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Herzlich willkommen

auf der Netzseite des Archivs für künstlerische und wissenschaftliche Werkvermächtnisse.



Jüngster Beitrag in den Geistesfunken (19. März 2018).
Jüngster Beitrag im Schriften-Archiv (04. Mai 2018).
Jüngster Beitrag auf den Artikel-Seiten (02. Mai 2018).

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Auf diesen Seiten präsentieren und sichern wir künstlerische und wissenschaftliche Werkschauen.
Ins Leben gerufen wurde unser Archiv durch den Auftrag zu einer Nachlaßregelung.


Mit dem Tode eines Menschen werden oft auch seine geistigen und materiellen Produktionen dem Vergessen oder gar der Vernichtung anheimgegeben: Ich habe schon erlebt, wie überforderte Angehörige die erlesene Bibliothek eines Verstorbenen in die Mülltonne geworfen haben.

Der Verlust der Sprache, des Ausdrucks, des Verständnisses - sie sind Anfang aller Verzweiflung. Und so bleibt es tragische Ironie der allermeisten Künstlerschaften und wissenschaftlichen Forschungen, daß ihre Leistungen unter den Zeitgenossen kaum unmittelbare Anerkennung finden. - „Anerkennung ist eine Pflanze, die vorwiegend auf Gräbern wächst“, sagte so treffend in seiner tiefsinnig-heiteren Art der deutsche Journalist und Fernsehmoderator Robert Emil Lembke (1913-1989). - In ein ähnlich klassisches Bonmot und lakonischen Vers hat diese befremdliche Wahrheit schon im Mittelalter der schlesische Barockdichter Friedrich Freiherr von Logau (1605-1655) gekleidet: „Die Weltgunst ist ein Meer: Darin versinkt, was schwer; was leicht ist, schwimmt daher.“ - Vielleicht ‚sinkt‘ daher auch das intellektuelle und sinnliche Niveau mit jeder neuen Generation (gesichert auch hier) um etwa 2 Prozentpunkte ab (gesichert auch hier), wie schon in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts belegt. - Keine frohen Aussichten jedenfalls für alle Idealisten, die sich den wahren Wissenschaften, den feinen Künsten, der Dichtung, der Philosophie, der Literatur, bildnerischen oder anderen musischen Schöpfungen gewidmet haben.

Ludwig Hohl (1904-1980), Schweizer Schriftsteller, in: Die Notizen oder Von der unvoreiligen Versöhnung: „Arbeiten ist nichts anderes als aus dem Sterblichen übersetzen in das, was weitergeht.“

Adalbert Stifter (Pseudonym: Ostade, 1805-1868), österreichischer Schriftsteller, Maler und Pädagoge, zählt zu den bedeutendsten Autoren des Biedermeier: „Die Kunst ist die irdische Schwester der Religion. Wenn wir ein Herz haben, sie zu vernehmen, dann werden wir erhoben und beseligt.“

Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), lutherischer Theologe, Vertreter der Bekennenden Kirche, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, aus seinen Briefen aus dem Gefängnis, in: Widerstand und Ergebung: „Aber die Güter der Gerechtigkeit, der Wahrheit, der Schönheit, alle großen Leistungen überhaupt, brauchen Zeit, Beständigkeit, >Gedächtnis<, oder sie degenerieren. Wer nicht eine Vergangenheit zu verantworten hat und eine Zukunft zu gestalten gesonnen ist, der ist >vergeßlich<, und ich weiß nicht, wo man einen solchen packen, stellen, zur Besinnung bringen kann.“ (Siehe auch hier oder besser noch hier: http://www.dietrich-bonhoeffer.net/.)

Unser Archiv ist offen für Beiträge und Vermächtnisse, die den Ansprüchen einer glaubwürdigen künstlerischen oder wissenschaftlichen Bemeisterung genügen.

Vielen Dank für Ihr Interesse.


Aus aktuellem Anlaß:
Hanse Buchwerkstatt - Verlag Wieland Körner: Bekanntmachung/Ersuchen.
„40 Jahre im Dienste der Quellenforschung, im Dienste von Wahrheit, Recht und Freiheit, im Kampf um politische Selbstbestimmung…“

Violanthe Rappl: Die klugen und die törichten Jungfrauen: Hier.
Externe Netzseitenauswahl und aktuelle Verweise: Hier.
Geistesfunken-Sinnsätze: Hier.
Rechtliche Parameter: Vorsorgliche Referenz.
Zur Erweiterung und Pflege unseres Portals suchen wir Mitarbeiter auf ehrenamtlicher Basis.
Bei Bedarf an Werbegeschenken oder Druckerzeugnissen empfehlen wir die Druckerei Stölzer.



Antagonismen der Kunst
Autismus
Einweihungsschulen
Europäische Kulturepochen
Gefühl und Gedanke
Gotik, Kurzübersicht
Kulturgeschichtliche Metaphysik (1850-1950)
Kulturgeschichtlicher Umriß (1750-1950)
Kunst oder Kommerz 1
Kunst oder Kommerz 2
Rausch und visionäre Befreiung
Ruhrthaler Maschinenfabrik
Serotoninthese
Sternzeichen vs. Aszendent
Stuttgart 21




Hinweis zu unserer Rechtschreibreform:
Auf diesen Seiten gelten – zur Zeit– beide orthographische Regeln, die alte ‚klassische‘, die etwa seit 1901 den offiziellen Stil der Schriftsprache begründete, wie auch die Bestimmungen zur Rechtschreibreform von 1996: Wir haben uns erst vor einigen Monaten dazu entschlossen, hinkünftig ganz wieder die althergebrachte Schreibweise zu pflegen... Unserer Auffassung nach wurde mit der Rechtschreibreform unserer Muttersprache ein schwerer und quälender Traditionsbruch und Ansehensverlust zugefügt. Obwohl die Entstellungen, die unsere Sprache damit erlitt, uferlos sind, rühmen sich ihre ‚Schöpfer‘ – Pseudokoryphäen, die unser Land zu überschwemmen drohen –, ihre „Neuregelungen dienten der systematischen Vereinfachung und Anpassung an die heutigen Verhältnisse“. Ja: ‚Anpassung und Vereinfachung‘: die ‚ausschlaggebenden‘ Kriterien, die unsere gesamte deutsche Wertestruktur seit langem und zunehmend bestimmen! – Nicht nur, daß z. B. die ominöse Wandlung von ‚daß‘ zu ‚dass‘ eine unsinnige Buchstabenvermehrung mit sich bringt, es handelt sich dabei auch um einen völlig anderen Laut: ‚Mutterschoß‘ ‚schoss‘ ‚Schoss‘; vgl. ‚Schoß‘ in alter Schreibung und Bedeutung: Zoll, Steuer, Abgabe, Teil der Kleidung, Frauenrock, Unterleib, junger Trieb: Die Pflanze ‚schoßt‘ oder ‚schosst‘?! – Gewahren Sie, lieber Leser, den Unterschied der Wirkung von ss oder ß auf die Lautung des vorstehenden Vokals? Eine ebensolche nur noch feinere Lautungsverschiedenheit besteht auch zwischen ‚daß‘ und ‚dass‘ – wir können sie noch vernehmen. Doch wo ‚Kulturbereicherer‘ ‚Reformen‘ ‚beschließen‘, dort kann nur Vermaledeiung austreiben… Infolge auch der inhaltlichen und ideologischen Verwerfungen und Verfremdungen, durch die unsere einzigartig reiche und gestaltkräftige deutsche Sprache beginnend nachweislich spätestens mit dem Ableben Friedrich Nietzsches (1844-1900) immer bedenkenloser entstellt worden ist, setzen wir des besseren Verständnisses wegen in unseren eigenen Schriften außerdem Anführungszeichen häufiger als üblich – und zwar für mehrere semantische Funktionen: Bei indirekter Rede, Uneindeutigkeit, Mehrdeutigkeit, ideologisch verfälschten Begriffen, bei Eigennamen oder Fachbezeichnungen, zur Provokation, in Sarkasmus oder allein auch nur zur Hervorhebung.
Wir danken für Ihr Verständnis...
Wie weit die schizophrene Paranoia, unter der die absurdesten Verhaltens- und Denkweisen als logisch und konsistent erscheinen und angepriesen werden, insbesondere in (allen) offiziellen Gremien bereits vorangeschritten ist und wie ‚kongenial‘ dabei Ursprünge und Wahrheiten ‚wissenschaftlich‘ ad absurdum geführt werden, läßt sich – hier: die Rechtschreibreform und ihre Verkünder betreffend – ohne weitere Kommentierung an dieser grandiosen Selbstoffenbarung ideal nachweisen: Wir zitieren (zeichentreu!) das Kalenderblatt vom 13. Juli 2017 „Auf gut Deutsch!“, herausgegeben von der Dudenredaktion: „Dieses Wort wollen wir Ihnen richtig einbläuen. – Blau gemacht. – Wenn Sie vor der Rechtschreibreform zur Schule gegangen sind, haben Sie noch gelernt, dass einbläuen im Sinne von ››jmdm. etwas mit Nachdruck einschärfen‹‹ damals ››einbleuen‹‹ geschrieben wurde, im Gegensatz zu einbläuen (= ››mit Wäscheblau behandeln‹‹). Ersteres ist ebenso wie durchbläuen und verbläuen abgeleitet von bläuen, früher ››bleuen‹‹ (= ››schlagen‹‹ oder ››durch ständige Wiederholung beibringen‹‹). Dieses Wort geht zurück auf mhd. bliuwen, ahd. bliuwan, aber die genaue Herkunft ist ungeklärt. Die Farbe Blau dagegen entstand über mhd. blā, ahd. blāo, was eigentlich ››schimmernd, glänzend‹‹ bedeutete. / Da auch beim Schlagen blaue Flecken entstehen können, lässt sich die Schreibung beider Wörter mit ä zumindest leichter merken.“ – Und nun lassen Sie bitte noch einmal unbefangen auf sich wirken, wie Sie nach neuer Schreibung schreiben sollen: Anlässlich, Anschluss, aufschlussreich, erfasst, Exzess, frisst, Genuss, gepasst, gepresst, gewiss, gewusst, hässlich, lässt, missachten, muss, müsste, Ortografie, Prozess, Quäntchen, Russland, Schloss, Schluss, sodass, unfassbar, wie viel, wusste…