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Archiv Stiftung Werkvermächtnisse
„Der bestirnte Himmel
über mir …“ ist der Mikrokosmos.
Ihr versucht, Ihn unter Euere Mikroskope zu legen: ... und ‚Gott‘ lächelt sanft über solche Einfalt! - Alles ist Geist.
[*]Heinrich
Heine (1797-1856), deutscher Nationaldichter, Schriftsteller und Journalist,
in: Aus den
Memoiren des Herren von Schnabelewopski: „Was ist Traum? Was ist Tod? Ist dieser nur eine Unterbrechung des
Lebens? oder gänzliches Aufhören desselben? Ja, für Leute, die nur
Vergangenheit und Zukunft kennen und nicht in jedem Momente der Gegenwart eine
Ewigkeit leben können, ja, für solche muß der Tod schrecklich sein! Wenn ihnen
die beiden Krücken, Raum und Zeit, entfallen, dann sinken sie ins ewige Nichts.
Und der Traum? Warum fürchten wir uns vor dem Schlafengehn nicht weit mehr als
vor dem Begrabenwerden? Ist es nicht furchtbar, daß der Leib eine ganze Nacht
leichentot sein kann, während der Geist in uns das bewegteste Leben führt, ein
Leben mit allen Schrecknissen jener Scheidung, die wir eben zwischen Leib und
Geist gestiftet?“
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