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Archiv Stiftung Werkvermächtnisse
„Der bestirnte Himmel
über mir …“ ist der Mikrokosmos.
Ihr versucht, Ihn unter Euere Mikroskope zu legen: ... und ‚Gott‘ lächelt sanft über solche Einfalt! - Alles ist Geist.
[*]Kleist,
Heinrich von (Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist, 1777-1811), deutscher
Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizist, in seinem Abschiedsbrief an Marie von Kleist am Tage
seines Freitods, am 21. November 1811: „Meine liebste Marie, wenn Du wüßtest, wie der Tod und die Liebe sich
abwechseln, um diese letzten Augenblicke meines Lebens mit Blumen, himmlischen
und irdischen, zu bekränzen, gewiß Du würdest mich gern sterben lassen. Ach,
ich versichre Dich, ich bin ganz selig. Morgens und abends knie ich nieder, was
ich nie gekonnt habe, und bete zu Gott; ich kann ihm mein Leben, das
allerqualvollste, das je ein Mensch geführt hat, jetzo danken, weil er es mir
durch den herrlichsten und wollüstigsten aller Tode vergütigt. Ach, könnt ich
nur etwas für Dich tun, das den herben Schmerz, den ich Dir verursachen werde,
mildern könnte! [...] – Ach, meine teure Freundin, möchte Dich Gott bald
abrufen in jene bessere Welt, wo wir uns alle, mit der Liebe der Engel,
einander werden ans Herz drücken können. – Adieu.“
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