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Archiv Stiftung Werkvermächtnisse
„Der bestirnte Himmel
über mir …“ ist der Mikrokosmos.
Ihr versucht, Ihn unter Euere Mikroskope zu legen: ... und ‚Gott‘ lächelt sanft über solche Einfalt! - Alles ist Geist.
[*]Rainer
Maria Rilke (1875-1926), deutscher Lyriker, in den Duineser Elegien: „Denn wir, wo wir fühlen, verflüchtigen; ach
wir atmen uns aus und dahin; von Holzglut zu Holzglut geben wir schwächern
Geruch. Da sagt uns wohl einer: ja, du gehst mir ins Blut, dieses Zimmer, der
Frühling füllt sich mit dir ... Was hilfts, er kann uns nicht halten, wir
schwinden in ihm und um ihn. Und jene, die schön sind, o wer hält sie zurück?
Unaufhörlich steht Anschein auf in ihrem Gesicht und geht fort. Wie Tau von dem
Frühgras hebt sich das Unsre von uns, wie die Hitze von einem heißen Gericht. O
Lächeln, wohin? O Aufschaun: neue, warme, entgehende Welle des Herzens –; weh
mir: wir sinds doch. Schmeckt denn der Weltraum, in den wir uns lösen, nach
uns?“
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