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Archiv Stiftung Werkvermächtnisse
„Der bestirnte Himmel
über mir …“ ist der Mikrokosmos.
Ihr versucht, Ihn unter Euere Mikroskope zu legen: ... und ‚Gott‘ lächelt sanft über solche Einfalt! - Alles ist Geist.
[*]Arthur
Schnitzler (1862-1931), österreichischer Erzähler und Dramatiker, gilt als
einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne, in: Der einsame Weg, 4.
Akt, 8. Szene, Sala: „Was hat
das, was unsereiner in die Welt bringt, mit Liebe zu tun? Es mag allerlei
Lustiges, Verlogenes, Zärtliches, Gemeines, Leidenschaftliches sein, das sich
als Liebe ausgibt – aber Liebe ist es doch nicht ... Haben wir jemals ein Opfer
gebracht, von dem nicht unsere Sinnlichkeit oder unsere Eitelkeit ihren Vorteil
gehabt hätte? ... Haben wir je gezögert, anständige Menschen zu betrügen oder zu
belügen, wenn wir dadurch um eine Stunde des Glücks oder der Lust reicher
werden konnten? [...] Und glauben Sie, daß wir von einem Menschen – Mann oder
Weib – irgendetwas zurückfordern
dürften, was wir ihm geschenkt hatten? Ich meine keine Perlenschnur und keine
Rente und keine wohlfeile Weisheit, sondern ein Stück von unserm Wesen – eine Stunde
unseres Daseins, das wir wirklich an sie verloren hätten, ohne uns gleich dafür
bezahlt zu machen, mit welcher Münze immer. Mein lieber Julian, wir haben die
Türen offen stehen und unsere Schätze sehen lassen – aber Verschwender sind wir
nicht gewesen.“
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