AUSGEWÄHLTE KORRESPONDENZ


zwischen Bruno Rupkalwis und seinen beiden engsten Freunden.



(Frühestens ab 2020 verfügbar.)

(Intern: Artikel nicht rückübertragen, da hier unvollständig.)

(In Überarbeitung:)

Aus den Jahren 2008 bis zu seinem plötzlichen Tod im März 2012 ist ein umfangreicher Schriftverkehr zwischen Bruno Rupkalwis und zweier Freunde erhalten. Diese hatten sich über den weitläufigen E-Mail-Verteiler Bruno Rupkalwis’ kennengelernt und entwickelten bald - aus dem Gefühl besonderer Übereinstimmung - einen vertraulichen Dialog mit B. Rupkalwis. - Erst ein Jahr nach Bruno Rupkalwis’ Tod trafen sich die beiden anderen Freunde persönlich das erste Mal. - Auf ihr Bestreben geht diese Veröffentlichung des Vermächtnisses B. Rupkalwis’ zurück. Sie geben ihr Einverständnis zur Veröffentlichung auch ihrer Beiträge.

Erster und fortlaufend befruchtender Streitpunkt zwischen diesen Dreien war die verschiedene weltanschauliche Position: Auf Herrn H. und Herrn S. wirkte die Starre, mit der B. Rupkalwis jede Form metaphysischer Einflüsse auf unsere Existenz ausschloß, wie ein tragischer Irrtum. Ihrer Auffassung nach konnte das Wunder unseres Daseins - genauso wie jede seiner krankhaften Abweichungen - ohne die Annahme geistiger Schöpferkräfte, intentionaler oder seelischer Beziehungsstrukturen, für die im beengten Raster mechanistischer oder schulmedizinischer Dogmen kein Platz ist, weder angemessen noch aufrichtig ‚wissenschaftlich‘ beschrieben werden. Aus dieser Grunddifferenz speiste sich der inhaltliche Schwerpunkt ihrer Korrespondenz. Obwohl sie sich nur aus ihren Briefen (und wenigen Telefonaten) kannten, verband die drei Diskutanten durch Art und Aufrichtigkeit ihres Dialogs bald eine enge Freundschaft im klassischen Sinne dieses schönen Wortes: Sie hätten, so es nötig gewesen wäre, ‚Bürgschaft‘ füreinander geleistet, ganz so, wie in der alten Schillerballade erzählt. In dieser gegenseitigen Gewißheit des Schutzes durch die Weisheit der geistvollen Herzen und des lebensreifen Verstandes der anderen wußten sie sich mit höchstem Respekt zu behandeln und konnten zugleich hart und kontrovers miteinander streiten, ohne einander zu verletzen.

Wir alle können die speziellen Dispositionen, die uns zu einzigartigen Wesen machen, nicht ohne Weiteres überwinden oder verlassen. Zu stark sind unsere genetischen Voraussetzungen und unsere traumatischen Komplexe zu einer manifesten Gemütsstruktur verknüpft und verschworen, deren kompensatorische Modelle uns fortan vor allen möglichen, für uns scheinbar unbeherrschbaren Konflikten zu schützen versuchen. So ließen sich bei uns allen Persönlichkeitsdefizite, offene Lebensthemen oder Störungen entdecken - und lediglich die eigene Bewußtmachung und Konfrontation mit diesen problematischen Aspekten in uns kann auch unsere Vervollkommnung und Integration antreiben. Dieserart unerlöste Bereiche, die zur menschlichen Natur gehören, gab es auch in den Veranlagungen der drei Freunde. - Da Bruno Rupkalwis selbst öffentlich immer sehr frei mit seiner persönlichen Wahrheit umgegangen ist, erscheint es den Herausgebern dieser Dokumentation zulässig, einige wenige Informationen aus dem privaten Bereich der Familie Rupkalwis preiszugeben, um die Hintergründe bestimmter Standpunkte und Verhaltensweisen zu erhellen:

Auch wenn eine charakterliche Anlage Voraussetzung dazu ist: Der tätige Rebell oder Revolutionär in uns wird oft erst durch eigene Betroffenheit von Unrecht oder Willkür erweckt. Bei B. Rupkalwis waren es zwei tragische Schicksalsschläge, die ihn provozierten, das ‚psychodemagogische System’ in unserem Land öffentlich anzuprangern: zum einen die Inkompetenz sog. Ärzte im Zusammenhang mit seiner chronisch erkrankten Frau, zum anderen ... Ihm fehlte es an unbedingtem Einfühlungs- und Einlassungsvermögen in andere Zustände und fremde Auffassungen. Auch die Kritik seiner Freunde schmetterte er oft mit dogmatischen Behauptungen ab, ohne sich dabei tatsächlich auf die Gegenargumente eingelassen zu haben... zuletzt hatten seine Kinder die aktive Beziehung zu ihren Eltern weitgehend abgebrochen. - Bruno Rupkalwis starb im März 2012, wenige Tage vor seinem 70. Geburtstag, unerwartet und unvorbereitet an Herzversagen. Seine Frau, die er seit Jahren aufopfernd gepflegt hatte, wurde in ein Heim verbracht, wo auch sie wenige Monate später verstarb.

Der hier veröffentlichte Briefverkehr darf vor allem aus zwei Gründen als zeitgeschichtliches Dokument betrachtet werden: Zum einen werden in ihm philosophische und spirituelle Grundfragen kontrovers diskutiert, zum anderen gewährt er einen sehr persönlichen Einblick in eine mutige Auseinandersetzung mit dem sozialmedizinischen System in unserem Land. Es darf nicht vergessen werden, daß B. Rupkalwis seinerzeit zu den ganz wenigen Menschen gehörte, die den Mut aufbrachten, öffentlich gegen verschiedene Mißstände hierzulande vorzugehen und sich mit seiner ganzen Person dem verlogenen politischen und psychodemagogischen Kartell in den Weg zu stellen. Sein Verhalten trug rebellisch-revolutionäre Züge; aber welches ‚Verhalten‘ sonst hätte Chancen, dem Duckmäuser- und Mitläufertum, wie es heute überall gefordert wird und wie es Anfang alles Inhumanen und Mörderischen ist, die Schranken zu weisen?! Aufzustehen und gegen die Lüge und das Verbrechen zu protestieren ist die edelste Sache der Welt! Wer wagt sich das heute noch, in unserer „pseudo-medizinischen Diktatur“, auch ein Wort, das von B. Rupkalwis stammt. - Und vielleicht war es wirklich ‚sein Glück‘, daß in einem ohnehin völlig willkürlich-subjektiven System niemand seine Anklagen ernst genommen hat, zumal es immer ‚nur individueller Schaden‘ war, der entstand und als ‚bedauerliche Ausnahme‘ abgetan werden konnte. Sonst nämlich wäre ihm leicht Ähnliches widerfahren, wie Gustl Mollath, der, wie mittlerweile bekannt, von der in sich verquickten und verschworenen mafiosen Amtselite sieben Jahre zwangspsychiatriert worden war...