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Archiv Stiftung Werkvermächtnisse
„Der bestirnte Himmel
über mir …“ ist der Mikrokosmos.
Ihr versucht, Ihn unter Euere Mikroskope zu legen: ... und ‚Gott‘ lächelt sanft über solche Einfalt! - Alles ist Geist.
[*]Johann
Gottlieb Fichte (1762-1814), deutscher Philosoph, in: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder
der sogenannten Philosophie: „Wenn
es sich so verhält; wenn das menschliche Wissen an sich und seiner Natur nach solches
Stückwerk ist, wie das wirkliche Wissen so vieler Menschen; wenn ursprünglich
eine Menge Fäden in unserem Geiste liegen, die unter sich in keinem Punkte
zusammenhängen, noch zusammengehängt werden können: so vermögen wir abermals
nicht gegen unsere Natur zu streiten; unser Wissen ist, so weit es sich
erstreckt, zwar sicher; aber es ist kein einiges Wissen, sondern es sind viele
Wissenschaften. – Unsere Wohnung stünde dann zwar fest, aber es wäre nicht ein
einiges zusammenhängendes Gebäude, sondern ein Aggregat von Kammern, aus deren
keiner wir in die andere übergehen könnten; es wäre eine Wohnung, in der wir
uns immer verirren, und nie einheimisch werden würden. Es wäre kein Licht
darin, und wir blieben bei allen unseren Reichtümern arm, weil wir dieselben
nie überschlagen, nie als ein Ganzes betrachten und nie wissen könnten, was wir
eigentlich besäßen; wir könnten nie einen Teil derselben zur Verbesserung des
übrigen anwenden, weil kein Teil sich auf das übrige bezöge. Noch mehr, unser
Wissen wäre nie vollendet; wir müßten täglich erwarten, daß eine neue
angeborene Wahrheit sich in uns äußere, oder die Erfahrung uns ein neues
Einfaches geben würde. Wir müßten immer bereit sein, uns irgendwo ein neues
Häuschen anzubauen.“
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