realisieren! –
Ihr ‚Herr‘ Bruder, der Jüngere, – und gehaben Sie sich wohl, bis Mittwoch!

10.07.2019
Lieber Herr Bruder! – …ich habe drei Tage ‚Korrespondenzfrei‘ gebraucht – um anderen Briefverkehr zu erledigen, ausstehende Gespräche zu führen, zu lesen, zu schreiben, den Haushalt zu versorgen, für die Reise zu packen… ich bin auch etwas im Christustext vorangekommen: Wie es bis jetzt aussieht (bei 300 Seiten von 700) werden da keine neueren oder entscheidenden Erkenntnisse herauszuziehen sein. Ich verfasse parallel eine Kurzrezension dazu, die als Beigabe, als Nachwort im Talentetext erscheinen wird; die ersten Notizen dazu hefte ich unten an… Als 2. Schlußwort könnte Ihr Text (über das Essener-Evangelium) eingeführt und verlinkt werden… – Zu diesem Thema und Ihrem Strukturentwurf: Alles, was Ihrer Vorgehensweise und Gliederung dient, ist selbstverständlich (a priori) richtig und nötig – denn Sie können logisch und folgerichtig nur etwas aufbauen, was Ihrer Logik und Folgerichtigkeit entspricht. (Gemeinplatz.) Auch mir erscheint die von Ihnen gewählte Struktur sinnvoll, nachvollziehbar – evident. Zugleich können/sollten Sie sich, so denke, empfinde, empfehle ich, auch auf Ihre bereits vorliegenden Überlegungen zurückgreifen. Idealerweise könnten Sie Ihren Text mit dem Talentetext verknüpfen bzw. die Entstehung des einen aus den Fragen und Anregungen des anderen ableiten – damit auch dieser Zusammenhang zu Ihrer Untersuchung verständlich wird. – Ich wiederhole – weil ich unsicher bin, ob Sie der Relevanz, wie ich sie hier gesetzt habe, zustimmen würden: „…Wenn Sie das ausbauen könnten zu einer kompletten Analyse der ‚Wahrscheinlichkeiten und historischen Möglichkeiten‘ – oder Unmöglichkeiten! –, dann hieße das nichts weniger, als die aktuellste Fassung einer modernen christlichen Rezeptionsgeschichte geschrieben zu haben…“ – Ich danke Ihnen für Ihre Arbeit und freue mich auf Ihre Ausführungen!
Wie sonderbar: Vorgestern (!) erhielt auch ich den K.-Brief. – Das mutet alles ziemlich irreal an, wie, wenn jemand partout nicht ablassen kann von einem Zwang – koste es, was es wolle… Meine hauptsächliche Empfindung dabei: Kein Bedürfnis, kein Motiv scheint den Menschen mehr zu locken und zu treiben, als sein Dünkel, seine Selbstwertschätzung, sein Wahn, die eigene Legende zu formen, sich selbst zum Mythos zu stilisieren, zu inszenieren… – der, wie wir gerade herausarbeiten, bald schon nur als Mythos entlarvt wird… Ich denke: Solange sich Herr K. nicht mit seinen (auch nur ‚zeitweiligen‘) Persönlichkeitsstörungen auseinandersetzt, sich zu ihnen bekennt und sie aufzulösen trachtete, anstatt lediglich stets ‚die anderen‘ für seinen Niedergang verantwortlich zu machen, solange fließen Unterstützungen in die gleichen bodenlosen Zuber… – Ich sage es nur ungern voraus: Da sich nichts WESENTLICHES geändert hat – wird sich nichts WESENTLICHES ändern… (Gemeinplatz 2.) Doch auf so absurdem Grunde stehen die meisten unserer populären ‚Persönlichkeiten und Institutionen‘: sie deklarieren hohe Ideale – scheren sich in Wahrheit aber keinen Deut um sie:
„Stammbuchblatt
Gott fragt, damit du Antwort gebest.
Gott drückt, damit du dich erhebest.
Wenn vor dir ein Geheimnis schweigt,
So heißt das nur: du sollst ergründen.
Wenn Ecke sich auf Ecke zeigt,
Ist’s deine Pflicht, sie abzuründen.
Was deiner Zeit und deinem Kreise fehlt,
Ist deines Amts hinzuzufügen.
Nicht Unglück ist es, was die Menschen quält:
Untätigkeit allein schafft Ungenügen.“
(Paul Anton de Lagarde, ursprünglich Paul Anton Bötticher, 1827-1891, deutscher Theologe, Kulturphilosoph, Orientalist, in: Kunstwart, Stammbuchblatt, Hg. Ferdinand Avenarius, 2. Aprilheft 1906, S. 83.) – …uns zugesandt von Herrn K. – als Votivtafel (‚Motivtafel‘...?) zur ‚Unterweisung‘ über Schuldigkeit – und Spendenbereitschaft…

Ich verwerfe jetzt die Materialien über die Tragödie des Hannes (Kirgisien), zumindest für eine Aufarbeitung für unsere Seite? – Wie lief der Prozeß gegen Eddy? – Ich werde mich um das Wochenende herum bei Ihnen aus Thüringen ‚zurückmelden‘. – Gehaben auch Sie sich recht wohl, lieber Bruder, so gut es eben geht, soweit wie wir selbst Einfluß darauf haben…
Ihr ‚Herr Bruder‘, der Ältere…

12.07.2019
Bruder, die Gartenarbeit hat mich dieser Tage sehr gefordert, am Dienstag und Mittwoch bin ich zusätzlich nach der Arbeit in unserem Flußschwimmbad gewesen und dort ca. 100 m wieder gegen die Strömung geschwommen, um meine Kondition zu stärken. Gestern war ich dann nach der Arbeit nur noch zum Einkaufen – und so am Ende mit meiner Kraft, daß ich mit den Einkaufstaschen und dem Fahrrad kaum noch den Berg zu meiner Wohnung hoch gekommen bin... Mit den ‚Grenzen‘ und den Arbeitspausen ist es auch schwierig: Je mehr Pausen ich einlege – was an sich kein Problem ist, weil ich keinen Chef über mir habe – desto schwerer fällt es mir, mit der Arbeit wieder zu beginnen, und der berühmte Satz ‚Aller Anfang ist schwer‘ trifft momentan auf jeden Arbeitsbeginn nach einer Pause zu... Hier das rechte Maß zu finden ist eine äußerst heikle Angelegenheit... Über diesen körperlichen Auseinandersetzungen mit mir selber sind natürlich die gedanklichen Tätigkeiten zu unseren Texten im Augenblick etwas in den Hintergrund getreten. Eine Grundfrage fällt mir dennoch gerade ein: Welche Texte sind überhaupt in den Gesamtkorpus schriftlicher Betrachtungen aufzunehmen? So würde ich z.B. das Evangelium, das Sie mir zuletzt genannt haben, in dem es laut Wikipedia hauptsächlich um die Mariengeschichte geht, gänzlich weglassen wollen, weil ich mich auf ‚Moses – Nazarener – Täufer‘ als Hauptgestalten der jüdisch-christlichen Überlieferung (ob Historie ist ja bei Moses und Täufer schon die Frage!) konzentrieren wollte! Ein Text, in dem es um kanonische, apokryphe und gnostische Schriften gehen soll, kann wohl sehr schnell auch ausufern, überladen werden, seine Grenzen nicht finden... Ob der Anspruch eine ‚moderne christliche Rezeptionsgeschichte‘ zu schreiben hier erreicht werden kann, ist fraglich. Auch wird es eine solche Anerkennung seitens der Öffentlichkeit wohl sowieso nicht geben, weil wir beide keine offiziellen Historiker und Schriftgelehrten sind: Des Hebräischen, Aramäischen, Altgriechischen und Lateinischen bin ich leider nicht mächtig – und somit hängen ‚unsere historischen Wahrscheinlichkeiten‘ immer schon vorab von den Wahrscheinlichkeiten korrekter Übersetzungen ab...
K. hat mir – bezeichnenderweise – diesen Papierbrief mit erneuter Spendenanforderung zugeschickt, jedoch auf meine letzte Strompost an ihn nicht geantwortet: Denn genau eine solche Antwort hätte den Beginn einer Auseinandersetzung mit seinen Wahrnehmungseigenheiten bedeuten können... Das ist schade – und somit ist es wahrscheinlich, daß der ‚Unterstützungszuber‘ vorläufig bodenlos bleiben wird Vor allem werden viele ähnlich denken, weshalb nicht vorstellbar ist, daß sein Spendenaufkommen steigen wird – ehre im Gegenteil: Es wird weiter rückläufig sein...
Ob Sie die Hannes-Tragödie auf unsere Seite stellen oder nicht, bleibt Ihnen überlassen. Ich halte das allerdings für eines der vielen aussagekräftigen Dokumente aktueller Systempolitik.
Eddy hat seinen Prozeß vor dem Landgericht insofern überstanden, als er zwar zu neuerlichen dreieinhalb Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden ist, aber die Haftstrafe derzeit nicht antreten muß, weil er vors Oberlandesgericht, dann zum Bundesgerichtshof und am Ende sogar vors Bundesverfassungsgericht ziehen kann: Das sieht also nach einer ‚unendlichen Geschichte‘ aus, in der mit Prozeßverschleppung geradezu zu rechnen ist: denn ‚kleine Siege‘ hat Eddy gegen das System schon davongetragen, so die auffallende Tatsache, daß er sich vor dem Landgericht schon selber verteidigen durfte (eigentlich sind hier Pflichtverteidiger, also BRD-Anwälte eben vorgeschrieben). Als ich die fadenscheinige ‚Begründung‘ des Richters für das Weglassen des Pflichtverteidigers gehört habe („Der Angeklagte ist am 24.05.2019 zuletzt aus der Haft entlassen worden, daher wird von der Vorladung eines Verteidigers abgesehen... bla, bla, bla...“), habe ich, der ich mit zwei weiteren Bekannten im Zuhörerraum gesessen habe, eine deutlich wegwerfende Handbewegung gegen die Richterbank geschleudert, was von der rechts neben dem Richter befindlichen Beisitzerin mit einem entsetzten Gesichtsausdruck quittiert worden ist: Dort wird ganz offensichtlich immer deutlicher gespürt, daß der Widerstand ungebrochen ist und Eddy nach wie vor Unterstützer hat. Laut Eddy hat er tatsächlich im Knast den ihn in aufdringlicher Weise gegen seinen Willen besuchenden Pflichtverteidiger dermaßen angebrüllt, daß man im Empfangsraum der Haftanstalt kein Wort mehr verstanden habe... Außerdem hatte er schriftlich seinen Freund Steffen, der in Augsburg einsitzt, als seinen Verteidiger benannt – den hatte man freilich zu seinem Prozeß nicht von Augsburg nach Bamberg gefahren… – während dies umgekehrt, als das System Eddy als Zeugen gegen Steffen benutzen wollte, der Fall gewesen ist: Da hatte man Eddy nach Augsburg gekarrt... Noch haben sie es jedoch nicht geschafft, die Freunde aufeinander und auseinander zu hetzen. Der Tragödien sind dieser Tage so unendlich viele – – – Ich wünsche Ihnen eine angenehme Thüringen-Reise! – Herzliche Grüße aus Bamberg,
Ihr Bruder

14.07.2019
Lieber Bruder, haben Sie vielen Dank für Ihre Post. Ich bin hier wieder gut angekommen, nach baustellen- und staureicher Fahrt am Freitag, plus 60 Minuten Stillstand wegen Unfalls, ca. 500 m mir voraus. Ich gestehe Ihnen aber, daß ich dafür kaum noch Mitleid empfinde – wenn man unmittelbar erlebt, wie die meisten auf unseren Straßen rasen, hetzen, drängeln, schubsten, nötigen… Für LKW-Fahrer scheinen keinerlei Regeln mehr zu gelten, sie fühlen sich ‚dank ihrer Masse‘ allen überlegen… Ich halte Abstand von ALLEM – man muß heute davon ausgehen, es mit fehlprogrammierten Androiden zu tun zu haben – und beherzige die Regel, die zu früheren Zeit gelehrt wurde: ‚Im Zweifelsfalle: Nein!‘
Lieber Bruder, genießen Sie Ihre Aktivitäten – diese sind ja sogar wichtiger, als alle intellektuelle Arbeit: Ohne Ihre und meine körperliche ‚Fitness‘ (ich erlaube mir einmal diesen Anglizismus: er gehört zu den wenigen Begriffen, die man, ob seiner kernigen Trefflichkeit, gelegentlich gebrauchen darf) werden wir uns auch keinen geistlichen oder weltlichen Fragen zuwenden können…
Lieber Bruder, ich möchte Sie wieder in allem bestärken und bestätigen: Natürlich können und werden wir keine ‚akademisch anerkannte‘ moderne Rezeptionsgeschichte der christlichen Theologie schreiben, aber wir können etwas Wesentlicheres herstellen – gerade WEIL durch keine ‚akademische Assimilation‘ verdorben und manipuliert: eine unverbildete, authentische Analyse – die jeden zu eigenen Schlüssen ermächtigt… Mich interessieren – unverfälschte Reflexionen, entwickelt unter Einbeziehung aller verfügbaren Informationen, verarbeitet und hinterfragt von einem gesunden: ganzheitlich-offenen, wissenschaftlich-kritischen Menschenverstand! – Lassen Sie/wir alles weg, was nicht der Aufklärung dieses eng umrissenen Fragepunktes dient: Wie glaubwürdig ist das heilige Personal, samt seiner durch die Evangelien beschriebenen Handlungen und Wirkungen – nach Analyse und Wirklichkeitsinterpretation der uns dazu zugänglichen Materialien? – Welchen Stellenwert nimmt insbesondere das Essener-Evangelium dabei ein? – Wie bewerten Sie/wir die frühesten Dokumente der urchristlich-spätantiken Prophezeiungen, nämlich die Schriften der Gnostiker/zur Gnosis? – Das ist, meiner Empfindung nach, das innere Dreieck, das die offenen Fragen und Themen, wie Sie sie aufgeworfen haben, umreißt.
Zu Eddy, zu Hannes: Ich/wir (ggf.: andere Leser) nehmen die Vorgänge um Eddy zur Kenntnis, kennen aber nicht die vollen Hintergründe... Daß sich die juristischen Staatsdienste, nicht nur hierzulande, von allen ‚rechtsstaatlichen Prinzipien‘ abgekoppelt haben (waren sie JE an ‚demokratische, völker- und vernunftrechtliche‘ Grundsätze ‚angekoppelt‘?!), wird kein aufgeklärter Mensch mehr in Zweifel ziehen. Wir können diese Geschichten aufschreiben… Zuletzt aber stehen wir in jedem korrupt-diktatorisch-autokratisch operierenden System vor der Wahl: sich ihm beugen oder die Repressalien in Kauf nehmen, mit denen es die Freiheit der Meinung, der Sprache, der Standpunkte und Handlungen bedroht. Zu allen Zeiten sind die Pioniere des Geistes und der Menschenrechte auf des Messers Schneide dieser Gefahren balanciert – bis dieser ‚Grat‘ immer begehbarer, dieser ‚Stachel‘ immer erkennbarer wurde – auch für die Massen, die sich daraufhin vom Zwang der Herrscher nicht mehr manipulieren lassen wollten! Allerdings droht angesichts der vollständigen Auflösung aller Normen und Regeln jetzt eine ganz neue Gefahr – das Umschlagen des Pendels in die Gegenrichtung: daß wir Restriktion, Überwachung und Verdächtigung als probates Mittel gegen die restriktiven und regellosen Methoden wieder begrüßen lernen…
Ich stimme Ihnen zu: auch die Hannes-Geschichte wäre es wert, als exemplarisches Beispiel eines mörderischen Staatsapparates zu stehen, als Synonym für sein methodisches soziales und politisches Versagen, nur: ich schaffe ich es auf längere Sicht nicht, dazu ein paar einleitende Worte zu verfassen… und auch Ihnen möchte ich diese Frage nicht ein zweites mal antragen, unter Berücksichtigung auch der anderen Arbeit, die in Ihnen gären können soll… – Mir kam übrigens in den Sinn, daß die erhöhten Seitenzugriffe auch auf das Konto staatlicher Überwachung gehen könnten: Derzeit geht man ja verstärkt gegen ‚anderslautende‘ Meinungen und Positionen vor: siehe die Einstufung der Identitären Bewegung durch den ‚Verfassungsschutz‘ als rechtsextrem, die zunehmende Forderung nach strafrechtlicher Verfolgung jeder ‚unliebsamen‘ (mitunter auch haßerfüllten) Äußerung oder Darstellung im Netz, wie gegen Teile der AfD, gegen die ‚Reichsbürger‘ oder die sogenannten Prepper, die sich auf den ‚Ernstfall‘ vorbereiten… – und viele andere mediale Denunziationen und politische und ideologische Vorgaben jeder Art, auf die man da verweisen könnte. – In diesem Zusammenhang habe ich die folgende Seite gesichert und mir sogar das Heft gekauft, in dem dieses Interview abgedruckt ist – weil ich es für radikal (= ‚an die Wurzel greifend‘) zeitentsprechend und intelligent halte: https://taz.de/Von-moralischem-Totalitarismus/!168884/.)
Lieber Freund, Sie wissen: Hier gibt es viel zu tun, in jede Himmelsrichtung gedacht... Wenn meine Antworten in der nächsten Zeit etwas spärlicher ausfallen sollten, so gehört ihnen jedoch stets in der Hierarchie der Prioritäten ein Platz sehr weit vorn! – Einen schönen heiligen ‚Tag des Herrn‘ wünschen Ihnen B. und
Ihr Freund und Bruder!

14.07.2019
Lieber Bruder, ein dem Ihren durchaus vergleichbares Straßenverkehrserlebnis hatte ich vor einigen Tagen als Radfahrer in der Bamberger Innenstadt: Ich befand mich auf einem durch weißen Strich von der Autofahrbahn abgetrennten Radweg, der etwa 30 Meter vor mir endete; links neben mir befand sich ein Stadtomnibus, der schon damit begonnen hatte, den Radweg-Strich nach rechts hin zu überfahren und mich so zu bedrängen, daß ich zusehen mußte, wie ich mich durch beschleunigte Geschwindigkeit neben ihm ‚retten‘ konnte – als der Fahrbahnradfahrerstrich dann endete, zog der Busfahrer – wie vorauszusehen – vollends nach rechts, so daß ich Mühe hatte, nicht noch auf die Bordsteinkante des Gehsteiges von ihm gedrückt zu werden; mit letzter Kraft gerettet, habe ich mich dann bei nicht mehr vorhandenem Radweg ca. 50 m weiter an der nächsten roten Ampel links eingeordnet, während der Busfahrer – mich auch noch anhupend – auf der rechten Spur blieb, mich durch sein offenes Fenster – sonnenbrillenbebrillt – anglotzte und wohl auch noch der Rücksichtslosigkeit zeihen wollte – da ist mir der Kragen geplatzt, so daß ich ihn gar nicht zu Wort kommen ließ: „Junger Mann, Sie haben mich, der ich mich auf dem Radweg befand, schon durch Überfahren der weißen Linie dermaßen abgedrängt... Halten Sie sich bitte erst einmal an die Verkehrsregeln, bevor Sie andere maßregeln wollen...“ – Ohne daß ich seine Augen aufgrund der Sonnenbrille richtig sehen konnte, habe ich den dümmlichen Gesichtsausdruck des Mannes wahrnehmen können, der sich wohl ‚völlig im Recht‘ gefühlt haben mag... Auch ein Android? – Dann gestern ein weiteres Busfahrer-Erlebnis: Ich hatte mich mit meiner Tochter an dem nahe meiner Wohnung liegenden Weiher verabredet und sah sie bergabwärts auf ihrem Rad mir entgegenfahren; ein Stadtbus fuhr ihr entgegen, also bergauf, hatte aber parkende Autos als Hindernisse auf seiner Seite: In kompletter Rücksichtslosigkeit zog auch dieser Fahrer nach links, zwang meine radfahrende Tochter so auf den Gehweg, obwohl er derjenige war, der hätte warten müssen... Sofort habe ich meine Tochter darauf angesprochen, die zum Glück inzwischen auch mehrjährige Erfahrungen als Autofahrerin besitzt, so daß auch sie vorab schon geahnt haben muß, was da auf sie zukam: „Ja, Papa, Busfahrer haben immer Vorfahrt, das ist wohl so...“ – Androiden in LKW und Bussen – das ist offenbar seit langem Realität...
Vom Genießen kann leider bei meinen Arbeitsaktivitäten momentan keine Rede sein: 9 Tage der Gartenarbeit habe ich nun hinter mir, als ich aber am 3.7. damit angefangen habe, ist mir nicht klar gewesen, wie tief dieses Tal ist, durch das ich durch muß... Mein Freund hätte mich am liebsten auch heute, am Sonntag, im Garten gesehen, ich habe mir jedoch einen Tag der Ruhepause ausbitten müssen, da sich mein ganzer Körper, besonders Rücken, Nacken, rechte Schulter und rechter Arm wie zerschlagen anfühlen...
Bezüglich des Schrifttum-Projektes ist wohl nun einfach der Gärungsprozeß abzuwarten, der bei mir nun auch eine regelrecht körperliche Phase durchschreiten muß; zu hoffen bleibt, daß die Kraft Richtung Herbst wenigstens allmählich wieder zunehmen wird – die degenerierte Nahrung wird ein übriges tun, daß dies lange dauern könnte, denn die guten Gemüse aus dem Garten wollen ja erst mal angepflanzt werden und stehen mir leider noch nicht zur Verfügung...
Vorhin habe ich ein aktuelles Video unserer Kandesbunzlerin gesehen, das an Verlogenheit wohl nicht mehr zu überbieten ist – und bei mir das prallgefüllte Faß zum Überwallen bringt: https://www.youtube.com/watch?v=-l4aZaA23x0. Aufgrund dessen befürworte ich unsere Stellungnahmen zum System – auch und gerade dann,  wenn der Zuwachs unserer Seitenaufrufe auf Zugriffe von Überwachungsspitzeln zurückzuführen sein sollte:
1.) Frau Dr. Angela Mehrkill – so die kreative Schreibweise ihres Familiennamens unter einem dieser Tage gesehenen Video-Kommentar zum Thema 5G-Ausbau – ‚unsere‘ oberste Gesetzeshüterin mit ihrer bezeichnend uneigenmächtigen Auslegung des Dublin-Abkommens und ihrem überaus demokratischen Demokratie-Verständnis, erklärt uns hier wieder einmal ihre Welt: Graf Calus Schenk von Stauffenberg war prompt ein ‚Guter‘, ein ‚Vorbild‘, weil Hitler ein ‚Böser‘ war... So einfach, schwarz-weiß, ist die Welt, hat sie offenbar nach höchst demokratischer Lesart zu sein! Wieder einmal quillt aus allen Poren der obrigkeitshörigen Frau Bundeskanzler die ‚ewiggültige These‘ von der Alleinschuld der Deutschen am sogenannten Zweiten Weltkrieg (der z. B. laut Margaret Thatcher, der ehemaligen britischen Premierministerin, nur eine Phase eines mindestens 100jährigen Krieges gegen Deutschland war!) – während selbstverständlich kein Wort darüber verloren wird, daß ‚böse Nazi-Gesetze‘ im Rahmen der mittlerweile seit 1990, nach Auffassung einiger HLKO-Verfechter jedoch spätestens seit 2005 illegalen d. h. völkerrechtswidrigen BRiD-‚Gesetzgebung‘ angewendet werden. Bundesbereinigungsgesetze von 2006 und 2007? Gibt es nicht, kennen wir nicht, weil... „Wir schaffen das!“ – Sich schon vor langen Jahren selbst entlarvt habend, stellt sich Frau Dr. Merkel vor uns entkleidet hin, so ebenbürtig-authentisch wie der entsprechend nackte Kaiser in Andersens berühmtem Märchen, versucht uns einzubleuen, was der genaue Unterschied zwischen einem Diktator – sowie seinem vorbildhaften Widersacher – und einer ‚demokratisch gewählten Frau Bundeskanzler‘ ist bzw. zu sein hat und bemerkelt dabei nicht, daß wir tiefer noch als bis auf ihre Unterwäsche sehen! Pfui, welch schmutzig-scheußlicher Anblick! Wir sind nun ganz gewiß keine Hitler-Fanatiker, aber eines hatte er doch ‚unserer‘ Frau Dr. Mehrkill voraus: Er sprach offen darüber, daß er das Palaver des Parlamentarismus verabscheue und von Demokratie nichts halte, während diese aktuelle Pseudo-Chefin eines Pseudo-Staates uns weismachen will, sie sei Demokratin und von einem ‚bösen Diktator‘ wesentlich unterscheidbar! Demokratie? Gibt es! Manipulation und Wahlfälschung? Gibt es nicht! Und – lächerlichster Satire-Gipfel der merkelschen Ohnmachtsstellung: Sie lobt den guten alten Graf Schenk von Stauffenberg dermaßen überschwenglich – ihre schwächlich verhüllte Nacktheit blöde verkennend oder obrigkeitshörig in Kauf nehmend – daß sie jeden dem postfaktischen Zeitalter sich widersetzenden Faktenkenner geradezu dazu auffordert, sie zu liquidieren! Welch ein ausuferndes Glück für sie: Wir fordern weder zum Totschlag auf, noch sind wir Mörder! Das einzige, was wir hier getan haben ist, daß wir laut gerufen haben: „Sehet alle, ihr lieben Landsleute, nun ist der Kaiser schon nackter als nackt!“ – 
Lieber Herr Bruder, bitte betrachten Sie die kurzen Texte zu den entsprechenden Videos als ‚Zwischeneinlagen‘ – ich habe heute ja den Sonntag meiner körperlichen Arbeit, bedurfte aber einer Ablassung meines Senfes zu so viel System-Selbstentlarvung. – Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=kocpZNGadDo: In einem vor ein paar Tagen eingegangenen Anonymous-Newsletter hieß es, es sei der dortigen Redaktion aus dem direkten Umfeld von Merkel zugespielt worden, die Dame sei Tavor-abhängig. In der Psychiatrie wird Tavor gegen Angst (und Schlaflosigkeit) verschrieben... – Wie stark realisiert sie ihre Nacktheit? – Jedenfalls demontiert sie sich in rapidem Tempo selbst, in meinen Augen weniger machtgeil, als vielmehr aus Panik vor den Bedingungen und Ultimaten ihrer Obrigkeit... – Ob Sie diese Ausführungen tatsächlich auf unsere Netzseite bringen oder zu gewagt finden – ist wieder Ihre Entscheidung! Es hätte allerdings den Vorteil, daß wir vielleicht schneller in Erfahrung bringen, worauf der Zuwachs unserer Seitenzugriffe zurückzuführen ist…
2.) Hier also der kurze Textvorschlag zur Hannes-Tragödie:
Laut Aussagen des Anthroposophie-Gründers Rudolf Steiner inkarnieren Seelen genau bei den Eltern, die sie sich für ihren allfälligen Entwicklungsweg aussuchen, in der Regel dann also auch an dem Ort, in der Gemeinschaft – die sich im Laufe der vergangenen Jahrhunderte immer mehr zur sogenannten Gesellschaft desintegriert hat –, an dem, in der sie ihre Heimat haben und fühlen. Im Falle des Hannes scheint jedoch dieser Desintegrationsprozeß so weit fortgeschritten gewesen, daß zwar seine Eltern ‚richtig zu ihm gepaßt haben‘ – denn ihre Bemühungen um das Schicksal ihres Sohnes wirken aufrichtig und unverkennbar – doch sein Umfeld, seine ‚heimatliche‘ Umgebung wird offenbar schon in früher Jugend als verlogen, verbogen, ideologisch verseucht von dieser jungen (oder alten?) Seele empfunden: Prompt gilt er binnen kurzem dem einer zweifelsohne gesellschaftspolitisch-ideologisch gefügigen Schulpflicht unterworfenen System als ‚unbeschulbar‘, wird in einem mehrere Jahre andauernden Verlauf aus diesem aussortiert und sogar – man höre und staune! – von seiner Schulpflicht entbunden. Doch auch die nun folgende Untätigkeit wird dieser tätigen Seele zum Problem, die Eltern erkennen seine Not – und schaffen auf liebevolle Weise Abhilfe, indem es ihnen gelingt, eine ‚systemimmanente‘ Maßnahme für ihren Sohn aufzutun, die dennoch den inhaltlichen Rahmen dieses lokalen Systems sprengt: Auf Veranlassung seiner Eltern darf Hannes an einem mehrjährigen Aufenthalt in Kirgisien teilnehmen, den er – auf Geheiß der bewilligenden Behörde – „erst zu beenden hat, wenn sein dortiger Schulabschluß vorliegt.“ Zunächst scheint diese Umsaat seiner Eltern aufzugehen, eine passende neue Heimat für Hannes scheint endlich gefunden; die Noten in Kirgisien sind gut; dortige Lehrer äußern sich lobend, auch Verhalten, Gestik und Mimik des Jungen verraten zusehends, daß er sich dort wohl fühlt... Da schlägt das genehmigende System, wortbrüchig werdend, gnadenlos zurück: Hannes, der nur noch ein weiteres Jahr für seinen Abschluß benötigt hätte, muß die Maßnahme abbrechen und ‚darf‘ ohne Abschluß zurückkehren; fadenscheinige Begründung: Man wolle verhindern, daß Hannes in Kirgisien „ein Russe wird.“ Hannes’ erzwungene Rückkehr erweist sich alsbald als sein frühes Todesurteil – er stirbt mit nur 17 Lebensjahren an einer Drogen-Überdosis: Er, der in Kirgisien keine Drogen angerührt, nach Aussage seiner dortigen Lehrer nicht einmal geraucht hat! Im Kontext der seit vielen Jahren forcierten Ideologie ‚unserer Gesellschaft‘, nach der Flüchtlinge und Asylanten aus aller Herren Länder hier ‚zu integrieren‘ seien und möglichst schnell ‚Deutsche‘ zu werden haben, selbst dann, wenn ihre Asylanträge – eigentlich – abgelehnt worden sind, zeigt sich deutlich die Stimmigkeit der frühen seelischen Empfindungen des Hannes: Das – weltumspannende, globale – System bestimmt, wer ‚Deutscher‘ zu sein hat – und wer ‚nicht Russe werden darf‘! Die Freiheit, als Seele Mensch sein zu dürfen oder uns – entsprechend unseres jeweiligen Heimatgefühls – selber als Deutschen, Russen, Europäer oder sonstwie zu bezeichnen, ist uns genommen; wir haben lediglich die ‚Freiheit‘ innerhalb des globalen Systems funktionieren zu dürfen, sei es als ‚böser Russe‘, als ‚deutsches Arbeitstier‘ oder als ‚armer afrikanischer Flüchtling‘: Entsprechend ist die UNO-Menschenrechtscharta von 1948 ein geduldiges Papier, das demjenigen, der sich auf juristische Kniffe versteht oder zwischen den Zeilen zu lesen vermag, einprägsam offenbart: Hier ist nirgends auch nur mit einem einzigen Wort von Menschen-Rechten die Rede, sondern einzig und allein von deren Pflichten. Das weltweit maßgebende kanonische Recht kennt im übrigen gar keine Menschen, sondern lediglich Personen! Hannes ist tot. Seine Seele hat ihre Pflicht – uns zum Beispiel – erfüllt: Auf eine Art und Weise, die den den Status Quo des bestehenden Systems bestätigenden Erfüllungsgehilfen unangenehm sein dürfte, weil es wiederum der Pflicht unserer Seelen entspricht über solche Zeittragödien nicht zu schweigen – deren täglich mehr als genug sich ereignen – – – 
Den von Ihnen beigefügten Netzhinweis muß ich erst noch anschauen. – Ich wünsche Ihnen und B. einen schönen Rest-Sonntag und eine angenehme gemeinsame Zeit, 
Hirt

15.07.2019
Bruder, Freund! – Danke, ich danke Ihnen sehr! – Beeindruckend, eindringlich – höchst ehrenvoll! – Ich bin der Meinung, diese Texte verdienen geradezu die Veröffentlichung – weil sich sonst kaum jemand wagt, diese Gedanken auszusprechen, sie in wirklichkeitswahre Zusammenhänge zu bringen, konsequent, ehrlich, bekennend – gegen jede Gefahr des Selbstopfers! – Ich kann das jedoch erst wieder zu Hause bewerkstelligen (also nach dem 06.08.)… Entscheidend aber: Der ‚Mehrkill‘-Text MUß mit auf die Hannes-Seite – genauso, wie SIE diese Dinge in einen Zusammenhang stellen! … Es umarmt Sie
Ihr Freund und Bruder! – Mit lieben Grüßen auch von B.
NS: Heute begrüßte mich mein Sprichwörterlexikon folgendermaßen – und Sie wissen, auf wen das passen könnte: Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Nationaldichter, im Alter von 33 Jahren von Kaiser Joseph II. geadelt, an Wilhelm Freiherr von Humboldt, 29.11.1801: „Nur leidet er gar zu sehr an den affectionibus juventutis, indem er sich ein äußerst heftig absprechendes Urteil erlaubt, das denn doch oft eine große Beschränktheit andeutet. Dieses schadet ihm nicht allein innerlich, indem es ihn für guten, fördernden Rat unempfänglich macht, wie ich bei verschiedenen Gelegenheiten bemerken können, teils äußerlich, in bezug auf die Gesellschaft, indem er sich, ganz ohne Not und Zweck, Widersacher, Feinde und strenge Richter aufregt.“

16.07.2019
Lieber Bruder, Sie machen mir eine große Freude mit Ihrem Mut, diese Texte veröffentlichen zu wollen! Wir sind doch die ‚alten Knochen‘ – und haben unseren Lebensmut, unsere Herzen auch für unsere Kinder hinzuhalten! Kein Wort von Selbstopfer – denn wir opfern nichts, wenn wir uns treu bleiben! – In Ihrer Nachschrift scheinen Sie auf K. anzuspielen. Leider wird hier nicht so recht deutlich, auf wen sich diese Äußerungen des ‚Nationaldichters‘ beziehen. Auch ohne dies zu wissen, paßt es nicht so recht: K. hat sich nicht ‚ohne Not‘ sondern aus Überzeugung Feinde und Widersacher geschaffen, indem er über 40 Jahre lang einen Verlag betrieben hat, der für Aufklärung gesorgt hat in dunklen Zeiten, lange bevor es das Internet gab... Seine Entgleisungen sehe ich als Fehlleistungen, die teils von Überforderung, teils von Medikamenten verursacht worden sind; auch in ihm liegende Schwächen tragen sicherlich ihren Anteil... Freilich täte er gut daran, mehr auf seine Gesundheit zu achten – jedoch ist das, einmal in den Fängen des Psychiatriebetriebes gelandet, leichter gesagt, als getan – Grüßen Sie bitte B. von mir zurück!
Ihr Hirt

17.07.2019
Lieber Bruder, Guten Morgen! – Wieder – gebe ich Ihnen völlig überzeugt Recht: Ich werde den Goethe nicht in die Sinnsätze aufnehmen, das ist zu allgemein, beziehungslos… Ich stehe zu K. und bewerte seine Person und sein Werk natürlich anders – weil meine Geschichte mit ihm eine eher unerfreuliche ist. Mir fällt es schwer, seine Gleichgültigkeit und Unpersönlichkeit meinen Versuchen gegenüber, ‚tatsächlich‘ mit ihm in einen verbindlichen, zugewandten, seine Arbeit würdigenden und unterstützenden Kontakt zu kommen, nicht gegen sein Werk zu stellen…
Lieber Bruder: ich habe begonnen die Hannes-Seite zu entwerfen – und mußte dabei meinem Gefühl nachgeben, eine Art Rechtsbelehrung anhängen zu wollen, einen vorsorgenden Kommentar gegen alle, die sich von der ihnen eingeimpften ‚politischen Korrektheit‘ zum Protest oder zu ‚Anzeigen‘ gegen uns aufgerufen fühlen könnten. Diese ‚Orientierungshilfe‘ ist noch in Arbeit; ich werde um das Wochenende herum die (schon implementierte, noch leere) Hannes-Seite in einer Entwurffassung Ihnen zu Ihrer Überprüfung präsentieren… Ich brauch noch etwas Zeit... – Es grüßen Sie herzlich
Ihr Freund und B.

18.07.2019
Lieber Herr Bruder, ist es möglich, daß Sie – wie es sich mir am Beispiel K. andeutet – vielleicht zu hohe Ansprüche an ein Freundschaftsideal stellen, welches sich bei weitem nur mit den allerwenigsten Menschen tatsächlich verwirklichen und umsetzen läßt? Ist nicht des weiteren klar, daß jede freundschaftliche Beziehung – ebenso wie jede partnerschaftliche Beziehung von Frau und Mann – etwas Einmaliges darstellt, weil eben die jeweils beteiligten Individuen Einmalige sind? Sehen Sie doch bitte nur einmal auf unsere Verbindung, die nun schon seit etwa 15 Jahren besteht: Sie hat sogar ihre ganz eigene Sprache neben der ihr eigenen Form der Mitteilung und Auseinandersetzung entwickelt, wie es sie – so! – kein zweites Mal auf diesem Erdenrund geben kann!... In K. sehe ich weit stärker die Faszination der Ähnlichkeit seiner Auseinandersetzung mit dem herrschenden System, die ebenso wie bei mir über und durch die Oktroyierung psychiatrischer ‚Behandlung‘ läuft, als seine durch welche Ursachen auch immer bedingten Entgleisungen; vielleicht gelingt es mir auch deshalb eher als Ihnen ‚Werk‘ und ‚Menschen‘ gar nicht trennen zu wollen!...
Daß Sie nun wieder einmal eine von mir aufgeworfene Arbeit in die Ihrige einbinden und ergänzen, obwohl das gar nicht in Ihrem Zeitplan hat liegen können ist erneut ‚typisch‘ für die Konstitution unserer Beziehung: Ich danke Ihnen, wie stets in solchen Fällen, für Energieaufwand, Arbeit und Mühe – Diesen Artikel habe ich soeben gefunden, er paßt vortrefflich zum Umfeld meines ‚Mehrkill‘-Kommentars: https://www.anonymousnews.ru/2019/05/21/die-oesterreichische-regierung-wird-von-deutschland-aus-abgesetzt-woran-erinnert-das/. Ich bin immer wieder froh, noch Menschen und Kommentare zu finden, die in der Lage sind, differenziertere Blickwinkel und Aspekte zu beleuchten, die sich dem – immer stärker geforderten – Einheitssprech widersetzen! Jeden Tag spüre ich deutlicher: Gerade wir beide dürfen in diesem prekären Zeitlauf nicht schweigen... Herzliche Grüße,
Hirt

18.07.2019
Lieber Herr Bruder – ich habe Ihre Zeilen empfangen: Dankeschön! – Ich verstehe Ihre Frage und Ihre Überlegung, gebe aber auch zu bedenken, daß es zwischen K. und mir nicht um Freundschaft ging, sondern um weit davor liegende ‚Umgangsformen‘. Allerdings, meine Ansprüche – insbesondere an meine engeren Beziehungen – sind wohl etwas höher als allgemein üblich. Nicht, so hoffe ich, aus übersteigertem Selbstwertgefühl, sondern aus meiner Angewiesenheit heraus auf den wahrhaftigen Austausch und meiner entsprechenden Verantwortlichkeit dann auch dem anderen gegenüber... Alles weitere später... Herzlich grüßt Sie, etwas auf die Schnelle,
Ihr Bruder!

19.07.2019
Lieber Bruder, ist es denn nicht so, daß Sie „aus Ihrer Angewiesenheit heraus auf den wahrhaftigen Austausch...“ schon in Ihrer Erwartung an ‚Umgangsformen‘ weit mehr voraussetzen, als viele Menschen – gerade heutzutage – geben können? ...Ich bin mittlerweile oft sogar erstaunt, wenn ich jemanden anspreche, den ich nicht kenne, überhaupt eine Antwort zu erhalten! Viele erschrecken doch schon, wenn sie einen lebendigen Menschen vor sich haben und nicht ein Gerät, in das sie hineinreden können... K. sagte ja am Telephon zu mir – das war vor den Entgleisungen – : „Der J., das ist ein ganz Lieber...“ – Er hat Sie und Ihre Bemühungen um ihn durchaus zu schätzen gewußt, das sagt mir meine Intuition; davor hat sich dann später ‚sein Dämon‘ geschoben... Mir geht es nicht darum, K. zu entschuldigen, sondern eher darum aufzuzeigen: Je höher unsere Erwartungen an andere sind, desto leichter sind wir auch verletzlich; denn oft genug müssen wir feststellen, wie sehr unsere Erwartungen neben dem liegen, was sich im Nachhinein als zutreffend herausstellt...
Hirt

19.07.2019
Lieber Freund, ich habe die Hannesseite ausgefüllt: archiv-swv.de/a317 – wenn Sie bitte alles überprüfen und bestätigen oder Kritik anmerken wollen... Ich kann darauf noch von verschiedenen Stellen aus verlinken, von Ihrer Seite z. B. oder auch von der Startseite aus, das kommt später, wenn Sie damit zufrieden sind bzw. auch die Audiospur aktiviert ist. – Zu mehr komme ich heute/gerade nicht mehr… Es freut sich von Ihnen zu hören/zu lesen –
Ihr Freund und Bruder. – Haben Sie ein erholsames Wochenende, lieber Bruder, mit lieben Grüßen von uns: B. hat die Seite auch schon gegengelesen – und nach ausführlicher Darlegung der tiefergehenden Gründe konnte ich auch ihre Zustimmung zu dieser – sehr gern: provokanten aber notwendigen – Veröffentlichung erhalten.

19.07.2019
Lieber Bruder, das sieht nach viel Arbeit aus, die Sie sich da gemacht haben! Ich denke noch darüber nach, ob es sinnvoll ist, die Versatzstücke der ‚Zwischeneinlage‘ dort erscheinen zu lassen, dieser Satz sollte jedoch auf jeden Fall ersatzlos gestrichen werden: Sollen wir diese Ausführungen tatsächlich auf unsere Netzseite stellen oder wäre das zu gewagt? – Es hätte allerdings den Vorteil, daß wir vielleicht schneller in Erfahrung bringen, worauf der Zuwachs unserer Seitenzugriffe zurückzuführen ist… Er ist überflüssig – denn wir haben es ja gewagt! – Im ‚Mehrkill‘-Text muß es tatsächlich heißen: „…sich schon vor langen Jahren selbst entlarvt habend…“ – ansonsten hätte ich ähnlich Ihrem Vorschlage schreiben müssen: „…sich schon seit langem selbst entlarvend...“ – Bitte finden Sie nach Möglichkeit tautologiefreie Ausdrücke für ‚exemplarisches Beispiel‘ und ‚intentionale Absicht‘ in Ihrem Rahmentext... danke! – Den Text der ganz unten genannten Philosophin habe ich bisher nur angelesen, jedoch war mir da sofort etwas Pikantes aufgefallen: Ihre These lautet, daß wir ‚Ambivalenz‘ nicht aushalten; als Beispiel dafür wird Michael Jackson als hervorragender Musiker – aber ‚Pädophiler‘ angegeben – oder war es ‚Kinderschänder‘? – ich schreibe hier gerade nur aus der Erinnerung, habe den Text vor ein paar Tagen angeschaut. Für mich hat es hier so ausgesehen, als akzeptiere Frau Flaßpöhler in vollem Umfange, daß Michael Jackson ein Kinderschänder oder Pädophiler gewesen sei... Vor etwa einem Jahr wurden mir jedoch Video-Hinweise bekannt, nach denen Michael Jackson ‚gerufmordet‘ worden sein soll und in Wirklichkeit alles getan hat, um ‚eine bessere Welt für Kinder zu schaffen‘. Diese Hinweise müßte ich nun erneut suchen... Denkbar ist es mir jedoch – und auch durchaus plausibel, denn Jackson dürfte vielen Politstern und ihren Hintermännern ein Dorn im Auge gewesen sein; einer seiner berühmtesten Texte enthielt die Zeile: „They don’t really care about us – sie interessieren sich nicht wirklich für uns…“ Es ist davon auszugehen, daß Jackson um den Pfuhl Hollywood und den Pfuhl der Musikszene wußte; er hat in seinen Texten offenbar Andeutungen darüber hinterlassen und den Mut gehabt, sich öffentlich gegen das System zu stellen... Frage: Ist diese Philosophin kritisch genug oder konstruiert sie nur ‚Ambivalenzen‘, die wir nicht ‚aushalten‘? Wenn ich da richtig liege: Wie sind solche Philosophinnen auszuhalten? – Innerhalb der ‚Rechtsbelehrung‘ empfehle ich, auf den Ausdruck ‚populistische Phrasen‘ – unten – zu verzichten, weil Sie in Gefahr geraten, den Begriff so anzuwenden, wie er von Systemlakaien angewendet wird! Bedenken Sie: ‚Vox populi‘ ist der alte lateinische Ausdruck für ‚Stimme des Volkes‘ – und oft spricht heutzutage gerade der vom System als Populist denunzierte wahr und von Herzen! – Auch Ihnen beiden ein angenehmes Wochenende!
Hirt

20.07.2019
Lieber Freund, Bruder! – Haben Sie vielen Dank für Ihre Kritik! – Schön, wie man dadurch immer wieder auf die eigenen blinden Stellen verwiesen wird… Ich habe alle Ihre Einwendungen (hoffentlich) ausgebessert. Ich würde die ‚Zwischeneinlage‘ gern behalten wollen: 1. läßt sie gut einblicken in unseren ‚inoffiziellen‘ Diskurs – und seine Hintergründe und die Art unserer Verständigung, ebenso persönlich wie in unserer Korrespondenz, und 2. enthält sie den wichtigen Hinweis auf die pathologische Disposition der Frau Merkel – von der wiederum so vieles andere abzuleiten ist… Ich würde (wie neu eingefügt) Ihre Infragestellungen zum Interview der Frau Flaßpöhler (wie oben auch schon) als Kurzkommentar verlinken (wenn die Korrespondenzen dann aktualisiert sind)? – Habe ich zu Recht das Gefühl, daß Sie meine ‚Rechtsbelehrung‘ wie eine Art verkappte ‚Entschuldigung‘ auffassen, die unsere/Ihre Veröffentlichung ‚abmildern‘/‚rechtfertigen‘ soll? – Dies alles etwas in Eile, da ich seit 10 Minuten überfällig bin – am Frühstückstisch zu erscheinen…
Ihr Bruder!

20.07.2019
Guten Morgen lieber Bruder, soeben habe ich das Flaßpöhler-Interview vollständig gelesen: Begriffe wie ‚Feminismus‘, ‚Genderismus‘ oder auch die – angebliche – ‚Unvoreingenommenheit Hannah Arendts‘ sowie Frau Flaßpöhlers übernommene Spaltung der politischen Welt in ‚rechts und links‘ zeigen mir eine Frau, die sich selbst zwar als Intellektuelle bezeichnet, jedoch Hintergründe nicht sehen will oder nicht sehen kann: So gibt es auf den ‚Feminismus‘ eine Sichtweise, die – völlig von außen kommend – konstatiert, daß diese gesamte Ideologie ein Implantat der Rockefeller-Foundation ist – mit dem letztendlich rein materiellen Ziel, aus den früheren ‚Hausfrauen am Herd‘ Steuerzahlerinnen zu machen, was, mehr als 100 Jahre nach Gründung dieser Institution, doch offenbar hervorragend und weltweit funktioniert hat; es sieht so aus, daß um diesen Aspekt kaum eine ‚moderne Feministin‘ weiß oder wissen will... Und wer den Genderismus als Wissenschaft (!) ernst nimmt, disqualifiziert sich sofort, weil er (bzw. sie) die Biologie für ungültig erklärt... Hier eine der – juristischen – Blüten dazu, die aus diesem ‚Wissensgebiet‘ derzeit austreiben: https://www.anonymousnews.ru/2019/06/16/biologe-vor-gericht-kritik-an-gender-theorien-volksverhetzung/ - hier bei uns gesichert. Zu Hannah Arendts ‚Unvoreingenommenheit‘ habe ich ja schon einmal vor Jahren Stellung genommen mit Bezug auf ihre Kommentare zu Churchill, Hitler und Stalin... Nun zu dem mir ursprünglich ins Auge stechenden Einwand der Flaßpöhler-Einlassungen zu Michael Jackson – hier die Gegendarstellung: https://www.youtube.com/watch?v=Dbs4w04tl0o. – Meine Ahnung hat sich bestätigt: Eine ‚Philosophin‘ kann ich hier beim besten Willen nicht wahrnehmen...  denn eine ‚Kritik‘, die den Rahmen des Zwangskastens nicht zu sprengen vermag, ja nicht einmal vollständig wahrzunehmen scheint bzw. wenigstens den Versuch um diese Vollständigkeit macht, ist nichts als eine Sackgassen-Ausflucht... Herrjeh! Ich könnte – heute wieder – mit Sokrates mitten auf den athenischen Marktplatz treten, die Laterne bei hellem Mittagssonnenscheine schwenken und rufen: „Ich suche den Menschen – wo ist der Mensch? Wer kann mir einen Menschen zeigen?“ Was soll mir eine ‚postmoderne Philosophie‘ bedeuten, die schon an der Recherche scheitert oder so blind ist, System-Denkvorgaben einfach zu übernehmen? – Herzliche Grüße – auch an B.,
Hirt

20.07.2019
Liebster Freund und Bruder – wiederum vielen DANK! – vor allem auch deswegen, weil Sie mir (neben dem anderen Wichtigen) etwas vorbeischickten, wofür ich seit Jahren Erklärungen suchte, weil es mir als tiefster Widerspruch in meinem Herzen lag: einerseits die Verleumdungskampagne gegen Michael, gegen die ja faktisch kaum anzukommen war, und andererseits meine innere Überzeugung von seiner WAHREN UNSCHULD – für die er eben nur in den Kindern eine Entsprechung der eigenen seelischen Sehnsucht finden konnte… Danke! – Den Artikel über Professor Kutschera werde ich an dieser Stelle in der Korrespondenz (bzw. auch in den Kommentaren zur Frau Flaßpöhler) als eigene Sicherung verlinken. – Unglaublich alles! – Hätte ich Sie nicht, gingen mir solche Hinweise mittlerweile verloren, da ich keinen einzigen ‚Newsletter‘ mehr beziehe. – Ihre ‚radikalen‘ Einwendungen zu Frau Flaßpöhler kann ich nachvollziehen, nur bin ich immer schon dankbar, wenn ich überhaupt Ansätze im öffentlichen Diskurs finde, die auf die Ambivalenz aller Ereignisse/Verhältnisse hinweisen und diese wie auch unsere Unfähigkeit/Unwilligkeit thematisieren, solche Phänomene anzuerkennen und einzubeziehen in unseren Blick und unser Verständnis… Ich könnte (und wollte) das vertiefen und verständlicher machen, muß das aber wegen vieler anderer Anforderungen aussetzen… Ich würde Ihre Kommentierung (wie schon vorhin vorgeschlagen), auch auf der Hannes-Seite vervollständigen. – Für heute und morgen schließt und verabschiedet sich
Ihr Freund und Bruder.

22.07.2019
Guten Morgen lieber Bruder, mir drängt sich nicht die Frage nach der Sinn- oder Unsinnigkeit Ihrer Rechtsbelehrung auf, sondern viel eher der Eindruck, die Seite, die unter dem Titel ‚Hannes Laurens Semisch‘ auftritt, erscheint unter den nun vorhandenen vielen anderen Zusätzen und Netzhinweisen überladen. Außerdem bin ich nicht der Ansicht, daß sie ähnlich wie unsere Korrespondenz wirken sollte; somit machen z.B. Einlassungen wie: „... ich habe meine Senf dazuzugeben...“ für mich keinen Sinn, wenn gar nicht kenntlich ist, wer von uns sich da gerade äußert. – Ich wünsche einen guten Wochenstart. Herzliche Grüße,
Hirt

22.07.2019
...ich danke Ihnen, lieber Bruder! – Bitte machen Sie Vorschläge zur Veränderung. – Wir können diese gesamte Seite auch unter Ihren persönlichen Ordnern erscheinen lassen, ganz ohne meine oder andere von Ihnen unerwünschte Hinzufügungen. – Ich lese und operiere gewiß anders, mit einer anderen Auffassungsgabe oder anderem stilistischen oder inhaltlichen Verständnis als Sie; das ist legitim und nur gut so, wie wir wissen – weil sich daraus immer wieder auch aufklärend-erweiternde Änderungen ergeben haben. – Auch Ihnen wünscht eine gute neue Woche
Ihr Bruder.
NS: Wir haben morgen einen vollen Geschäftstag mit Arztbesuchen und familiären ‚sozialen Diensten‘ in Jena, Mittwoch Handwerker im Haus und einen Konzertbesuch in Jena und Donnerstag einen Termin bei einem Notar und eine Abendeinladung in Gera: Es kann sein, daß ich in dieser Zeit etwas spärlich bleibe in meinen Rückmeldungen. – Ich weiß, Sie haben Verständnis; ich wollte Sie nur etwas genauer informieren.

22.07.2019
Lieber Bruder, bevor ich Ihnen irgendwelche Vorschläge zur Veränderung dieser Seite mache, habe ich eine innige Bitte an Sie, weil diese Frage mich gerade tief bewegt: Was ist für Sie der Unterschied zwischen ‚trotzdem‘ und ‚dennoch‘? Den größten Gefallen täten Sei mir, wenn Sie zunächst diese Frage still sich selber vorlegten, mir dann Ihre Antwort notierten und anschließend B. dieselbe Frage vorlegten – wobei mich natürlich deren Antwort ebenso interessierte! Die Zeit, die Sie dafür benötigen, spielt dabei kaum eine Rolle; gehen Sie nur erst Ihren Vorhaben und Verpflichtungen nach ...und wählen Sie einen Augenblick der Ruhe, um besonnen antworten zu können. Ich danke Ihnen schon vorab sehr, denn Sie sind einer der wenigen Menschen, die mir diesen Dienst erweisen können... – Grüßen Sie B. von mir, von einem, der die Worte wägt...
Hirt
NS: Von Herzen danke ich für Ihre Offenheit und Vorab-Zugeständnisse zu möglichen Veränderungen für diese Seite ...manchmal denke ich: „Spracherwerb – fängt der nicht erst an, nachdem man seiner Muttersprache zumindest vorläufig kundig geworden ist?“

23.07.2019
...Sie haben sehr schön, sehr fein geschrieben – und gedacht! – Eine interessante Frage – die ich mit in diesen Tag nehme, für mich allein, still – offen für ihre Einträge...
Ihr Bruder.

23.07.2019
Guten Morgen, lieber Bruder, als ich vorhin aus meinem Badfenster geschaut habe, stand über mir ein riesiger gelber Ballon am Himmel: Es gibt Leute, die stehen sehr frühe auf, um ihre Gedanken fliegen zu lassen... – wünsche einen schönen Tag! – und: danke!
Hirt

26.07.2019
Guten Morgen, lieber Bruder. – Heute ist ein kleines ‚Zeitfenster‘ und wir können Ihnen unsere Überlegungen zu Ihrer Frage durchgeben. Wir haben darüber bewußt miteinander nicht gesprochen und so finde ich beide Texte gerade in ihrer Abweichung voneinander – die Konstruktion und innere Priorität betreffend: weiblich-poetisch, männlich-rhetorisch – recht stimmig, auch als Ausdruck unserer verschiedenen UND einander ergänzenden Art... Geben Sie uns auch Ihre Betrachtungen zur Kenntnis? – Was war denn der Anlaß zu Ihrer Frage? – Herzlich grüßen Sie
B. und Ihr Bruder:
Es. Überlegungen:
‚Trotzdem‘ oder ‚dennoch‘? – Semantisch (‚den Inhalt des Zeichens betreffend‘) scheinen beide Begriffe das gleiche zu meinen: ‚gleichwohl – dessen ungeachtet – nichtsdestoweniger = stehe ich/steht dagegen‘… Rechtschreibregel: Bei Wortzusammensetzungen, bei der drei gleiche Buchstaben aufeinandertreffen, darf kein Buchstabe wegfallen, einzige Ausnahmen: ‚Drittel, Mittag‘ und – ‚dennoch‘. ‚Denn-noch‘: ‚denn da wäre (dann) noch etwas anderes‘ – im Gegensatz zu ‚trotz-dem‘: ‚trotz-ich-dem‘... Es schält sich die feine Verschiedenheit in der Bedeutung und im Ursprunge auch dieser konzessiven Satzverbindungen alsbald heraus, gehört man nur zu den Menschen, die Freude haben an der Enthüllung geheimer und doch markanter Botschaften in unserer Sprache: Der ‚Trotz‘ zeigt ‚Eigensinn‘ an, hier helfen weder Argument noch Forderung, ich trotze einer Sache, was sie auch sei, verfahre anders als gewünscht oder erwartet, bleibe ‚standhaft‘ gegen alle anderen Feststellungen – ansonsten würde ich es ‚dennoch‘ tun, obwohl meine Auffassung dagegen steht… Das ‚trotzdem‘ verneint, das ‚dennoch‘ bejaht:
„ob armuth euer loos auch sei,
hebt hoch die stirn, trotz alledem!“
(Freiligrath, Grimm’sches Wörterbuch)
„bittres will ich dennoch leiden,
dasz ich süszes nicht darf meiden.“
(Logau, Grimm’sches Wörterbuch)
‚Trotzdem‘ steht gegen die Vernunft, das Herz gebietet es mir, es gibt nur diese Entscheidung gegen die andere Seite, ich ‚muß‘ gegenteiliges tun. ‚Dennoch‘ tue ich nicht aus Überzeugung sondern, weil es vernünftig scheint, es fordert Abwägung und rät, mich für eine der zwei Seiten der Sache zu entscheiden. ‚Trotzdem‘ etwas tun heißt, ‚es tun müssen‘, ‚starr verhaftet‘ einer inneren Bindung und Bestimmung; ‚dennoch‘ etwas tun (zu können), deutet auf ‚Flexibilität und Bereitschaft‘ zu Anpassung, Abwägung, Einbeziehung – ‚denn-auch-noch‘ anderes gibt es… So gesehen, vermag sogar das eigentlich opportune ‚dennoch‘ ähnlich edlen Prinzipien zu dienen wie das ‚unbeugsame‘, aus inneren Gründen allem trotzende ‚trotzdem‘: Es kann ‚dann-noch‘ die Gegenseite ‚anerkennen‘ – und entsagen, einlenken, nachgeben…
B. schreibt:
Trotzdem setzt sich für mich aus Trotz und dem zusammen, also ist in trotzdem der Widerstand enthalten, etwas oder jemandem beharrlich-verharrend einen Fakt, eine Tat entgegenzusetzen. Trotzdem ist unabänderlicher als dennoch, das als Wort im Vergleich milder daherkommt/verwendet wird. Man zieht einen Vergleich heran und geht mit einem gewissen Zögern/Abwägen dann in seine – unveränderte – Position.

27.07.2019
Guten Abend, lieber Bruder, Ausgangspunkt zu dieser Fragestellung ist das Nietzsche-Zitat „Alles Entscheidende entsteht trotzdem.“ gewesen. Mittlerweile habe ich auch der Stuttgarterin sowie meinen Bamberger Freunden dieselbe Frage gestellt – und die Antworten darauf sind sehr interessant für mich. Zunächst fällt mir auf, daß ‚trotzdem‘ meinem Empfinden nach viel häufiger gebraucht zu werden scheint als ‚dennoch‘; außerdem kommt es mir so vor, als ob letzteres Wort kaum mündlich, sondern vorwiegend in der Schriftsprache gebraucht wird. Die Stuttgarterin schrieb mir: ‚Trotzdem‘ sei die härtere Version des ‚Dennoch‘; mein Bamberger Freund äußerte, daß in ‚trotzdem‘ keine argumentative Haltung zum Tragen käme, während ‚Dennoch‘ eben mit Argumenten unterlegt sei, wobei man die Argumente des Gegenübers berücksichtige, jedoch zu einem anderen Ergebnis käme als dieses. Nietzsche ist zeitlebens sein Oppositionsgeist, durchaus auch Mutwille zu eigen gewesen, weshalb mich nicht verwundert, daß er nicht formuliert hat: – Alles Entscheidende geschieht dennoch – Auch kam mir das dem griechischen Historiker Thukydides zugeschriebene Zitat: „Der Krieg ist der Vater der Dinge.“ in den Sinn, als ich mit Nietzsches Ausspruch verglichen habe; sodann habe ich mit ‚trotzdem‘ männlich, mit ‚dennoch‘ weiblich assoziiert. – Heute habe ich weite Teile von Nietzsches ‚Ecce Homo‘ wiedergelesen – und muß sagen, daß mir das in meiner aktuellen Rezeption alles recht egomanisch vorkommt; seine Selbstdarstellung und die Eigenbewertung seiner Schriften strotzt dermaßen vor Selbstbeweihräucherung, daß mir das regelrecht unsympathisch geworden ist. – Vielen Dank für Ihrer beider Bemühungen und Auskünfte! – Herzliche Grüße,
Hirt

28.07.2019
Lieber Bruder – heute ist Sonntag, ‚der Tag des Herrn‘, wie B. immer sagt: Ich bin um 06:00 Uhr aufgestanden, habe meine Andacht gehalten, einen Tee getrunken … Dann haben wir nochmals die Ereignisse der vergangenen Woche reflektiert, die sehr besonders und wegweisend waren: Unter anderem hatten wir eine Beratung mit einer Notarin … Sie, lieber Herr Bruder, werden nachfühlen können – mit welchen ‚unwirklichen‘ und wundersamen, ‚absurden‘ und unglaublichen Vorgängen wir es derzeit zu tun haben… so jedenfalls unsere Empfindungen dabei… Und der Mensch hat Mühe, solche ‚Glücksfälle‘ zu verkraften… Ist es wirklich ein ‚Glücksfall‘? – wer kann das sagen. – In jedem Fall ist es ein ‚Wunder‘, denn eine derart umfassende Bejahung derart einschneidender und tragweiter Entscheidungen setzt eine relativ hohe Übereinstimmung voraus – die sich zwischen Menschen nur selten einstellt…
Für Ihre sehr interessante Antwort auf die ‚Trotzdem-Dennoch-Frage‘ unseren herzlichen Dank! – Das Nietzsche-Zitat gibt sehr würdigen Anlaß zu Ihren Recherchen, Überlegungen, Diskurseinleitungen – und setzt sie zugleich in eine klassische Essenz: Kein ‚Dennoch‘ verhindert das ‚Trotzdem‘… Hier in unserem Hause steht eine ähnlich ‚mysteriöse Wahrheit‘ – auf Türschwellen, angehefteten Merkzetteln, bedruckten Schlafkissen: „Es herrscht das Absurde. Und die Liebe errettet davor.“ (Albert Camus, 1913-1960, französischer Schriftsteller und Philosoph, gilt als einer der bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts, erhielt 1957 den Literaturnobelpreis, in seinen Tagebüchern, Band I, S. 60.) – Und diese wundersamen Geheimnisse sind es, die alles Entscheidende bestimmen – ‚trotz allem‘…
Ich habe mir die Seite https://transinformation.net/vollstaendige-offenlegung-ausserirdische-kein-atomkrieg-ende-des-tiefen-staates/ angesehen, sie durchgelesen – und sie sowohl als HTML-Datei als in PDF- Format gesichert – sehr interessant... Ich hege eine große Sympathie für die Art und den Geist der Deutschen Juden, so wie sie vor 1900 bis etwa 1920 das intellektuelle Leben unserer alten Kulturnation geprägt/mitgeprägt haben – weswegen ich mit allen Formen und Pauschalisierungen des Antisemitismus meine Schwierigkeiten habe… Vielleicht wollen Sie mir das (irgendwann) noch einmal erklären – oder aber das sind tatsächlich zwei völlig unterschiedliche paar Schuhe… Wenn Sie wünschen, können Sie auf Ihren Seiten gern auf diesen Artikel verweisen; wir können ihn in beiden gespeicherten Versionen verfügbar halten. – Ich habe länger schon sowieso mit dem Gedanken gespielt, Ihnen einen eigenen Zugang zu Ihren Seiten anzulegen: Sie hätten dann volle (relative) Autorität über alle Ihre Veröffentlichungen … – Sehr herzlich bleibt Ihnen stets verbunden
Ihr Bruder.
NS: Wenn Sie Ihre Änderungswünsche, die Hannes-Seite betreffend, demnächst durchgeben, korrigiere ich alles umgehend.

28.07.2019
Lieber Bruder, Ihre Gedanken zu Ihren seit einem Jahr andauernden Erlebnissen, deren Gefühlswerte Sie als ‚Glücksfall‘ aufgrund unerwarteter weitgehender Übereinstimmung mit einem anderen Menschen bezeichnen, weisen mich auf eine Formel meines Vorbruders Novalis: „Im Einverständnis mit dem Geheimnis“ – und nachdem ich in meiner Jugend das erlebt und empfunden habe, was ich kurz darauf die ‚Novalis-Nietzsche-Synthesis‘ genannt habe, überfällt mich gerade ein magischer Moment: die Novalis-Formel und das Nietzsche-Zitat sind ein Wort! ...ein entdecktes Geheimnis ist keines mehr... – Was entscheidend ist, fühlt jedes Individuum selbst – in diesem Sinne gibt es nirgends Fakten, sondern immer nur Motive und deren Interpretationen... Unser totalitäres System fordert jedoch immer stärker Einheitsfühlen, erstrebt Fühlen aufzuheben, trachtet somit, aus Individuen funktionelle Roboter zu machen. – Die drei Videos, die Sie mir gesandt haben, greifen im Angesicht des Netzhinweises, der Sie zu ihnen geführt hat, allesamt zu kurz... Man verzettelt sich heutzutage, sobald man auch nur beginnt, aus ‚politischer‘, ‚universitätshistorischer‘ oder ‚juristischer Sicht‘ zu argumentieren, weil das alles nur Oberflächen sind, die als solche entkleidet worden, also nackt sind! – ‚Antisemitismus‘ ist ein platter Kampfbegriff – geboren im 19. Jahrhundert – der die Zwecke seiner Fürsprecher bis heute bestens erfüllt: Menschen auf- und gegeneinander zu hetzen! Meine Kurzübersicht zur Betrachtung des Judentums und seiner Denominationen lautet so:
0. Moses und die Entstehung des Judentums – oder umgekehrt: Das Judentum und die Erfindung des Moses?
1. Der erste unsichtbare Gott – der levitische Priester als sein Diener, der ‚einfache Gläubige‘ als sein Knecht.
2. Das frühe Levitentum als Befestigung der priesterlichen Gesetzgebung im Sinne eines ‚gottgewollten Gesetzes‘ – und des jüdischen Menschen als dessen Gehorsamen.
3. Innewohnender oder heraufkommender Anspruch der ersten ‚alleinseligmachenden‘ Religion. Religionszugehörigkeit als Grund für Auseinandersetzung und Kampf (schon in der ‚Genesis‘) –
4. Entstehung des Christentums.
5. Entstehung des Islam.
6. Entstehung des Zionismus als ‚moderne‘ Strömung mit Führungsanspruch ähnlich dem historischen Levitentum.
7. Zunehmende Instrumentalisierung der Denominationen ‚Judentum‘, ‚Christentum‘, ‚Islam‘, ‚Zionismus‘ als Mittel zum realpolitischen Krieg und Kampf im historischen Verlauf. Kennzeichen: fortlaufende Zersplitterung in tausende Unterdenominationen, Abgrenzungen, z.B. Nichtzugehörigkeitsgefühl vieler (orthodoxer) Juden zum Zionismus usw. – Sie sehen also: Selbst Christentum und Islam sowie der Zionismus sind mir Denominationen des Judentums aus einer historischen Sichtweise heraus. Mir scheint ‚Religion‘ ganz allgemein dazu geschaffen worden zu sein, nicht ‚um Gott zu dienen‘, wie sie vorgibt, sondern um Menschen aufeinanderhetzen und beherrschen zu können... Meine Verehrung beispielsweise für Franz Kafka ist Ihnen bekannt – wir haben früher seitenlange Korrespondenzen über die Probleme der Betrachtung der verschiedenen Typen jüdischen Leidens geführt! Mich interessiert immer der einzelne Mensch und seine – möglichen – Motive (s.o!) ebenso, wie eine Gesamtsicht, die immer deutlicher wird, je weiter ich meinen Blickwinkel vom Planeten entferne... Der Netzhinweis, den ich Ihnen gesandt habe, beleuchtet vieles, was sich als Fakten herausstellen könnte, macht zumindest immer mehr Hintergrundmotive deutlich... – Der Einfachheit halber schlage ich vor, nicht den Text der Hannes-Seite zu ändern, sondern seine Überschrift zu ergänzen: Hannes Laurens Semisch, (2002-2019), Demokratismus –Eine aktuelle exemplarisch-konkrete Totalitarismusanalyse unter Einbeziehung und Kommentierung weiterer Zeitdokumente. Außerdem schlage ich die Aufnahme eines weiteren Sinnsatzes in die entsprechende Rubrik vor: „Unter Demokratismus verstehe ich die totalitäre Vorspiegelung von ‚Demokratie‘ als angeblich umgesetzter Realität – bis hinein in einen politisch korrekten Sprachgebrauch; jedwede ‚Reform‘ (auch: ‚Rechtschreibreform‘) dient diesem System als Eingliederungsmaßnahme des Individuums zu seinem monströsen seelenlosen planetenfeindlichen Funktionalitätsgewinn; ich könnte sagen, es ginge über Leichen. Das wäre jedoch zu kurz gegriffen, denn die Leichenberge haben vorher noch als Bioroboter bei lebendigem Leibe erst in jedweder Form vergiftet, erpreßt, ausgebeutet und dann entsaftet zu werden.“ – Über Termine zu Besuchen, lassen Sie uns bitte sprechen, wenn es an der Zeit ist. Jetzt ist sie jedenfalls noch nicht da – und wenn es nur ein Kurzbesuch Ihrerseits wird, werde ich auch zufrieden sein! – Immer ist es ja möglich, daß wir uns in diesem Leben nicht mehr sehen – in diesem Falle ist es mir eine Genugtuung, bis zu meiner letzten Stunde gesagt zu haben, was ich gedacht habe – so rein, wie es einem Vergifteten nur möglich ist –
Ihr Hirt, sonntäglicher Pflicht genügend

28.07.2019
Vom Lide der Muschel
...eine Quizz- oder Existenzfrage hierzu ist: „Sind Perlen hörbar?“ – ...eine Aussage: „…wenigstens ungefähr, so weit momentan auch nur faßbar...  ...durch all diese Unbill hindurch...“ – Grüßen Sie bitte herzlich auch B. von mir, danke
Hirt
NS: Der Kommentar meiner Tochter deutet auf ihre Umerziehung für mich... das Jura-Studium scheint den Verstand zu sehr in den Vordergrund zu rücken – Verstand – sicher wird der gebraucht, doch sollte nicht – gerade bei einer Frau – zuerst das Herz anschlagen?

29.07.2019
Lieber Bruder, bitte lesen Sie diese Weiterleitung meines Freundes Koch aus Erlangen. Assoziation: Nächster Schritt – Festlegung jedes noch vorhandenen ‚Biodeutschen‘ als auszumerzenden ‚Rechten‘? Ist die Rechtschreibreform nach der Durchsetzung des Deutschen mit Anglizismen nur einer der ersten Schritte dieser Entwicklung gewesen? – Wie wahr Sie doch gesprochen haben, als Sie in der Rechtsbelehrung zur Hannes-Seite schrieben: „Sollten wir nicht eher um Erkenntnis als um Meinungen bemüht sein?“ – „Zu Voltaires Zeiten mag es angezeigt gewesen sein, sein Leben zu opfern, um so etwas wie Meinungsfreiheit überhaupt erst einmal dem Regime abzutrotzen. Heute wirkt der Spruch schlichtweg obsolet.“ – Diese völlige Verkennung der Lage stammt von hier: http://carta.info/vom-falschen-verstaendnis-der-meinungsfreiheit/. Ein Artikel, der kurz nach dem mehrkillschen Großgesetzesbruch veröffentlicht worden ist. Auch damals schon hätte die Verfasserin also erkennen können, daß sie innerhalb eines Gewaltregimes lebt... – Erkenntnis – hängt die nicht immer sehr stark auch mit einem Erkennenwollen zusammen? Die Verdrehung, das Absurde, die Bezeichnung von schwarz als weiß und umgekehrt nimmt immer schneller Fahrt auf –
Hirt

29.07.2019
Lieber Herr Bruder! Habe soeben einen Blick auf die aktualisierte Hannes-Seite geworfen: Sie haben meinen Demokratismus-Satz dort gleich oben angebracht, das ist hervorragend! – Mich schüttelt gerade ein entsetzliches Grauen... daher bin ich dankbar für jede menschliche Regung, wie hier die Ihrige, die mir das Gefühl gibt, daß es tiefgreifend erfaßbar ist, wenn und weshalb man von sich glaubt an dieser kafkaesk-gigeresken Surrealität irre werden zu müssen – – – ich fühle mich gerade tatsächlich wie von Salvador Dalis Bildern umstellt... –
h.

29.07.2019
Lieber Bruder – ich muß Sie sehr um Verständnis bitten: Wir haben hier komplexe ‚Probleme‘ zu lösen – ich bin davon äußerlich und innerlich sehr absorbiert… … Diese Dinge fordern soviel Kraft – B. schrieb mir in diesem Moment von ihrer Arbeit aus: „Wenn man ein großes Geschenk erleben darf, muß man auch für die Erhaltung kämpfen, oder Prüfungen bestehen. Trotz dieser Einsicht liegt die Beklemmung wie ein einschnürender Ring um meine Brust, da ich bei all dem immer um UNS fürchte!“ – Ich komme nicht zu einer adäquaten Stellungnahme und Beantwortung Ihrer Post und Ihrer Hinweise. – Ich habe alles in die (zukünftige) Korrespondenz übertragen, mit den entsprechenden Verweisen. – Ihr Gedicht ‚Vom Lide der Muschel‘ – nur hörbar für den, der hören möchte! – ist etwas Besonderes, Schönes – gerade in seiner ‚Ungriffigkeit‘ für alle, denen die Empfindungen dazu verlorengegangen sind! Es wird zu Ihren Gedichten kommen und in der Korrespondenz verlinkt werden. – Ihre grandiose Demokratismus-Definition wird (demnächst/bald/eines Tages) unter Ihrem Namen (wie gehabt, in dieser Form: Hirt, TurnusGleicHolger (*1963), deutscher Poet, Sozialarbeiter, früher als Heilerziehungspfleger tätig gewesen) in die Sinnsätze aufgenommen werden. – Zu mehr komme ich heute und morgen nicht; vor unserer Abreise melde ich mich noch einmal; Ihre Grüße an B. richte ich aus – sie wird sich darüber sehr freuen.
Ihr Freund und Bruder!

31.07.2019
Lieber Freund – verzeihen Sie – etwas auf die Schnelle wieder – wir hatten Handwerker im Haus, da gibt es Vorbereitungen und Nachbereitungen – ich bin seit Tagen nicht zum Lesen oder rechten Schreiben gekommen: Wir sind bis Samstag nicht zu erreichen; am Sonntag sende ich noch einmal ein Zeichen, vor meiner Abreise am Montag. – Ich hoffe, es geht Ihnen gut. – Mit lieben Grüßen verbleiben Ihnen
B. und Ihr Bruder und Freund.
NS: Das kam mir gestern über den Weg: https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimawandel-frueherer-temperaturanstieg-oft-nur-regional-a-1278753.html. – Ich sende es nicht, um meine Position in unserer ‚Meinungsverschiedenheit‘ zu bekräftigen, sondern lediglich, um Ihnen eine Information in dieser Sache zukommen zu lassen – für die ich, im umgekehrten Fall, immer dankbar wäre.

31.07.2019
Lieber Herr Bruder, nach Ihrer vorherigen Antwort haben Sie dermaßen ein- und angespannt auf mich gewirkt, daß ich es vorgezogen habe zu schweigen, um Ihre knapp bemessene Zeit nicht weiter zu beanspruchen: Vorgestern früh befand ich mich jedoch durch diesen eingescannten Zeitungsartikel, den mir mein Freund Koch zugeleitet hatte, in einer dermaßen grauenhaften Stimmung, daß ich fürchtete...  – und diese Verfassung hat sich bisher leider nicht wesentlich gebessert – Daher bin ich besonders dankbar, nun wieder Ihre Meldung vor mir zu haben – Was den sogenannten ‚Klimawandel‘ betrifft stört mich schlicht die absolute Verlogenheit dieser weltweiten CO²-Kampagne. Ich besitze ein Buch, das den Titel trägt: „Kriegswaffe Planet Erde“ von Dr. Rosalie Bertell, einer amerikanischen Wissenschaftlerin; kennten Sie dessen Inhalt, so wüßten Sie, daß es selbstverständlich ‚menschengemachten Klimawandel‘ gibt, jedoch nicht einfach in dem Sinne, daß hier nur ‚Rücksichtslosigkeiten im menschlichen Umgang mit industriellen Entwicklungen‘ eine Rolle spielen, sondern daß durch Waffentechnik und deren Einsatz sowie Geoengineering bewußt Zerstörungen vorgenommen – und – wie selbstverständlich – in Kauf genommen werden. Menschen, die den Mut haben, solches zu veröffentlichen werden denunziert und diskreditiert – das wissen wir beide! Sollten Sie das genannte Buch lesen wollen, bin ich gerne bereit, es Ihnen zur Verfügung zu stellen! – Vielen Dank für Ihre aktuelle Aufmerksamkeit, die mir – gerade jetzt – sehr gut tut! Gehaben Sie sich – beide – wohl!
Hirt

31.07.2019
Mein lieber Herr Bruder – Sie sind stets in meinen Gedanken...! – Ich danke Ihnen! - Bitte: geben Sie auf sich acht, tun Sie sich Gutes – versuchen Sie bitte, dem Bewußtsein über unsere Lage nicht vollends Macht über sich zu geben... – Gern lese ich das Buch – später einmal: Legen Sie es doch zu den anderen Büchern, die wir irgendwann einmal übergeben oder austauschen müssen. – Bis Sonntag verbleibt Ihnen nun herzlichst
Ihr Bruder.

31.07.2019
...danke Ihnen sehr! Letzte Nacht habe ich nicht geschlafen, mich erst um 5:30 Uhr heute früh hingelegt – und die Gartenarbeit abgesagt... Morgen werde ich jedoch wieder anzupacken versuchen, denn der Kontakt mit unserer geschundenen Erdmutter ist ‚Gutes‘ für mich... mein Körper ist jedoch auch sehr geschunden – mein Sohn, den ich gestern abend getroffen habe, fragte mich, ob ich abgenommen hätte... ja, das habe ich wohl... ich bin stets bis an die äußersten Grenzen meiner Arbeitsfähigkeit gegangen... ‚Arbeit‘ – das ist Kombination aus Tat und Geist... – auch Sie beide sind stets ‚bei mir‘... bis Sonntag.
Hirt

31.07.2019
…Freund – es geht uns beiden ähnlich gerade… ich habe mich überarbeitet – und das setzt immer gewisse traumatische Reaktivierungen in Gang… Sind wir dankbar: Wir haben uns, die wir einander stützen – indem wir einander verstehen…
Ihr Freund und Bruder.

03.08.2019
Lieber Herr Bruder! – Wir grüßen Sie und hoffen, es geht Ihnen gut oder etwas besser. – Ab heute beginnt das große Packen und ein letztes Räumen: Der untere Flur wurde renoviert und wir stellen dort nun meine zukünftigen Kleiderschränke auf… Ich sage Ihnen: so ein Haus macht Arbeit – und es wird weiter Arbeit machen…Vielleicht erreicht Sie heute schon eine kleine Post von uns: wir haben sie gestern am Frühstückstisch im Schloßhotel in Eyba geschrieben, einem Renaissancebau, wo wir eine Nacht (im modernen Gästehaus) verbrachten.
Ich muß Ihnen sagen, daß ich auch in den nächsten Zeiten nur schleppend an meinen Arbeiten (Talentetext + Einpflegen aller ausstehenden Texte und Korrekturen in die Seite) vorwärts kommen werde: In den nächsten drei Wochen … bin ich für vier Tage mit meinem Söhnchen unterwegs … so sieht die nächste Etappe aus – über die ich Sie unterrichten wollte, damit Sie Nachsicht haben, wenn unsere Korrespondenz darunter etwas leiden und nur auf Sparflamme ‚köcheln‘ sollte… Sie fragen mich nach den Besucherzahlen – die Sie ganz leicht selbst verfolgen können: Halten Sie den Cursor einfach einen Moment lang still im linken oberen Bereich der Kopfzeile (oberhalb des eingeblendeten Sinnsatzes): es erscheint ein sogenannter Tooltip mit der aktuellen Zugriffszahl. Der Besuch ist derzeit relativ hoch (im Vergleich zu ‚früher‘): etwa 100-150 Zugriffe pro Tag! Der letzte von mir gespeicherte Zwischenstand betrug am 20.06.2019: 37.000. Ich habe den heutigen Zwischenstand von 40.600 wieder gespeichert. (Es sind immer auch unsere und die Zugriffe von Suchmaschinen zur Aktualisierung abzuziehen.)
Lieber Bruder … gehaben Sie sich wohl, so gut es gelingen mag. Glauben Sie nicht, ich würde mich von Ihrem oder unserem früheren Leben und Anschauen entfernen, nur weil unsere Thüringer ‚Aktivitätsfrequenz‘ momentan auch recht hoch ist: Im Inneren verändern wir uns nicht – und müssen zuletzt immer wieder zu uns selbst und in unsere uns zugehörigen Sphären und Themen zurückkehren, wenn wir nicht wesentlichen Schaden nehmen und unsere Verbindung zum Daseinsgrund verlieren wollen… So verbleibt Ihnen heute morgen – bis demnächst
Ihr Bruder.

04.08.2019
Lieber Freund, ...15 Jahre kennen wir uns nun – und für mich ist unser Dialog immer schon ein novalisischer gewesen... Sie wissen, worum es dabei geht: Die möglichst weitgehende Geschlossenheit der Kommunikation, das ‚Denken mit dem Herzen‘, die vollständige Anteilnahme am Schicksal des jeweils anderen. Bei meinem Vorbruder findet sich auch dieses Zitat: „Vieles ist zu zart, um gedacht, noch mehreres, um besprochen zu werden.“ ... Und es ist aktuell so, daß ich heute (bzw. gestern) Erlebnisse hatte, die das Sagbare schwer beanspruchen und an dessen Grenzen stoßen. Aus der Prospektive Ihrer Vorhaben ersehe ich, daß Sie sehr eingespannt, doch offenbar nicht unglücklich dabei sind, auch wenn es stark an Ihren Kräften zehrt, dieses Glück ‚in notarielle Sicherheit zu bringen‘. Ihre angekündigte Post hat mich bisher noch nicht erreicht, dennoch danke ich schon vorab; denn die Art und Weise, wie Sie Ihr Glück teilen und mitteilen ist bei weitem nicht alltäglich – und schon gar nicht selbstverständlich... Doch zurück zu meinen Erlebnissen: Im Garten habe ich heute sogar 4,5 Stunden gearbeitet – und mich dabei wohl gefühlt, so wohl wie es gehen kann, wenn der Körper durch die Leidenschaften der Seele zerschlagen ist; dieser Garten ist für mich zum ‚Vorhof des Paradieses‘ geworden, binnen kurzer Zeit. Im Verkaufsladen meiner Freunde habe ich anschließend ein längeres Gespräch mit der Inhaberin geführt, währenddessen sie mir beinahe Unfaßliches offenbart hat: Aus zuverlässiger Quelle weiß sie, daß es im Aramäischen kein Wort für ‚ich‘ gibt! Daraus entsteht die Frage: Wie kommen Sätze wie: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ ins NT? Angeblich habe der Nazarener von sich immer nur in der dritten Person gesprochen, was oft mit ‚der Menschensohn‘ wiedergegeben wird. Allerdings sei davon auszugehen, daß er als Bauhandwerker (laut NT ‚Zimmermann‘), der auch Aufträge von Begüterten der römischen Besatzungsmacht entgegennahm, lateinisch konnte; ebenfalls griechisch soll er beherrscht haben – dennoch ist ja seine Muttersprache aramäisch gewesen, wie alle bekannten Gelehrten vertreten – Sie können sich vorstellen, daß meine Gärungsprozesse gerade ‚überlaufen‘ ... ich kann die Texte, die ich schreiben wollte, nicht mehr erkennen, alles fällt aus allen – vorgedachten – Rahmen; ...ich gehe nun davon aus, daß die Gärung noch wesentlich länger andauern könnte, als zuvor angenommen – wer weiß denn schon, welche Botschaften sonst noch auftauchen werden?
Ich habe mir übrigens erlaubt, einem Menschen, der mir verbunden ist, diesen Satz aus Ihrer unten stehenden Strompost zu zitieren: „Im Inneren verändern wir uns nicht – und müssen zuletzt immer wieder zu uns selbst und in unsere uns zugehörigen Sphären und Themen zurückkehren, wenn wir nicht wesentlichen Schaden nehmen und unsere Verbindung zum Daseinsgrund verlieren wollen…“ – ohne dabei bisher Ihren Namen genannt zu haben. Ich bin jedoch gewiß, Sie billigen dies, denn dieser Satz – Ihr Satz – hat gerade so hervorragend in die Kommunikation mit diesem Menschen gepaßt... Viel Wunderliches ereignet sich gerade! – und was ich zu sagen vermocht habe ist sicherlich nur ein Abglanz dessen, was ‚im geistigen Hintergrund‘ geschieht – – Meine Liebe und Dankbarkeit folgt Ihren Wegen! – Danke auch für die Seitenzugriffszahlen, die Zugriffe sind also mehr geworden. Ich wünsche B. und Ihnen eine schöne Zeit. Wie angenehm, auch, daß Sie Ihren Sohn wiedersehen werden! Meiner sagte übrigens vergangenen Dienstag zu mir: „Papa, hast du abgenommen?“ – aber das betrifft ja nur den Körper... bis bald,
Ihr Hirt

04.08.2019
...ich umarme Sie innig, fest!
Ihr Bruder!

05.08.2019
Lieber Herr Bruder, danke Ihrer Meldung – Ihre Umarmung von zuvor habe ich empfangen … Die untenstehende Botschaft ist herzöffnend... Unsere Seite wirkt Veränderungen in diese dunkle Welt hinein, sie ist ein helles Licht im Netz geworden! Novalis: „Alles ist Samenkorn.“ – Bezogen auf das Licht ist unsere Seite seit ihrer Entstehung, als sie ein kaum auszumachender winziger Funke gewesen ist in diesem unfaßbaren All, nun schon so groß wie eine Streichholzflamme! Ich habe heute wieder kaum faßbare Botschaften empfangen... Allein  über meine heutigen Erlebnisse ließe sich locker ein mindestens 25seitiger Aufsatz verfassen: Das ‚Sagen‘ kommt hinter dem Geschehen nicht mehr nach! – entsprechend umwälzend sind die zugehörigen seelischen Prozesse! Ich extrahiere aus diesem fiktiven ‚Aufsatz‘: „Prioritäten sind das, was man selber setzt. Um solches zu können, muß man allerdings notwendig gelernt haben, selber zu sein.“ – „Wahre Lehre des Nazareners: ‚Ein jeder trage sein eigenes Kreuz. Niemand kommt zum Vater, denn durch sich selber; dennoch hilft es, wenn einer dem anderen beim Tragen seiner Last behilflich ist.‘“ – Frage: Erkennen Sie hier einen ‚Erlöser‘? Oder einen, der sich ‚für die Menschheit geopfert hat‘? – Erinnerung: ACTUS PURUS! – Meine Gedanken sind nicht meine – und doch meine – ich habe sie ‚empfangen‘, wobei allerdings das menschliche Gehirn in größerem Umfange empfängt als sendet! – Was ist ‚geistiges Eigentum‘? …Doch nichts anderes als ein Systembegriff? – Ich wünsche Ihnen eine wohltuende Nacht!
Hirt

06.08.2019
Lieber Bruder – Danke: Ihre Gedanken und Eingebungen sind von klarem Geist gewirkt – ich ahne, und hatte oft auch schon diese wundervollen Erscheinungen, in denen es keinerlei Störung gab, das EINE und EINZIGE zu erkennen: den ewigen klaren Geist, der wir alle sind, der uns leben läßt und der ohne jeden Widerspruch ist – weil in ihm eben alles ‚eindeutig‘ und ‚rein‘ offenkundig vor uns ausliegt… Ich muß – leider – etwas kurz bleiben – schade – aber genau wie bei Ihnen, arbeitet es auch in mir unaufhörlich… Hinsichtlich unseres hier nicht veröffentlichten Dialogs stieß ich auch auf diese Seiten, die wichtige Informationen und Verweise enthalten:
https://logr.org/selbstschutz/aktivistendatenbank/und https://morbusignorantia.wordpress.com/selbstschutz/. Es grüßt Sie herzlichst
Ihr Bruder.

08.082019
Lieber Bruder, danke Ihnen... Grüßen Sie Ihren Sohn von mir... Er dürfte mich ‚kennen‘, das ist gewiß... kommt auf die Worte an, die Sie dafür wählen... altersgerecht, natürlich... – zunächst: Ich bin hochaktuell gerade dazu übergegangen für ‚ahnen‘ die novalisische Schreibung ‚ahnden‘ anzuwenden... Je klarer unsere Sprache, desto deutlicher wird uns die Reinheit des unversehrten Allgeistes! Meine letzte Nacht war wieder anstrengend, kaum Tiefschlafphasen... – Was alles umfaßt ‚unseren nicht veröffentlichen Dialog‘? Die Seiten muß ich mir später ansehen, komme augenblicklich beim besten Willen nicht dazu... – Ihr ‚Herzblatt‘ – das war mal ein Ausdruck in einer TV-Serie, ich meine ursprünglich Rudi Carrel, in der es um Partnervermittlung ging. Auch Männer können sich ‚Herzblätter‘, sein, wo nicht, gäbe es keinen Novalis… –

10.08.2019
Guten Morgen, lieber Freund, lieber Herr Bruder – mein Herzblatt: Ich fühle mich durch dieses Zuneigungsbekenntnis geehrt und erwidere es hiermit! – Die zwei Tage (allein schon) mit E. waren besonders, auch anstrengend… Daß ich auch in dieser Hinsicht soviel Gnade erfahre: Mein (ein) Söhnchen (aus der Ferne) begleiten zu dürfen – und doch nicht die volle Vaterpflicht tragen zu müssen – auch: weil ich sie wohl gar nicht tragen könnte... – Mir kam beim Sinnieren über diese Angelegenheiten in den Sinn: Es wäre beruhigend, wenn Sie mir (nach Absprache und Einverständnis natürlich) die Telephonnummer Ihrer Tochter und/oder Ihres Sohnes durchgäben: ich wüßte niemanden zu kontaktieren, wenn ich Sie mal nicht erreichte... – Wenn ich von ‚unveröffentlichten Dialogen‘ spreche, so meine ich damit jene Passagen, die in der Korrespondenz stets mit drei Punkten gekennzeichnet sind, die mir zu intim, zu persönlich, zu konkret auf unsere Aktivitäten verweisend (Anwesenheit/Abwesenheit an bestimmten Orten) oder auch politisch ‚zu heikel‘ bzw. zu wenig kommentiert erscheinen, daß ich sie lieber weglasse; nichts also von Wesentlichkeit unsere Beziehung betreffend… Ich hab gestern das Gedicht Vom Lide der Muschel eingebunden; heute werde ich unsere Korrespondenz aktualisieren und noch fehlende Anker anbringen… Lieber Bruder, wie geht es Ihnen? – Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende. – Ich benötige es, wegen Muskelkaters vom vielen Treppensteigen hinauf zur Wasserrutsche und dem Bewegen schwerer Bowlingkugeln… Herzlich umarmt Sie
Ihr Freund und Bruder.

10.08.2019
Lieber Bruder, danke Ihrer Meldung! Kurz: Ich bin völlig überladen – wie eine Batterie in solchem Zustand von sich sagen würde... Habe soeben seit Äonen einmal wieder mit meiner Schwester telephoniert – eine enorme Annäherung, allein dieses Gespräch! Alles weitere später – ich darf um 10 Uhr im Garten sein, wobei ‚dürfen‘ hier im Sinne von ‚unbedingt wollen‘ zu lesen ist... Ich liebe Sie! –
Ihr Herzblatt
NS: Die Auseinandersetzung mit K. hat sich intensiviert – auch hier ist es zu einer stark harmonisierenden Tendenz gekommen...

12.08.2019
…auch ich bin Ihnen sehr zugetan, auch ich könnte sagen: ‚Ich liebe Sie.‘ – Danke für die Sendung des K.-Dialogs mit seiner Familie (offensichtlich); ich les es später gründlicher...

12.09.2019
…bitte nicht vergessen: Wortwurzel von ‚sehr‘ ist ‚schmerzlich‘ – Wir sind gerade in der Phase von ‚...des Guten zuviel...‘ ...wegen unserer Überlastungen. Ich will um spätestens 11:15 Uhr im Garten sein, habe vorher noch Einkäufe zu erledigen, wünsche Ihnen einen – so angenehm wie möglichen – schönen Tag!
Ihr ‚Schultze-Rhonhof‘ ;)

12.08.2019
Lieber Bruder, habe gerade telephonisch mit meiner Schwester gesprochen: Sie hat mir ‚schwere Breitseiten‘ versetzt, z.B. unsere Netzseite verbreite nicht GedankenGut sondern GeankenSchlecht. Deshalb habe sie auch damals unseren Aufsatz in den Müll entsorgen müssen, sie habe dieses ‚rechte‘ Zeug nicht ertragen können und auch – als Papier – nicht mehr im Hause haben wollen. Meine Antwort an sie: „Du hast soeben Deinen Bruder ‚entsorgt‘...“. Mein Herz blutet ohne Ende... Daraufhin habe ich anschließend unsere Netzseite besucht, um ihre Aussage zu überprüfen; das aktuell oben erscheinende Zitat ist das folgende gewesen: Pestalozzi, Johann Heinrich (1746-1827), Schweizer Pädagoge, Sozialreformer, Philosoph und Politiker: „Gute Laune ist die Würze aller Wahrheit.“ – Frage an Herrn Pestalozzi: „Und wie behält Man(n) in $tAlingrAd sEine ‚Gute Laune‘?“ Novalis: „Alle Wahrheit ist uralt.“ Mir soll der Herr Pestalozzi nicht kommen, mit der Ausrede, er habe von Stalingrad noch nichts wissen können, denn von den napoleonischen Kriegen, die dagegen ein Fliegenfurz waren, HAT er wissen müssen! – Wir, Bruder, sind Kriegstrauma-Forscher geworden... Grüßen Sie bitte herzlich Ihre herzliebe B. von mir... –  Bitte halten Sie mich fest! –
Hirt, wie immer ‚im Dienst‘

12.08.2019
...sitze in diesem Moment an der Aktualisierung der Sinnsätze – soeben eingetippt: Lec, Stanislaw Jerzy (1909-1966), polnischer Lyriker und Aphoristiker, in: Unfrisierte Gedanken: „Die meisten Menschen sind Mörder. Sie töten einen Menschen. In sich selbst.“ – ‚Diesen‘ Pestalozzi hab ich entfernt; dafür ‚diesen‘ stehengelassen: Pestalozzi, Johann Heinrich (1746-1827), Schweizer Pädagoge, Sozialreformer, Philosoph und Politiker: „Die Wahrheit ist eine Arznei, die angreift.“

12.08.2019
Hier Die Antwort des AllGeistes: „Wer an zufALL glaubt – hat SEINE panik noch nicht in sICH aufgedeckt...“! – 
h.

13.08.2019
Lieber Bruder, Danke für die Zusendung nun auch des zweiten K.-Dialogs, diesmal mit Ihnen. – Ich fühle, daß Sie eine kurze Reflexion dazu erwarten, erhoffen: Das Material (‚das Werk‘, wie gesagt) ist ‚interessant‘, doch leider ...
Ihre Grüße an B. habe ich ausgerichtet: Sie erwidert sie und sagte, daß sie angerührt sei von diesen Ihren besonderen Grüßen, wie Sie sie formuliert haben und auch von der Beständigkeit, mit der Sie an sie denken… (Dankeschön auch von mir!) – Den von Ihnen aufgepickten Pestalozzi hab ich entfernt; dafür ‚diesen‘ stehengelassen: Pestalozzi, Johann Heinrich (1746-1827), Schweizer Pädagoge, Sozialreformer, Philosoph und Politiker: „Die Wahrheit ist eine Arznei, die angreift.“ – Und enden möchte ich auch mit einem von den gestern neu eingefügten Sinnsätzen, der, wie mir scheint, dem Thema K. einen ihm angemessenen Platz zuweist: Lichtenberg, Georg Christoph (1742-1799), deutscher Mathematiker, Professor der Naturwissenschaften, Begründer des Aphorismus’: „Die großen Begebenheiten in der Welt werden nicht gemacht, sondern finden sich ein.“
Lieber Bruder, ich wünsche sehr, daß Herr K. Ihre Angebote, Texte, Reflexionen würdigen und aufnehmen kann, daß eine mögliche Zusammenarbeit mit Ihrem Freunde Früchte trägt – ich denke, Sie wissen und fühlen, mein lieber Bruder, daß mir alles am Herzen liegt, was Ihrem Wohle und Ihrer Resonanz in der Welt dient!
Ihr Freund und Bruder.

13.08.2019
Lieber Herzbruder, habe im Augenblick nicht mehr die Kapazität, Ihre gesamte Strompost auch nur zu lesen... daher kurz: Schon vor vielen Jahren lehrte ich meine Tochter: EINER macht den Unterschied... – 
iHr Hirt

15.08.2019
Lieber Bruder – weil das gerade entstanden ist und es Sie (wahrscheinlich) innerlich und äußerlich auf das wünschenswerteste entlasten dürfte, erlaube ich mir, es Ihnen zuzusenden… In den wenigen freien Stunden, die zu Studium und Schriftarbeit verbleiben, korrigiere ich derzeit den Talentetext für die erste öffentliche Fassung. Auch die ‚Christusbiographie‘ von P. Seewald (700 Seiten) hat, wie erwartet, weder Neuigkeiten gebracht, noch hat sie unsere Recherchen über die Essener in irgendeiner Weise bereichern können. Daher habe ich (zunächst) beschlossen, dieses Thema im Talentetext nicht weiter zu verfolgen. Übriggeblieben ist also lediglich – der Anhang…
Es grüßt Sie herzlich
Ihr Bruder.

15.08.2019
Lieber Herr Bruder, Sie sprechen mir wieder voll aus dem Herzen: DAS! ist ‚der Stand der Dinge‘, wie man früher zu sagen pflegte... – 
h.

16.08.2019 (02:44 Uhr)
Lieber Bruder, bei mir gibt es schon noch weder Tag noch Nacht, deshalb ‚weiß‘ ich nicht, welche ‚Grußformel‘ hier noch ‚sinnvoll‘ sein könnte… – bezüglich: ‚Nova‘– bitte beachten Sie: Pri-vi(e)-LEG ... = Prinzip – Leben – Gesetz. Bitte sagen Sie mir direkt aus Ihrem reinen HerZen: Wie lauten Ihre Assoziationen? Und – Welchen Unterschied fühlen Sie?: nur – außschließlich: Welcher Begriff steckt in außschließlICH? – https://www.perlentaucher.de/buch/fabian-scheidler/das-ende-der-megamaschine.html – was natürlich nicht bedeuten soll, daß Sie das lesen müssen – ich habe es größtenteils schon gelesen... – Gute n8... – Was ist doch gleich noch einmal ‚stärker als der Tod‘? – ‚Tot‘ umfallen wäre mir im Augenblick fast lieber... – ... und wer war doch gleich Toth, der Ägypter? – Bitte fühlen Sie sich niemals genötigt antworten zu müssen ... allEIN stERBEN ist schöner... – Welches Brimborium wird da eigentlich überhaupt um den Nazarener getrieben? Ich wäre dankbar, hätte ich mit 33 endlich ‚ToT‘ sein dürfen... Was ist das überhaupt: ‚Tod‘? – ich kann mir darunter nichts vorstellen? ich kenne nur ‚sterben‘... und das mache ich jetzt seit 56 Jahren... –

16.08.2019
Lieber Bruder, ich möchte Sie heute morgen – nach Ihren Sendungen von heute nacht – nicht ohne Gruß lassen, obwohl auswärtige Termine mich gleich abrufen werden: Meine Assoziationen, lieber Bruder? – Daß Sie sich (bewußt?) wieder in Zustände der gefahrvollen Konfrontation mit der Perversion und Absurdität unserer Zeit und ihren schreienden verstörten Wahrheiten begeben haben, soweit, daß diese Sie zu übermannen drohen… Und die Frage, ob derart ‚profane Worte‘ Zugang noch finden zu Ihnen – Worte, die Sie nur bestätigen und dennoch bewahren wollen, vor einer allzugroßen Nähe zum Unsagbaren… Gerade mit der letzten Staffel in die Sinnsätze übertragen: Benn, Gottfried (1886-1956), deutscher Arzt, Dichter: „Es geht zu Grund, wer immer zu den Gründen geht.“ – B. spricht noch einigermaßen gut Russisch, ich kaum, genausowenig wie Englisch… – Die ‚Megamaschine‘, auf die wir auch schon in der ‚Nationalseele‘ verwiesen haben, fand ich sogar als PDF im Netz – fürchte aber, wir können das nicht veröffentlichen und übernehmen (wegen der Schutzrechte): http://fluchtursachenbekaempfen.blogsport.de/images/FabianScheidlerDasEndederMegamaschine.pdf. …und ich wünschte, Sie hätten Wunsch zu leben, zu überleben – zu arbeiten, zu provozieren, zu hinterlassen – anstatt zu sterben…
Ihr Bruder.

16.08.2019
„Die Natur wie göttlich! Aber nichts Göttlicheres als glückliche Kinderaugen.“ Fundstelle: aktuelle Lesung unserer Korrespondenz vom Jahresanfang 2019. Zu diesem ZeiTpunkt und ZeiTorT aus den Zitaten ‚über‘ unserem Portal: Verfasser: noch nicht namentlich bekannt? 

16.08.2019
...Bruder, alle nicht benamten Sinnsätze stammen aus meiner Feder... Irgendwann kommt der Tag – und ich trete wieder mit meinem ganzen/richtigen Namen auf – wenn die Zeit für ‚mein Lebensprojekt‘ reif ist...
Ihr Bruder!

16.08.2019
Lieber Herr Bruder, dieser Tag, den Sie da ansprechen, wird um so früher ‚DASEIN‘, als SIE konkret auf die Beantwortung mEIner fragen aus den letzten Mails bzw. Strompfosten eingehen, danke... – Wie stets zu Diensten:
‚Schultze-Rhonhof‘ ;)

16.08.2019
...Lieber Bruder – Sie wünschen Antworten – ebenso wie ich... „Was ist Kunst?“ – „Was ist Hinterlassenschaft?“ – Ich bitte Sie, lieber Freund, haben Sie Nachsicht, wenn ich mich nicht examinieren lassen möchte... Haben Sie denn auch meine Repliken gelesen – und verstanden, wie ich sie Ihnen zu verstehen zu geben mich bemühte...? Ansonsten doch auch immer zu Ihren Diensten – wie Sie wissen sollten!

Ihr Freund und Bruder!

16.08.2019
Lieber Herr Herzblatt, wiederum entspricht Ihre werte Ant-Wort genau meinem Herzen... mir liegt es ferne, Ihre Vorstellung bzw. Idee von EX-aminieren sezieren zu wollen, das wissen wir doch allerdings beide – oder in gewisser Weise sogar ‚zu dritt‘? – ‚Aus eins ward zwei ...und Zarathustra schritt an mir vorbei...‘
h.

16.08.2019
...Bruder, lieber – Danke Ihres Antwortes – ich hab drauf gewartet... Nun umarme ich Sie fest – bis morgen – und übermorgen – und bleibe Ihnen treu

Ihr Bruder!

18.08.2019, 01:42 Uhr
Lieber Herr Bruder, wenn wir uns das nächste Mal Auge in Auge sehen, werden Sie von mir eine bestimmte ePost-Adresse erhalten. Gestern habe ich eine wunderbare Verlobungsfeier gefeiert... ich gratuliere UNS! – …als ich zuletzt den berühmten ZAraLeander Ihnen zitiert habe, sind wir schon EIN paar mehr gewesen: „Wir schaffen das!“ – Haben Sie irgendwelche technischen Problömchen? Habe nämlich hier einige Veränderungen vornehmen dürfen, die auch die strOHMzuFuhr betreffen. Setzen Sie bitte vor diesem neuen Hintergrund IHRE prioRiTäten, bitte... – Es grüßt Sie beide herzlich,
Ihr Hirt

18.08.2019, 03:05 Uhr
Lieber Herr Bruder, wir sind ab sofORt das, was man wohl in ‚Bollywood‘ etwa ‚Das Imperium schlägt zurück‘ nennen würde. Da mir bestimmte Verknüpfungen gelungen zu sein scheinen... Frage: Haben Sie Band 1 der Anastasia-Reihe zur Verfügung? ...habe ich gehabt, ist jedoch verschollen… Wenn Sie es haben, denken Sie bitte daran, das Buch bei unserer Begegnung mitzubringen. Nach meinem aktuellen dafürhalten ist es jetzt sinnvoll, sämtliche Text-, d.h. Lese und Schreibarbeiten vorläufig komplett einzustellen und zu Gunsten der sich anbahnenden Kommunikationsmöglichkeiten per ePost zurückzustellen; hier der GRUND: Die Menschheit ist heute so extrem VERBLÖDET, daß das, was wir schreiben, kaum noch einer oder nur eine Minderheit liest – es ist also eine KRAFTumkehr erforderlich in unseren ePost-Dialog, damit sich die passenden Menschen kennenlernen! Sind Sie – beide – damit einverstanden? – In aufrichtigem Dank,
Ihr kleiner Bruder

18.08.2019
Lieber Bruder, mein Freund! – Haben Sie Dank für Ihre Sendungen von heute nacht. – In unseren Dialogen gibt es immer wieder Phasen, wo Sie in eine Sprache, in ein Denken wechseln, die sich mir nur schwer erschließen, die ich dann auffüllen muß mit Interpretationsversuchen… Sie sind ein Dichter, und haben das Privileg, sprachlich vollkommen ‚neu sein‘ zu dürfen – selbst auf die Gefahr, daß Sie unverstanden bleiben für jene, denen es unmöglich ist, in Ihre Welt vorzudringen. Leider trifft das manchmal auch auf mich zu, und ich fürchte, Sie damit zu enttäuschen. … – Bitte, lieber Bruder, behandeln Sie meine Unfähigkeit mit Nachsicht: ich bemühe mich wahrlich, Ihnen ein ebenbürtiger Partner und ehrlicher Freund zu sein – aber ich kann nun unmöglich seitenweise spekulieren oder mich ebenso kryptisch ausdrücken, nur damit Sie sich ‚verstanden fühlen sollen‘… Was ich herauszulesen vermute: Sie wünschen den Kreis der Mitleser unserer E-Mail-Korrespondenz zu erweitern? – Wer sollen diese Menschen sein? – Warum haben sich diese nicht längst schon für uns oder unsere Seite oder unsere Themen interessiert? – Warum sollten sie das jetzt plötzlich tun? – Wie kommen Sie darauf? – Ich kann den Anastasia-Band mitnehmen/mitbringen – aber warum sagen Sie mir nicht genau, was er für Sie oder uns wichtiges enthielte, in diesem Moment – worauf wollen Sie hinaus? … Den Bloch-Satz hab ich natürlich aufgenommen: sehr sinnreich, Dankeschön! – So verbleibt Ihnen wie üblich
Ihr Freund und Bruder – in herzlichster, innigster Zuneigung zu Ihnen!!

18.08.2019
„...und ich fürchte, Sie damit zu enttäuschen. ...“ – Lieber Herr Bruder, SIE werden es niemals zuwege bringen MICH zu (= geschlossen!) ‚enttäuschen!‘ … Aus meinem jugendlichen Tagebuch: „Erwartungen sind kahle Wände, / die man nicht bemalen kann, / manchmal hab ich kALT€ Hände – Rheumatismus – / dann und wann.“ – Grüßen Sie bitte herzlich auch Ihre liebe Frau B. von mir und richten Sie ihr bitte aus: Das Gröbste scheint nun überstanden, noch genauer: überWUNDEN... – ...
h.

18.08.2019
Bruder, ich möchte außerdem anfügen – und bitte Sie herzlich zu registrieren: SIE fühlen sich von mir nicht genügend bedacht, weil ich nicht auf jede Frage, Ihrerseits an mich gerichtet, eingehe/eingehen kann… Sie haben genauso mit keinem einzigen Wort (konkret) auf meine lange Mail vom 13.08., meine Reflexionen K. und sein ‚Lebensprojekt‘ betreffend, geantwortet, ebensowenig wie auf meine Mail vom 10.08., in der ich Sie bat, zu klären, ob es möglich wäre die Telephonnummern Ihrer Kinder zu erhalten… Bruder, das ist keine Retourkutsche, es ist nur der Hinweis auf die unpassenden Forderungen bei gleichzeitiger Einseitigkeit dieser Forderungen…
Ihr – fragender, sich sorgender – Bruder.

18.08.2019
Liebes Herzblatt, darf ich mir gestatten da ‚so etwas‘ wie ‚eine Art‘ der ‚Anklage‘ herauszu! = geschlossen = hören? Bitte BeAchten und bedenken Sie doch folgendes: Es ist innerhalb dieser grauenvollen RaumZeit ein hochGewALTiger ! = usw... Unterschied, ob ‚man‘ als Paar durch diese Grausamkeiten schrEIten darf... ...oder doch ebEn oder eB€n ‚alles selbER‘ machen darf? … ich zitiere eine soeben aufgezeichnete handschriftliche Notiz, die aktuell auf ... PAUSE ... gOTTESdienst... –
Hirt oder ‚Schultze-Rhonhof‘

18.08.2019
…Bruder – das ist doch nicht die Frage – weil es keine Frage sein kann! – Was hat unsere Verlobung mit der Uneindeutigkeit und Ungeschlossenheit unserer Themen oder Korrespondenzen zu tun? – Warum finden sich Menschen und entschließen sich füreinander? Gewiß doch AUCH, weil sie in ihrer Gemeinschaft den Kraftzuwachs verspüren, im Überlebenskampf gegen diese Zeit – trotz der Kraftverluste, die AUCH eintreten, durch die neue Zweisamkeit und die dadurch AUCH neu entstehenden zwischenmenschlichen ‚Belastungen‘… Wenn Sie allerdings von ‚Anklage‘ sprechen – dann, lieber Bruder, scheint es vergeblich, noch weiter um ‚Verständnis‘ zu ringen…
Ihr Bruder.

22.08.2019
Lieber Bruder, Freund – es denkt herzlich, inniglich an Sie – Ihr Bruder! – B. ist nun wieder abgereist; sie hat Ihre Grüßen hier empfangen und grüßt Sie ebenso herzlich zurück! – Wie geht es Ihnen? – Wir haben Ihre Mitteilungen aus den letzten Tagen gelesen – uns wünschen Ihnen und uns, daß auch Sie spüren, wie verbunden wir uns Ihnen fühlen! – Die Gutachten bzw. Analysen, die Sie uns zusandten: ich werde mich erst später damit beschäftigen können; es sind ja diese brisanten Gegenpositionen zur ‚Klimawandelthese‘ – die gründlicher, genauerer Untersuchung/Aufnahme bedürfen… – Bitte lassen Sie uns wissen, wie es Ihnen geht, woran Sie arbeiten – oder woran Sie eben nicht ‚arbeiten‘, ob im Geiste oder im Garten… … – Es verbleibt Ihnen, mit herzlichen Grüßen,
Ihr Freund und Bruder.

24.08.2019
Guten morgen Herr Bruder, mein PC verzeich. net gerade: Datum: Sonntag, 24. 08. 2019! also: ‚WeiheNacht‘… ‚eidolon‘ – Idee hierzu: könnte diese Verschiebung aufgrund von Jahrhunderte andauernder Streitigkeiten darüber ‚Welcher Kalender ist der Richtige?‘ sowie des technischen F. AKtums der Zeitverschiebungen per ‚Schaltjahren‘ (Monat: Februar!) zustande gekommen sein? Mehrere hypo-Thesen... wahrscheinlich spielen hier alle diese Ei n flüsse eine Rolle... Ich umarme Sie beide – wie es sich gehört, natürlich jeweils einzeln... – Präzision in unserem Ausdruck, werter Herr Bruder, ist momentan in unserer Schriftsprache Oberstes Ge b- ot! – bis nochertla (oberfränkisch für: bis bald)… Von der Front:

‚Schultze-Rhonhof‘ ;)

NS: mein Nächster Psycho-klempner-Termin ist am Montag, 26.08.2019, um 18:00 Uhu r... habe mittlerweile ‚Zeitfenster‘ vereinbart, weil 24 Stunden Differenz wohl in der hEUtigen Hektik doch schon ‚ein klein wenig etwas viel sind‘ – oder so ähnlich... Gehaben Sie sich wohl, mein Herr -z- Blatt... – ... „Drei Tage WAR der Frosch so krank – / nun raucht er wieder ‚Gott sei D Ankh...‘“ ...frei nach Wilhelm Busch… – ...

24.08.2019
Lieber Bruder, ich empfange Ihre Sendungen und Grüße – und bleibe Ihnen stets derselbe, den Sie kennen und der Ihnen ein Freund sein möchte, soweit Sie es annehmen können…
Ihr Bruder.

24.08.2019
…wenn Sie mein Badezimmer im Moment sähen: Sie wüßten sofort ALLes... – guter Rath... stellen Sie im Moment bitte alles andere zurück... und stattdessen die Aktualisierung von ‚Rupkalwis‘ in den Vordergrund Ihrer SchriftArbeit... Sie entscheiden – selbstverständlich...
h.

24.08.2019
…Bruder, ... was GENAU wünschen Sie bei Rupkalwis ‚aktualisiert‘…?

24.08.2019
…präzise: Aus meiner Sicht momentan die frühesten Dialoge unter uns Dreien! (‚unter‘ – NIcht: ‚zwischen‘!) – Lösen des Münchhausen-Trilemmas... ein Begriff aus meinem Philosophie-Unterricht im Jahre anno 1982! … – Sie entscheiden! ...
ihr Herzblatt
NS: K. kann diese ePost mitlesen – wenn er mag...

24.08.2019
…Sie können gern … etwas beisteuern, Sie können gern das Münchhausen-Trilemma auflösen, ich kann Ihnen gern die Schuber mit unserer Rupkalwis-Korrespondenz zusenden – die Sie dann gern abschreiben können… Wünschen Sie dieses? – Ich jedenfalls wünsche nicht, daß Herr K. unsere Privatkorrespondenz mitliest.
Ihr Bruder.

24.08.2019
...setzen Sie bitte – sobald als möglich – und so ‚ansprechend‘ wie möglich Novalis’ Gedicht: ‚Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren...‘ unterhalb der Eintragungen bezüglich 5G auf das Frontispiz meines ‚Netzausweises‘, also auf das ‚Deckblatt‘ meiner Netzseitenabteilung... Danke Ihnen wiederum aus tiefstem Herzen... glauben Sie mir nur, lieber Bruder: Wenn Sie alles dies voransetzen, also ZU erst tun, ‚ersparen wir uns alle‘ viel Hektik für unsere weiteren Vorhaben...

24.08.2019
Ist es Ihnen so recht?:
Novalis (Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg, 1772-1801), deutscher Dichter und Essayist der Frühromantik, Philosoph, Jurist und Bergbauingenieur, hier aus dem Romanfragment Heinrich von Ofterdingen:
Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren
Sind Schlüssel aller Kreaturen
Wenn die, so singen oder küssen,
Mehr als die Tiefgelehrten wissen,
Wenn sich die Welt ins freye Leben
Und in die Welt wird zurück begeben,
Wenn dann sich wieder Licht und Schatten
Zu ächter Klarheit werden gatten,
Und man in Mährchen und Gedichten
Erkennt die wahren Weltgeschichten,
Dann fliegt vor Einem geheimen Wort
Das ganze verkehrte Wesen fort.“

24.08.2019
JA! ...es ISt mir recht – ohne es gesehen zu haben: Allein, weil Sie es thun... –
h.

02.09.2019
Lieber Freund, ich reise morgen frühe aus Berlin ab, schalte in diesem Moment meinen Rechner aus und bin erst um den 10.09. herum wieder über mein Postfach zu erreichen. Vor meiner Reise liegt es mir sehr auf dem Herzen, Ihnen mitzuteilen, daß Ihr strategisch intendierter Rückzug – Ihre offenkundig bewußte Antwort- und Schreibblockade – mir spürbar zugesetzt hat. Diese unmotivierten/unbegründeten Aussetzer hat es von Ihrer Seite schon öfter gegeben... Natürlich darf man, im Moment bestimmter Anforderungen oder Überlastungen, den kontinuierlichen Dialog, wie WIR ihn in aller Regel, nach beiderseitigem Wunsche, zu führen für notwendig erachteten, auch einmal aussetzen. Man darf ihn – unter Freunden – jedoch nicht einfach absetzen OHNE Erklärung oder Vorbereitung darauf! Deswegen nenne ich Ihren Rückzug ‚strategisch intendiert‘, weil er wie eine ‚Strafaktion‘ wirkt, wie, als ob man jemanden fallen läßt, weil er die ‚Vorgaben‘ nicht erfüllt... – In den 15 Jahren unserer Freundschaft habe ich Sie STETS – wie auch jetzt wieder: in klaren und verständlichen Worten, so, wie man mit (s)einem Freunde umzugehen pflegt (!) – über meine jeweiligen Absichten, Situationen und Aufenthaltsorte informiert. Nie mußten Sie sich in Spekulationen über unser Verhältnis oder in Sorge um mich ergehen! Anders auf Ihrer Seite: Mehrfach haben Sie mich einfach ‚dumm dastehen lassen‘ – und mich mitunter sogar nicht nur durch diese Gleichgültigkeit verletzt… Meine Gemütsverfassung, die es mir – sofern als möglich: nicht also ‚grundsätzlich‘, ‚feige‘ (!) – nahelegt, Konflikten aus dem Wege zu gehen, wie auch meine aufrichtige Freundschaft zu Ihnen und mein Verständnis für Ihre psychische Instabilität, hat es mir immer leicht gemacht, Ihnen diese ‚Ausfälle‘ nachzusehen. Zunehmend frage ich mich jedoch, ob hier nicht sogar eine Parallele besteht zu der abfälligen und verachtenden Haltung, wie sie uns beiden vor Wochen von Ihrem Freunde K. entgegenschlug. Und möglicherweise ließen sich dafür sogar ähnliche Gründe finden – durch ähnliche Veranlagungen, Biographien, Lebensbrüche und ähnlich intendierte Lebensthemen...? Doch genauso wie ich mich von Herrn K. nicht beleidigen lasse, möchte ich auch Ihre Uneindeutigkeit und Unverbindlichkeit im Umgange mit mir nicht länger hinnehmen müssen. Es ist zudem vollkommen inakzeptabel, daß Sie meine privaten Äußerungen – Ihnen als meinem Freunde exklusiv zugesandt (!) – an Dritte weiterleiten! Dieses Versprechen müßten Sie zunächst einmal erneuern: daß unsere Post für – mir – Fremde tabu ist! Wir ‚veröffentlichen‘ schon genug, Reaktionen darauf gibt es KEINE! Wenn SIE einen neuen Gesprächskreis eröffnen wollen, dann ist Ihnen das unbenommen, doch reichen Sie bitte MEINE – AN SIE GERICHTETE – POST nicht ungefragt weiter. Ein eklatantes Mißverständnis und Mißverhältnis macht sich für mich daran unter uns deutlich: Sie (ähnlich wie Herr K.) ‚wünschen sich‘ ‚Kommunikation‘ und ‚Erweiterung der Kommunikation‘ – verletzen aber die Grundregeln, die eine VERTRAULICHE KOMMUNIKATION VORAUSSETZEN: Verläßlichkeit – in den Absprachen, in der Geschlossenheit, in der Rückmeldung, in menschlich-respektvollem Umgange = Verbindlichkeit! Sie werden mir zustimmen: Jeder ist in seinem Lebensfeld auf Menschen angewiesen, deren Wertauffassungen mit den eigenen korrespondieren, Menschen, mit denen man sich im wesentlichen auf ähnliche Geltungen verständigen kann – und die sich dann entsprechend auch verhalten. In den fünf Jahren des Bestehens unserer Netzpräsenz habe ich Sie nur unter Anstrengung (und auch nur streckenweise) ‚motivieren‘ können – wirklich daran MITZUWIRKEN: Unvergeßlich und ‚unbezahlbar‘ für mich Ihre Hilfe und Zuarbeit zur ‚Nationalseele‘! Heute/gegenwärtig bin ich mir nicht mehr sicher, in welchem Verhältnis Sie zu unserer Arbeit, zu mir und unserer Freundschaft tatsächlich stehen – und dieses GEFÜHL hat sich jetzt wieder groß aufgehäuft: Sie berichten mir nicht, was mit Ihnen los ist, in welcher Situation Sie sich befinden, woran Sie arbeiten oder nagen… Sie sperren unsere Kommunikation ab… ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, Sie antworten nicht AUF MEINE FRAGEN, BEFINDLICHKEITEN, WÜNSCHE… – Was ist das also?, was haben wir?, was verbindet uns?! – Lieber Freund: „Die Differenz zweier Erfahrungen – und Ab-Sichten – läßt sich nicht diskutieren.“ – Wir werden den Konflikt zwischen mir, Herrn K. und Ihnen nicht auflösen, dazu stehen wir alle, nur schon nach zwischenmenschlichen Bedürfnissen geurteilt, auf zu verschiedenen Posten – zumal diese empathischen Eigenschaften für mich (gewisserweise) sogar höheren Wert besitzen als jede inhaltliche Übereinstimmung! – Ich habe mich in den zurückliegenden drei Jahren mehrere Male mit ausführlichen und sehr persönlichen Zeilen, Zeichen, Zusprüchen (und Angeboten) an Herrn K. gewandt – man darf sich fragen, was er noch will?! – GELD! – Mindestens ist klar, daß meine Art der ‚Zuwendung‘ für ihn unbrauchbar ist... – Bitte lassen Sie UNS demnächst vereinbaren, wie WIR zukünftig miteinander verkehren wollen – und lassen Sie uns diese Absprachen/Verpflichtungen zukünftig bitte respektvoll auch beherzigen, wie es Ihnen und mir – als dem ‚Freunde und Bruder‘, wie wir uns nennen – zusteht/zuzukommen hat. Ansonsten, Sie können es sich denken, bliebe mein Vertrauen und meine Initiativkraft beschädigt… Es umarmt Sie herzlich
Ihr zuverlässiger Freund!
NS: „In der Hoffnung, daß es Ihnen wohlergeht, sende ich Ihnen sehr herzliche Grüße! – B.“

17.09.2019
...nach Wochen gelingt es mir nun erstmals, mich zu melden... In meiner Wohnung sind Telephon und PC ‚platt‘. Schreibe diese Botschaft von einer Bamberger Bücherei aus... Herzliche Grüße an B. Gehaben Sie sich beide wohl? Schaffe es derzeit nicht, auf zurückliegende Mails zuzugreifen – und muß auch auf Ihre Antwort bis zu meinem nächsten Besuch in dieser Bücherei warten... es sei denn die Firma, die sich für meinen heimatlichen Internetanschluß eigentlich ‚zu interessieren hat‘, erklärt sich doch noch für den technischen Support als ‚zuständig‘... Habe aktuell bei der Firma 1&1 meine Sepa-Lastschrift des letzten Monats zurückgeholt... Vielleicht verstehen sie dort ja die ‚kapitalistischen Sprachregelungen‘… Richten Sie bitte K. Grüße von mir aus! Vielen herzlichen Dank... bis bald...
Ihr Hirt

18.09.2019
Lieber Freund, Ihre Mail von vorgestern hat mich einigermaßen überrascht: zunächst hat sie mich sehr dankbar gemacht, mich beruhigt, ‚versöhnt‘ – dann aber auch läßt sie mich wiederum etwas ungläubig, verständnislos, konsterniert ‚dastehen‘… Hier die Aufklärung von meiner Seite… auch Sie können die Dinge gern aufklären, sofern Sie irgendwann die Kraft, Zeit und den Wunsch dazu finden mögen… VOR ALLEM JEDOCH möchte ich Sie fest und innig umarmen, Sie an mein Herz drücken – und Ihnen sagen, daß ich dankbar bin, von Ihnen zu hören — dankbar, daß Sie leben…!! – Die Chronologie, die Ihnen mein Unverständnis noch einmal erklärt: Ihre letzte Mail erreichte mich am 18.08. (!) Danach kein Lebenszeichen mehr von Ihnen! – Sie haben meine Postadresse, Sie kennen die Postadresse von B., es wäre ein Leichtes, mich kurz über die Telephonstörung bei Ihnen zu informieren – zumal Sie von meiner bevorstehenden Abreise nach Binz und Thüringen wußten… Ich sende Ihnen mehrere Mails – alle bleiben unbeantwortet… Am 02.09. – ratlos und in Sorge (!) – sende ich Ihnen per Mail meine Post vom 02.09. – Am 10.09. sind B. und ich in Thüringen zurück: Keine Antwort von Ihnen, kein Lebenszeichen – ich bin schwer erschüttert! In meiner Sorge und Unerklärlichkeit suche und finde ich E-Mail-Adressen von Janina und Julius – und sende ihnen diese Zeilen: ‚Liebe Janina, lieber Julius, seit geraumer Zeit ist mein Kontakt zu meinem Freunde Hirt abgebrochen. – Ob Sie mir ggf. eine kurze Nachricht zukommenlassen würden, wie es ihm ergeht? – Ich denke, ich darf mich zu seinen engsten Vertrauten zählen. – Ich danke Ihnen. – Mit herzlichen Grüßen…‘ Bis gestern (7 Tage lang) keine Rückmeldung von Ihren Kindern; heute morgen von Janina eine kurze Antwort mit den jetzt bekannten Informationen… und gestern nun empfange ich auch Ihre Mail…
Lieber Freund, ich bitte Sie sehr, sehr von Herzen, zu versuchen, meine Verwirrung nachzufühlen. – Wenn Sie die inneren und technischen Unpäßlichkeiten ausgeräumt haben, würde ich Sie außerdem bitten, ausführlicher auf meine Fragen und Befindlichkeiten meines Briefes vom 02.09. zu antworten. – Eine Post unterdessen – inklusive Buch- und Schriftenbestellungen (vom 03.09.) – an Herrn K. ist bis heute WIEDERUM nicht beantwortet worden! – Verzeihen Sie mir, aber sehen Sie es doch endlich ein: MAN SPRICHT NICHT MIT MIR! – Sehen Sie mir nach, daß auch ich nicht länger bereit sein möchte, Botschaften in die Welt zu senden und Desinteresse zu ernten… Bis demnächst verbleibt Ihnen sehr herzlich
Ihr Freund!

19.09.2019
Siehe Briefpost von Herrn Hirt, nach Thüringen gesandt.

23.09.2019
Ebenso als Briefpost: Lieber Freund, Ihre Briefpost hat mich hier erreicht. – Soweit ich verstanden habe, wollen und können Sie derzeit meine Anfragen und Verfassungen nicht ‚behandeln‘… Ich habe dafür Verständnis, es geht mir im Grunde ähnlich… Mehr als einmal habe ich mir schon überlegt, ob ich Sie – wegen der Überlastung, die mich momentan in Bann hält – nicht um eine Pause in unserem kontinuierlichen Austausch bitten sollte… Das soll Sie jedoch nicht davon abhalten, sich jederzeit zu melden, wann immer Sie wieder Lust haben sollten, zu kommunizieren… Im Dezember kommen wir Sie auf ein paar Stunden besuchen, so es Sie erfreuen würde… Ihnen immer ein Freund, ein offenes Ohr und offenes Herz – so verbleibt Ihnen
Ihr Bruder.