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Herzlich willkommen

auf der Netzseite des Archivs für künstlerische und wissenschaftliche Werkvermächtnisse.




Jüngster Beitrag (10. Juli 2017).


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Auf diesen Seiten präsentieren und sichern wir künstlerische und wissenschaftliche Werkschauen.
Ins Leben gerufen wurde unser Archiv durch den Auftrag zu einer Nachlassregelung.


Mit dem Tode eines Menschen werden oft auch seine geistigen und materiellen Produktionen dem Vergessen oder gar der Vernichtung anheimgegeben: Ich habe schon erlebt, wie überforderte Angehörige die erlesene Bibliothek eines Verstorbenen in die Mülltonne geworfen haben.

Der Verlust der Sprache, des Ausdrucks, des Verständnisses - sie sind Anfang aller Verzweiflung. Und so bleibt es tragische Ironie der allermeisten Künstlerschaften und wissenschaftlichen Forschungen, dass ihre Leistungen unter den Zeitgenossen kaum unmittelbare Anerkennung finden. - „Anerkennung ist eine Pflanze, die vorwiegend auf Gräbern wächst“, sagte so treffend in seiner tiefsinnig-heiteren Art der deutsche Journalist und Fernsehmoderator Robert Emil Lembke (1913-1989). - In ein ähnlich klassisches Bonmot und lakonischen Vers hat diese befremdliche Wahrheit schon im Mittelalter der schlesische Barockdichter Friedrich Freiherr von Logau (1605-1655) gekleidet: „Die Weltgunst ist ein Meer: Darin versinkt, was schwer; was leicht ist, schwimmt daher.“ - Vielleicht ‚sinkt‘ daher auch das intellektuelle und sinnliche Niveau mit jeder neuen Generation (gesichert auch hier) um etwa 2 Prozentpunkte ab (gesichert auch hier), wie schon in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts belegt. - Keine frohen Aussichten jedenfalls für alle Idealisten, die sich den wahren Wissenschaften, den feinen Künsten, der Dichtung, der Philosophie, der Literatur, bildnerischen oder anderen musischen Schöpfungen gewidmet haben.

Ludwig Hohl (1904-1980), Schweizer Schriftsteller, in: Die Notizen oder Von der unvoreiligen Versöhnung: „Arbeiten ist nichts anderes als aus dem Sterblichen übersetzen in das, was weitergeht.“

Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), lutherischer Theologe, Vertreter der Bekennenden Kirche, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, aus seinen Briefen aus dem Gefängnis, in: Widerstand und Ergebung: „Aber die Güter der Gerechtigkeit, der Wahrheit, der Schönheit, alle großen Leistungen überhaupt, brauchen Zeit, Beständigkeit, >Gedächtnis<, oder sie degenerieren. Wer nicht eine Vergangenheit zu verantworten hat und eine Zukunft zu gestalten gesonnen ist, der ist >vergesslich<, und ich weiß nicht, wo man einen solchen packen, stellen, zur Besinnung bringen kann.“ (Siehe auch hier oder besser noch hier: http://www.dietrich-bonhoeffer.net/.)

Unser Archiv ist offen für alle Beiträge und Vermächtnisse, die den Ansprüchen einer glaubwürdigen künstlerischen oder wissenschaftlichen Bemeisterung genügen.

Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Mitarbeit.





Aus aktuellem Anlaß:
Hanse Buchwerkstatt - Verlag Wieland Körner: Bekanntmachung/Ersuchen.
„40 Jahre im Dienste der Quellenforschung, im Dienste von Wahrheit, Recht und Freiheit, im Kampf um politische Selbstbestimmung…“

Violanthe Rappl: Die klugen und die törichten Jungfrauen: Hier.
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