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Haarige Fragen, haarige Antworten ...


(Contributions to Dr. Schnitzer's Health Secrets Forum, May 1999 - April 2000)
(Beiträge zu Dr. Schnitzer's Gesundheits-Forum, Mai 1999 - April 2000)

Abgeschickt von Klaus am 25 Maerz, 2000 um 12:31:39:

Dauerhafte Haarentfernung

Wie kann man Haare dauerhaft (für immer) beseitigen. Rücken, Arme usw. oder einen neuen Haarflaum sich wachsen lassen?

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Abgeschickt von Dr. Johann Georg Schnitzer am 30 Maerz, 2000 um 20:48:43
Antwort auf: Dauerhafte Haarentfernung (Klaus am 25 Maerz, 2000 um 12:31:39)

Haarige Fragen, haarige Antworten ...

Einflussnahme auf den Haarwuchs und Haarbestand ist immer ein Eingriff in den lebenden Organismus, dessen Folgen nicht immer überblickt werden können. Haarwuchs lässt sich auch nicht beliebig beseitigen, und man kann sich nicht einfach "einen neuen Haarflaum wachsen lassen". Es hat immer einen biologischen Grund, warum und an welchen Stellen wie viele Haare in welcher Stärke wachsen, oder auch nicht wachsen.

Der Haarbestand ist genetisch festgelegt. "Aber selbst die Haare eures Hauptes sind alle gezählt" (Lukas 12:7). Was ohne gesundheitlichen Schaden getan werden kann, ist: Haare schneiden, rasieren, im höchsten Fall und geringem Umfang "auszupfen". Neue Haare wachsen lassen? Mit angeblich wirksamen Mitteln ist zwar schon viel Geld verdient worden, aber wenig oder keine Wirkung zustande gekommen. Wenn sich bei einer Methode wirklich neues Wachstum regt, kann der Preis in schwerwiegenden Veränderungen im Hormonhaushalt oder in unbekannten Nebenwirkungen liegen. Haartransplantation? Es ist doch wohl wichtiger, was sich im Inneren des Kopfes regt, als was obendrauf wächst oder auch nicht.

In diesem Zusammenhang mag auch auf die Frage der Glatzenbildung eingegangen werden. Zunächst ist bekannt, dass Männer mehr dazu neigen, und unter den Männern vor allem jene, die geistigen Tätigkeiten nachgehen. Aber warum ist das so? Dazu die folgenden Fakten und Überlegungen:

(1) Die Evolution (biologische Weiterentwicklung) des Menschen hat ohne Zweifel ihr Hauptgewicht auf der Weiterentwicklung des Gehirns. Dieses ist im Laufe der Evolution immer größer geworden.

(2) Das menschliche Gehirn verbraucht, wenn es arbeitet, bis zu 40 % des gesamten Sauerstoffbedarfs des Organismus. Wo aber Sauerstoff verbraucht wird, entsteht Wärme.

(3) Mit zunehmender Größe des Gehirns entsteht ein Problem für die Abstrahlung der überschüssigen Wärme nach aussen. Denn mit dem Größerwerden eines kugelähnlichen Körpers wächst sein - hier Wärme erzeugender - Inhalt viel schneller als seine Oberfläche. Je grösser also das Gehirn, desto geringer ist im Verhältnis zur Wärmeerzeugung seine Oberfläche, über welche der Wärmeüberschuss abgestrahlt werden kann. Ab einer gewissen Größe und Wärmeerzeugung müssen deshalb die Haare wegen ihrer Isolationswirkung weg. Dieser Punkt scheint jetzt bei Männern mit erheblicher geistiger Tätigkeit erreicht.

(4) Jetzt aber bitte keine Minderwertigkeitskomplexe bei jenen Männern, die sich noch eines vollen Haarschopfes erfreuen. Solche evolutiven Entwicklungen sind nur langfristige "biologische Trends" mit einer großen Streubreite.

(5) Warum aber verlieren nicht auch Frauen mit überwiegend geistiger Tätigkeit ihre Kopfhaare? Wahrscheinlich deshalb, weil Frauen ein im Vergleich zu Männern um durchschnittlich 50 g leichteres (kleineres) Gehirn besitzen. Wiederum aber bitte keine Komplexe; das etwas geringere Gewicht des weiblichen Gehirns sagt noch nichts über dessen Leistungsfähigkeit aus; selbst die Leistungskapazität von Computerchips misst man nicht nach deren Gewicht. Aber von der reinen Wärmeerzeugung ihres Gehirns her sind die Frauen offenbar noch nicht an die Wärmestau-Grenze gelangt und dürfen deshalb ihre schönen Haare vorläufig (in Evolutionszeiträumen gesehen) noch behalten.

Sie glauben sie nicht, diese "Wärmestau-Theorie"? Dann erzähle ich Ihnen dazu noch eine ganz andere, nicht weniger "haarige" Geschichte:

Fahren Sie bereits einige Jahre Auto? Dann haben Sie wahrscheinlich auch schon die Erfahrung gemacht, dass man im Straßenverkehr vor Männern mit Hut im Auto "auf der Hut sein" muss. Solche sind beim Fahren irgendwie nicht so aufmerksam, fahren zu langsam, schauen manchmal nicht in den Rückspiegel, bevor sie ausscheren, vergessen den Blinker vor dem Abbiegen, und was sonst noch Anzeichen einer geringeren Aufmerksamkeit und Konzentration sind. Aber warum ist das so?

Eines Tages erwähnte ich diese Sache in einer Gesprächsrunde und versuchte dabei, ihr mehr auf den Grund zu gehen. Deshalb stellte ich die Frage: Warum trägt so jemand einen Hut?

Darauf antwortete eine Frau (Frauen denken oft direkter, praktischer, nicht so kompliziert und theoretisch wie Männer): "Weil er am Kopf friert!"

Jetzt hatten wir die Lösung! Denn die logische nächste Frage heisst: "Warum friert er denn am Kopf?" - und die Antwort darauf: "Weil darinnen kaum Wärme erzeugt wird." Die Anschlussfrage "Warum kaum?" führt dann zu der Antwort "Weil er kaum denkt, also kaum Sauerstoff verheizt!" - und das erklärt nun, warum Mann mit Hut im Straßenverkehr ein Warnsignal ist, und warum Männer, die viel denken, nicht nur keinen Hut, sondern auch keine Haare auf dem Kopf brauchen können, weil beides die Wärmeabstrahlung behindern und zu einem Hitzestau führen könnte.

So weit die haarigen Antworten auf die haarigen Fragen ...

Dr. Johann Georg Schnitzer

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Abgeschickt von Johanna B. am 7. April 2004

Evolution und Haare

Hallo! In Thüringen muss man als Ersatz für das 13. Schuljahr eine sogenannte Seminarfacharbeit schreiben. Dafür haben jetzt zwei Freundinnen und ich das Thema Haare ausgesucht. Dabei ist uns eine Frage aufgekommen, die wir bis jetzt nicht beantworten konnten und nirgendwo Literatur dazu finden: Wieso sind die Haare auf dem Kopf immer länger geworden, während die Körperbehaarung zurückgegangen ist? Gibt es dafür rationale Gründe oder ist das bis jetzt ungeklärt? Vielen Dank, J.B.


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Abgeschickt von Dr. Johann Georg Schnitzer am 11. April, 2004
Antwort auf: Evolution der Haare (Johanna B. am 7. April 2004)

An den Haaren herbeigezogen ...

Der Rückgang der Körperbehaarung hat wahrscheinlich mit der besseren Kühlmöglichkeit zu tun.

Warum die Kopfhaare länger geworden sind, und warum sie bei den Frauen länger als bei den Männern sind, weiß ich nicht (außer dass dies in früheren Zeiten vielleicht praktisch war, weil die Frauen bei Entführungen an den Haaren weggeschleift werden konnten - vielleicht ist das aber auch nur eine "an den Haaren herbeigezogene" Begründung).

Vielleicht hat es dem Schöpfer des Menschen einfach so am besten gefallen: "Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich .... Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie ... Und es geschah so. Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut." (1. Mose 1, 26:31).

Vielleicht haben Sie auch eine andere Erklärung, oder fragen Sie dazu mal (wenn es das gibt) in einem Friseur-Museum nach, oder bei der Friseur-Innung, denn die Friseure leben ja von dieser Tatsache.

In Afrika dient das lange und gekräuselte Kopfhaar gewiss auch dazu, die senkrecht von oben kommende starke Sonneneinstrahlung vom Gehirn fernzuhalten, um es nicht zu überhitzen; dabei kann kühlende Luft durch die locker gekräuselten Haare streichen und die Hitze abführen.

Dr. Johann Georg Schnitzer


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